Dem Geheimnis auf der SpurSchauermärchen aus dem Kerker

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Ein Hohlkörper in Frauengestalt, der mit nach innen gerichteten Spitzen bestückt ist: So soll die „Eiserne Jungfrau“ ausgesehen haben. Hier eine Illustration aus dem Jahr 1880.
Ein Hohlkörper in Frauengestalt, der mit nach innen gerichteten Spitzen bestückt ist: So soll die „Eiserne Jungfrau“ ausgesehen haben. Hier eine Illustration aus dem Jahr 1880. imago classic/IMAGO/imagebroker

Die „Eiserne Jungfrau“ gilt als gefürchtetes Folterwerkzeug des Mittelalters. Doch gab es das Schreckensgerät tatsächlich?

Von Josef Scheppach

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Man hat schon viel Grauenvolles aus den Folterkammern der Vergangenheit gehört: Daumen- und Beinschrauben, dornenbewehrter Halskragen oder die Streckbank, auf der durch das Spannen von Gliedmaßen mit einer Winde die Gelenke schmerzhaft überdehnt oder gar ausgerenkt wurden. Doch kein anderes Folterinstrument gilt so sehr als Inbegriff mittelalterlicher Grausamkeit wie jener metallene oder hölzerne Hohlkörper in Frauengestalt, der mit nach innen gerichteten Spitzen bestückt ist. Der Delinquent soll darin eingeschlossen worden sein, um von den Dolchen durchbohrt zu werden. Der Name dieses Albtraums: Eiserne Jungfrau.

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