Weimarer RepublikZu wenig Geld, zu viel Gewalt

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Das Gift, das in die Republik eindrang: Demonstration auf dem Juliusplatz in Leipzig gegen den Friedensvertrag von Versailles.
Das Gift, das in die Republik eindrang: Demonstration auf dem Juliusplatz in Leipzig gegen den Friedensvertrag von Versailles. Scherl/SZ Photo

Woran scheiterte die Weimarer Republik? Die Historikerin Ute Daniel zeigt auf Politiker aller Couleur, die keine Reparationen zahlen und lieber einen ganz anderen Staat wollten. Und sie hat ein paar nützliche Tipps für heute.

Rezension von Robert Probst

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Bonn war nicht Weimar, Berlin ist auch nicht Weimar, und trotzdem wird seit einiger Zeit wieder von „Weimarer Verhältnissen“ gesprochen, meist von Politikern mit sorgenvollem Blick und dem Verweis auf den scheinbar unaufhaltsamen Aufstieg der AfD. Damit und mit Aussagen von der „letzten Patrone der Demokratie“ sollen die Menschen offenbar animiert werden, die Gefahren besser zu erkennen, die von Rechts-außen-Parteien ausgehen, weil das letztlich zum Ende der ersten parlamentarischen Republik auf deutschem Boden in den Jahren 1932/33 führte. Natürlich – und das wissen sowohl die Politiker als auch die allermeisten Menschen – kann man keine Parallelen ziehen zwischen 1933 und 2026, die strukturellen Voraussetzungen sind heute völlig anders als damals. Aber man kann sich schon noch einmal ansehen, woran die Weimarer Republik letztlich gescheitert ist.

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