UnterfrankenMain stark erhitzt: Warnstufe ausgerufen

Der Main hat wenig Wasser - und das ist viel zu warm. Das ist purer Stress für Tiere und Pflanzen.
Die Bezirksregierung von Unterfranken hat wegen der hohen Wassertemperatur und des niedrigen Abflusses für den gesamten Verlauf des Mains von der hessischen Landesgrenze bis Bamberg in Oberfranken einen Alarmplan aktiviert. Bereits in der vergangenen Woche war eine Warnung für den Abschnitt zwischen hessischer Grenze und Würzburg ergangen. Jetzt gilt diese flussaufwärts bis Bamberg.
In der Gegend um Würzburg werden im Main derzeit Wassertemperaturen von um die 27 Grad gemessen. Der Sauerstoffgehalt im Fluss sei allerdings noch unkritisch - auch weil durch die hohe Sonneneinstrahlung Algen wachsen und diese Sauerstoff produzieren, heißt es in einer Mitteilung der Bezirksregierung. Dennoch bedeutet die Hitze eine große Gefahr für Tiere und Pflanzen und damit für das gesamte Ökosystem im Fluss.

SZ Bayern auf Whatsapp:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren
Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.
Die Lage sei wegen des niedrigen Abflusses in Kombination mit den hohen Wassertemperaturen kritisch. Organisationen, die direkt in den Main einleiten wie etwa Kläranlagen und Industriebetriebe, sollten sensibilisiert werden und ihr Verhalten der Situation anpassen, heißt es weiter.
Nach Angaben des bayerischen Landesamtes für Umwelt werden derzeit über den Brombachsee und den Rothsee in Mittelfranken große Mengen Wasser - das ursprünglich aus dem Donausystem stammt - über die Wasserscheide in das Mainsystem übergeleitet. Jede Sekunde fließen derzeit ein Kubikmeter aus dem Rothsee und acht Kubikmeter aus dem Brombachsee in Richtung Main. Täglich sind das laut Landesamt 0,78 Millionen Kubikmeter Wasser.
