Männlichkeitsbilder»Jungs werden im Patriarchat von der ersten Minute an zugerichtet«

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»Männlichkeit ist eine soziale Konstruktion, ein Bündel an Anforderungen: Gefühle abwehren, niemals versagen, alles abwehren, was mit Weiblichkeit verbunden ist.«
»Männlichkeit ist eine soziale Konstruktion, ein Bündel an Anforderungen: Gefühle abwehren, niemals versagen, alles abwehren, was mit Weiblichkeit verbunden ist.« Foto: Westend61/Getty Images

Keine Schwäche zeigen, keine Gefühle zulassen: Das gängige Bild von Männlichkeit schadet nicht nur der Gesellschaft, sondern auch Männern und Jungen, sagt der Männerberater Björn Süfke. Was können Eltern tun, um diesen Kreislauf zu durchbrechen?

Interview von Moritz Müllender

SZ-Magazin: Herr Süfke, wir sprechen heute über Männer und das Patriarchat. Wie überzeugen Sie Männer, sich auf das Thema einzulassen?
Björn Süfke: Das ist schwierig. Die Männer rennen ja oft schon förmlich schreiend weg, wenn sie »Feminismus« hören. Viele kommen auch in meine Beratung nicht ganz freiwillig, sondern weil ihre Partnerin oder ihr Umfeld sich Veränderung wünschen. Ich bitte die Männer dann um zehn Minuten Zeit, um ihnen zu vermitteln, was das bringen könnte. Ich frage dann: »Wenn deine Frau fragt, wie es dir geht, was kannst du antworten? Hat dein Vater dir je gesagt, dass er dich liebt? Hast du es deinen Kindern je gesagt?« Ich versuche diese Männer zu berühren. Dann entsteht vielleicht Neugier.

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