PsychologieDie lügen doch alle

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Mittlerweile wird nicht nur sozialen Medien, sondern auch etablierten Nachrichtenmedien oft pauschal misstraut. Dabei sind Fake News längst nicht so verbreitet, wie viele meinen.
Mittlerweile wird nicht nur sozialen Medien, sondern auch etablierten Nachrichtenmedien oft pauschal misstraut. Dabei sind Fake News längst nicht so verbreitet, wie viele meinen. IMAGO/Wolfgang Maria Weber

Viele Menschen halten Falschnachrichten für allgegenwärtig – was einfach nicht stimmt: Auch übertriebenes Misstrauen führt in die Irre. Wer dafür besonders anfällig ist.

Von Sebastian Herrmann

SZ bei Google bevorzugen

Zu den vielen vorhersagbaren Reflexen des Donald T. zählt, dass er ihm unangenehme Informationen als „Fake News“ zurückweist und das mit einer ebenso vorhersagbaren Tirade gegen die bösen Medien untermalt. Doch nun folgt eine weniger angenehme Information: Offenbar halten es sehr, sehr viele Menschen ähnlich, gerade jene, die sich für kritisch und medienkompetent halten. Gerade haben Toni van der Meer und Michael Hameleers von der Universität Amsterdam eine Studie im Fachjournal Digital Journalism veröffentlicht, die nahelegt: Mittlerweile pflegen sehr viele Menschen eine Haltung, die die Forscher „Deception Default“ nennen, was sich als standardmäßiges Misstrauen übersetzen lässt.

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