Trier: Die älteste Stadt Deutschlands

Trier liegt in der Mitte des mittleren Moseltals mit dem Hauptteil am rechten Ufer des Flusses. Bewaldete und mit herrlich anmutenden Weinbergen besetzte Hänge steigen zu den Hochflächen des Hunsrücks im Südosten und der Eifel im Nordwesten an.

Trier Ansichten mit Kurzportrait

Trier Hauptmarkt
Der Trierer Marktplatz im Jahr 1909

Sie ist die viertgrößte Stadt in Rheinland-Pfalz hinter Mainz, Ludwigshafen und Koblenz. Zuletzt wohnten etwa 109.000 Einwohner in der Stadt.

Trier wurde vor mehr als 2000 Jahren unter dem Namen Augusta Treverorum gegründet und beansprucht den Titel der ältesten Stadt Deutschlands für sich.

Die Stadt befindet sich in der gemäßigten Klimazone, die Sommer sind angenehm warm und die Winter nicht zu kalt, wobei die Tremperaturen auch schon mal unter die Null-Grad Grenze sinken.

Anfahrt

Zu erreichen ist Trier mit dem Auto über Die Autobahn A 1 Saarbrücken–Wittlich–Dreieck Vulkaneifel oder die A 64 Luxemburg–Trier. Per Bahn ist Trier nach Norden über die Moselstrecke an Koblenz und über die Eifelstrecke an Köln angeschlossen. Nach Süden führen die Trierer Weststrecke nach Luxemburg, die Saarstrecke nach Saarbrücken und die Obermoselstrecke nach Perl bzw. Metz in Frankreich.

Der Moselradweg führt durch die Stadt und ist Teil der internationalen Radwanderroute Velo Tour Moselle. In Trier-Ehrang startet der Kylltal-Radweg in die Eifel und in Trier-Ruwer der Ruwer-Hochwald-Radweg in den Hunsrück. Der Nahe-Hunsrück-Mosel-Radweg verläuft zwischen Bingen am Rhein und Trier.

Sehenswertes

Die bis in die Gegenwart erhaltenen römischen Bauwerke wurden 1986 als UNESCO-Welterbe Römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier ausgezeichnet.

Antike

  • Porta Nigra, Wahrzeichen der Stadt ist ein ehemaliges römisches Stadttor.
    Schwarze Pforte
    Die Porta Nigra – “Schwarze Pforte” in Trier

    Der Name Porta Nigra stammt aus dem Mittelalter. Ein anderer Name im Mittelalter lautete Porta Martis „Tor des Mars“. Von den Trierer Einwohnern wird die Porta Nigra meist nur als „Porta“ bezeichnet.

  • Amphitheater aus der Römerzeit, das nach der Fertigstellung um 100 n. Chr. 18.000 Besuchern Platz bot.
  • Thermen (Römische Badeanlagen): Kaiserthermen, Barbarathermen und Viehmarktthermen. Die Kaiserthermen sind die monumentalen Überreste einer großflächig geplanten spätantiken römischen Badeanlage und späteren Reiterkaserne, die sich im Zentrum der Stadt erhalten haben. Der Bau mit seinen teilweise noch 19 Meter hoch erhaltenen Mauern gehört zu den größten römischen Thermen nördlich der Alpen
  • Römerbrücke führt über die Mosel in Trier. Sie ist die älteste Brücke Deutschlands.
  • antikes Gräberfeld mit über 1000 Sarkophagen unter der Reichsabteikirche St. Maximin
  • Porta Alba, ehemaliges römisches Stadttor

Mittelalter

Dombau Sankt Peter
Dom “Sankt Peter”
  • Der Trierer Dom St. Peter ist der älteste Dom Deutschlands
  • Die Liebfrauenkirche wurde im frühsten gotischen Stil 1227–1243 erbaut und mit dem Dom durch einen Kreuzgang verbunden, mit figurenreichem Portal und gewölbtem Schiff
  • Der Hauptmarkt mit Steipe, Rotem Haus, St. Gangolf, Marktkreuz, Petrusbrunnen und der naheliegenden Judengasse
  • Benediktinerabtei St. Matthias (romanische Kirche mit Apostelgrab)
  • Wehrhafte Wohntürme Frankenturm und Turm Jerusalem (heute Standesamt)
  • Dreikönigenhaus (frühgotisches Wohnhaus)
  • Moselkräne (der ältere Moselkran von 1413, auch „Alter Krahnen“, und der barocke „(Alte) Zollkran“ von 1774, auch „Jüngerer Moselkran“ genannt)

17. und 18. Jahrhundert

Palais Trier
Der Palast des Kurfuersten
  • Kurfürstliches Palais
  • Barock-Palais Kesselstatt
  • Die Löwen-Apotheke am Hauptmarkt ist die älteste Apotheke Deutschlands
  • Quinter Schloss
  • Sankt Georgsbrunnen
  • Schloss Monaise mit Park

1800 bis 1933

  • Französisches Casino
  • Alter Jüdischer Friedhof an der Weidegasse
  • Jugendstilhäuser in der Fleischstraße, Nagelstraße und Neustraße sowie Im Gartenfeld
  • Karl-Marx-Haus und Karl-Marx-Wohnhaus
  • Maria-Hilf-Kapelle mit dem Grab von Peter Friedhofen, dem Begründer des Ordens der Barmherzigen Brüder von Maria Hilf
  • Mariensäule
  • Katholische Kirchenbauten des Historismus: Neuromanisch: St. Martin, Redemptoristenkloster St. Josef, Neugotisch: Herz Jesu, St. Helena (Euren) St. Peter (Ehrang)
  • Evangelische Kirche Trier-Ehrang

Zeit des Nationalsozialismus

  • Hochbunker von Trier beim Rathaus
  • Ehemalige nationalsozialistischen Lehrerbildungsanstalt (heute Altbauten auf dem Campus Schneidershof der Hochschule Trier)
  • Hochbunker in Trier-West und -Nord
  • Mehrere Westwallbunker an der Grenze zwischen Trier-Zewen und Igel sowie bei Trier-Ruwer

Nachkriegszeit

  • Ehemaliger Truppenübungsplatz der Französischen Streitkräfte mit künstlichen Ruinen zum Häuserkampftraining und Graffiti mit afrikanischen Landschaften
  • Bauten von Oswald Mathias Ungers: Schutzbau der Viehmarktthermen, Eingangsbereich der Kaiserthermen, Vorplatz derKonstantinbasilika.
  • Neubau des Theaters Trier von Gerhard Graubner aus dem Jahr 1964

Natur

  • FFH-Gebiet Mattheiser Wald
  • Wasserfälle des Gillenbachs und des Sirzenicher Bachs
  • Wildgehege im Weisshauswald

MuseenMuseum Spiele

  • Rheinisches Landesmuseum
  • Museum am Dom
  • Stadtmuseum Simeonstift
  • Karl-Marx-Haus
  • Schatzkammer
  • Spielzeugmuseum
  • Verkehrsmuseum