Ostdeutschland„Ich habe mich oft gefragt: Merkel, warum sagst du denn nichts?“

|Lesezeit: 8 Min.

„Ich denke, es geht vielen im Osten auch um einen Stinkefinger gegen das vermeintliche westdeutsche Polit-Establishment“: Marieke Reimann.
„Ich denke, es geht vielen im Osten auch um einen Stinkefinger gegen das vermeintliche westdeutsche Polit-Establishment“: Marieke Reimann. SWR/Patricia Neligan

Die Journalistin Marieke Reimann fordert eine zweite Wende, diesmal in den Köpfen. Ein Gespräch über nicht ausrottbare Klischees, Ungerechtigkeiten – und darüber, warum einige erfolgreiche Ostdeutsche ihre Herkunft immer noch verstecken.

Interview von Sara Peschke

SZ bei Google bevorzugen

Marieke Reimann, geboren zwei Jahre vor der Wende in Rostock, stand zum ersten Mal in der öffentlichen Aufmerksamkeit, als sie mit 30 Jahren beim Onlinemagazin ze.tt zur damals jüngsten Chefredakteurin Deutschlands aufstieg. Drei Jahre später wurde sie Zweite Chefredakteurin des SWR, als erste Ostdeutsche in einer solchen Position im westdeutschen öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Wirklich bekannt machte sie dann aber ein Fernsehkommentar in den „Tagesthemen“ im Anschluss an die Europawahl 2024, in dem sie erklärte, warum es für sie keine Überraschung war, dass die AfD so stark abgeschnitten hatte. Der nicht einmal zwei Minuten lange Beitrag ging in den Wochen nach Ausstrahlung viral – und war für Reimann nach eigener Aussage Anlass für ihr neues Buch: „Zweite Wende“.

Zur SZ-Startseite

Monchi von „Feine Sahne Fischfilet“
:„Die AfD bekommt einen Elfmeter nach dem anderen hingelegt“

Jan „Monchi“ Gorkow ist zurück in sein Heimatdorf gezogen und hat ein politisches Buch geschrieben. Ein Gespräch über Abfuck vor der Landtagswahl, die heilende Kraft von Skateparks und warum er glaubt, dass Brandmauern nicht funktionieren.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite