Gefahr von WaldbrändenWarum Bayerns Wälder mehr Laub brauchen
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- Naturschützer und Grüne fordern wegen hoher Waldbrandgefahr eine Beschleunigung des Umbaus von Fichten- und Kiefernwäldern zu artenreichen Mischwäldern mit Laubbäumen.
- In Bayerns Wäldern dominieren weiterhin Fichten mit 38,8 Prozent und Kiefern mit 16,9 Prozent.
- Mischwälder mit Buchen, Ahorn und Eichen speichern mehr Feuchtigkeit und sorgen für ein kühleres Waldinnenklima als reine Nadelwälder.
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Mehr Feedback gebenFichten und Kiefern leiden besonders stark unter Hitze und Trockenheit - und sind deshalb anfälliger für Waldbrände als Laubbäume. Was sich nach Expertenansicht ändern muss.
Von Christian Sebald
Die anhaltende Hitze und Trockenheit setzt den Wäldern überall in Bayern massiv zu. Praktisch überall herrscht hohe Waldbrandgefahr, in Teilen Unterfrankens wird am Wochenende sogar die höchste Warnstufe erwartet. Und immer wieder werden Waldbrände gemeldet, bisher Gott sei Dank nur kleinere. Besonders gefährdet sind Kiefern- und Fichtenwälder, die für Hitze und Trockenheit und deshalb für Waldbrände besonders anfällig sind. Der Bund Naturschutz (BN) und die Landtags-Grünen fordern jetzt, dass die Staatsregierung den Umbau von Fichten- und Kiefernwälder zu artenreichen Mischwäldern mit vielen Buchen, Eichen und anderen Laubbäumen stark beschleunigen solle.

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„Wenn die Staatsregierung nicht endlich mehr Tempo beim Waldumbau macht, drohen uns südeuropäische Verhältnisse mit verheerenden Waldbränden“, sagt der BN-Chef Martin Geilhufe. „Mischwälder mit vielen Laubbäumen, naturgemäße Waldwirtschaft und mehr Jagd sind der beste Schutz gegen Brände und Waldsterben. Nur vitale Wälder liefern den Menschen gesunde Luft und sauberes Trinkwasser, sie schützen außerdem vor Hochwasser und Erosion, und sind natürliche Klimaanlagen.“

Aus Sicht des BN reichen die bisherigen Waldumbau-Programme der Staatsregierung bei Weitem nicht aus, um die Gefahren durch die Klimakrise zu bannen, vor allem in den privaten Wäldern. Dabei rühmt sich Forstministerin Michaela Kaniber (CSU) gerne, dass im Rahmen der Waldumbauoffensive der Staatsregierung seit 2020 gut 90 Millionen Bäume gepflanzt worden seien. Inzwischen sei jeder zweite junge Baum in Bayerns Wäldern ein Laubbaum, allein in den Privatwäldern seien 112 000 Hektar Nadelwald zu Mischwäldern umgebaut worden. Bis 2030 sollen es ungefähr 200 000 Hektar sein.

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