Feiertage 2017 Baden-Württemberg Kalender & Brückentage

Wappen Baden Württemberg

Die gesetzlichen Feiertage für Baden-Württemberg im Jahr 2017

Wappen Baden Württemberg
Auch im neuen Jahr 2017 sind in der Feiertagsübersicht für Baden-Württemberg wieder einige interessante Feiertage dabei, die Sie zur Gestaltung von Brückentagen verwenden können. Damit machen Sie sich als Arbeitssklave wieder ein oder mehrere verlängerte Wochenenden.

Feiertagsübersicht 2017 Baden-Württemberg

Sonntag 01.01.2017 Neujahrstag
Freitag 06.01.2017 Heiligen Drei Könige
Freitag 14.04.2017 Karfreitag
Montag 17.04.2017 Ostermontag
Montag 01.05.2017 1. Maifeiertag
Donnerstag 05.05.2017 Christi Himmelfahrt
Montag 16.05.2017 Pfingstmontag
Donnerstag 26.05.2017 Fronleichnam
Dienstag 03.10.2017 Tag der Deutschen Einheit
Dienstag 31.10.2017 Reformationstag
Dienstag 01.11.2017 Allerheiligen
Montag 25.12.2017 1. Weihnachtsfeiertag
Dienstag 26.12.2017 2. Weihnachtsfeiertag

Die Anzahl der gesetzlichen Feiertage in Baden-Württemberg im Jahr 2017 liegt bei 13 und damit um einem mehr als im Vorjahr. Der Grund ist, dass zum 500jährigen Jubiläum von Martin Luthers Thesenanschlag der Reformationstag einmalig am 31.10.2017 ein bundesweiter Feiertag ist. Im gesamtdeutschen Durchschnitt liegt Baden-Württemberg damit im Mittelfeld. Der für die evangelischen Gläubigen wichtige Buß- und Bettag zählt nicht zu den gesetzlichen Feiertagen in Baden-Württemberg, an diesem Tag sind landesweit die Schulen geöffnet. Nicht wie beim Nachbarn Bayern, wo alle Schulen an diesem Tag geschlossen haben.

Feiertagskalender mit möglichen Brückentagen BW 2017

ges.Feiertage Kalender 2017
Dieses Jahr gibt es dank dem Reformationstag etwas mehr Möglichkeiten, um sich in der Arbeit einen Kurzurlaub dank Brückentag(en) einzulegen. Um sich die besten Urlaubschancen zu sichern, sollte man einen entsprechenden Kalender haben. Um die Brückentage 2017 perfekt nutzen zu können, gibt es jetzt den Feiertagstagskalender für Baden-Württemberg. Hier finden Sklaven der Arbeit schnell die passenden Feiertage, um sich mit möglichst wenig Urlaubstagen möglichst viel freie Zeit zu schaffen.
Machen Sie die am besten so zeitig, dass die noch vor ihren Kollegen zum Zug kommen!
Da die meisten Arbeitssklaven normalerweise am Wochenende frei haben, sind die Brückentage um diese Zeit herum geplant.

Fasching und Karnevalszeit in 2017

Donnerstag 23.02.2017 Weiberfasnacht
Montag 27.02.2017 Rosenmontag
Dienstag 28.02.2017 Fasnacht
Mittwoch 01.03.2017 Aschermittwoch

Im Fasching 2017 geht es auch in Baden-Württemberg wieder hoch her! Als Kind ist die Vorfreude groß, aber auch viele Erwachsene sehnen sich fast ein Jahr lang wieder nach der tollen Karnevalszeit.

Wofür haben Männer Brustwarzen?

Foto einer männlichen Brust
Foto: männliche Brust mit zwei Brustwarzen
Unvorstellbar: Männerburst ohne Brustwarzen

Auch Männer haben Brustwarzen, doch warum und wofür?

Bei den Frauen sind die Brustwarzen dazu da, die Babys zu stillen, doch warum haben Jungen und Männer, aber auch einige Tiere wie Kater oder Stiere, Brustwarzen? Dieser Frage wollen wir nachgehen und fragen dazu Dr. Jung, seine Zeichens langjähriger Arzt mit breiter Erfahrung am Institut für Arbeitsmedizin.

