Uefa-SupercupOmar Artan pfeift – und die Fifa-Opposition berät sich
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Paris Saint-Germain gewinnt den Uefa-Supercup, im Fokus aber stehen der somalische Schiedsrichter Artan und die Gespräche der Opposition zu Fifa-Präsident Infantino, angeführt von Uefa-Boss Čeferin.
Von Felix Haselsteiner, Salzburg
Schiedsrichter reisen in der Regel nicht zu Fußballspielen, um diese zu gewinnen. Als Omar Artan am späten Mittwochabend in Salzburg von Uefa-Präsident Aleksander Čeferin eine Medaille umgehängt bekam, als Auszeichnung für seine Spielleitung beim Uefa-Supercup, war ein Hauch von Triumph allerdings nicht von der Hand zu weisen. Selbst die sanften Pfiffe aus der Kurve der Aston-Villa-Anhänger schmälerten den Gesamteindruck nicht: Artan, der vor zwei Monaten nach einer verweigerten Einreise in die USA die WM verpasste, von der Fifa im Stich gelassen wurde und nun von der Uefa eine Bühne bekam, war einer der Gewinner des Abends. Und er war nicht allein.
An einem lauen Sommerabend in Salzburg also begann diese Fußballsaison mit der Partie des Champions-League-Siegers Paris Saint-Germain gegen den Europa-League-Sieger Aston Villa. Wobei das natürlich Definitionssache ist: Die einen sehen im Uefa-Supercup ein glorifiziertes Vorbereitungsspiel, die anderen eine relevante Chance auf einen Titel, der gerne in der Vereinschronik auftauchen darf. Auch wenn diese Trophäe ganz sicher nicht dazu taugt, ein Triple zu vervollständigen oder eine Saison zu retten, in der alle andere Ziele verpasst werden.

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Den Zuschauern aus Paris und Birmingham war der Pokal, der später überreicht wurde, offenbar durchaus wichtig: Die einen reisten so zahlreich aus England an, dass manchen Bier-Verkäufern vor dem Stadion schon vor Anpfiff die Dosen ausgingen. Die anderen entledigten sich nach dem Anstoß umgehend ihrer Oberbekleidung, um sich im Lichte ihrer Pyrotechnik zu sonnen und 90 Minuten lang begeistert zu singen. Noch ein bisschen länger sogar, am Ende mit Pokal: PSG gewann die Partie mit 2:1 und damit zum zweiten Mal nacheinander den Supercup.
