ParisWer hat Dalidas Brüste angemalt?
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- Die Dalida-Büste auf dem Montmartre wurde über Nacht mit Farbe übermalt, nachdem Touristen jahrelang ihre Brüste berührt hatten.
- Die Stadtverwaltung von Paris gab nach anfänglichem Dementi zu, die Bemalung in Auftrag gegeben zu haben.
- Die Farbe ist bereits wieder abgewetzt und die Brüste beginnen erneut zu glänzen durch das ständige Anfassen der Touristen.
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Mehr Feedback gebenDie Büste der Sängerin auf dem Montmartre ist so intensiv von Touristen angefingert worden, dass ihre Brüste gelb glänzten. Über Nacht erhielten sie ihre Farbe zurück, schnell hieß es: Die Stadtverwaltung war’s. Doch die wollte es nicht zugeben.
Von Oliver Meiler, Paris
Es ist ja nicht so, dass die vielen Touristen, die sich von ihren Handys zur Place Dalida im 18. Arrondissement von Paris führen lassen, diesen Ort für eine durch und durch klassische Etappe ihres Stadtparcours hielten. Man tut da etwas, was man im richtigen Leben nicht tut. Weil es Glück bringen soll. Wenigstens steht das so in den Reiseführern und in den sozialen Medien, diesen Verführern.
Und so liegt auch an diesem schönen Sommermittag eine Schwade peinlicher Berührtheit über dem Platz auf dem Montmartre in Hommage an die wunderbare Sängerin und Schauspielerin Dalida, bürgerlich Iolanda Cristina Gigliotti, eine Italienerin, die in Kairo geboren wurde, sich in Frankreich einbürgern ließ und mit ihren Hits so ziemlich überall auf der Welt Erfolg hatte.
Die Place Dalida ist eine erweiterte Straßenkurve mit ein paar Bäumen, einer Parkbank und einer Statue, bis zur Sacré-Cœur sind es zweihundert Meter, den Hügel rauf. Der Bus der Linie 40 schafft die Kurve jetzt wieder nur mit Mühe. Die vielen Leute, die fürs Grapschen da sind, stehen ihm im Weg.
Ich dachte, sie seien heiß, aber sie sind kalt.Ein spanischer Tourist zu seiner Frau
Ein älterer Spanier sagt zu seiner Frau. „Soll ich, darf ich?“ Dann fasst er an die bronzenen Brüste Dalidas, mit beiden Händen, er kommt fast nicht zu ihnen hoch –und lässt sich von seiner Frau fotografieren dabei. „Ich dachte, sie seien heiß, aber sie sind kalt“, sagt er und kichert. Das Paar ist mit einer Gruppe da, alle wollen mal, auch die Frauen. Bis sie durch sind, vergehen fünf Minuten. Dann sind die Südamerikaner dran, dann die Italiener, später vier Japaner.

