Gesundheitspolitik„Eine Idiotie“: Die Homöopathie-Blamage des Landtags

Im Auftrag des Freistaats untersuchte die Technische Universität München für fast 700 000 Euro die Wirkung von Globuli bei Infektionen. Die Studie geriet zum Desaster, Kritiker sind fassungslos.
Von Sebastian Beck
Nun liegt es endlich vor, das große Werk. Fast sieben Jahre lang hat es gedauert, bis das bayerische Gesundheitsministerium am 29. Juni Vollzug melden konnte: Die vom Landtag 2019 in Auftrag gegebene Homöopathiestudie ist abgeschlossen. So schreibt es die zuständige Ministerin Judith Gerlach (CSU) in einem dreiseitigen Bericht an Landtagspräsidentin Ilse Aigner (CSU). Herausgekommen ist bei der Untersuchung, was zu erwarten war: nichts. Jedenfalls konnte die Studie Gerlach zufolge keinen Nachweis erbringen, dass „die prophylaktische Gabe von homöopathischen Arzneimitteln der Gabe eines Placebos überlegen war“.
