SZ-Kolumne „Bester Dinge“Zwei Adoptivküken und ihre rührende Geschichte
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Ursula von der Leyen, das Brüsseler Arbeitstier, ist auch bekannt für ihre Tierliebe. Deshalb bittet sie nun ganz Europa um Hilfe: Gesucht werden Namen für zwei Küken.
Von Josef Kelnberger
Green und Deal, Wolodimir und Selenskij, Ent und Bürokratisierung? Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission, bittet um Hilfe bei der Namensfindung für zwei Küken, die auf ihrem Hof in Niedersachsen leben. Das Geschlecht der beiden ist noch unbekannt, aber die Namen sollen jedenfalls für das Gute in Europa und der Welt stehen. Denn dies ist eine Geschichte mit Happy End.
Sie beginnt mit Chickeletta. So heißt das Huhn, das Ursula von Leyen auf ihrem Hof aufgenommen hat. Chickeletta war von anderen Hühnern gemobbt worden und begann, vielleicht aus Frust darüber, zu brüten – obwohl sie doch gar keine Eier hatte. Da traf es sich gut, dass Ursula von der Leyen einen anderen Geflügelhalter kannte, der zwei Eier in einem Inkubator ausbrütete – weil das zugehörige Huhn sich aus dem Staub gemacht hatte.
Ursula von der Leyen führte zusammen, was zusammengehört: Mutter ohne Kinder, Kinder ohne Mutter. Fehlt nur noch ein Name für die beiden Kleinen. E und U? Das wäre ebenso schlicht wie treffend.
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Die Kommissionspräsidentin ist in Brüssel bekannt als Arbeitstier und in ihrer niedersächsischen Heimat als Tierliebhaberin. Die beiden Welten kamen in Berührung, als ihr Lieblingspony Dolly im September 2022 von einem Wolf gerissen wurde. In Brüssel wird vermutet: Nur aus Rache für Dolly machte die Kommissionspräsidentin damals den Weg frei, den Schutzstatus des Wolfs in Europa zu senken. Der mörderische Wolf erhielt übrigens den Behördennamen GW950m und wurde zum Abschuss freigegeben. Eins der Küken nach ihm zu benennen, in Kombination mit Dolly für das andere, wäre eine subtile Form der Rache. Aber GW950m ist doch ziemlich schwer auszusprechen.
