TreuchtlingenPolizei gibt Entwarnung: kein Sprengstoff im Gleisbett
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Der Fund eines verdächtigen Gegenstandes hat Folgen: Alle Züge rund um Treuchtlingen werden gestoppt. Spezialkräfte sind im Einsatz, drei Häuser am Bahnhof werden evakuiert. Am Ende ist es doch kein Sprengstoff.
Von Uwe Ritzer, Treuchtlingen
Der verdächtige Gegenstand im Bahnhof der mittelfränkischen Stadt Treuchtlingen ist doch kein Sprengstoff. Die Polizei gab am frühen Donnerstagnachmittag Entwarnung. Nun beginnt die Arbeit der Spurensicherung. „Wir wollen natürlich trotzdem wissen, wer dafür verantwortlich ist“, sagte ein Polizeisprecher.
Man gehe davon aus, dass bewusst jemand die Attrappe im Gleisbett platziert habe. Selbst wenn es ein Scherz gewesen wäre, werde das Konsequenzen haben, sagte der Sprecher. Auch bestehe der Verdacht, dass die Ähnlichkeit mit einem Sprengsatz kein Zufall sei.
Ein Techniker hatte das Objekt um 8.30 Uhr im Gleisbett an der Einfahrt zum Bahnhof der Stadt entdeckt, sagte der Polizeisprecher. Es habe sich am südlichen Ausgang des Bahnhofs befunden, wo die Züge Richtung München fahren.

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Kaum war der Gegenstand gefunden, rückte eine Streife der Polizeiinspektion Treuchtlingen an und alarmierte wegen des Sprengstoffverdachts die Spezialisten. Ein Entschärfer-Team der Bundespolizei untersuchte den Gegenstand. Lange war unklar, ob tatsächlich eine Gefahr drohte. „Dem äußeren Anschein nach ist es kein 08/15-Gegenstand“, sagte der Sprecher zuvor, „es deutet darauf hin, dass es nicht nur Müll ist.“
Am Mittag wurden vorsorglich drei Häuser in der Nähe des Gleises geräumt, weil der Gegenstand für weitere Untersuchungen angehoben werden sollte. Elf Personen wurden in Sicherheit gebracht. „Diese Maßnahme kann natürlich gefährlich werden“, sagte ein Polizeisprecher, daher sei die Evakuierung nötig. Die Anwohner wurden in einem Gemeindezentrum untergebracht, sie wurden später von der Polizei als Zeugen befragt, um herauszufinden, wer den Gegenstand dort abgelegt haben könnte.

