Jazz102 Jahre und kein bisschen leise

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Hohepriester des Afrofuturismus: Marshall Allen 2024 bei einem Auftritt in Harlem.
Hohepriester des Afrofuturismus: Marshall Allen 2024 bei einem Auftritt in Harlem. ARTURO HOLMES/Getty Images via AFP

Der Saxofonist Marshall Allen hat ein neues Album von außerirdischer Wucht aufgenommen. Mit Stars, die ein Viertel so alt sind wie er.

Von Andrian Kreye

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Es gibt hin und wieder Alben, die einen mit Wucht überrollen und dann lang nicht mehr loslassen. „101 – An Audio Odyssey“ (Ropeadope) von Marshall Allen ist so eines. Nun wäre es schon eine Nachricht wert, dass der Saxofonist und Erbwalter des Musikvisionärs Sun Ra das Album mit 101 Jahren aufgenommen und im Mai dann seinen 102. Geburtstag gefeiert hat. Aber weil man ihm das Alter nicht anhört und auf diesem Album schon gar nicht, ist das eher eine Fußnote. Der Mann ist 102 Jahre und kein bisschen leise. Außerdem kann er sich bei den Aufnahmen mit Leuten wie dem Rockstargitarristen Nels Cline von Wilco und dem Saxofonisten Immanuel Wilkins messen, die halb und ein Viertel so alt sind wie er.

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