EmigrationZur Hochzeit ans Eismeer

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„Freudenmüthige und höchst gesegnete Wanderschafft“: Die Salzburger Exulanten verließen im 18. Jahrhundert Heimat und oft Haus und Hof, um ihren evangelischen Glauben behalten zu können.
„Freudenmüthige und höchst gesegnete Wanderschafft“: Die Salzburger Exulanten verließen im 18. Jahrhundert Heimat und oft Haus und Hof, um ihren evangelischen Glauben behalten zu können. mauritius images / Art Collectio

Immer mehr Deutsche wandern aus, aber weit ziehen sie meist nicht fort. Das war früher ganz anders, und auch die Motive zum Gehen unterscheiden sich stark. Sechs Geschichten vom Aufbruch ins Unbekannte.

Von Johanna Pfund

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Ein manches Mal ist es die Liebe, deretwegen Menschen ihr Land verlassen. Sehr viel häufiger haben die Auswanderer gänzlich unromantische Beweggründe: Sie suchen ein Leben in Freiheit, frei von religiösem Zwang, frei von Unterdrückung; oder sie flüchten um des schieren Überlebens willen. Andererseits spielen wirtschaftliche Gründe oft eine entscheidende Rolle – die Hoffnung auf ein besseres Ein- und Auskommen. Wohl deshalb verließen im vergangenen Jahr so viele Deutsche wie seit Beginn der Aufzeichnungen 1950 nicht mehr die Bundesrepublik, genau 288 579 Männer und Frauen. Weit weg zog es die meisten nicht, das Gros blieb in der Schweiz, in Österreich und Spanien, mit der Option auf einen schnellen Besuch in der alten Heimat. Für die Auswanderer früherer Zeiten war das ein Traum, die meisten begaben sich auf eine Reise ohne Wiederkehr.

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