InfektionenWas die zwei Vibrionen-Todesfälle bedeuten
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- Bereits zwei Menschen starben in diesem Sommer an Vibrionen-Infektionen in Deutschland.
- Die Bakterien vermehren sich bei Wassertemperaturen über 20 Grad und einem Salzgehalt von etwa einem Prozent besonders gut.
- Schwere Verläufe betreffen fast ausschließlich ältere, immungeschwächte Menschen mit Vorerkrankungen wie Diabetes oder Herzkrankheiten.
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Mehr Feedback gebenBereits zwei Menschen sind in diesem Sommer in Deutschland an den Bakterien gestorben. Was über die Erreger und ihre Verbreitung bekannt ist.
Von Berit Uhlmann
Gerade wird erneut über diese ungewöhnlichen Schicksale berichtet: Sehr wahrscheinlich beim Bad im Meer zogen sich zwei Menschen in Deutschland so schwere Infektionen zu, dass ihr Leben nicht mehr zu retten war. Ende Juli starben sie an Infektionen mit Vibrionen. Was über diese Entwicklung und den Erreger bekannt ist.
Was ist besonders an dieser Saison?
Die Vibrioneninfektionen haben nach Zahlen des RKI in diesem Jahr früh begonnen. Bis zum 12. Juli dieses Jahres hat das Institut nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa bereits 14 Fälle gezählt. In den drei Vorjahren seien es zu diesem Zeitpunkt weniger gewesen: ein Fall im Jahr 2023, neun Fälle im Jahr 2024 und vier Infektionen im vergangenen Jahr.
Dem Institut zufolge gibt es seit 2020 eine Meldepflicht für die Infektion. Die Zahl der seither übermittelten Fälle für die Gesamtjahre lag zwischen 13 im Jahr 2020 und 113 im vergangenen Jahr. Nicht alle Ansteckungen erfolgten in Deutschland. Todesfälle sind sehr viel seltener; in der Vergangenheit wurden in der Regel ein bis zwei pro Jahr gezählt. Dass diese Todesfälle immer wieder Schlagzeilen machen ist vermutlich dem Umstand geschuldet, dass viele Menschen die Gefahr der Vibrionen nicht bekannt ist. Vielleicht aber auch dem Fakt, dass manche Medien sie gerne „fleischfressende Bakterien“ nennen.
