Das hessische Darmstadt mit seinen Sehenswürdigkeiten

Darmstadts Hundertwassersiedlung

Darmstadt ist eine kreisfreie Großstadt im südlichen Hessen, Verwaltungssitz des Regierungsbezirks und des Landkreises Darmstadt-Dieburg. Die Stadt gehört zum Rhein-Main-Gebiet und ist eines der zehn Oberzentren des Landes Hessen. Darmstadt hat etwa 154.000 Einwohner, die Stadtregion um die 431.000 Einwohner.

Hundertwasseranlage in Darmstadt
Bild: #Waldspirale# nennt sich die vom Wiener Künstler Hundertwasser konzipierte Wohnanlage im Darmstädter Bürgerparkviertel

Darmstadt ist nach Frankfurt am Main, Wiesbaden und Kassel die viertgrößte Stadt des Landes Hessen. Die nächstgelegenen größeren Städte sind Frankfurt am Main und Offenbach.

Die Lage Darmstadts

In Darmstadt treffen vier Naturräume aufeinander: Der Westen des Stadtgebiets befindet sich in der Oberrheinischen Tiefebene. Daran schließt sich im südlichen Stadtgebiet nach Osten hin der schmale Saum der Bergstraße an, die hier ihren Beginn hat. Der Südosten des Stadtgebiets zählt bis etwa zur Mathildenhöhe zum Vorderen Odenwald. Der nördlichste Punkt des Odenwaldes liegt an der B 26 in der Nähe des Institutes für Botanik und Zoologie. Der Nordosten Darmstadts hingegen zählt zum Naturraum Messeler Hügelland. Die Stadt wird unter anderen vom Darmbach und im südlichen Stadtteil Eberstadt von der Modau durchflossen.

Sehenswürdigkeiten

Mathildenhöhe

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Bild: Die Mathildenhoehe mit dem Hochzeitsturm, dem Alice-Hospital und der russischen Kapelle

Die Mathildenhöhe, mit 180 Metern über NN die höchste Erhebung der Darmstädter Innenstadt, war schon im 19. Jahrhundert eine Gartenanlage des großherzoglichen Hofes und wurde 1833 im Stil eines Englischen Landschaftsparks umgestaltet.

Darmstädter Katakomben

Diese Bezeichnung wird umgangssprachlich für die Gewölbekeller, Tunnel und Gänge, die sich unter Tage zwischen Dieburger Straße und Lucasweg befinden und sich bis zur Mathildenhöhe ziehen, verwendet. Während es sich bei Katakomben um Leichengewölbe handelt, wurde diese Anlage geschaffen, um Bierkeller aus dem 19. Jahrhundert zu beherbergen.

Ausstellungshalle der Mathildenhöhe

Unter den Ausstellungshallen der Mathildenhöhe befindet sich ein Wasserspeicher. Der Hochbehälter entstand 1877–80 nach Plänen des Ingenieurs Otto Lueger. Er besteht aus zwei mit Klinkern gemauerten Kammern mit je sechs über Längsgurte verbundenen Tonnengewölben.

Darmstädter Künstlerkolonie

Die Kolonie war einerseits eine größtenteils mäzenatisch finanzierte Gruppe von Künstlern, die zwischen 1899 und 1914 – idealerweise bei übereinstimmenden künstlerischen Anschauungen – gemeinsam tätig waren. Andererseits bezeichnet der Begriff auch die Wirkungsstätte und die von den Künstlern errichteten Bauten auf der Mathildenhöhe in Darmstadt, in denen diese lebten und arbeiteten. Die Künstler konnten zu günstigen Konditionen Grundstücke erwerben und darauf ein Wohnhaus errichten, das während der Ausstellung als Musterhaus zu zeigen war. So sollten die Bemühungen zur Zusammenführung von Architektur, Innenarchitektur, Kunsthandwerk und Malerei an konkreten gebauten Beispielen gezeigt werden.

Hochzeitsturm

Das Wahrzeichen Darmstadts ist der 48,5 m hohe Hochzeitsturm, der auf der Mathildenhöhe steht. Der Architekt Joseph Maria Olbrich gestaltete den 1908 fertiggestellten Backsteinturm im Auftrag der Stadt Darmstadt. Markant sind die fünf abschließenden Bögen des Daches, die an eine ausgestreckte Hand erinnern, weshalb er auch „Fünffingerturm“ genannt wird. Der Turm wird dem Jugendstil zugeordnet. Als Gebäude gehört er zum Komplex des damals neuen Wasserreservoirs und der Ausstellungshalle und Gemeinschaftsateliers der Künstlerkolonie.

Russische Kapelle

Ein weiteres markantes Gebäude auf der Mathildenhöhe ist die Russische Kapelle. Das Wasserbecken vor der Russischen Kapelle stammt von Albin Müller. Vor der Kirche befindet sich eine im Jahre 1914 im Jugendstil erbaute Brunnenanlage. Sie wurde ebenfalls nach einem Entwurf von Albin Müller errichtet.

Rosenhöhe

Kletterrosenkuppel

Die Rosenhöhe, ein im Jahre 1810 angelegter Landschaftspark mit einer später hinzugefügten Rosensammlung, bildet im Zusammenspiel mit der Mathildenhöhe, den Jugendstilhäusern und dem Hochzeitsturm ein einzigartiges Gesamtkunstwerk. Ein Teil des Parks dient der Familie der ehemaligen Großherzöge als Begräbnisort. Der Park dient heute als Naherholungsgebiet und ist auch ein beliebtes Ziel für Rosenfreunde. Neben der Vielzahl von Rosen findet man hier auch weitläufige Wiesen, Obstwiesen, Mammutbäume und andere seltene Baumarten.

Residenzschloss

Im Zentrum der Innenstadt befindet sich das Darmstädter Residenzschloss. Es ist ein Gebäudekomplex aus sechs Jahrhunderten, wobei die letzten Bauänderungen im 18. Jahrhundert durch Landgraf Ernst Ludwig entstanden. In der Brandnacht 1944 brannte das Schloss bis auf die Außenmauern nieder. Nach dem Wiederaufbau war der äußere Zustand der Vorkriegszeit weitestgehend wiederhergestellt.

