Wichtige BaustellenSo werden Münchens U-Bahnhöfe fit gemacht
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- Die U-Bahnhöfe Goetheplatz und Poccistraße werden seit Mai 2024 für mehr als 60 Millionen Euro saniert und bis Herbst 2027 modernisiert.
- Die Sanierung umfasst hauptsächlich Brandschutz-Erneuerungen und Statik-Verstärkungen mit Stahlstreben und tonnenweise Spritzbeton.
- Zwischen Implerstraße und Sendlinger Tor fahren derzeit keine U-Bahnen, zur Wiesn soll es aber wieder möglich sein.
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Mehr Feedback gebenBis Herbst 2027 werden die Stationen Goetheplatz und Poccistraße saniert. Ein Rundgang zeigt, was unter der Lindwurmstraße erneuert wird – und warum dabei Stahlstreben und tonnenweise Spritzbeton zum Einsatz kommen.
Von Martin Mühlfenzl
Nach wenigen Hundert Metern über das Gleisbett taucht auf, was ein Sprichwort so vollmundig verspricht: Licht am Ende des Tunnels. In Form von Leuchtbändern, die sich über den Bahnsteig des U-Bahnhofs Poccistraße spannen – und diesen hell erleuchten und die so markanten, mit gelben Steinen besetzten Säulen erstrahlen lassen. Neben einigen dieser Pfeiler aber haben Bauarbeiter massive Stahlstreben gesetzt. Stützen, die davon zeugen, dass der Bahnhof in die Jahre gekommen ist. Und sein Gesicht verändern wird.
Seit Mai dieses Jahres werden die unterirdischen U-Bahnhöfe Goetheplatz und Poccistraße generalsaniert – und an der Oberfläche sind Auswirkungen dieser mehr als 60 Millionen Euro teuren Instandsetzung, die sich noch bis in den Herbst 2027 ziehen wird, deutlich zu spüren. Denn zwischen der Implerstraße und dem Sendlinger Tor fahren seitdem keine U-Bahnen, Pendlerinnen und Pendler quälen sich durch diesen Abschnitt in Bussen mit dem Schienenersatzverkehr (SEV).
Was aber unter der Erde passiert, bleibt denjenigen, die in überfüllten Bussen über die Lindwurmstraße fahren, verborgen. Ebenso denjenigen, die mit dem Fahrrad auf einem Teilabschnitt wieder auf den alten Radweg ausweichen müssen, weil eben für die Busse eine eigene Spur eingerichtet worden ist, um den öffentlichen Nahverkehr zu beschleunigen.
Auch deshalb hat die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) zu einer Baustellenbesichtigung geladen. Einer Führung durch eines der wichtigsten Infrastrukturvorhaben in der Münchner Innenstadt, mit dem Gebäude auf einen zeitgemäßen Stand der Technik gebracht werden sollen, die teilweise noch aus den Dreißigerjahren des vergangenen Jahrhunderts stammen. Am Bahnhof Goetheplatz etwa wurde bereits 1938 gearbeitet; über den Zustand eines Rohbaus aber kamen die Arbeiten damals kriegsbedingt nicht hinaus – eröffnet wurde er schließlich im Rahmen des Baus der Münchner U-Bahn im Jahr 1971. Rechtzeitig vor den Olympischen Sommerspielen in der bayerischen Landeshauptstadt ein Jahr später.



