Kolumne „Hin und weg“„Mit Karte bitte“ an der Fontana di Trevi

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Seit Generationen reißen sich Gäste darum, ein paar Cents im Trevibrunnen zu hinterlassen.
Seit Generationen reißen sich Gäste darum, ein paar Cents im Trevibrunnen zu hinterlassen. Stefano Carofei / Avalon/IMAGO

Neuerdings tauchen Menschen Kreditkarten in Roms ikonischen Brunnen. Warum das denn nun?

Glosse von Irene Helmes

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Die wunderbare österreichische Band Endless Wellness singt in ihrer Version zwar vom Eisbären, man kann eine ihrer Liedzeilen aber ohne Weiteres umdichten in: „Ich möchte keine Münze sein, ich möchte eine Zukunft.“ Denn Abgesänge gilt es auch aufs Kleingeld zu verfassen. Es ist absehbar, dass bald niemand mehr historische Zungenbrecher wie den „Münzeinwurf in den für den Münzeinwurf vorgesehenen Münzeinwurf“ (Evelyn Hamann für Loriot, 1978) kennen wird. Die Münze an sich nimmt, wo sie darf, noch tapfer am öffentlichen Leben teil. Doch ihre entfernten Verwandten in Kartenform drängeln sie aus immer mehr Geldbeuteln – und erreichen nun auch Orte, die bisher als sicher galten.

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