Durch die hängenden Deckenlampen herrscht im Zimmer ein angenehmes Ambiente. Foto: Simon Gehr
Hinter der unscheinbaren Fassade hat das Hotel »Alpami« einiges zu bieten: von Kaffeemaschine im Zimmer bis zu neuer Bar mit Dachterrasse. Und das mitten in München.
Sind wir hier richtig? Vor uns ein leeres Schaufenster, eingelassen in eine Betonfassade. Links eine Doppelflügeltür aus silbern glänzendem Metall, verriegelt. Doch wie angekündigt, lässt sie sich leicht öffnen, mit einem Wischen auf dem Handy. Also treten wir ein in das »Alpami«, untergebracht in einem ehemaligen Postamt aus den Dreißigerjahren, mitten in München gelegen, im Glockenbachviertel. Im Hotel gibt es einen Host als Ansprechpartner, aber keine Rezeption, keinen Frühstücks- oder Fitnessraum. Alles ist aufs Wesentliche reduziert. Ausgelegt für Alleinreisende, Paare oder kleine Familien, die möglichst unkompliziert ein paar Tage in der schönsten Stadt Deutschlands verbringen wollen.
Vom Erdgeschoss führt ein Fahrstuhl, dessen Türen orangegrell leuchten, ins dritte Stockwerk, wo sich entlang schwarz gestrichener Gänge die Zimmer aneinanderreihen. Jedes einzelne ist schlicht, aber hip eingerichtet: Stahlbetondecken, von denen Leuchtseile baumeln, der Boden aus Parkett, auf der schmalen Wandkonsole eine kleine Kaffeemaschine.
Das »Alpami« hat das »Flushing Meadows« beerbt, ein Hotel, das bis 2025 am selben Ort Gäste empfing. Vieles wurde erneuert – auch die Bar, die sich neben weiteren Zimmern im vierten Stockwerk befindet. Unter dem Namen »F32« soll sie im August neu eröffnen. Von der dazugehörigen Dachterrasse kann man einen Blick auf die zwei Türme der Maximilianskirche werfen, die in den münchnerisch blauen Sommerhimmel ragen.
Die moderne Farbauswahl lässt auch das Badezimmer hipper wirken. Foto: Simon Gehr
Alpami Glockenbach Fraunhoferstr. 32 80469 München Tel. 089/38 03 06 99 Doppelzimmer ab 142 Euro pro Nacht alpami.de
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