Nach dem MachtwechselUngarns neuer Staatspräsident ist ein Orbán-Gegner der ersten Stunde

|Lesezeit: 4 Min.

|
Kommentare
András Baka spricht am Dienstag im Parlament.
András Baka spricht am Dienstag im Parlament. Attila Kisbenedek/AFP

Es ist eine Wahl von hoher Symbolkraft: Unter der autoritären Vorgängerregierung war der Jurist András Baka entlassen worden. Nun soll er für einen rechtsstaatlichen Neuanfang stehen.

Von Verena Mayer, Wien

SZ bei Google bevorzugen

Normalerweise ist ein ungarischer Präsident keine Person, die große Schlagzeilen macht. Er hat zwar etwas mehr Befugnisse als sein deutscher Kollege. So kann er jemanden für das Amt des Ministerpräsidenten oder hohe Positionen in der Justiz vorschlagen, und er hat das Recht, in Sitzungen des Parlaments das Wort zu ergreifen. Aber ansonsten repräsentiert er vor allem sein Land und prüft und unterzeichnet Gesetze. Dass in Ungarn seit Wochen vor allem über das Präsidentenamt diskutiert wird, liegt daran, mit wie vielen grundsätzlichen Fragen dessen Besetzung verknüpft ist.

Zur SZ-Startseite

Ungarns neue Regierung
:„Wir streben eine pragmatische Beziehung zu Moskau an“

Wie kann man Ungarn wieder zu einer rechtsstaatlichen, prowestlichen Demokratie machen? Vizeregierungschefin Anita Orbán über die Rückabwicklung von 16 Jahren Fidesz-Herrschaft und den Umgang mit Russland.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite