MeinungCeutaDie Verdammten dieser Erde sind heute die Migranten

Portrait undefined Heribert Prantl

Kolumne von Heribert Prantl

|Lesezeit: 4 Min.

|
Kommentare
„Asilo“, Asyl, möchten diese Migranten, die nun in die spanische Exklave Ceuta kamen, in Europa finden. Doch das wird den wenigsten gelingen.
„Asilo“, Asyl, möchten diese Migranten, die nun in die spanische Exklave Ceuta kamen, in Europa finden. Doch das wird den wenigsten gelingen. Violeta Santos Moura/REUTERS

Die kurze Krise in der spanischen Exklave taugt nicht, um schon wieder die Schicksalsarie über die angeblich zu moderate europäische Asyl- und Flüchtlingspolitik zu singen. Notwendig wäre etwas viel Konstruktiveres.

SZ bei Google bevorzugen

Die Krise von Ceuta, die soeben die halbe Welt aufgeschreckt hat, ist schon vor gut 35 Jahren verfilmt worden – vorab also. Ansturm auf die Festung Europa! Die BBC hat damals, sehr zugespitzt, einen Film darüber gedreht. Der Film heißt „Der Marsch“ und erzählt vom Aufbruch von Menschen aus einem Flüchtlingslager. Angeführt vom charismatischen Lehrer Isa El-Mahdi zieht ein zunächst kleiner Treck Richtung Europa. Auf dem Weg zur marokkanischen Küste schwillt das Heer der Migranten auf Hunderttausende an.

Zur SZ-Startseite

Flüchtlingskrise in Ceuta
:Sie gehen so schnell, wie sie kamen

Als mindestens 50 000 Geflüchtete aus Marokko plötzlich nach Ceuta eindringen, schließt die spanische Exklave alle Bars und Geschäfte. Das Kalkül geht auf.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite