GeschichteEin gefeierter Heimatautor und seine NS-Vergangenheit

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Im Redaktionsgebäude der  Münchner Neuesten Nachrichten  an der Sendlinger Straße in München befand sich nach 1945 die  Süddeutschen Zeitung .
Im Redaktionsgebäude der Münchner Neuesten Nachrichten an der Sendlinger Straße in München befand sich nach 1945 die Süddeutschen Zeitung. Foto: SZ Photo

Der Hinweis eines Lesers führt zur Spruchkammerakte des Heimatautors und langjährigen SZ-Mitarbeiters Ludwig „Wugg“ Retzer. Die Unterlagen dokumentieren seine bisher unbekannte NSDAP-Mitgliedschaft und seine Propagandatexte.

Von Patrick Wehner

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Hans-Peter Buschheuer erinnert sich noch gut daran, wie das in den späten 1960er-Jahren war, in seiner niederbayerischen Heimat Mallersdorf. Als manche Veteranen aus dem Zweiten Weltkrieg nach ein paar Halben im Wirtshaus das Horst-Wessel-Lied anstimmten. Oder wie sie sauer wurden, wenn man sie fragte, ob der Zweite Weltkrieg nicht schlimm und ein Verbrechen gewesen war. „,Wenn du damals gelebt hättest, hättest du auch mitgemacht.‘ Das war immer das Totschlagargument“, erinnert sich Buschheuer. Es ist eine Anekdote, die man so oder so ähnlich sicherlich über viele Orte zu dieser Zeit erzählen könnte. „In meiner Jugend erlebte ich, dass die Erwachsenenwelt inklusive der eigenen Eltern recht schmallippig waren, was die Zeit des Nationalsozialismus anbelangt. Da sind viele Fragen gekommen, die nie beantwortet wurden“, sagt Buschheuer.

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