Gestänge-Gedränge: ausgediente Sessel des Rosenkranz-Skilifts am Kreischberg. kreischberg.at
Am Kreischberg in der Steiermark wurden alte Skiliftsessel verkauft. Ein Holländer soll gleich sieben Stück erworben haben, als Mobiliar für seine Firma.
Warum der Kreischberg in der Steiermark Kreischberg heißt, konnte bis heute nicht abschließend geklärt werden. Auf jeden Fall liegt er im Nordosten der Gurktaler Alpen und Gurk kommt vom indogermanischen Wortstamm für „Gurgeln“. Gerade wurden an der Kreischberg-Talstation 211 alte Skiliftsessel für 150 Euro pro Stück verkauft. Wintersportler sollen hier künftig statt mit einem Zweier- mit einem Achter-Sessellift nach oben befördert werden, die Fahrtzeit zu den „Kicker Jumps“, „Butter Boxes“ und der „Banked Pipe“ verkürzt sich um acht Minuten.
Laut dem Regionalmedium Mein Bezirk gingen die Liftsessel „weg wie die warmen Semmeln“ (Kreisch! Ausverkauft!). Ein Kunde sei sogar extra mit einem Anhänger aus Holland angereist, wird „Geschäftsführer Fussi“ zitiert: „Er hat gleich sieben Sessel mitgenommen.“ Angeblich möchte der Holländer sie in der Lounge seiner Firma aufstellen, vermutlich zum Kaffeegurgeln. Unternehmen kommen ja gerade auf die absurdesten Ideen, ihre Mitarbeiter im Home-Office zu halten, um sich Miete zu sparen. Jedenfalls sei Fussi (woher der Name?) ausgesprochen zufrieden gewesen mit dem Geschäft. Schon am Ochsenberg habe er alte Gondeln „an den Mann oder die Frau gebracht“ (Doppelkreisch!).
Aus niederländischer Sicht kann man die Sehnsucht nach Liftsesseln verstehen, es gibt nur in Zuid-Limburg eine Seilbahn, welche zur Überwindung eines geografisch vorgegebenen Höhenunterschieds eingesetzt wird. Dafür kann man dort viel besser mit dem Hollandrad zur Arbeit fahren als am Kreischberg. Wobei das auch so eine Sache ist, denn auf Niederländisch heißt Hollandrad Omafiets. Aber das ist eine andere Geschichte.
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