KI und MedienHeikle Datengeschäfte

Die Zeitungskette USA Today Media geht eine Partnerschaft mit der KI-Firma Palantir ein. Die hat einen finsteren Ruf. Doch wer soll dann Software liefern?
Von Andrian Kreye
Die Empörung ist groß in den Redaktionen der größten amerikanischen Tageszeitungskette USA Today Media, die früher mal Gannett hieß. Zu der Kette gehören neben der internationalen Flaggschiffzeitung mehr als 200 Lokalzeitungen in den USA. In seiner Konferenz zu den Zahlen des zweiten Quartals verkündete der Vorstandsvorsitzende und CEO Mike Reed am vergangenen Donnerstag, dass das Unternehmen eine Partnerschaft mit der Softwarefirma Palantir eingehen wird. In einer E-Mail wurde auch die Belegschaft informiert. Palantir soll mit ihren KI-Anwendungen helfen, Nutzerdaten des Medienhauses in sogenannte actionable intelligence zu verwandeln. Damit sind Daten gemeint, die Hinweise darauf geben, wie man Leserschaften bindet, Abozahlen und Werbeeinnahmen erhöht. Heutzutage ist das für Medienhäuser überlebenswichtig. Solche Daten mit künstlicher Intelligenz zu generieren, ist der neueste technische Stand.