Dr. Jung, warum haben Jungen und Männer Brustwarzen, wo doch nur Mütter stillen können? “Für männliche Brustwarzen gibt es eine einfache Erklärung: Der Embryo im Mutterleib entwickelt sich bis zur 9. Schwangerschaftswoche immer identisch. Das Geschlecht an sich wird aber erst in späteren Stadien des Embryos entschieden: Wenn das Y-Chromosom des Mannes zum tragen kommt, ist es schon zu spät, die Warzen auf der Brust sind bereits geformt” lautet die Aussage des Spezialisten.

Bei der Gynäkomastie kann es sogar dazu kommen, dass Männer der Frau ähnliche Brüste bekommen. Aber auch Hormone können der Auslöser für diesen Prozess sein: Auch in Mittelamerika wurde die “Pille” in den sechziger Jahren hergestellt, der starke Gehalt an Hormonen des Mittels im damals noch anfallenden Staub bei der Pillenherstellung wurde einigen Arbeitern zum Verhängnis, sie entwickelten in kurzer Zeit wohlgeformte Frauenbrüste.

Warum wurden die männlichen Brustwarzen von der Evolution nicht abgeschafft?

Firmung Charles Darwins
Charles Darwin gilt wegen seiner wesentlichen Beiträge zur Evolutionstheorie als einer der bedeutendsten Naturwissenschaftler. Er stellte die Theorie auf, dass bei den ersten Säugetieren beide Elternteile gestillt haben könnten. Dafür hat die Wissenschaft jedoch bis heute keine Beweise gefunden. Ich denke, die Natur will sich einfach alle Wege offen halten. Fällt ein Teil aus, übernimmt der andere Teil die Arbeit. In einigen Fällen scheinen Männer sogar zum Stillen befähigt: Alexander von Humboldt erwähnt in einem Essay aus dem Jahre 1859 mehrere Väter, die nach dem Tod der Mutter ihr Kind mit Milch versorgten. Im Prinzip können auch Männer Milch bilden, nur ist das dazu notwendige Brustdrüsengewebe bei den männlichen Zeitgenossen verkümmert.

Mehr als zwei Brustwarzen

Es gibt sogar Menschen, die mehr als zwei Brustwarzen haben. Dies betrifft etwa drei bis vier Prozent der Bevölkerung, vielleicht auch mehr. Manchmal wird die Brustwarze gar nicht als solche eingestuft, viele glauben an ein Muttermal und oft wird dem kein Aufmerken geschenkt. Hierzu Dr. Jung: “Diese Anomalie nennt sich “Polythelie”. Dieses Phänomen kann mit der Evolutionsgeschichte begründet werden: Säugetiere verfügen über eine Milchleiste mit zwei, vier, sechs, acht oder mehr Brustwarzen (Zitzen). Die Milchleiste ist auch bei den “Männchen” vorhanden, jedoch ist sie dort verkümmert oder inaktiv. Im Bereich der weiblichen Milchleiste entwickelt sich mit der Geschlechtsreife funktionierendes Brustdrüsengewebe, zwei wohlgeformte Brüste wachsen.” Jede 50. Frau und sogar jeder 18. Mann hat drei statt zwei Nippeln.
Und manchmal kommt es eben dazu, dass der Körper sich “erinnert”, hier war doch mal mehr und bildet eine oder mehrere zusätzliche Brustwarzen aus. Und dies kann bei einer Frau, aber auch beim Mann auftreten. Eine dritte Brustwarze ist genetisch bedingt und findet sich auf der Brust, aber auch oft unterhalb, im Bereich des Bauches.

Wie kann eine Brustwarze “zuviel” behandelt werden?