Heute wird das Schloss zu großen Teilen von der TU Darmstadt genutzt. Im Glockenbau befindet sich das Schlossmuseum, das unter anderem die Großherzoglich-Hessische Porzellansammlung beherbergt.

Jagdschloss Kranichstein

Das Jagdschloss Kranichstein, welches 1578 für Landgraf Georg I. gebaut wurde, befindet sich im Norden Darmstadts. Es beherbergt heute eine Ausstellung von Jagdwaffen und Jagdgeräten aus den Jahren bis 1769, wobei zahlreiche Gemälde die Jagd des Fürsten illustrieren. Außerdem befindet sich unter anderem ein Hotel in dem Gebäudekomplex.

Burgruine Frankenstein

 

Burgruine Frankenstein

Die Ruine ist eine historische Trutz- oder Wehrburg mit zwei Türmen, Burgmauern und vorgelagertem Pulverturm. Sie befindet sich in 370 m Höhe auf dem Schlossberg, südöstlich des Darmstädter Stadtteils Eberstadt gelegen auf der Gemarkung des Mühltaler Ortsteils Nieder-Beerbach. Berühmtheit verdankte die Burg einer geschäftstüchtigen Vermarktung, wonach sie als Namensgeber für Mary Shelleys bekanntes Buch Frankenstein oder der moderne Prometheus dargestellt wurde. Freilich gibt es dafür keinen wissenschaftlich haltbaren Beleg. Und erst in den letzten Jahrzehnten zusätzlich auch dadurch, dass seit den 1970er Jahren auf der Burg eines der größten Halloweenfeste Deutschlands stattfindet.

Waldspirale

Die Waldspirale (siehe Bild oben) ist der Name eines Wohnkomplexes, der vom Wiener Künstler Friedensreich Hundertwasser gestaltet und im Jahr 2000 fertiggestellt wurde. Bauträger ist der Bauverein Darmstadt. Das Gebäude ist das letzte Werk Hundertwassers vor seinem Tod. Es hat sieben Stockwerke, die mit Wohnungen ausgestattet sind. Die meisten sind aus Kostengründen allerdings nicht wie die Fassade im Hundertwasser-Stil gehalten, sondern mit geraden Linien und rechten Winkeln gebaut. In den obersten drei Stockwerken befindet sich ein Restaurant. Von der Aussichtsterrasse sieht man die Frankfurter Skyline sowie den Taunus und Ausläufer des Odenwalds.

Stadtkirche

Die Stadtkirche geht auf eine Marienkapelle zurück, die 1369 zur Pfarrkirche erhoben wurde. Das Langhaus entstand in der Spätgotik, der Chor vermutlich in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Insbesondere das Netzgewölbe des Chores ist bemerkenswert.

Die Ludwigskirche

Blickt man vom Luisenplatz die Wilhelminenstraße hinauf, so sieht man den mächtigen klassizistischen Kuppelbau der Ludwigskirche. Sie wurde zwischen 1822 und 1827 von Georg Moller als erste katholische Kirche Hessen-Darmstadts seit der Reformation erbaut.

Auferstehungskirche

Die Auferstehungskirche ist die alte Dorfkirche des bis 1937 selbstständigen Ortes Arheilgen. Seit 1960 trägt sie den Namen „Auferstehungskirche“ und ist die Kirche der Evangelisch-Lutherische Auferstehungsgemeinde in Darmstadt-Arheilgen.

Luisenplatz

Der Luisenplatz ist der zentrale Platz Darmstadts. Hier beginnt die Fußgängerzone und hier halten alle wichtigen Bus- und Straßenbahnlinien. Angelegt wurde er im 18. Jahrhundert. In seiner Mitte steht das Ludwigsmonument. Am Rand befinden sich das Regierungspräsidium, das Merckhaus, das Luisencenter und die Zentrale der Sparkasse Darmstadt. Um die Weihnachtszeit steht auf dem Luisenplatz der größte Weihnachtsbaum Darmstadts.

Altes Rathaus und Marktplatz

Darmstadt um 1900

Das Alte Rathaus ist ein Bürogebäude in Darmstadt und ein hessisches Kulturdenkmal. Das älteste Darmstädter Rathaus wurde im Jahr 1397 als spielhus erstmals erwähnt. In den Jahren 1566–1569 wurde auf der Marktplatzsüdseite ein neues Rathaus mit Steinunterbau und Fachwerkgeschossen erbaut. In den Jahren 1598–1601 wurde an der gleichen Stelle ein neues, vollständig steinernes Rathaus errichtet. Nach einer Außenrenovierung im Jahr 1914 wurde das Alte Rathaus in den Jahren 1926/27 innen komplett erneuert. Bei einem Luftangriff im Jahr 1944 wurde das Alte Rathaus stark zerstört. In den Jahren 1954/55 wurde das Alte Rathaus vollständig wieder aufgebaut. An der Westseite erhielt das Bauwerk Arkaden.

Der Herrngarten oder Herrengarten

Der Herrngarten ist der größte und älteste Park der Stadt. Seine Wurzeln reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück, als er aus drei größeren und mehreren kleineren Gärten entstand. 1918 wurde der Garten verstaatlicht und in Richtung Bürgerpark verändert: Es wurden Spielplätze eingerichtet und ein modernes halbrundes Stahl-Glas-Gebäude zum Café ausgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde der Park zerstört, erfreut sich aber heute wieder großer Beliebtheit. Halbjährlich kann man hier von Frühling bis Herbst den Biergarten und das Restaurant nutzen.

Prinz Georg Garten

Angrenzend an den Herrngarten entstand im 18. Jahrhundert ein Garten mit einer Vielfalt an historischen Zier- und Nutzpflanzen. In diesem kleinen nach französischen Vorbildern formal angelegten Park liegen in Haupt- und Querachse als Blickpunkte das Prinz-Georg-Palais und das Pretlack’sche Gartenhaus. Als geometrisch-formale Komposition ist der Prinz-Georg-Garten ein Kleinod des Gartenbaus im Rokoko-Stil mit Sonnenuhren und rauschenden Fontänen.

