MeinungKlimakriseWir können das Wetter nicht beeinflussen? Eben doch

Kommentar von Christoph von Eichhorn

Niedrigwasser, Dürre, Hitzewellen: Die Erderwärmung kostet Wohlstand. Doch statt eine Strategie zu entwickeln, flüchtet sich die Bundesregierung in Fatalismus.
Diese Woche wird sich der Rhein wohl zweiteilen. In Kaub liegt der Pegelstand noch bei zwölf Zentimetern. Auch wenn der Fluss in der Mitte noch etwas tiefer ist, ist er wohl bald nicht mehr durchgängig befahrbar, außer vielleicht für ein Schlauchboot. Wann hat es das schon mal gegeben, dass die wichtigste Wasserstraße Europas einfach mittendrin ausfällt? Man müsste meinen, dass so ein historisches Ereignis eine politische Reaktion auslösen würde. Was sagt etwa Bundeskanzler Friedrich Merz dazu, dass allein das Niedrigwasser im Rhein das Land in diesem Jahr 0,3 Prozent der Wirtschaftsleistung kosten könnte? Müsste er der Klimapolitik angesichts dieses zerstörerischen Sommers nicht oberste Priorität einräumen?