Eine dritte oder auch vierte Brustwarze beim Mann oder der Frau ist keine Krankheit. Ebensowenig eine Warze, die durch Viren verursacht wurde unddaher mit einem speziellen Warzenmittel behandelt werden müsste. Sollte der Heranwachsende psychische Probleme durch diese Anomalie bekommen, kann die zusätzliche Brustwarze problemlos per kleiner Operation mit örtlicher Betäubung beseitigt werden. Das Unterwäschemodel Mark Wahlberg besitzt übrigens eine dritte Brustwarze und trägt sieproblemlos offen zur Schau, aber auch Promis wie Tilda Swinton, Model Joanna Krupa und Zac Efron haben sie.

Die Maus erklärt, warum Mäenner Brustwarzen haben

Das Thema war auch bereits für die ARD so wichtig, dass Sie eine Folge der bekannten Sendung mit der Maus den Brustwarzen beim Mann gewidmet haben. Interessant auch ein Kommentar eines Zuschauers: Die Natur schiebt die Entwicklung der Geschlechtsorgane ca.9 Wochen auf, um den Körper mit seinen lebenswichtigen Funktionen aufzubauen. Für die Genitalien hat sie davor “keine Zeit”. Die Brustwarzen werden aber schon sehr früh (in den ersten Wochen) angelegt, weil zu diesem Zeitpunkt die Haut gebildet wird, und die Natur später dann solche Sachen nicht mehr nachbilden kann. Die Hautbildung muss also abgeschlossen werden, das stört ja nicht. Nach den 9 Wochen bidet sie nach dem xy od.xx-(Zeit)-Programm die Geschlechtorgane.

Welche Größe hat der größte Mensch der Welt?

der groesste Mensch der Welt in New York
Sultan in New York
Der aktuell größte Mann der Erde heißt Sultan Kösen. Er ist aber kein Sultan, er ist kurdischer Türke. Geboren am 10. Dezember 1982 im türkischen Mardin hat der im Sternzeichen des Schützen geborene bereits 34 Jahre auf dem Buckel. Er geht etwas komisch, braucht Krücken zum Laufen, das liegt wohl an einem Hüftleiden. Sultan Kösen hält zudem den Rekord für die größten Hände einer lebenden Person. Vom Handgelenk bis zur Spitze des Mittelfingers sind diese 28,5 cm lang. Er trägt Schuhgröße 62, was einer Länge von 44,5 cm entspricht.

Sultan hat zwei Brüder und zwei Schwestern, diese sind alle im normalen Bereich gewachsen. Bei ihm lag ein Tumor vor, der eine Ueberproduktion von Wachstumshormonen zu Folge hatte. Bis zum Alter von zehn Jahren war Sultan ein ganz normales Kind, das auch im Sportunterricht nicht auffiel. Doch ab dieser Zeit wuchs er unverhaeltnismäßig stark, was auch durch zahlreiche Operationen nicht verhindert werden konnte. Vor ein paar Jahren dann konnte der Tumor entfernt und das Wachstum gestoppt werden. Heute wohnt der Riese mit seine syrischen Frau im türkischen Ankara.

Der Rekordhalter muss aber auch mit Nachteilen im Leben zurecht kommen: Da wären die vielen zu kleinen Türrahmen, die Autos und anderen Fortbewegungsmittel mit Dach, die einfach auf kleinere, “normale” Menschen ausgerichtet sind. Aber auch im sonstigen Alltag gibt es Probleme: Die meisten Frauen fürchten sich vor ihm, die Größe macht den meisten Frauen Angst! Gut, dass er nun verheiratet ist und nicht mehr auf “Balz” gehen muss. Er gibt in einem Interview an: “Ich passe in kein normales Auto, ich kann nicht wie normale Leute einkaufen, sondern brauche Sonderanfertigungen. Und die Decken sind oft nicht hoch genug für mich, an jeder Tür muss ich mich bücken.”

Video: Größter Mann der Welt besucht Luxemburg

Eine Reise ins blaue Allgäu

Das Allgäu ist eine Landschaft und Teilregion Oberschwabens, die sich über den südlichen Teil des bayerischen Regierungsbezirks Schwaben, das äußerste südöstliche Baden-Württemberg, sowie einige zu Österreich gehörende Grenzgebiete erstreckt. Es ist vor allem als Ferienregion und Dachmarke bekannt.

