KolumbienDie Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben steigt weiter
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Bei dem Beben im Westen Kolumbiens kommen mindestens 181 Menschen ums Leben. Der kommerzielle Flugverkehr an mehreren Flughäfen wird eingestellt.
Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien beginnt sich das ganze Ausmaß der Katastrophe erst langsam zu zeigen. Nach einer vorläufigen Bilanz des kolumbianischen Städteverbands Asocapitales kamen mindestens 181 Menschen ums Leben, 1246 wurden verletzt. Einer inoffiziellen Plattform zufolge gelten knapp 3800 Menschen als vermisst.
Es wird befürchtet, dass die Zahl der Opfer weiter steigt. Einsatzkräfte, Soldaten und Freiwillige suchten die ganze Nacht hindurch in den Trümmern eingestürzter Häuser nach Verschütteten. In den besonders betroffenen Städten Cali und Pereira wurden nächtliche Ausgangssperren verhängt.
Zahlreiche Tote und Vermisste in Cali und Pereira
Allein in der 2,2-Millionen-Metropole Cali starben nach offiziellen Angaben mindestens 85 Menschen. 188 Menschen würden vermisst, sagte der erst vor wenigen Tagen vereidigte Präsident Abelardo de la Espriella Otero auf einer Pressekonferenz. Die Regierung des südamerikanischen Landes rief den Notstand aus. Rettungskräfte suchen in eingestürzten Gebäuden nach Überlebenden.

Drei Krankenhäuser und etwa 40 Gebäude seien völlig eingestürzt. Rund 600 Patienten mussten auf der Straße behandelt werden, wie der Krankenhausdirektor Irne Torres Castro dem Fernsehsender Caracol erklärte. Auch der Flughafen der Stadt am Rande des großen Kaffeeanbaugebietes Eje Cafetero sei nur noch eingeschränkt betriebsbereit. Landesweit waren sechs Flughäfen für den kommerziellen Luftverkehr zumindest zeitweise außer Betrieb.