Die Orangerie

Die Orangerie wurde von 1719 bis 1721 vom Architekten Louis Remy de la Fosse in Bessungen gebaut. Das kleine Schlösschen, welches nach dem Zweiten Weltkrieg zeitweise als Theater gedient hat, war ursprünglich eine Winterherberge für die Orangenbäume des Parks. Heute wird das Gebäude für Konzerte und Tagungen benutzt.

Der angeschlossene Park wurde von Hofgärtner Johann Kaspar Ehret gestaltet. Die barocke Anlage ist symmetrisch angeordnet, und besteht aus Rasenflächen, Fontainen und Alleen. Auch heute noch sind im Sommer die Südfrüchte zu bestaunen.

Steinbrücker Teich

Als eines der beliebtesten Freizeitareale der Darmstädter Bürger zählt das Freizeitzentrum rund um den Steinbrücker Teich. Es handelt sich um einen künstlich angelegten See mit einer Insel im Innern, welcher Teil des ehemals ummauerten Jagdgebietes des Großherzogs Ludwig von Hessen im Darmstädter Stadtwald angelegt wurde. Heute bilden die Wiesen und der Wald rund um den Teich ein beliebtes Naherholungsgebiet, mit einem breiten Freizeitangebot wie Tret- und Ruderbootverleih, Minigolf, ein Ponyhof, Grillwiesen, und einem beliebten Restaurant.

Botanischer Garten

Der Botanische Garten Darmstadts wurde 1874 auf dem heutigen Gelände im Osten der Stadt angelegt und gehört heute zur TU Darmstadt.

Tierpark Vivarium

Das Vivarium wurde 1965 auf einem vier Hektar großen Gelände am östlichen Stadtrand eröffnet. Der Tierpark zeigt über 700 Kleintiere in 150 Arten.

Kultur

Theater

In Darmstadt befinden sich mehrere Theater. Das bekannteste ist das in den letzten Jahren sanierte Staatstheater mit Großem Haus, dem Kleinen Haus und den Kammerspielen. Im Theater HalbNeun reicht das Portfolio vom Kabarett „Kabbaratz“ bis zu Auftritten von Musikgruppen.

In Bessungen findet sich das Kindertheater „Kikeriki“ und das in der ehemaligen Bessunger Turnhalle aufgeführte Erwachsenen-Puppentheater „Comedy-Hall“ mit verschiedenen Programmen. Die Vorstellungen der „Darmstädter Neuen Bühne“ sind regelmäßig ausverkauft. Mit dem „Theater Moller Haus“ verfügt die freie Theaterszene in Darmstadt über eine eigene Spielstätte.

Museen

Das Hessische Landesmuseum ist ein Universalmuseum mit zahlreichen und umfangreichen Dauerausstellungen, u. a. zu Funden aus der Grube Messel und dem Werkkomplex Joseph Beuys. Im Hessischen Landesmuseum finden sich im Untergeschoss Schmuck, Gerät und Möbel des Jugendstils u. a. von Joseph Maria Olbrich, Peter Behrens und Henry van de Velde.

Das wichtigste Museum zum Jugendstil ist das Museum Künstlerkolonie im Ernst-Ludwig-Haus auf der Mathildenhöhe. Es zeigt die Geschichte der Darmstädter Künstlergemeinschaft von 1899 bis 1914 und das künstlerische Schaffen ihrer Mitglieder.

Auf der Mathildenhöhe geht es aber nicht nur um die Vergangenheit der Gestaltung: Im Design Haus Darmstadt werden abwechselnd von den dort ansässigen Instituten Design Zentrum Hessen e. V. und dem Institut für Neue Technische Form – INTEF Ausstellungen gezeigt.

Darmstadt wurde in den vergangenen Jahrhunderten geprägt durch seine Funktion als Residenzstadt. Dazu bietet das Schlossmuseum im Glockenbau des Schlosses einen Überblick über 250 Jahre höfischen Lebens. Am Rande des Herrngartens liegt das barocke Prinz-Georg-Palais mit der Großherzoglich-Hessischen Porzellansammlung. Teil der umfangreichen dort ausgestellten Bestände ist auch die weltweit größte Sammlung an Kelsterbacher Porzellan. Im Jagdschloss Kranichstein, einem der wenigen noch erhaltenen Renaissance-Jagdschlösser in Deutschland, befindet sich heute ein Jagdmuseum mit Jagdwaffen und -geräten, Einrichtungsgegenständen und Gemälden mit Jagddarstellungen.

Die Kunsthalle Darmstadt präsentiert im Jahr vier bis fünf Ausstellungen von nationalem und internationalem Rang. Schwerpunkt sind die Klassische Moderne und zeitgenössische Kunst.

Auch Technikgeschichte ist in Darmstadt in verschiedensten Formen zu besichtigen: Das Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein zeigt Lokomotiven, Wagen und anderes historisches Eisenbahnmaterial in originalgetreuer Umgebung. Im Haus für Industriekultur sind eine Ausstellung von Maschinen aus der Druckindustrie, Schriftgießerei und alte Techniken des Buchdrucks zu finden.

Der Stadtgeschichte widmen sich weitere kleinere Museen: Das Altstadtmuseum im Hinkelsturm, dem letzten Wehrturm der Stadt, erinnert an die im Zweiten Weltkrieg zerstörte Altstadt Darmstadts u. a. mit einem Modell der Altstadt von 1930. Das Wixhäuser Dorfmuseum ist ein Heimatmuseum in einem fränkischen Fachwerkbauernhaus mit alten Möbeln und Hausrat aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

Musik

Die Stadt Darmstadt beherbergt die Akademie für Tonkunst, das Internationale Musikinstitut Darmstadt (IMD) und das Jazzinstitut Darmstadt. Veranstaltungen wie die Internationalen Ferienkurse für Neue Musik und das Darmstädter Jazzforum haben über die Jahrzehnte dazu beigetragen, dass die Stadt ein wichtiger internationaler Begegnungsort für Musiker und Musikwissenschaftler geworden ist.

