Die Stadt Hof an der Saale

Hof ist eine kreisfreie Stadt im Nordosten des bayerischen Regierungsbezirkes Oberfranken. Die Stadt ist das Oberzentrum des Hofer Landes, seit 2005 auch Mitglied der Metropolregion Nürnberg.

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Die Stadt Hof liegt im Flusstal der Saale, welche das Stadtgebiet zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald am Südrand des Vogtlandes von Süden nach Norden durchfließt. Der tiefste Punkt von Hof liegt an der Saale bei etwa 450 Höhenmetern, der höchste Punkt im Stadtgebiet am Kulm bei 614 m Höhe. Dadurch hat die Stadt vor allem in Ost-West-Richtung Straßen mit erheblichen Steigungen.

Hofer Daten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 58,08 km²
Einwohner: 44.522(31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 767 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 95028, 95030, 95032
Vorwahl: 09281
Kfz-Kennzeichen: HO
Gemeindeschlüssel: 09 4 64 000
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Lage der Stadt Hof in Oberfranken/Bayern

 

 

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

Die älteste in Hof befindliche Musikhandschrift stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die erste beschriebene Hofer Orgel war 1376 die Schwalbennestorgel der Klosterkirche. Im 17. Jahrhundert wurden die Stadtpfeifer in Stadtmusiker umbenannt. Sie musizierten bei festlichen städtischen Anlässen und hatten bei der Sonn- und Festtagsmusik dem Stadtkantor (Stadtkantoren sind seit 1520 namentlich belegt) zur Verfügung zu stehen. 1822 entstand das erste Hofer Theater mit Schauspiel und Oper. 1871 wurde das Städtische Orchester gegründet. Es stand unter der Leitung des ersten städtischen Musikdirektors Carl Gottlieb Scharschmidt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Musikdirektor Karl F. Keller das Orchester neu, zunächst als Hofer Konzertorchester. Später wurde es in Hofer Symphoniker umbenannt.

Einrichtungen und Gruppen der Musikpflege

  • Musik an der evangelischen Stadtkirche St. Michaelis: Alumnenstiftung (Kurrende) seit 1515, Michaeliskantorei seit 1938, Leitung: Stadtkantor Georg Stanek
  • Musik an der katholischen Stadtpfarrkirche St. Marien: Kirchenchor seit 1837, Choralschola, Jugendchor,Kammerchor Capella Mariana, Leitung: Stadtkantor Ludger Stühlmeyer
  • Hofer Männerchor, gegründet 1883
  • Gemischter Chor Hof-Moschendorf, gegründet 1906, Leitung: Fritz Walther
  • Hofer Symphoniker, gegründet 1945, Intendantin: Ingrid Schrader
  • Theater Hof, gegründet 1946, Intendant: Reinhardt Friese
  • Musikschule des Landkreises Hof, gegründet 1953, Leitung: Eva Gräbner
  • CVJM-Posaunenchor, gegründet 1954, Leitung: Georg Stanek
  • Capella Curia, gegründet 1972, Leitung: Monika Sobotta
  • Musikschule der Hofer Symphoniker, gegründet 1978, Leitung: Ingrid Schrader
  • Rekkenze Brass, Blechbläserquintett, gegründet 1978
  • Jugendsymphonieorchester Hof, gegründet 1994, Leitung: Howard Golden
  • Hofer Kammerchor, gegründet 1997, Leitung: Wolfgang Weser
  • Gospelchor Joy in belief, gegründet 2000, Leitung: Marina Seidel
  • Großelternchor Hof, gegründet 2002, Leitung: Robert Eller

Theater

Bereits seit dem Mittelalter ist in Hof die Tradition des Theaterspiels belegt. Zunächst waren es liturgische Spiele, Schultheater und Aufführungen fahrender Schauspieler. 1822 wurde im nunmehr säkularisierten Kloster ein festes Theater untergebracht. Ende des 18. Jahrhunderts entstand mit Pfaffs Kolosseum ein größeren Ansprüchen genügendes Haus. Es wurde 1994 durch einen Neubau in der Kulmbacher Straße ersetzt. Das Theater Hof ist ein Mehrspartentheater für die Bereiche Musiktheater, Schauspiel, Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater.

Museum

Das Museum Bayerisches Vogtland im historischen Hospitalgebäude beherbergt eine Sammlung zur Stadt- und Kunstgeschichte Hofs. 2012 entstand eine neue Abteilung zur Geschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen in Hof. Weitere Museen sind das Streichholzmuseum Wirth mit Modellen aus Streichhölzern und das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett neben dem Museum Bayerisches Vogtland mit Werken des gebürtigen Hofer Malers. In einer Virtuellen Galerie, die auf das Museum Bayerisches Vogtland und das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett aufgeteilt ist, macht die Stadt Hof eine Kunstsammlung aus etwa 2400 Werken in digitalisierter Form der Öffentlichkeit zugänglich. Weitere Kunstausstellungen werden vom Kunstverein Hof im Jugendstilgebäude am Theresienstein durchgeführt.

Bauwerke

Der Hofer Stadtkern ist in der Liste der 300 bedeutsamsten historischen Stadtkerne Deutschlands des Zeit-Magazins enthalten. Es handelt sich um einen mittelalterlichen Straßenmarkt (Altstadt), dem sich eine spätmittelalterliche Gründungsstadt (Neustadt mit der Ludwigstraße) anschließt. Die Gründungsstadt ist mit planmäßigem Grundriss gegliedert und wurde nach einem schweren Brand im Jahr 1823 biedermeierlich wieder aufgebaut. Entstanden ist eine bedeutende, geschlossene Biedermeierstadt, die nahezu vollständig erhalten ist. Sie ist von kunsthistorischer Bedeutung.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand im Zuge der Industrialisierung ein großes Gründerzeitviertel um Marien- und Bahnhofstraße sowie der Bürgerpark Theresienstein mit dem Jugendstil-Wirtschaftsgebäude im Landhausambiente und der künstlichen Ruine am Labyrinth.

Weitere bauliche Dominanten im Stadtbild sind das Rathaus, der Wartturm als Teil eines Alarmsystems im Spätmittelalter, die Einsteighalle des alten Bahnhofs – die zweitälteste erhaltene Bahnhalle in Deutschland, der Hauptbahnhof und der Bismarckturm am Rosenbühl.

Einen Kontrast bilden das Ende des 20. Jahrhunderts neu erbaute Theater sowie die gegenüberliegende Freiheitshalle, die Anfang des 21. Jahrhunderts generalsaniert und umgebaut wurde.

Die Mehrzahl der Kirchen ist seit der Reformation evangelisch. Die St.-Lorenz-Kirche ist die älteste Kirche in Hof. Erstmals schriftlich erwähnt wird die Großpfarrei Hof in einer Urkunde des Plebans Albertus am Fest der heiligen Katharina von Alexandrien 1214. Die Lorenzkirche wird als die „Mutterkirche Nordost-Oberfrankens“ bezeichnet. Ihre heutige Ausstattung ist im klassizistischen Stil (1822/23).

Die Hospitalkirche, vor den Mauern der mittelalterlichen Stadt am Unteren Tor gelegen, wurde zusammen mit dem Hospital (Armenspital) 1268 an der Saale erbaut. Sie besitzt noch den spätgotischen Marienaltar von 1511 und ist mit einer Kassettendecke (1688) ausgestattet.

Die St.-Michaelis-Kirche entstand als Kapellenbau um das Jahr 1230. Beim großen Hofer Stadtbrand von 1823 wurde die Michaeliskirche zerstört. Der Wiederaufbau in heutiger Form erfolgte 1826 bis 1829. Die wertvolle Heidenreich-Orgel wurde 1834 erbaut und im Jahr 2007 von der Berliner Orgelbaufirma Schuke restauriert. Die St.-Michaelis-Kirche ist die evangelische Hauptkirche und Sitz des Dekans.

Die Auferstehungskirche im südlichen Stadtteil Moschendorf wurde 1929 erbaut. Weitere evangelische Kirchen sind die St.-Johannes-Kirche, 1937 im östlichen Stadtteil Gärtla erbaut, die Christuskirche, 1939 im westlichen Stadtteil Münster erbaut, die Lutherkirche von 1956 im nördlichen Stadtteil Hofeck, die Dreieinigkeitskirche von 1961 im südwestlichen Stadtteil Krötenbruck, die Kreuzkirche von 1963 im nordwestlichen Stadtteil Hohensaas und die Paulus-Kapelle, eine evangelisch-methodistische Kirche in der Innenstadt.

