Geschlechtsidentität„Meine Narben erinnern mich daran, wie mutig ich bin“

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Hass, Bedrohungen, Unverständnis: Ju ist immer wieder ablehnenden Reaktionen ausgesetzt.
Hass, Bedrohungen, Unverständnis: Ju ist immer wieder ablehnenden Reaktionen ausgesetzt. Jeannette Petri aus dem Projekt Beyond Binary/laif

Ju ist non-binär und hatte lange nur einen Wunsch: keine Brüste mehr zu haben. Vor wenigen Monaten ließ Ju sie sich entfernen. Hier erzählt Ju von dem schweren Weg dorthin und dem neuen Leben nach der OP.

Von Kiara Roller

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Für viele Menschen ist die Welt binär aufgeteilt, zumindest was die Geschlechtszugehörigkeit betrifft. Es gibt Frauen und Männer. Kinder lernen schon früh, dass Blau für Jungs steht und Rosa für Mädchen. Auch Umkleidekabinen und öffentliche Toiletten sind meist nur nach Männern und Frauen getrennt. Aber was, wenn man sich weder dem einen noch dem anderen Geschlecht zugehörig fühlt? Viele non-binäre Menschen haben Schwierigkeiten damit, ihren Platz in einer binär aufgeteilten Gesellschaft zu finden. Sie durchlaufen oft einen jahrelangen Prozess der Selbstfindung, der von Unsicherheit und einem starken Gefühl des Nichtdazugehörens geprägt ist.

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