Während das Allgäu selbst größtenteils zu Deutschland gehört, liegen die Allgäuer Alpen etwa zur Hälfte auf österreichischem Gebiet. Eine offizielle Eingrenzung für das Allgäu gibt es nicht. Unterschiedliche Gesichtspunkte werden für die Zuordnung diverser Grenzorte zum Allgäu verwendet. Moderne Namensschöpfungen sind die Landkreise Oberallgäu, Ostallgäu und Unterallgäu, deren Benennung aus verwaltungstechnischen und touristischen Gründen analog etwa zu Ober- und Unterfranken erfolgte.

schloss-hohenschwangau-allgaeu

 

Im Bild sehen wir das Schloss Hohenschwangau, das in der Stadt Schwangau im südlichen Allgäu zu finden ist.

 

Woher stammt der Name Allgäu?

Es gibt hier zwei Theorien, die eine besagt, das Wort stammt vom althochdeutschen alb (Berg, Bergwiese) und mittelhochdeutschen göu ab, was so viel wie Landschaft oder Gegend bedeutet. Eine andere These geht davon aus, dass mit gäu nicht der Gau gemeint ist, sondern dass die zweite Silbe von Ge-Äu kommt, also für mehrere Auen steht. Dies bedeutet bergige Landschaft mit viel Wasser und Wiesen.

Wo befindet sich das Allgäu und wie wird es begrenzt?

Allgaeu Touristische Einteilung

Bild von Alexander Stohr, CC 3.0 Lizenz

Das Allgäu ist eine Teilregion von Oberschwaben und hat keine streng definierte geographische Begrenzung, oft geht es fließend in die benachbarten Landschaften über. Allerdings gibt es einen Bereich, der in der Fachliteratur als Urallgäu gilt. Dieses wird von einer gedachten Linie begrenzt, welche von Rohrsee, Riedlings, Diepoldshofen, Herlazhofen, Friesenhofen, Legau, Altusried, Ziegelberg, Ittelsburg, Schrattenbach, Wagegg, Immental, Günzach, Hochgreut, Westenried, Neuenried, Salenwang, Kaufbeuren, Mauerstetten, Ödwang, Ingenried und Hohenfurch führt. 

Als Argumente für ein weiter gefasstes Allgäu werden von verschiedenen Forschern beispielsweise die landwirtschaftliche Bewirtschaftungsform, hier vor allem die Milchwirtschaftsgrenze, die Sprache, Typus und Lebensweise der Bewohner herangezogen. Ebenfalls wird teilweise die Niederschlagsmenge betrachtet, was in Zusammenhang mit der Lage unmittelbar vor dem Gebirge der Alpen und der Meereshöhe von über etwa 600 Metern steht, in der sich die Voralpenlandschaft des Allgäus befindet.

Im Süden ist die Landschaft durch den Hauptkamm der Allgäuer Alpen relativ eindeutig abgegrenzt. Nach Osten stellt der Flusslauf des Lech im Wesentlichen die Grenze dar, wobei im südlichen Ostallgäu der Bereich etwas nach Osten zu den Ammergauer Alpen hin ausgedehnt ist.

Gelegentlich herrscht Uneinigkeit darüber, welche Orte im Randbereich noch zum Allgäu zu zählen sind. Meist wird aus Gründen einer angenommenen Steigerung der Attraktivität vor allem in touristischer Hinsicht mit der Marke Allgäu die Zugehörigkeit recht großzügig ausgelegt. Allerdings war der Begriff des Allgäus im Laufe der Geschichte nie statisch, sondern unterlag Wandlungen.

Hinsichtlich der ursprünglichen Bezeichnung Allgäu unterscheidet man seit der Gebietsreform von 1972/73 die Landkreise Ostallgäu, Oberallgäu, Unterallgäu und Westallgäu. Hierbei wurden die gleichnamigen Landkreise Ostallgäu, Oberallgäu, Unterallgäu und Lindau gebildet.