Das Kloster Hof in der Neustadt war bis zur Reformationszeit Sitz eines Franziskaner- und eines Klarissenordens. Die Marienkirche wurde 1864 erbaut. Sie ist die katholische Hauptkirche in der Altstadt und Zentralpfarrei des nordöstlichsten Dekanates des Erzbistums Bamberg. Es handelt sich um eine neugotische Hallenkirche mit Netzrippengewölbe und komplett erhaltener neugotischer Ausstattung: Hochaltar, vier Seitenaltäre, Taufkapelle, Kanzel und ein an die franziskanische Tradition der Stadt (13. bis 16. Jahrhundert) anknüpfendes Figurenprogramm.

St. Marien ist Gedenkstätte mit Büste des 1943 in Hof verstorbenen und am 23. Juni 1996 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Märtyrers, des Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg. Im Jahre 2000 wurde die Stadtpfarrkirche St. Marien grundlegend restauriert. Die St.-Konrad-Kirche wurde 1954 im nördlichen Stadtteil Neuhof erbaut und erhielt das westliche Pfarrgebiet der Marienkirche. Die St.-Otto-Kirche, erbaut 1963 im südlichen Stadtteil Moschendorf, entstand 1945 zunächst als Notkirche nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Durchgangs- und Flüchtlingslager Hof-Moschendorf. Sie ist Filialkirche der St.-Marien-Kirche. Die St.-Pius-Kirche wurde 1977 als moderne, zeltdachförmige Kirche im westlichen Stadtteil Münster erbaut. Sie ist eine Filialkirche der Hofer St.-Konrad-Kirche.

1889 ließ der Hofer Textilfabrikant und Reichstagsabgeordneter Walther Münch-Ferber die Münch-Ferber-Villa im italienischen Klassizismus errichten. Die westlich der Neustadt gelegene Villa verfiel nach 1945 zusehends und wird derzeit (2012) renoviert. In Hofeck steht das Schloss Hofeck, in Moschendorf befinden sich der Stelzenhof und das Rittergut Sachs.

Grünflächen und Naherholung

Die Anfänge des Bürgerparks Theresienstein mit Botanischem und Zoologischem Garten reichen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Der Fernwehpark Hof Signs of fame ist eine Sammlung von Orts- und Straßenschildern, mitgebracht von Besuchern aus aller Welt. Der Wittelsbacherpark liegt zwischen Sophienstraße, Theresienstraße und Sophienschule.

Bäder in Hof sind das Hof-Bad, ein Hallenbad mit Wellnesseinrichtungen und der Sauna Hof-Sauna, das Freibad an der Ascher Straße mit 100-m-Doppelrutsche und der im Naherholungsgebiet eingebettete Untreusee im Ortsteil Moschendorf.

Sport

Der bekannteste Sportverein in Hof ist die SpVgg Bayern Hof. Der Verein entstand am 1. Juli 2005 durch die Fusion der SpVgg Hof und des FC Bayern Hof 1910, der bis 1914 Fußballclub Britannia Hof hieß. Hauptsportart ist Fußball, daneben gibt es eine Box- und eine Sängerabteilung sowie Abteilungen fürLeichtathletik und Damengymnastik. Der Verein trägt seine Heimspiele der Regionalliga Bayern im städtischenStadion Grüne Au aus.

Bis 1896 reichen die Wurzeln des Athletik-Sportvereins (ASV Hof) zurück. Die erste Mannschaft ringt seit 2007 in der ersten Bundesliga und hat sich mehrfach für das Finale der deutschen Meisterschaft qualifiziert.

Weitere Turnvereine entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Hof etwa mit dem Turnerclub Hof, der Freien Turnerschaft oder dem missglückten, 1907 gegründeten Turnverein Vater Jahn, dessen Mitglieder bereits ein Jahr später nichts mehr von der Existenz ihres Vereins wissen wollten.

Die seit dem Ende des Jahrhunderts bis 1918 aus dem Boden schießenden Spezialsportvereine beschäftigten sich überwiegend mit Radfahrsport oder Fechten. Die Schützen hatten mit der Schützengesellschaft eine Organisation, deren Gründung bis 1432 zurückreichte. Einer der bis heute bedeutendsten Hofer Sportvereine ist der 1911 gegründete Schwimmverein Hof.

Mit der Spielvereinigung als einer Abteilung des Turnvereins Hof wird 1893 durch Otto Strunz der erste Verein des Hofer Fußballsports gegründet. Zum ersten Mannschaftsspiel kam es erst am 23. Oktober 1898, als gegen die Fußballmannschaft des ATV Plauen gespielt und 7:0 gewonnen wurde. Zur Trennung vom Turnverein kam es 1924.

