LiteraturWenn Fuchs, Hase und Finanzhai über René Benko schimpfen

|Lesezeit: 4 Min.

Elfriede Jelinek im Jahr 2004.
Elfriede Jelinek im Jahr 2004. Leonhard Foeger/Reuters

Bald feiert Elfriede Jelineks „Unter Tieren“ bei den Salzburger Festspielen Premiere.  Damit das Bestiarium vollständig ist, lohnt es sich, ihren Wutausbruch vorab als Buch zu lesen.

Von Sigrid Löffler

SZ bei Google bevorzugen

Seit Elfriede Jelinek im Vorwort zu ihrem „Sportstück“ von 1998 ausdrücklich auf Regieanweisungen verzichtete und den Regisseuren einen generellen Freibrief ausstellte („Machen Sie, was Sie wollen“), wird sie von den Theaterleuten beim Wort genommen. Da ihnen die Autorin nur große Textblöcke ohne Sprecheraufteilung oder Regieanweisung vorsetzt, machen sie damit eben, was sie wollen. Sie inszenieren ihre eigenen performativen Einfälle, machen Bilder-, Video-, Musik- oder Körpertheater, streichen das meiste von Jelineks Text-Angeboten und legen sich das Restliche so zurecht, wie es ihnen passt – wozu die besondere Machart dieser Bühnentexte, eher: Bühnenessays, geradezu einlädt.

Zur SZ-Startseite

Salzburger Festspiele
:„Nur einen Sommer gönnt, ihr Gewaltigen!“

Ein nackter Jedermann, ein geschasster Intendant und eine Frau, die den Laden am Laufen hält: ein Report von den Salzburger Festspielen. Erstmals äußert sich auch der abservierte Markus Hinterhäuser.

Lesen Sie mehr zum Thema

Zur SZ-Startseite