Neumeister in MünchenEines der führenden Auktionshäuser des Landes verschwindet

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Rudolf Neumeister übernahm das Auktionshaus in der Maxvorstadt 1958 von Kunsthändler und NS-Profiteur Adolf Weinmüller.
Rudolf Neumeister übernahm das Auktionshaus in der Maxvorstadt 1958 von Kunsthändler und NS-Profiteur Adolf Weinmüller. Florian Peljak

Nach fast 70 Jahren stellt Neumeister den Betrieb ein. Einst wohnte der Schriftsteller Oskar Maria Graf in dem denkmalgeschützten Haus. Was ein Investor nun damit vorhat.

Von Justin Patchett

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Es braucht ein wenig Fantasie, um sich den Auktionssaal in voller Blüte vorzustellen. Man sucht vergeblich nach den Stuhlreihen, auf denen Bieterinnen und Bieter Platz nahmen, und nach dem Podium für die Auktionatorin. Oder nach einem Hammer, der nach dem höchsten Gebot geschlagen wurde, und vor allem nach der Kunst, die an diesem Standort für Jahrzehnte versteigert wurde. Nur ein abstraktes Gemälde von Fritz Winter ziert den Saal des Auktionshauses Neumeister bei einem Besuch, daneben reihen sich Kartons, Akten liegen auf dem Boden verteilt. Zwei Mitarbeiterinnen digitalisieren, was bislang nur handschriftlich in Protokollen vermerkt ist. Kunstobjekte, deren Verkäufer, Käufer und Preis.

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