Ein weiterer Fußballverein war der Fußballclub Britannia Hof, der 1911 gegründet wurde und sich 1914 FC Bayern Hof umbenannte.

Seit 1977 existiert die Marine-Jugend Hof als Segelsportverein in Hof. Hauptsächlich im Bereich Jugendarbeit wird im Sommer der Untreusee zum Trainieren und zum Austragen von Regatten genutzt. Im Jahr 2008 wurde zum Beispiel die Bundesjugendsegelmeisterschaft des DMB organisiert. In den Wintermonaten beschäftigen sich die Jugendlichen mit Modellbau und Segeltheorie.

Im November 1992 gründete sich mit den Hof Jokers die erste American Football-Mannschaft in der Stadt. Die Jokers sind eine Abteilung des Post- und Telekom-Sportvereins (PTSV). In der Spielzeit 2008 konnten die Hof Jokers zum ersten Mal Platz 1 in der Bayernliga belegen und spielten somit in der Saison 2009 in der Regionalliga Süd. Dort konnte mit Platz 5 in der ersten Spielzeit der Klassenerhalt gesichert werden. 2010 musste sich die Mannschaft vorzeitig vom Ligabetrieb zurückziehen. Die Heimspiele der Jokers werden im PTSV-Stadion in Hof ausgetragen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Internationalen Hofer Filmtage finden jährlich an sechs Tagen in zwei Kinos statt. „HOF“ sei die Abkürzung für „Home Of Films“ hat Wim Wenders über das Hofer Festival gesagt. 1967 organisierte der Student Heinz Badewitz mit seinen damaligen Bandkollegen (New Jazz Group) Werner Weinelt, Uwe Brander einen Zweieinhalb-Stunden-Kinoabend mit eigenen Filmen in Hof. Diesen nannten sie das 1. Hofer Kurzfilmfestival. Die Idee entstand nach enttäuschenden Erfahrungen bei den „Oberhausener Kurzfilmtagen“ und weil in ihrer Studienstadt München die Bedingungen schwierig und die Mieten zu hoch waren. Dies war die Geburtsstunde der Internationalen Hofer Filmtage. Unter der Leitung von Heinz Badewitz entwickelte sich das Festival stetig weiter. In vier Jahrzehnten hat es sich zu einem der renommiertesten deutschen Filmfestivals entwickelt, bei dem die Nachwuchsregisseure ihre Debütfilme zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigen. Die wichtigen Trends wie der Neue Deutsche Film mit Regisseuren wie Werner Herzog, Wim Wenders und Volker Schlöndorff oder der Komödienboom der achtziger Jahre (z. B. Männer von Doris Dörrie) wurden in Hof gesetzt. Die Hofer Filmtage verleihen keine Preise. Verschiedene Träger, u. a. die Stadt Hof, haben sich aber im Laufe der Jahre an die Filmtage angedockt, um am Rande des Festivals Preise zu vergeben, darunter der Filmpreis der Stadt Hof, der Eastman Förderpreis, ein Preis für das beste Szenenbild sowie ein Preis für die visuelle Filmkritik. Zum ersten Mal im Jahr 2005 wurde der Förderpreis Deutscher Film für herausragende Leistungen in der Filmtechnik (z. B. Ton, Schnitt) verliehen. Eine ähnliche Veranstaltung ist SEHquenz, eine Filmwoche mit Präsentation aktueller deutscher Filme.

Das Hofer Volksfest ist das größte Volksfest der Region. Es findet jedes Jahr Ende Juli/Anfang August am Volksfestplatz in Hof statt und dauert zehn Tage. Die Freiheitshalle am Festplatz dient während des Festes als Festhalle. Das Volksfest beginnt am Freitag vor dem Hofer Sommerjahrmarkt. Der Sommerjahrmarkt selbst beginnt am Montag nach Jakobi (25. Juli). Das Volksfest endet nach gut einer Woche am Sonntag. In der Festhalle und im Biergarten schenken die Hofer Brauereien im Wechsel ihr Bier aus. Auf dem Volksfestplatz gibt es einen umfangreichen Vergnügungspark mit vielen Fahrgeschäften, Losbuden und Imbiss-Ständen. Am Eröffnungstag findet der große Volksfest-Umzug der Hofer Vereine und Organisationen statt. Nach einer Woche, am zweiten Volksfest-Freitag, wird nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe des Festplatzes ein großes Brillantfeuerwerk für die Festbesucher abgebrannt.

