Autor Didier Decoin ist totDer Meister der Hölle

Der französische Schriftsteller und Goncourt-Preisträger Didier Decoin ist gestorben.
Der mit dem renommierten Prix Goncourt ausgezeichnete Autor Didier Decoin ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Für seinen Roman „Fenster zur Hölle“ („John l'Enfer“) erhielt er 1977 dieses Auszeichnung, später war er der Präsident der Académie Goncourt. Decoin wurde am 13. März 1945 als Sohn des Filmregisseurs Henri Decoin geboren, arbeitete zuerst als Journalist und veröffentlichte bereits mit 20 Jahren seinen ersten Roman, dem fast 40 weitere folgten. Zu den auch auf Deutsch erschienenen Werken gehören unter anderem der historische Roman „Das Ministerium der Gärten und Teiche“ über das Japan des 12. Jahrhunderts sowie „Der Tod der Kitty Genovese“ über den berühmten Mordfall in New York. Er galt als einer der vielseitigsten französischen Romanciers seiner Generation. Neben seiner Arbeit als Schriftsteller war Decoin ein gefragter Drehbuchautor. Er arbeitete unter anderem mit Regisseuren wie Marcel Carné, Robert Enrico und Henri Verneuil zusammen.