Festival am RotkreuzplatzDer Blues bringt Menschen zusammen
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Beim Bluesfest wird der Münchner Rotkreuzplatz zum Biergarten und das Publikum erlebt die Vielfalt der Großstadt-Musikszene.
Von Dirk Wagner
Was 1989 als Sommerfest der damals am Rotkreuzplatz beheimateten Kellerbar „Hide-Out“ startete, ist mittlerweile eines der schönsten Beispiele einer gelebten Stadtteilkultur in München. Mit wenigen Ausnahmen hat nämlich dort das Bluesfest den wohl wichtigsten Knotenpunkt Neuhausens alljährlich in einen gemütlichen Biergarten verwandelt, wo man ganz in der Tradition des mittlerweile leider geschlossenen Live-Clubs Hide Out einen Sonntagnachmittag lang den Blues in all seinen Facetten feiert.
Darum hat die engagierte Neuhauser Veranstalterin Niko Strnad auch heuer wieder ein spannendes Programm zusammengestellt, das den „Rio“, wie der Rotkreuzplatz nicht erst in den Fünfzigerjahren von den Münchnern genannt wurde, in einen Ort der kulturellen Begegnung verwandelt. Auch weil das Bluesfest bei freiem Eintritt stattfindet und selbst an den aufgestellten Bierbänken kein Verzehrzwang besteht, treffen sich hier Anwohner und eigens für die Konzerte angereiste Menschen. Generationen-übergreifend lauschen sie den überwiegend Münchner Musikern, denen die Netzwerkerin Strnad hier einmal mehr eine Öffentlichkeit bietet.
Dergleichen gelingt ihr auch bei anderen Veranstaltungsreihen, für die Strnad in München verantwortlich ist – sei es bei der ebenfalls jährlich stattfindenden Neuhauser Musiknacht, sei es beim vierteljährlichen Musikertreffen „Munich rocks“ im Muffatwerk, sei es beim Musikprogramm des Andechser Zelts und des Hexenkessels auf dem Tollwood respektive Winter-Tollwood, oder sei es beim regelmäßigen Bandcontest „Soundcheck in …“. Stets gibt Strnad regionalen Musikerinnen und Musikern die Möglichkeit, sich vor einem größeren Publikum zu behaupten, noch dazu bei fairer Bezahlung.