In Darmstadt gibt es verschiedene bekannte Chöre, darunter den Bach-Chor Darmstadt e. V., die Darmstädter Kantorei, den Konzertchor Darmstadt e. V., die Kirchenmusik in der Pauluskirche Darmstadt, den SurpriSing Chor 2002 Darmstadt e. V. und das Vocalensemble Darmstadt e. V. Weiterhin sind zu nennen die Darmstädter Residenzfestspiele e. V., die Darmstädter Hofkapelle, Marching Devils e. V., Chor und Orchester der TU Darmstadt und der Musikzug Darmstadt e. V.

Seit 1999 findet jährlich an vier Tagen Ende Mai das Schlossgrabenfest statt.

Darüber hinaus gilt Darmstadt als Hochburg der klassischen Gitarre. Davon zeugen unter anderem die jährlich stattfindenden Darmstädter Gitarrentage, die stets im Dezember internationale Größen der Gitarrenszene in die Stadt locken.

Feiertage in Hessen 2016

Die gesetzlichen Feiertage für das Bundesland Hessen im Jahr 2016

Auch im neuen Jahr 2016 sind in der Übersicht der Feiertage für Hessen wieder einige interessante Feiertage dabei, die zur Gestaltung von Brückentagen verwendet können. Damit machen wir uns wieder ein oder mehrere verlängerte Wochenenden.

Feiertage Uebersicht Hessen 2016

Gesetzlicher Feiertagskalender 2016 Hessen

Donnerstag 01.01.2016 Neujahrstag
Freitag 25.03.2016 Karfreitag
Montag 28.03.2016 Ostermontag
Sonntag 01.05.2016 1. Maifeiertag
Donnerstag 05.05.2016 Christi Himmelfahrt
Montag 16.05.2016 Pfingstmontag
Donnerstag 26.05.2016 Fronleichnam
Montag 03.10.2016 Tag der Deutschen Einheit
Sonntag 25.12.2016 1. Weihnachtsfeiertag
Montag 26.12.2016 2. Weihnachtsfeiertag

Die Anzahl der gesetzlichen Feiertage in Hessen im Jahr 2016 liegt bei zehn, ebenso wie im Vorjahr. Der für die evangelischen Gläubigen wichtige Buß- und Bettag zählt nicht zu den gesetzlichen Feiertagen in Hessen, ebenso wenig der Heilig Drei Königstag, Maria Himmelfahrt und Fronleichnam.

Fasching und Karnevalszeit in 2016

Donnerstag 04.02.2015 Weiberfasnacht
Montag 08.02.2015 Rosenmontag
Dienstag 09.02.2015 Fasnacht
Mittwoch 10.02.2015 Aschermittwoch

Im Fasching 2016 geht es auch in Hessen wieder hoch her, als Kind ist die Vorfreude groß, aber auch viele Erwachsene sehnen sich fast ein Jahr lang wieder nach der tollen Karnevalszeit.

Mainhattan in Südhessen: Frankfurt am Main mit Sehenswürdigkeiten und Stadtinfos

Frankfurt am Main ist die größte Stadt in Hessen und die fünftgrößte Kommune in Deutschland mit rund 700.000 Einwohnern. Die Stadt ist Zentrum des Ballungsraums Frankfurt-Rhein-Main mit etwa 2,2 Millionen Einwohnern. In der erweiterten Stadtregion Frankfurt leben etwa 2,5 Millionen (2012), in der gesamten Metropolregion Rhein-Main etwa 5,5 Millionen Einwohner.

Frankfurt mit Main
Frankfurt mit Main

Seit dem Mittelalter gehört Frankfurt am Main zu den bedeutenden urbanen Zentren Deutschlands. 794 erstmals urkundlich erwähnt, war es seit dem Hochmittelalter Freie Reichsstadt und bis 1806 Wahl-, seit 1562 auch Krönungsstadt der römisch-deutschen Kaiser. Von 1816 an war Frankfurt am Main Freie Stadt, in der die Bundesversammlung des Deutschen Bundes und 1848/49 das erste frei gewählte deutsche Parlament ihren Sitz hatten. Im Verlauf des Deutschen Krieges von Preußen annektiert, verlor Frankfurt am Main 1866 seine Unabhängigkeit als Stadtstaat. Seit 1875 zählte Frankfurt am Main über 100.000 Einwohner, seit 1928 mehr als 500.000.

Heute ist Frankfurt am Main ein wichtiges internationales Finanzzentrum und ein bedeutendes Industrie-, Messe- und Dienstleistungszentrum. Es wird unter ökonomischen Kriterien zu den Weltstädten gezählt. Frankfurt am Main ist Sitz der Europäischen Zentralbank, der Deutschen Bundesbank, der Frankfurter Wertpapierbörse, zahlreicher Finanzinstitute (u. a. Deutsche Bank, Commerzbank, DZ Bank, KfW) und der Messe Frankfurt. Als Zeichen der Verpflichtung zur europäischen Einigung nennt sich Frankfurt am Main seit 1998 Europastadt.

Durch die zentrale Lage ist Frankfurt am Main ein europäischer Verkehrsknotenpunkt. Der Flughafen gehört zu den weltgrößten Flughäfen, der Hauptbahnhof ist ein zentraler Bahnknotenpunkt und das Frankfurter Kreuz der meistbefahrene Straßenknotenpunkt Deutschlands. Weiterhin ist der DE-CIX in Frankfurt, gemessen am Durchsatz, der größte Internet-Knoten für weltweiten Datenaustausch.

Eine Besonderheit ist die Skyline der Stadt. Wegen der Hochhäuser, die zu den höchsten Europas gehören, wird Frankfurt am Main mitunter als Mainhattan bezeichnet.

Die Stadt liegt auf beiden Seiten des Untermains südöstlich des Taunus in Südwestdeutschland zentral im wichtigsten Wirtschaftsraum Deutschlands. Das Stadtgebiet erstreckt sich in Ost-West-Richtung über 23,4 Kilometer, in Nord-Süd-Richtung über 23,3 Kilometer.

