Einmal die Mona Lisa aus der Nähe sehen, das wünschen sich sehr viele Menschen. Thibault Camus/AP
Viele beliebte Sehenswürdigkeiten wie der Louvre oder die Sagrada Família sind oft ausverkauft und erfordern eine rechtzeitige Online-Buchung.
Beim Europäischen Verbraucherzentrum häufen sich Beschwerden über betrügerische Ticketportale, die den offiziellen Verkaufsseiten täuschend ähnlich sind.
Verbraucherschützer empfehlen, Tickets nur direkt beim Veranstalter zu kaufen und auf schlüssige Impressen sowie passende Länderkennungen zu achten.
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Wer spontan Sehenswürdigkeiten wie den Louvre oder die Sagrada Família besuchen möchte, bekommt oft kein Ticket mehr. Oder nur für viel Geld. Damit aber geht man ein Risiko ein.
Früher konnte man nach Rom fahren, nach Barcelona oder Paris und einfach in ein Museum gehen. Ohne Wochen zuvor online ein Ticket gebucht zu haben. Das hatte den Vorteil der Ungebundenheit. Und den Nachteil, dass man sehr viel wertvolle Urlaubszeit in Warteschlangen zubrachte.
Heute ist der zeitliche Aufwand kürzer. Der nervliche aber nicht verschwunden. Zumeist muss man Geburtsdaten, Kreditkartennummer und gefühlt auch noch den Herkunftsort der Großmutter hinterlegen. Und wer nicht rechtzeitig bucht, bleibt draußen: in den Pfingstferien noch schnell ins Anne-Frank-Haus in Amsterdam? Keine Chance.
Alternativ-Anbieter rangieren bei den Suchmaschinen oft vor den offiziellen Webseiten, weil es sich um bezahlte Werbung handelt. Und weil die Suchmaschinenoptimierung professionalisiert wurde: Oft stünden Worte wie „Ticket“ oder „visit“ in der Web-Adresse, sagt Riegger; also Begriffe, die Nutzer häufig als Suchbegriff eingeben.
Woran erkennt man eine offizielle Webseite? Ein Indiz ist ein schlüssiges Impressum. Zudem sollte die Länderkennung stimmig sein: Die offizielle Webseite der Vatikanischen Museen etwa endet auf „va“. Ein „com“ oder „net“ am Ende sollte stutzig machen. Hilfreich könne auch sein, bei der Suche ein „offiziell“ anzugeben, Ticketpreise zu vergleichen, Erfahrungsberichte zu lesen. Auch Webseiten wie watchlist-internet.at oder Fakeshop-Finder geben Warnhinweise. Und: Kein Angebot auswählen, bei dem nur Vorkasse erbeten ist, rät der Verbraucherschützer. Am besten mit Kreditkarte zahlen, so habe man im Betrugsfall die Möglichkeit, das Geld über Chargeback rückbuchen zu lassen.
Unter Betrug firmiert es übrigens nicht, wenn Anbieter ein überteuertes, aber gültiges Ticket (weiter-)verkaufen, die sie meist zuvor aufgekauft haben; durch automatisierte Verfahren (Bots) oder nicht-automatisierte. „Je nach Einzelfall können die Seiten wettbewerbsrechtlich unlauter sein. Insoweit bedarf es stets einer genauen Prüfung“, sagt Riegger. Und noch ein Tipp: Nicht am Handy suchen, sondern auf einem größeren Bildschirm. Und sich dabei „Zeit nehmen und nicht gleich auf den Anbieter klicken, der zuerst auftaucht“.