Gruß aus der Küche: Das RezeptWie bewahrt man Brot auf, dass es lange frisch bleibt?

|Lesezeit: 1 Min.

In Plastik oder Papier? Innerhalb oder außerhalb eines Brotkastens?
In Plastik oder Papier? Innerhalb oder außerhalb eines Brotkastens? Illustration: Ryan Gillet

Ob ein Brot lange knusprig und innen schön fluffig bleibt, ist auch von seiner Lagerung abhängig. Lose im Brotkasten? Oder draußen in der Bäckertüte? Ein Fachmann erklärt, wie es richtig geht.

Protokoll: Lea Fiehler

  • Artikel druckenDrucken

Sie möchten keinen Gruß aus der Küche, kein Rezept oder Geschichte über Genuss und Ernährung mehr verpassen? Dann abonnieren Sie unseren Newsletter:

»Wichtig bei der Brotlagerung ist, dass das Brot geschützt ist, aber auch atmen kann. So ein Brot gibt während des Alterungsprozesses Wasser ab. Wenn Sie es einfach offen liegen lassen, trocknet es natürlich am schnellsten aus. Eine gute Lagerungsmöglichkeit ist daher, das Brot in der Tüte vom Bäcker zu lassen und diese geschlossen zu halten. Sie können es auch mit der Schnittfläche auf dem Schneidebrett lagern und mit einem sauberen Leinen- oder Baumwolltuch abdecken.

Um das Brot zu schützen und länger frisch zu halten, eignet sich auch ein Brottopf – ob aus Holz oder aus Metall. Diese haben immer eine Perforierung, sprich Löcher, damit ein Luftaustausch stattfinden kann. Der Klassiker ist der Römertopf: Das Tongefäß nimmt Wasser auf, speichert es und gibt einen Teil der Feuchtigkeit an das Brot zurück.

Schlecht ist dagegen, das Brot in einer Plastiktüte zu lagern. Die Feuchtigkeit bleibt in der Tüte und kann nicht entweichen. Dadurch wird die Kruste weich und das Brot kann sehr schnell anfangen zu schimmeln. Das kann man sich wie ein kleines Biotop vorstellen. Auch die Lagerung im Kühlschrank ist keine gute Idee. Es trocknet dort noch schneller aus, da die Stärke im Brot bei diesen Temperaturen das meiste Wasser abgibt.

Wer Brot einfrieren möchte, sollte es vorher aufschneiden und portionsweise in Plastiktüten im Froster lagern. Und das natürlich zeitnah nach dem Kauf. Wenn es schon trocken geworden ist, kommt die Feuchtigkeit auch nach dem Einfrieren nicht zurück. Zum Auftauen die Tüte aufmachen, damit die Feuchtigkeit raus kann. Wer mag, kann es nochmal kurz in den Toaster stecken.

So ein Brot darf aber auch in Würde altern und etwas trockener werden. Bei dunklen, roggenhaltigen Broten wird der Geschmack nach dem zweiten oder dritten Tag sogar noch besser.«

Sie möchten noch mehr Texte aus dem »Gruß aus der Küche« lesen? In diesem Buch ist eine ausgewählte Sammlung interessanter Fragen und Antworten rund um Küche, Kochen und Lebensmittel enthalten.

Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur Startseite

SZ MagazinGruß aus der Küche
:Warum gibt es in Deutschland so viele Brotsorten?

Von den Wandergesellen bis zur Ökobewegung: Brot verrät einiges über unsere Geschichte und Gesellschaft, weiß die Leiterin eines Museums für Brotkultur.

Mehr zum Thema

Zur Startseite