Die Oberfranken-Ausstellung (Ofra) ist eine Leistungsschau der regionalen Wirtschaft; die Ofra ist alle zwei Jahre im Frühjahr auf dem Hofer Volksfestplatz zu Gast.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind die Hofer Jazztage, das Hofer Kinderfilmfest, Hof blüht auf, die Blumenschau zum Frühjahr in der Hofer Innenstadt, das Internationale Stabhochsprung-Meeting in der Altstadt, der Schlappentag, der Jahrestag der Steinhauer- und Maurerbrüderschaft Hof und Umgebung von 1450, der Hofer Umwelttag, der Hofer Herbstmarkt und der Hofer Weihnachtsmarkt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Wichtige Arbeitgeber – gemessen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten – sind der Einzelhandel, gefolgt von Gesundheitswesen, der Textilindustrie, der Logistiksparte und dem Kreditwesen. Daneben gibt es Betriebe zur Herstellung von Kühlzellen, Unterwasserpumpen, Klärwerksausrüstungen, Elektroantrieben sowie von Stahl- und Leichtmetallbauteilen.

  • Der bedeutendste Industriezweig in Hof außerhalb des Dienstleistungssektors ist die Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit dem benachbarten Landkreisen Hof, Kulmbach und Bayreuth zählt der Wirtschaftsraum zu den drei wichtigsten Textilstandorten in Deutschland. Wichtige Vertreter sind die Textilgruppe Hof und die Spinnerei Neuhof.
  • Hof ist auch ein Zentrum des Bierbrauens. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Hof zwölf Brauereien:
Bavaria (Laubmann)
Bürgerbräu (Ried)
Deininger-Kronenbräu (AG)
Löwenbräu (AG)
Gg. Meinel (Georg Meinel, Meinel-Bräu)
Karl Militzer
  Joh. Richter
B. Scherdel (Bernhard Scherdel)
(Heinrich) Schmidt’s Erben (Schmidts Heiner)
Karl Schuster (Weizenbier)
Gg. Weidner (Georg Weidner)
Karl Zelt (Schlappenbier)

Meinel-Bräu existiert heute noch eigenständig und die Brauerei Scherdel arbeitet unter dem Dach derKulmbacher Brauerei weiterhin in Hof. Alle anderen Brauereien haben die Produktion eingestellt. Die Brauerei Falter kam mit der Eingemeindung von Unterkotzau zur Stadt Hof. Sie stellte Mitte 2008 die Produktion ein. Die Brauerei Zelt stellte im Jahr 2010 den Braubetrieb ein. Auch die Brauerei Bürgerbräu Hof existiert seit einigen Jahren nicht mehr.

  • Hof ist von jeher Standort größerer Speditionsunternehmen, wie beispielsweise der Firma M & M Militzer & Münch. Seit der Wende 1990 siedelten sich weitere Logistikunternehmen an. 2002 richtete eine DöhlauerbSpedition am Hofer Hauptbahnhof ein Verladeterminal für Containerzüge ein und erweiterte es mehrmals.
  • Im Bereich der Automobilindustrie entstand der Automobilzuliefererpark Pole Position in Hof und Gattendorf.
  • In Hof befand sich die Zentrale der privaten Regionalbank Schmidtbank. Sie kam 2001 in große wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Zentrale wurde aufgelöst. Das vorhandene Know-How nutzen einige Spezialkreditinstitute und Dienstleister weiter. An der Hochschule Hof ist ein einschlägiger Schwerpunkt eingerichtet. Ein Gebäude der ehemaligen SchmidtBank-Zentrale beherbergt den 2006 eingerichteten Dienstsitz Hof des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LFU).
  • Seit dem Jahr 2000 entstanden durch die Ansiedlung von Callcentern Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor des Dienstleistungsbereiches. Hof ist außerdem Zentrum vieler weiterer Dienstleistungen, von denen die nennenswertesten Vertreter Weiherer Reisen GmbH & Co., Vodafone, Marktkauf, Kaufhof, Müller, NKD und Finck sind.
  • Auch das DAX-notierte Unternehmen Fresenius Medical Care hat seinen juristischen Sitz in Hof. Eine Niederlassung existiert nicht.