Oft werden mit den Teilregionen nicht bestimmte Landkreise gemeint, sondern unscharf abgegrenzte, ineinander übergehende landschaftliche Bereiche. In dieser Hinsicht wird mit Oberallgäu je nach Zusammenhang entweder nur das Gebiet der Allgäuer Alpen mit dem unmittelbaren Vorland verstanden, das etwa im ehemaligen Landkreis Sonthofen gelegen ist, oder aber sich bis zur Gegend etwas nördlich von Kempten ausdehnt. Das nördlich von Kempten sich anschließende Hügelland wird heute als das Unterallgäu bezeichnet. Das im Osten des Allgäus an Oberbayern angrenzende Alpenvorland, etwa im Bereich der Flüsse Wertach und Lech wird Ostallgäu genannt.

Das Westallgäu gehört zum größeren Teil zu Baden-Württemberg. Es besteht aus Teilen des bayerischen Landkreises Lindau sowie jenem Teil des württembergischen Landkreises Ravensburg, der bis zur baden-württembergischen Gebietsreform den Landkreis Wangen gebildet hatte.

Wirtschaftsraum Allgäu

Der Tourismus hat in den letzten Jahrzehnten stetig zugenommen. Ein weiterer Wirtschaftsfaktor ist die Landwirtschaft, wobei heute die Grünlandwirtschaft mit Milcherzeugung den Hauptanteil bilden. Bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts war im Allgäu der Flachsanbau verbreitet. Der Ausdruck „blaues Allgäu“ ist auf den blau blühenden Flachs zurückzuführen, der von den Leinenwebern zu Textilien verarbeitet wurde. Im Zuge der Industrialisierung entwickelte sich daraus in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die textilverarbeitende Industrie, die ihre Bedeutung am Ende des 20. Jahrhunderts wieder verlor. Anders als die Textilindustrie spielt der Maschinenbau bis heute eine wichtige Rolle. In einigen Orten entwickelten sich Spezialhandwerke, beispielsweise der Lauten- und Geigenbau in Füssen, oder das Hutmacherhandwerk in Lindenberg, das heute nur noch historische Bedeutung hat. Im Kaufbeurer Stadtteil Neugablonz siedelte sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Glasschmuckindustrie an.

Gegenwärtig gibt es im Allgäu eine überwiegend mittelständisch orientierte Wirtschaft in unterschiedlichen Branchen und Großbetriebe im Maschinenbau, in der Elektrotechnik und der Nahrungsmittelverarbeitung.

Der Traktorenhersteller Fendt in Marktoberdorf gehört seit 1997 zum amerikanischen Konzern AGCO. Es ist der größte Arbeitgeber in der Region Ostallgäu und der strukturschwachen kreisfreien Stadt Kaufbeuren.

Tourismus

Das Allgäu zählt ganzjährig zu den beliebtesten Touristenregionen in Deutschland. Die Natur- und Kulturlandschaft zieht hunderttausende Gäste jährlich an. Vor allem die Vielseitigkeit der Region wird geschätzt. Vom Alpinsport bis zum Wassersport sind zahllose Aktivitäten möglich. Das Allgäu ist Deutschlands größtes Wintersportzentrum. Neben Alpinem Skisport und Eislauf ist auch Langlauf auf einem weit ausgedehnten Loipennetz möglich. Auch für Skibergsteigen, Mountainbiken und Sportklettern bietet das Allgäu zahlreiche Möglichkeiten. Im Gegensatz zum benachbarten Tirol wird das touristische Potential kaum genutzt oder gar beworben, da Freizeitsport im Allgäu aus Jagdgründen als Problem betrachtet wird.

Andererseits gibt es Regionen im Allgäu, beispielsweise die Region Füssen mit den Königsschlössern, die in der Hochsaison schon an Massentourismus grenzen und eine erhebliche Belastung für die örtliche Bevölkerung bedeuten.

