SüdbayernDie A8 bleibt ein Nadelöhr - Ausbau wegen maroder Brücken verschoben
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Die Autobahn soll mehr Fahrspuren bekommen. Eigentlich. Allerdings: Die Umsetzung zieht sich östlich des Chiemsees. Und deswegen haben sich nun die Prioritäten verschoben.
Von Maximilian Gerl
Es braucht gar keine Sommerferien, damit sich der Verkehr die A8 entlangwälzt. Ohne diese Autobahn ist der motorisierte Verkehr in Südbayern kaum vorstellbar: Sie bringt München, Rosenheim und den Chiemsee mit Salzburg zusammen, verbindet übers Dreieck Inntal außerdem mit Tirol und weiter nach Italien. Und sie gilt als etwas in die Jahre gekommen. Ihr Ausbau von vier auf sechs Spuren plus zwei Standstreifen wird deshalb seit Langem überlegt, Gegenstand von Diskussionen und Prozessen, zum Teil in Planung – und inzwischen zum Teil zurückgestellt.

Der Grund: 82 Autobahnbrücken, vor allem zwischen dem Chiemsee und Salzburg. Sie stammen größtenteils aus den 1930er-Jahren, ihre Lebenszeit nähert sich also allmählich dem Ende. Oder wie es Josef Seebacher von der Autobahn GmbH des Bundes formuliert: „Uns läuft die Zeit davon.“ Daher habe man „anders priorisiert“. Heißt: Statt auf die zusätzlichen Spuren will sich die Autobahngesellschaft im östlichen A8-Teilstück auf die Modernisierung der Brücken konzentrieren.
Damit konkretisiert sich im August 2026, was absehbar war: Im Februar 2025 berichtete die SZ, dass „die Pläne für den weiter östlichen gelegenen Abschnitt etwas modifiziert“ wurden. Das bedeutet nicht, dass der Ausbau der A8 per se gestoppt wäre. Aber es zeichnet sich allmählich ab, was davon in den kommenden Jahren gerade um Traunstein überhaupt wie zu erwarten ist.
