DebatteKönig, Klenze, Klimawandel

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Die Ludwigstraße in München ist ein stadträumliches Gesamtkunstwerk, das nun begrünt werden soll. Denkmalschützer sind alarmiert.
Die Ludwigstraße in München ist ein stadträumliches Gesamtkunstwerk, das nun begrünt werden soll. Denkmalschützer sind alarmiert. IMAGO/Zoonar.com/SandraAlkado

In München soll eine steinerne Prachtstraße klimaresilient begrünt werden. Ist das Öko-Futurismus, Majestätsbeleidigung oder Denkmal-Frevel? Die Antwort weist in die Zukunft aller Städte.

Essay von Gerhard Matzig

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Wenn man sich auf dem Stadtportal München über den Realisierungswettbewerb zum Umbau der Ludwigstraße informiert, stellt man zweierlei fest. Erstens wird der Name falsch geschrieben – von Leuten, die über die Zukunft des Ortes befinden, sich aber nicht die Mühe machen, eine der stadträumlich und architekturhistorisch signifikantesten Prachtstraßen Deutschlands korrekt zu adressieren. Die Ludwigstraße ist nicht die „Ludwigstrasse“. Sie befindet sich nicht in der Doppel-s-Schweiz, sondern seit bald zweihundert Jahren zwischen Odeonsplatz und Siegestor an der Isar. Inklusive scharfem „ß“.

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