Ihren höchsten natürlichen Punkt hat die Stadt an der Berger Warte auf dem Berger Rücken im Stadtteil Seckbach mit 212,6 Metern über Normalnull. Ihr tiefster Punkt liegt am Mainufer in Sindlingen bei 88 Metern über Normalnull. Die Stadt liegt am nördlichsten Rand der Oberrheinischen Tiefebene, die von Basel bis ins Rhein-Main-Gebiet reicht.

Klima und Wetter

Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet liegen am nördlichen Ende der Oberrheinischen Tiefebene, die klimatisch zu den wärmsten Regionen in Deutschland zählt. Die Jahresmitteltemperatur liegt mit 10,5 °C (langjähriges Mittel für den Referenzzeitraum 1981–2010) über der anderer deutscher Metropolen (Berlin 9,5 °C, Hamburg 9,5 °C, München 9,7 °C).

Das Frankfurter Klima ist deshalb insgesamt recht mild, bei vergleichsweise wenig Niederschlägen. In der Zeit von November bis Januar gibt es tagsüber im Mittel nur ein bis zwei Sonnenstunden. Im Winter liegt die mittlere Tageshöchsttemperatur im Januar bei etwa 4,2 °C, die mittlere nächtliche Tiefsttemperatur bei −1,1 °C. Schnee liegt im Januar im Mittel an etwa sieben Tagen; die Schneehöhe liegt nur selten über zehn Zentimeter und der Schnee bleibt meist auch nicht lange liegen.

Der Sommer ist mit Höchstwerten um 25 °C recht warm; an durchschnittlich 52 Tagen werden 25 °C bis 30 °C, an durchschnittlich 13 Tagen über 30 °C gemessen. Dazu ist es leicht wechselhaft mit gelegentlichen Schauern oder Gewittern, jedoch ist dies mit täglich sieben bis acht Stunden auch die sonnenreichste Zeit. Vor allem in der Innenstadt kann es im Sommer recht schwül werden. Die wärmsten Monate sind Juni bis August mit durchschnittlich 17,8 bis 20,0 °C und die kältesten Dezember bis Februar mit 1,6 bis 2,5 °C im Mittel. Die Extremwerte liegen bei −21,6 °C im Januar 1929 und +39,2 °C im August 2003. Die vorherrschende Windrichtung ist West. Der meiste Niederschlag fällt im Juli mit durchschnittlich 65 mm, der geringste im Februar mit 41 mm im Mittel der Jahre 1981 bis 2010.

Altstadt und Innenstadt

Wie bei anderen deutschen Großstädten hat sich Frankfurts Stadtbild nach dem Zweiten Weltkrieg radikal geändert. Dies war bedingt durch die enormen Bombenschäden der Luftangriffe auf Frankfurt am Main und den darauf folgenden modernen Wiederaufbau, dem die Stadt ein autogerechtes Straßennetz und eine moderne, aber nicht innenstadttypische Altstadtbebauung verdankt.

Von einer der ehemals größten zusammenhängenden Altstädte Deutschlands, die seit dem Hochmittelalter nie durch Kriege oder Großfeuer verwüstet worden war, ist nur noch wenig übrig geblieben. Von rund 3000 Fachwerkhäusern überlebte nur eines weitgehend unversehrt, das Haus Wertheym am Fahrtor. Doch schon seit Mitte des 19. Jahrhunderts bis zum Ersten Weltkrieg wurden Straßendurchbrüche geschaffen und ganze Quartiere abgerissen. Die Überreste der historischen Altstadt befinden sich rund um den Römerberg, einem der bekanntesten Stadtplätze der Bundesrepublik.

Die Grenzen des Stadtviertels Frankfurt-Altstadt entsprechen dem Verlauf der alten Stadtmauer des 12. Jahrhunderts, der sogenannten Staufenmauer. In der Altstadt befinden sich auch der Frankfurter Kaiserdom und die berühmte Paulskirche.

Die heutige Innenstadt, ab 1333 als Neustadt erweiterter Teil der Altstadt, erlebte im frühen 19. Jahrhundert starke Veränderungen. Die barocke Stadtbefestigung mit ihren großen Bastionen, die seit dem 17. Jahrhundert die Alt- und die Neustadt umfassten, wurde geschleift und stattdessen die Wallanlagen als ringförmiger Park um die alte Stadt geschaffen. Das Fischerfeld wurde bebaut. Ein Beispiel für den Frankfurter Klassizismus ist die 1820 bis 1825 entstandene und 1944 teilweise zerstörte Alte Stadtbibliothek, die als „Literaturhaus“ 2005 originalgetreu wiederaufgebaut worden ist. In der Wallservitut wurde 1827 festgelegt, dass die in Spazierwege umgewandelten Wallanlagen nicht bebaut werden dürften. Diese Bestimmung gilt noch heute, auch wenn die Stadt einzelne Ausnahmen zugelassen hat (Alte Oper, Schauspielhaus, Hilton-Hotel).

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Hauptwache zum Mittelpunkt der Stadt. Die Zeil wurde zur Hauptgeschäftsstraße. Die 1678–1681 am Eingang der Zeil errichtete barocke Katharinenkirche, heute die größte evangelische Kirche Frankfurts, ist eng mit der Familie Goethe verbunden.

Eine radikale bauliche Veränderung wurde an der Einkaufsstraße Zeil vollzogen. Dort wurde im Februar 2009 auf dem ehemaligen Gelände der Hauptpost Frankfurt am Main und der Telekom zwischen Eschenheimer Tor und Zeil das Einkaufszentrum MyZeil eröffnet, flankiert von zwei Hochhäusern mit Büro- und Hotelnutzung, sowie das zwischen 1737 und 1741 erbaute und 1944 zerstörte Palais Thurn und Taxis annähernd originalgetreu rekonstruiert. Für das Palaisquartier genannte Projekt wurde unter anderem das Fernmeldehochhaus, eines der ersten Frankfurter Hochhäuser aus dem Jahr 1956, abgerissen. Das Gebäudeensemble wurde Mitte 2010 fertiggestellt. Auf dem direkt nördlich angrenzenden Grundstück wurde das 1953 errichtete Rundschau-Haus der Frankfurter Rundschau abgerissen, um Wohn- und Geschäftshäusern Platz zu machen. Das gesamte 2,25 Hektar große Areal soll vom niederländischen Projektentwickler Bouwfonds MAB neu bebaut werden.

