HitzeNiedrigwasser – was bedeutet das?

|
Kommentare
Rheinland-Pfalz, Nierstein: Ein Fahrwasserzeichen (Flussboje) liegt auf dem Trockenen.
Rheinland-Pfalz, Nierstein: Ein Fahrwasserzeichen (Flussboje) liegt auf dem Trockenen. Andreas Arnold/Andreas Arnold/dpa

Ein Phänomen, das im Sommer eigentlich ganz normal wäre – würde es nicht neuerdings so häufig und so extrem auftreten.

Von Roxane Gall

SZ bei Google bevorzugen

Wenn der Wasserstand in Binnengewässern wie Bächen, Flüssen oder Seen deutlich unter das übliche Niveau sinkt, spricht man von Niedrigwasser. Eigentlich ist das ein natürliches und regelmäßiges Ereignis. In den vergangenen Jahren tritt es allerdings häufiger auf. Das staatliche Niedrigwasserinformationssystem (Niwis) stellt fest: „An Rhein, Donau und Elbe wurden streckenweise die niedrigsten bekannten Wasserstände (NNW) unterschritten.“ Niedrigwasser tritt oft nach langen Trocken- oder Hitzeperioden auf. Dann verdunstet mehr Wasser, als durch Niederschläge wieder aufgefüllt wird, und aus Zuflüssen fließt nicht genug Wasser nach. Wenig Wasser erwärmt sich schneller, der Sauerstoffgehalt sinkt und die Schadstoffkonzentration ist höher. Flussufer trocknen aus, Lebensräume gehen verloren, Fische und Amphibien sterben.  Binnenschiffe können bei geringem Wasserstand nur mit einem Bruchteil ihrer Ladung oder gar nicht mehr fahren. Güter und Rohstoffe kommen verspätet an, das belastet die Produktion. Die Auswirkungen von Niedrigwasser sind groß – für Ökosystem und Wirtschaft.

Zur SZ-Startseite

Trockenheit
:Niedrigwasser belastet die deutsche Wirtschaft immer stärker

Der Rhein, die mit Abstand wichtigste deutsche Wasserstraße, führt immer weniger Wasser – und das wird für die deutsche Industrie teuer. Auch Verbraucher werden davon getroffen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite