MeinungIsrael und DeutschlandAuch die engste Freundschaft hat Grenzen

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Kommentar von Sina-Maria Schweikle

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Für ihn Wahlkampf, für Deutschland eine Ohrfeige: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erteilte einem palästinensischen Staat eine klare Absage.
Für ihn Wahlkampf, für Deutschland eine Ohrfeige: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu erteilte einem palästinensischen Staat eine klare Absage. Ronen Zvulun/AFP

Premierminister Benjamin Netanjahu erklärt, solange er regiere, werde es keinen palästinensischen Staat geben. Berlin sollte Wirtschaftssanktionen nicht länger ablehnen.

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„In your face“: Im übertragenen Sinne steht die Redewendung für etwas Provokantes, unverschämt Direktes. Wenn der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu erklärt, es werde keinen palästinensischen Staat geben, solange er regiere, dann ist das für ihn kein neuer Kurs, sondern Wahlkampf. Es ist die offene Aussprache dessen, was er und seine Regierung mit dem Siedlungsbau, mit der Erniedrigung der Palästinenser seit Jahren schamlos betreiben – und nach der Wahl im Herbst weiter manifestieren wollen. Für Deutschland aber ist diese Aussage ein „In your face“.

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