Die nächste große Veränderung leitete 2010 der Abriss des Technischen Rathauses zwischen Dom und Römerberg ein. An dessen Stelle soll im Rahmen des Dom-Römer-Projekts der historische Grundriss der Altstadt mit rund 40 Gebäuden wieder entstehen. 15 Fachwerkhäuser werden originalgetreu rekonstruiert, darunter städtebaulich bedeutende Gebäude wie das Haus zur Goldenen Waage und das Haus zum Esslinger.

Der Frankfurter Grüngürtel

Der seit 1994 ausgewiesene Frankfurter Grüngürtel ist ein ringförmig um den Stadtkern gelagertes Landschaftsschutzgebiet. Es umfasst mit 8.000 Hektar etwa ein Drittel des Frankfurter Stadtgebiets und soll den weiteren Landschaftsverbrauch durch zersiedelnde Bebauung verhindern. Teile des Grüngürtels gehen nahtlos in den noch größeren Schutz- und Erholungsraum „Regionalpark RheinMain“ über.

Zum Grüngürtel gehört auch der 4902 Hektar große Frankfurter Stadtwald im Süden der Stadt. Dieser zählt zu den größten innerstädtischen Wäldern in Deutschland und bedeckt die südlichen Teile von Schwanheim, Niederrad, Sachsenhausen und Oberradsowie den nördlichen Teil des Stadtteils Flughafen.

Daneben zählen die Schwanheimer Düne, das Niddatal und der Niddapark, der Lohrberg, der Huthpark, das Enkheimer Ried, das Seckbacher Ried, der Fechenheimer Mainbogen und zahlreiche Kleingartenanlagen zum Grüngürtel.

Neuere Stadtgeschichte

Im Ersten Weltkrieg blieb Frankfurt von Zerstörungen verschont, litt aber aufgrund seiner Lage als preußische Grenzstadt mit hessischem und bayrischem Hinterland unter einer schlechten Versorgung mit Lebensmitteln und anderen Dingen des täglichen Bedarfs. Infolge der Novemberrevolution 1918 kam es zu Unruhen und zeitweiligen Straßenkämpfen, die bis Ende 1919 anhielten.

In den 1920er Jahren erlebte Frankfurt eine kulturelle Blüte, unter anderem durch seine Theater und das städtebauliche Programm des Neuen Frankfurt (weltweit bekannt durch die Frankfurter Küche, den Urtyp der modernen Einbauküche). 1925 fand im neu erbauten Waldstadion die erste internationale Arbeiterolympiade statt.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden 11.134 Juden aus Frankfurt deportiert und ermordet. Im Zweiten Weltkrieg zerstörten alliierte Luftangriffe auf Frankfurt etwa 70 Prozent der Gebäude, darunter fast die gesamte Alt- und Innenstadt. Das bis 1944 nahezu geschlossen mittelalterliche Stadtbild ging dadurch verloren, da der Wiederaufbau in den 1950er-Jahren sich nicht an den alten Strukturen orientierte. Weite Teile der einstigen Altstadt werden bis heute von den damals entstandenen schlichten modernistischen Zweckbauten und Verkehrsachsen geprägt.

Nach Kriegsende richtete die amerikanische Militärregierung in der Stadt ihren Hauptsitz ein. Anschließend wurde Frankfurt zum Verwaltungssitz der Trizone. Bei der Wahl zur Bundeshauptstadt unterlag Frankfurt am 10. Mai 1949 gegen Konrad Adenauers Favoriten Bonn. Ein Parlamentsgebäude war in Frankfurt bereits gebaut worden. Es beherbergt heute den Hessischen Rundfunk. In der Nachkriegszeit entwickelte sich die Stadt erneut zu einer wirtschaftlichen Metropole und wurde 1998 Sitz der Europäischen Zentralbank.

Wirtschaft und Standortfaktore

Laut einer 2001 erstellten Rangliste der Universität Liverpool kann Frankfurt als die produktivste Stadt Europas (nach Bruttoinlandsprodukt pro Kopf) gelten (vor Karlsruhe, Paris und München). Die Stadt ist heute eine der reichsten und leistungsfähigsten Metropolen Europas. Das macht sich auch an der hohen Anzahl internationaler Unternehmensvertretungen bemerkbar. In einer jährlichen Studie (European Cities Monitor, 2009) von Cushman & Wakefield hält Frankfurt seit 20 Jahren den dritten Platz als bester Standort für internationale Konzerne in Europa (nach London und Paris). Für das Land Hessen hat Frankfurt eine zentrale Bedeutung, 40 Prozent der 4,24 Milliarden Euro Gewerbesteuereinnahmen in Hessen stammen aus Frankfurt.

Arbeiten in Frankfurt

Frankfurt ist mit 622.600 Erwerbstätigen, darunter rund 490.000 sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten die Stadt mit der höchsten Arbeitsplatzdichte und den meisten Pendlern in Deutschland. Die Zahl der täglichen Einpendler lag 2010 bei 325.485, während die Zahl der Auspendler 68.080 betrug. Rund 75.000 Menschen arbeiten bei über 500 Unternehmen am Frankfurter Flughafen, der damit als größte lokale Arbeitsstätte Deutschlands gilt. Größter einzelner Wirtschaftsbereich ist Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, der rund 72.800 Menschen beschäftigt.

Das mittlere Bruttoentgelt von sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbeschäftigten in Frankfurt lag im Jahr 2010 bei 3.619 Euro und damit um etwa 600 Euro höher als im Jahr 2000. Dabei unterscheiden sich die einzelnen Branchen deutlich: Während im Gastgewerbe und bei einfachen Dienstleistungen das mittlere Bruttoentgelt unter 2000 Euro liegt, verdient ein Vollzeitbeschäftigter in der IT-Branche über 4500 und im Finanzgewerbe über 5400 Euro im Monat. Dem hohen Durchschnittseinkommen der Vollzeitbeschäftigten stehen etwa 46.700 ausschließlich geringfügig Beschäftigte und etwa 26.000 Arbeitslose gegenüber.

