Dem Geheimnis auf der SpurDas Rätsel der fünf Buchstaben

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Auf dem Sockel des Neustädter Altars in Wien ist zweifach die Aufschrift 1447 A.E.I.O.U. zu lesen.
Auf dem Sockel des Neustädter Altars in Wien ist zweifach die Aufschrift 1447 A.E.I.O.U. zu lesen. Alamy Stock Photos / Auk Archive/mauritius images

Was meinte der Habsburger Kaiser Friedrich III. mit AEIOU? Das Graffito taucht in seinem gesamten Herrschaftsbereich auf. Was steckt hinter dem spätmittelalterlichen Kürzel?

Von Josef Scheppach

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Wenn Steine sprechen könnten, dann würde der Marmor des Westportals des spätgotischen Grazer Doms, die Mauern der Burg in der Wiener Neustadt und ein Gedenkstein in Santa Maria dell’Anima in Rom vielleicht A.E.I.O.U. flüstern. Diese fünf Vokale wurden nicht nur in die Fassaden etlicher Bauwerke gemeißelt. Das Signum ziert auch die Empore der Ruprechtskirche in Wien und eine Sonnenuhr in Meran sowie den Neustädter Altar im Wiener Stephansdom. Zudem wurde die Buchstabenfolge in Teppiche und Wandbehänge geflochten, unter Dokumente gesetzt, in Bücher geschrieben und in Tafelsilber graviert – und so zum Markenzeichen einer ganzen Epoche.

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