Syrien„Irgendwann kriege ich euch“

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„Keiner aus dem alten Regime soll denken, er könne einfach eine Seite umschlagen“: Haneen Omran beim Treffen in Damaskus.
„Keiner aus dem alten Regime soll denken, er könne einfach eine Seite umschlagen“: Haneen Omran beim Treffen in Damaskus. Bernd Dörries

Die syrische Journalistin Haneen Omran wurde unter dem Assad-Regime viele Monate lang gefangen gehalten und gefoltert. Sie berichtete darüber und ist heute eine der bekanntesten Journalistinnen des Landes. Ein Treffen in Damaskus.

Von Bernd Dörries, Damaskus

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Als Haneen Omran während der Diktatur des Assad-Regimes als Journalistin arbeitete, im Untergrund und mit falschem Namen recherchierte, da dachte sie immer: Irgendwann kriegen sie mich. Und so kam es dann auch. Im Mai 2023 wurde sie verhaftet, sie bekam eine Kapuze über das Gesicht, ihr wurden die Hände mit einem Kabelbinder auf den Rücken gebunden. Dann wurde sie geschlagen, mit Kabeln, mit Händen, mit Stöcken. Über viele Monate lang, sie verblutete beinahe innerlich. Als das Regime Ende 2024 stürzte, stand Omran schon wenige Tage später wieder vor der Kamera – sie berichtete über das neue Land und sie sagte sich: Irgendwann kriege ich euch.

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