Die hohe Wirtschaftskraft der Stadt schlägt sich in den Kassen umliegender Städte und Gemeinden des Speckgürtels hauptsächlich im Vordertaunus nieder, die von überdurchschnittlichen Steuerzahlungen ihrer in Frankfurt verdienenden Pendler profitieren, weshalb sich hier zwei der fünf reichsten Landkreise Deutschlands, nämlich der Hochtaunuskreis mit Bad Homburg vor der Höhe als Kreisstadt und der Main-Taunus-Kreis mit Hofheim am Taunus als Kreisstadt befinden.

Die Stadt hat zudem die höchste Bruttowertschöpfung und das höchste Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner sowie pro Erwerbstätigen unter allen deutschen Großstädten (Stand 2007).

Lebensqualität

Laut einer Untersuchung des Unternehmens Marsh & McLennan Companies von 2010 belegt Frankfurt in einer Rangliste internationaler Großstädte mit der höchsten Lebensqualität weltweit den siebenten Platz und teilt sich diesen mit München. Düsseldorf belegt als beste deutsche Stadt im Ranking den sechsten Platz. Eine ähnliche Untersuchung von The Economist (2011) sieht Frankfurt weltweit auf Platz 18, in Deutschland nur geschlagen von Hamburg auf Platz 14. Im Wealth Report (2011) erringt Frankfurt Platz 4 im weltweiten Vergleich (beste deutsche Stadt: Berlin auf Platz 2).

Tourismus

Der Tourismus ist von maßgeblicher und wachsender Bedeutung für Frankfurt. Neben Geschäftsreisenden und Messebesuchern wird die Stadt auch immer mehr für Touristen aus aller Welt interessant: 2007 hatte Frankfurt rund 2,5 Millionen Besucher zu verzeichnen und lag damit im Bundesvergleich hinter Berlin und München auf Platz 3 der beliebtesten Städtereiseziele. 2009 stieg die Zahl der Besucher auf 3,0 Millionen und 2010 auf 3,4 Millionen, dennoch rutschte Frankfurt damit hinter Hamburg auf Platz 4 der beliebtesten deutschen Städte. Weiterhin hat Frankfurt jedoch das höchste Einwohner/Gast-Verhältnis: Auf jeden Einwohner kommen statistisch gesehen rund 5 Gäste.

Sehenswürdigkeiten

Altstadt

Vier der wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt befinden sich nahe beieinander in der Frankfurter Altstadt: Kaiserdom, Römerberg, Paulskirche und Goethe-Haus.

Der katholische Kaiserdom St. Bartholomäus mit seinem markanten spätgotischen Westturm war die Wahl- und Krönungsstätte der deutschen Kaiser. Vom Dom zum Römer führte der Königsweg, die Prozessionsstrecke der frisch gekrönten Kaiser zum Festbankett im Rathaus. Vor dem Dom befindet sich heute der Archäologische Garten mit Ausgrabungen aus römischer und karolingischer Zeit.

Der Römerberg ist der zentrale Platz der Altstadt mit dem Rathaus (Römer) aus dem 14. Jahrhundert, der frühgotischen Alten Nikolaikirche und der nach Kriegszerstörung rekonstruierten Häuserzeile auf der Ostseite des Platzes. Auf dem Rathausbalkon des Römers werden die Titelgewinne der regionalen Vereine (Eintracht Frankfurt, Frankfurt Lions) aber auch Fußballweltmeisterschaften mit den Fans zusammen gefeiert.

Die Paulskirche wurde 1789 bis 1833 anstelle der 1786 abgerissenen mittelalterlichen Barfüßerkirche erbaut und diente bis 1944 als evangelische Hauptkirche Frankfurts. In dem klassizistischen Rundbau des Architekten Johann Georg Christian Hess tagte 1848/49 dieNationalversammlung. Der Paulsplatz ist ein belebter Stadtplatz mit Straßencafés.

Zwischen Römerberg und Liebfrauenberg liegt die Neue Kräme. Am Liebfrauenberg befinden sich die im 14. Jahrhundert erbauteLiebfrauenkirche, der Liebfrauenbrunnen von 1770 und das 1775 errichtete Haus Zum Paradies/Grimmvogel, einer der wenigen erhaltenen Barockbauten in Frankfurt.

Die Kleinmarkthalle, ein Neubau von 1954 nach der Kriegszerstörung 1944, ist das kulinarische Zentrum der Stadt. Über 150 Marktstände bieten an jedem Werktag alle Arten von Lebensmitteln an. In der westlichen Altstadt liegt das Goethe-Haus, das Geburtshaus von Johann Wolfgang von Goethe, im Großen Hirschgraben. Der Kornmarkt, heute eine ruhige Nebenstraße, war im Mittelalter eine der Hauptverkehrsadern der Stadt.

Im Osten der Altstadt an der Fahrgasse finden sich noch Reste der mittelalterlichen Staufenmauer. Weiter östlich liegt der 1180 erstmals erwähnte Jüdische Friedhof Battonnstraße. In den Putz der Friedhofsmauer sind kleine Gedenksteine mit den Namen von 11.957 während der Zeit des Nationalsozialismus ermordeten jüdischen Bürgern Frankfurts eingelassen.

Mainufer und Mainbrücken

Die beiden Mainufer entwickeln sich immer mehr zum attraktivsten Stadtraum Frankfurts. Hierzu tragen Projekte wie die Entwicklung desMuseumsufers, die Neugestaltung der Uferanlagen, der Aufbau eines neuen Wohn- und Gewerbegebietes im ehemaligen Frankfurter Westhafen oder die architektonisch anspruchsvollen Mainbrücken bei. Die Alte Brücke (1222 erstmals urkundlich erwähnt) galt jahrhundertelang als bedeutendstes Bauwerk der Stadt. Seit 2006 befindet sich auf der Maininsel die Ausstellungshalle Portikus. DerEiserne Steg, eine 1869 eröffnete Fußgängerbrücke, ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Der Saalhof und die katholischeLeonhardskirche am nördlichen Brückenkopf sind zwei Baudenkmäler, deren Ursprünge in die Stauferzeit zurückreichen.

