Aktuelles LexikonWas bedeutet Bafög?

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Bafög-Bezüge werden nun erhöht: Hörsaal an der Uni Leipzig.
Bafög-Bezüge werden nun erhöht: Hörsaal an der Uni Leipzig. Jan Woitas/Jan Woitas/dpa

Staatliche Förderung für junge Menschen, die diese energisch gegen gelegentliche Sparversuche verteidigen: „Wer uns wie Kohl das Bafög klaut, den machen wir zu Sauerkraut“. Jetzt wird es erhöht.

Von Vinzent-Vitus Leitgeb

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Die Abkürzung „Bafög“ steht zunächst einmal für das sperrige Wort Bundesausbildungsförderungsgesetz. Viel mehr noch steht sie aber für Chancengerechtigkeit im Bildungssystem. Denn die sozialliberale Koalition von Bundeskanzler Willy Brandt (SPD) wollte ab September 1971 nicht mehr nur junge Menschen mit besonders guten Leistungen (und vorrangig an den Universitäten) fördern wie zuvor. Anspruch auf Bafög bekam nun jeder, der Unterstützung benötigte, etwa weil die Eltern nicht genug verdienen, auch Schüler und Auszubildende. Heute gilt, dass man in der Regel die Hälfte des monatlichen Bafög-Satzes nach dem Studium zurückzahlen muss. Zu Beginn war sogar die komplette Förderung ein Zuschuss des Staates, erst später wurden Teile davon als zinsloses Darlehen gezahlt. Als Kanzler Helmut Kohl (CDU) das Bafög Anfang der 80er-Jahre vorübergehend zu einem Volldarlehen machte, gab es die bis dahin größten Studentenproteste der Bundesrepublik, mit Bannern, auf denen stand: „Wer uns wie Kohl das Bafög klaut, den machen wir zu Sauerkraut“. Seit 2015 finanziert der Bund das Bafög vollständig. Das Bundeskabinett hat nun eine Erhöhung beschlossen.

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