Perlacher ForstMünchner Polizei nimmt Rennradfahrer ins Visier
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- Die Münchner Polizei führt am Mittwochmorgen eine Info-Aktion für Rennradfahrer im Perlacher Forst durch, um über Verkehrssicherheit und Rücksichtnahme zu informieren.
- Im Perlacher Forst gilt "rechts vor links" an Kreuzungen, was viele Rennradfahrer nicht wissen oder missachten.
- Die Unfallzahlen mit schweren Verletzungen sind signifikant gestiegen, da immer größere Rennradgruppen mit bis zu 50 Personen durch den Wald fahren.
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Mehr Feedback gebenIm Perlacher Forst kommt es auf der schnurgeraden Strecke Richtung Süden immer wieder zu Unfällen. Deswegen erklären die Beamten den Sportlern, welche Regeln im Wald gelten.
Von Joachim Mölter
Zaghaft fragen die drei jungen Frauen auf ihren Rennrädern, ob sie hier noch durchfahren dürfen, zwischen all den Polizisten, die sich mit ihren Autos und Motorrädern gerade am Nordeingang des Perlacher Forsts postiert haben? Natürlich dürfen sie, sagen die Beamten freundlich, der Weg sei frei. Also schlängeln sich die Frauen vorsichtig zwischen zwei Dutzend Polizisten und einem Dutzend Passanten hindurch, ehe sie wieder in die Pedale treten.
Da, wo die Oberbiberger Straße am Säbener Platz in den Wald übergeht und dann schnurgerade fünf Kilometer bis zur „Nussbaum-Ranch“ in Richtung Süden führt, hat die Polizei am Mittwochmorgen einen Stand aufgebaut, den viele Vorbeikommende erst einmal für eine Kontrollstation halten. Wer nachfragt, erfährt, dass es sich um eine Info-Aktion handelt: Die Beamten wollen mit Rennradlern ins Gespräch kommen und sie für Verkehrssicherheit und vor allem Rücksichtnahme sensibilisieren.
„Finde ich super“, sagt der Giesinger Michael Weinzierl, der an diesem Morgen auf Rollerblades unterwegs ist, auf seiner „Hausstrecke“, wie er die Oberbiberger Straße nennt. Er selbst nutze zwar alle möglichen Fahrzeuge – Auto, Motorrad, Fahrrad –, aber für ihn seien die Rennradfahrer mittlerweile „die schlimmsten Verkehrsrowdys“, sagt er. „Die brettern einfach durch, in Zweier- oder Dreierreihen. Und es werden immer mehr. Früher sind sie allein gefahren, jetzt kommen sie in großen Gruppen.“

An der Kugler-Alm in Oberhaching:Noch mehr Schwellen für Radfahrer
Über den Winter wurden die umstrittenen Speedbreaker auf der beliebten Rennrad-Strecke an der Kugler-Alm in Oberhaching abgeschraubt. Doch weil an Spitzentagen fast 8000 Radler dort vorbeifahren, will die Gemeinde im Sommer sogar drei zusätzliche aufbauen. Daran ändern auch die Stürze nichts, die an den Schwellen passiert sind.