Der Blick von einer der östlichen Innenstadt-Mainbrücken auf Altstadt und Skyline wird in den Medien gern als Illustration für Beiträge aus Frankfurt verwendet. In den letzten Jahren entstanden im Osten der Innenstadt zwei große Beach Clubs am nördlichen und südlichen Mainufer. Die Gerbermühle, als Treffpunkt Goethes mit Marianne von Willemer in die Literaturgeschichte eingegangen, ist heute ein beliebtes Ausflugslokal.

Das Naturschutzgebiet Schwanheimer Düne ist eine der wenigen Binnendünen Europas und befindet sich nahe dem Main im Westen des Stadtteils Schwanheim. Es umfasst 58,5 Hektar und beherbergt viele seltene und vom Aussterben bedrohte Tier- sowie Pflanzenarten.

Dotationskirchen

Eine Besonderheit Frankfurts sind die Dotationskirchen. Die Stadt ist seit 1802 Eigentümerin aller neun Kirchen in der Innenstadt und derDreikönigskirche in Sachsenhausen und durch einen Staatskirchenvertrag seit 1830 zu ihrem Unterhalt verpflichtet. Viermal im Jahr, zu den Hochfesten des Kirchenjahres, findet in den Citykirchen das traditionelle Frankfurter Stadtgeläute statt.

Sachsenhausen

Der 1192 erstmals erwähnte Stadtteil Sachsenhausen auf der südlichen Mainseite wird in Frankfurter Mundart auch Dribbdebach (dribbe = drüben) genannt, im Gegensatz zur Hibbdebach (diesseits des Flusses) gelegenen Innenstadt. Seit dem Mittelalter wohnten hier hauptsächlich Fischer, Landarbeiter und Handwerker, deren derbe Sprache und Umgangsformen sprichwörtlich waren. Im 18. und 19. Jahrhundert siedelten sich zunehmend auch wohlhabende Bürger an. Die Sachsenhäuser Altstadt wurde ein beliebtes Ausgeh- und Kneipenviertel. Doch der Besucherrückgang nach dem Wegfall der amerikanischen Militärstandorte machte Alt-Sachsenhausen zu schaffen. Leerstand und Verfall waren seitdem nicht mehr zu übersehen. Es gibt allerdings noch einige traditionelle und teilweise sehr alte Apfelwein-Kneipen. Die Stadt bemüht sich seit einiger Zeit, das Viertel wieder voranzubringen. Ziel ist es, neben Kneipen auch kleine Geschäfte und Ateliers zu etablieren, um das Viertel auch tagsüber stärker zu beleben.

Das dominierende Bauwerk am Sachsenhäuser Mainufer ist die 1875 bis 1881 errichteteDreikönigskirche. Entlang des Mains liegen die Museen des Museumsufers. Hier findet auch jeden zweiten Samstag einer der größten Flohmärkte Deutschlands statt.

Die Altbauten im nördlichen Sachsenhausen rund um den Schweizer Platz sind ein beliebtes Wohnviertel mit einer ausgewogenen Mischung aus Einzelhandel und Gastronomie. Neben bekannten Apfelweinlokalen wie demWagner und dem Gemalten Haus finden sich moderne Cocktailbars.

Weiter im Süden liegen Villenviertel wie der Lerchesberg, der in den 1960er-Jahren entstand. In den 1990er-Jahren entstand auf dem ehemaligen Schlachthofgelände östlich der Sachsenhäuser Altstadt das Deutschherrnviertel, das sich inzwischen zum beliebten Wohngebiet entwickelt hat. Wahrzeichen des neuen Viertels ist das Hochhaus Main Plaza.

Auf Sachsenhäuser Gebiet stehen auch der Goetheturm im Stadtwald, eines der höchsten Holzbauwerke in Deutschland, und derHenninger-Turm, ein ehemaliges Getreidesilo und bekannt durch das Radrennen Rund um den Henninger-Turm. Der Henninger-Turm befindet sich seit Januar 2013 im Abriss.

Feiertage in Hessen 2015

Die gesetzlichen Feiertage für das Bundesland Hessen im Jahr 2015

Auch im neuen Jahr 2015 sind in der Übersicht der Feiertage für Hessen wieder einige interessante Feiertage dabei, die zur Gestaltung von Brückentagen verwendet können. Damit machen wir uns wieder ein oder mehrere verlängerte Wochenenden.

feiertage-hessen-2015

Gesetzlicher Feiertagskalender 2015 Hessen

Donnerstag 01.01.2015 Neujahrstag
Freitag 03.04.2015 Karfreitag
Montag 06.04.2015 Ostermontag
Donnerstag 01.05.2015 1. Maifeiertag
Donnerstag 14.05.2015 Christi Himmelfahrt
Montag 25.05.2015 Pfingstmontag
Donnerstag 04.06.2015 Fronleichnam
Samstag 03.10.2015 Tag der Deutschen Einheit
Freitag 25.12.2015 1. Weihnachtsfeiertag
Samstag 26.12.2015 2. Weihnachtsfeiertag

Die Anzahl der gesetzlichen Feiertage in Hessen im Jahr 2015 liegt bei zehn, ebenso wie im Vorjahr. Der für die evangelischen Gläubigen wichtige Buß- und Bettag zählt nicht zu den gesetzlichen Feiertagen in Hessen, ebenso wenig der Heilig Drei Königstag, Maria Himmelfahrt und Fronleichnam.

Fasching und Karnevalszeit in 2015

Donnerstag 12.02.2015 Weiberfasnacht
Montag 16.02.2015 Rosenmontag
Dienstag 17.02.2015 Fasnacht
Mittwoch 18.02.2015 Aschermittwoch

Im Fasching 2015 geht es auch wieder hoch her, als Kind ist die Vorfreude groß, aber auch viele Erwachsene sehnen sich fast ein Jahr lang wieder nach der tollen Karnevalszeit.