Wein im ÜberflussAus Dornfelder wird Nagellackentferner

- Deutsche Winzer aus Rheinhessen und Württemberg bleiben auf 24 Millionen Litern Rot- und Roséwein sitzen, obwohl sich die Qualität deutlich verbessert hat.
- Die EU soll 14 Millionen Euro bereitstellen, damit der überschüssige Wein zu Industriealkohol für Putzmittel und Nagellackentferner destilliert wird.
- Der Weinkonsum in Deutschland ist um vier Prozent gesunken, drei Viertel des konsumierten Weins stammen aus dem Ausland.
Diese Zusammenfassung wurde mit der Unterstützung einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt. Lesen Sie mehr über unseren Umgang mit KI.
Winzer aus Rheinhessen und Württemberg bleiben auf Millionen Litern Rot- und Roséwein sitzen. Wohin mit dem Überschuss?
Von Titus Arnu
Dünn, durchsichtig, sauer: Deutscher Rotwein hatte lange einen schlechten Ruf. Während edelsüße Weine und trockene Rieslinge von der Mosel und aus dem Rheingau seit jeher zur Weltspitze gehören, waren Trollinger und Dornfelder früher als billige Plörre verschrien. Doch das stimmt längst nicht mehr: Klimawandel und neue Anbaumethoden haben deutsche Rotweine deutlich verbessert. Deutscher Pinot Noir könne es „problemlos mit Top-Burgundern aufnehmen, die das Zwei- oder Dreifache kosten“, schwärmt der britische Weinkritiker Stuart Pigott. Die Verkoster des Magazins Decanter zählen manche deutsche Spätburgunder zu den besten der Welt.

