Baby-led WeaningGanze Möhre statt Brei

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Ob Kinder selbst essen oder gefüttert werden: Gekleckert wird immer.
Ob Kinder selbst essen oder gefüttert werden: Gekleckert wird immer. Ute Grabowsky

Viele Eltern lassen ihre Säuglinge von Anfang an selbst feste Nahrung essen, statt sie mit Brei zu füttern. Deutsche Fachgesellschaften sehen das kritisch. Zu Recht?

Von Valentina Reese

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Von der großen weiten Welt der Geschmackserlebnisse dürfen Babys in Deutschland an Anfang meist nur zwei der fadesten probieren: Möhre und Pastinake. Das Wurzelgemüse ist zwar auch in den Sterneküchen der Welt eine feste Größe. Aber Gourmets wissen, dass nicht nur der Geschmack, sondern auch die Textur entscheidend ist – und hier tut sich in den Anfängen der Nahrungsaufnahme hierzulande wenig. In deutschen Familien wird das Gemüse in breiiger Konsistenz gereicht. So sieht es zumindest die gängige Empfehlung vor, die Eltern vom Kinderarzt oder vom Bundeszentrum für Ernährung bekommen: Mit rund sechs Monaten soll der erste Brei auf den Löffel, ein sanfter Übergang von Mutter- oder Flaschenmilch zur festen Kost. Schrittweise folgen Gemüse-Kartoffel-Fleisch-Brei, ein Getreide-Obst-Brei, schließlich Milch-Getreide-Brei. So sollen die Kinder möglichst die richtigen Nährstoffe zu sich nehmen.

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