Landschaftstourimus

Eine wesentliche Rolle für den Tourismus spielt die Landschaft des Allgäus mit ihren Bergen, Seen und Naturdenkmälern. Besonders reich sind das Ober- und das Westallgäu damit ausgestattet. Als Beispiele aus dem Oberallgäu sind zu erwähnen der Grünten, auch als „Wächter des Allgäus“ bezeichnet, der Blender bei Kempten, der Illerursprung und die Breitachklamm bei Oberstdorf, die Starzlachklamm bei Burgberg, die Sturmannshöhle bei Obermaiselstein und das Gottesackerplateau im Kleinen Walsertal. Im Westallgäu befinden sich unter anderem der Schwarze Grat, die Scheidegger Wasserfälle, der Eistobel bei Isny und das Wurzacher Ried.

Eine umfassende Aussicht auf das Ostallgäu hat man vom Auerberg aus. Weitere Geotope im Allgäu sind der Lechfall bei Füssen und der Illerdurchbruch bei Altusried. In den Allgäuer Bergen werden sowohl in den Sommermonaten, als auch im Winter, viele Arten von Berg- und Wintersport betrieben. Bergbahnen erschließen die hochalpinen Gebiete auch für Nichtalpinisten, z. B. am Tegelberg, Breitenberg, Nebelhorn, Fellhorn und Hochgrat.

Reiseberichte verwenden gelegentlich die lobend gemeinte Formulierung „wie im Allgäu“. Sie erscheint bei Landschaftsbeschreibungen Islands, Chiles, Südafrikas, Hessens und vieler anderer Gegenden.

Sanfter Tourismus

Auch im Sinne eines Sanften Tourismus hat das Allgäu besondere Angebote aufzuweisen. Im Allgäu existieren beliebte Rad- und Wanderwege.

wandern im Allgaeu

Radwanderwege

  • Die 450 Kilometer lange, in Etappen fahrbare Radrunde Allgäu wurde vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) mit vier Sternen ausgezeichnet.
  • Der Iller-Radweg als touristisches Angebot für Radfahrer verlässt nur selten den Flusslauf und berührt im Oberlauf des Flusses gleichzeitig wichtige Orte des Allgäus.
  • Der Allgäu-Radweg führt den Radwanderer von Westen ins Allgäu.
  • Der Bodensee-Königssee-Radweg bleibt am nördlichen Rand der Allgäuer Alpen.

Transalp-Routen mit Startpunkt im Allgäu

Diverse Transalp-Routen nehmen vom Allgäu ihren Ausgangspunkt, die allerdings den Mountainbikern vorbehalten sind:

  • Heckmair-Route
  • Joe-Route

Fernwanderwege

Die wichtigsten Fernwanderwege im Allgäu sind:

  • Europäischer Fernwanderweg E4 durchquert das Allgäu in West-Ost-Richtung
  • Europäischer Fernwanderweg E5 durchquert das Allgäu in West-Süd-Richtung
  • Main-Donau-Bodensee-Weg, vom Schwäbischen Albverein als HW4 markiert und betreut, streift das Allgäu
  • Schwarzwald-Schwäbische-Alb-Allgäu-Weg, als HW5 markiert, und der Heuberg-Allgäu-Weg, als HW9 markiert, enden beide im württembergischen Allgäu

Pilgerwege

Pilgerwege führen als Jakobswege ebenfalls durchs Allgäu:

  • Der Bayerisch-Schwäbische Jakobusweg und der Münchner Jakobsweg sind ein Angebot für Wanderer und Pilger.

Infrastruktur

An das Luftverkehrsnetz ist das Allgäu über den Flughafen Memmingen angeschlossen. Der auch als „Flughafen München-West“ vermarktete Airport liegt allerdings rund 110 km von der bayerischen Landeshauptstadt entfernt. Die Jahreskapazität des Terminals beträgt seit Mai 2010 rund 1,5 Millionen Passagiere. Die mit Abstand bedeutendste Fluggesellschaft für den Flughafen ist Ryanair.

Das Allgäuer Straßennetz ist vor allem durch die Bundesautobahnen 96, 980 und 7 gekennzeichnet. Die A 7 wurde seit 1992 in mehreren Bauabschnitten durch den Landkreis Ostallgäu bis Füssen verlängert. Weitere Hauptverkehrsadern sind die Bundesstraßen 12, 18 und 19.

