TSV 1860 MünchenDas „Project Grünwald“ und die geheimnisvolle Frau Kinga Malec

|Lesezeit: 3 Min.

|
Kommentare
Ob die Fans der Löwen bei den Entwicklungen der vergangenen Monate noch durchblicken, ist fraglich. Interessant sind sie allemal.
Ob die Fans der Löwen bei den Entwicklungen der vergangenen Monate noch durchblicken, ist fraglich. Interessant sind sie allemal. Christoph Reichwein/dpa

Noch kurz vor dem Lizenzentzug wollte das Lager von Investor Hasan Ismaik alle Prozesse bei 1860 forensisch durchleuchten lassen – und eine Beraterin spielte eine fragwürdige Rolle. Das dürfte noch Folgen haben.

Von Markus Schäflein

SZ bei Google bevorzugen

In den Monaten vor dem Lizenzentzug trugen sich beim damaligen Fußball-Drittligisten TSV 1860 München bemerkenswerte Dinge zu. Im Mittelpunkt stand dabei Biel Ballester Relat, der Vertreter von Investor Hasan Ismaik im Aufsichtsrat und Beirat der Löwen. Immer wieder hatte der Geschäftsmann Ismaik in den vergangenen Jahren versucht, seine Anteile an der Profigesellschaft der Sechziger wieder zu verkaufen – den jüngsten Versuch sollte Biel Ballester Relat begleiten. Der Spanier entwickelte dann aber Ambitionen, wie ein Nebengeschäftsführer zu agieren und sich in zentrale Themen der Profifußball-KGaA einzumischen: Finanzen, Sponsoring, Vermarktung und Stadion. Sehr zum Ärger der Vertreter des Stammvereins (e.V.). Die KGaA gehört dem Stammverein und Ismaik gemeinsam und befindet sich mittlerweile in Vorinsolvenz; eine neue Spielbetriebsgesellschaft, die zu 100 Prozent dem e.V. gehört, tritt ab diesem Samstag in der Regionalliga Bayern an.

Zur SZ-Startseite

TSV 1860 München
:Der fünfte Schritt in die Zukunft  – und der wichtigste

Insolvenzverwalter Max Liebig fixiert mit der neuen Spielbetriebs-GmbH des Stammvereins eine Nutzungsvereinbarung über Trainingsgelände, Geschäftsstelle und Personal. Das macht eine Zukunft der vorinsolventen KGaA von Hasan Ismaik immer unwahrscheinlicher.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite