NS-Vergangenheit in der Süddeutschen ZeitungSchatten auf dem Neuanfang

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Nicht alle unbelastet: Die drei Lizenzinhaber und Verleger der SZ (v. li.): August Schwingenstein, Edmund Goldschagg (gleichzeitig Chefredakteur) und Franz Josef Schöningh am 30. Oktober 1945.
Nicht alle unbelastet: Die drei Lizenzinhaber und Verleger der SZ (v. li.): August Schwingenstein, Edmund Goldschagg (gleichzeitig Chefredakteur) und Franz Josef Schöningh am 30. Oktober 1945. Süddeutsche Zeitung Photo

Im Lichte der veröffentlichten NSDAP-Mitgliederkartei schaut auch die „Süddeutsche Zeitung“ erneut auf die Verstrickungen ihrer Gründungsmitglieder – und deren Strategien des Vertuschens und Verharmlosens.

Von Knud von Harbou, München

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„Ihre Aufgabe ist es, aus den Seelen und Herzen der Deutschen den Nazigeist, den Geist des Militarismus auszumerzen.“ Das war der Auftrag, den Colonel Bernard B. McMahon am 6. Oktober 1945 den Gründern und Redakteuren der Süddeutschen Zeitung erteilte. Mit der Lizenz Nr. 1 erschien die SZ als erste Zeitung in Bayern, nur fünf Monate nach dem Ende der zwölf Jahre währenden nationalsozialistischen Diktatur, unter Aufsicht der US-Behörden. Diese erhofften sich einen Demokratisierungsschub durch unbelastete Journalisten und Verleger. Beide Hoffnungen erfüllten sich zunächst nicht. Weder bei der SZ noch in der westdeutschen Gesellschaft.

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