Ferienstraßen

Folgende Ferienstraßen führen zum Teil durch das Allgäu:

  • Deutsche Alpenstraße (westlicher Teil)
  • Mühlenstraße in Oberschwaben
  • Oberschwäbische Barockstraße
  • Romantische Straße (südliches Ende)
  • Schwäbische Bäderstraße

Zum Allgäuer Nahverkehrsnetz zählen die Bayerische und die Württembergische Allgäubahn. Wichtige Verkehrsgesellschaften sind der Regionalverkehr Allgäu, die Verkehrsgemeinschaft Kempten, der Verkehrsverbund Mittelschwaben und die Verkehrsgemeinschaft Oberallgäu.

Flüsse

Durch das Allgäu erstreckt sich eine europäische Hauptwasserscheide, das bedeutet, dass ein Teil der Fließgewässer über Bodensee und Rhein zur Nordsee hin abfließen und ein Teil über das Flusssystem der Donau zum Schwarzen Meer. Zu letzterem Teil gehören als Nebenflüsse der Donau die Flüsse Iller und Lech, sowie als Nebenfluss des Lech die Wertach. Durch das Westallgäu fließen die Obere Argen und Untere Argen, die in den Bodensee münden, ebenso die Leiblach, die im unteren Teil die Grenze zwischen Deutschland und Österreich bildet.

Seen

Naturbelassene-Landschaft-Allgaeu-mit-See

Als Hinterlassenschaft der letzten Eiszeit gibt es im Allgäu zahlreiche kleine und größere Seen. Zu den bedeutenderen gehören der Große Alpsee bei Immenstadt und der Hopfensee im Ostallgäu.

Daneben gibt es einige künstlich angelegte größere Seen, wie den durch das Wasser des Lech aufgestauten Forggensee, den Rottachsee und den Grüntensee.

Ferner befinden sich vor allem im Voralpenland und vereinzelt im Gebirge unzählige kleinere Seen und Weiher. Landschaftlich besonders reizvoll sind unter anderem der Weißensee, der Alatsee und der Niedersonthofener See, sowie als Staubecken der Eschacher Weiher und der Schwaltenweiher.

Berge

Im Süden ist das Allgäu alpin geprägt. Es besitzt den überwiegenden Anteil an der Gebirgsgruppe der Allgäuer Alpen, im südlichen Osten einen kleinen Anteil am Ammergebirge und im Westen am Bregenzerwald. Die höchsten Gipfel des Allgäus liegen im zentralen Hauptkamm der Allgäuer Alpen. In einem Seitenkamm, der Hornbachkette, die in Tiroler Gebiet hineinragt, befindet sich nahe der Grenze zu Bayern der höchste Berg der Allgäuer Alpen, der Große Krottenkopf mit 2657 Metern Höhe. Der zweithöchste Gipfel, ebenfalls in Tirol gelegen, ist das Hohe Licht mit 2652 Metern. Viele Berge des Hauptkamms befinden sich direkt auf der deutsch-österreichischen Grenze.

In den Allgäuer Alpen liegen viele besonders markante Gipfel. Zu ihnen gehören der Hochvogel, die Trettachspitze, die Mädelegabel, der Widderstein und der Hohe Ifen. Ebenfalls dazu gezählt werden die Höfats und der Schneck. Diese beiden Berge sind aufgrund ihrer Geologie einzigartig in den Ostalpen. Sie sind auch für ihren Reichtum an Gebirgsblumen bekannt.

Aufgrund der guten Erreichbarkeit durch die Seilbahn gehört das Nebelhorn zu den bekannten Bergen des Allgäus. Es eignet sich als Ausgangspunkt für viele Bergtouren. Das Haldenwanger Eck in der Nähe des Biberkopfes markiert den südlichsten Punkt Deutschlands. Ein großer Bereich der Allgäuer Alpen gehört zu den Naturschutzgebieten Allgäuer Hochalpen und Hoher Ifen.

Bei Wanderern sehr beliebt sind die Berge der Allgäuer Voralpen. Dazu gehören im Westen die Berge der Nagelfluhkette und im Osten der Grünten und das Wertacher Hörnle. Als Ausläufer der Alpen oder als Moränenhügel befinden sich im Alpenvorland des Allgäus zahlreiche mittelgebirgsartige Berge.

Kunst und Kultur

Es gibt zahlreiche kulturelle und kunstgeschichtliche Sehenswürdigkeiten. Das weltweit bekannte Schloss Neuschwanstein befindet sich in dieser Region. Ferner ist die in weiten Teilen noch erhaltene historische Altstadt von Wangen von touristischer Bedeutung, aber auch die Städte Isny, Füssen, Kaufbeuren und Kempten mit seiner Residenz sowie Ottobeuren mit seiner Klosterkirche sind sehenswert. Zu den bedeutenden römischen Hinterlassenschaften in den ländlichen Regionen gehören die Römerstraße Via Claudia Augusta, einige ergrabene Gutshöfe (Villae rusticae) sowie Reste der Siedlung am Tegelberg. Die Burgruine Falkenstein bei Pfronten, sowie die Ruinen Eisenberg und Hohenfreiberg im östlichen Allgäu zahlen zu den interessanten Sehenswürdigkeiten. Für Familien bietet sich auch der Allgäu Skyline Park sehr an.

Kulinarisches

Die traditionelle Allgäuer Küche ist gekennzeichnet durch die Zutaten, die es in früheren, eher ärmlichen Zeiten in der Region ausreichend und billig gab. Das waren vor allem Eier, Mehl, Milch, Fett, Sauerkraut und was im Bauerngarten an Kräutern und Gemüse gewachsen ist. Dementsprechend gibt es ein breites Spektrum von Mehlspeisen und anderen einfachen Gerichten, bei denen die Materialkosten gering sind, die aber trotzdem gut schmecken und einen hohen Nährwert haben.

Schwäbische Kässpatzen

Den Kässpätzle oder Kässpatzen werden heiße Spätzle und geriebener Käse abwechselnd übereinander geschichtet und mit Röstzwiebeln garniert. Damit die Spätzle nicht auskühlen und der Käse besser schmelzen kann, werden die Käsespätzle jeweils nach dem Schichten in den heißen Ofen geschoben. Beilagen sind meist Blattsalate oder Kartoffelsalat.

Der Schmarrn

Als Schmarrn oder Schmarren werden einige – meist süße – Mehlspeisen der bayerischen Küche bezeichnet. Bekannte Varianten sind der Kaiserschmarrn, bestehend aus zerteilten Pfannkuchen, der Semmelschmarrn, bestehend aus blättrig geschnittenen Semmeln, der Grießschmarrn oder die salzige Variante, der Kartoffelschmarrn.

Die Krautspatzen

Krautspatzen oder besser Krautspätzle werden mit Mehl, Speck und anderen Zutaten, vor allem Sauerkaut, hergestellt und sind eine schwäbische Spezialität, die auch darüber hinaus in Süddeutschland etwa auf Volksfesten sehr gerne angeboten und auch gegessen werden.

Das beste Wetter in Süddeutschland genießen

Das Wetter im Süden Deutschlands im Jahresverlauf zeigt deutliche Schwankungen

Wetter Sueddeutschland Monatsverlauf DWD Chart
Wetter Chart Süddeutschland 2014 – 2015 Quelle: DWD

Das beste Reisewetter für Süddeutschland wenn Sie keine Kälte mögen und die Sonne und die tolle Landschaft genießen wollen

Bestes reisewetter sueddeutschland
Schönes Wetter oft auch Badewetter findet man in der besten Reisezeit für Süddeutschland – beste Zeit für Reisen mit dem eigenen Auto

Um Ihnen das aktuelle Wetter von heute in Sueddeutschland zu präsentieren, haben wir Ihnen hier im rechten Seitenbereich ein sogenanntes Wetter-Widget eingebaut.

Süddeutsche Zeitung

Süddeutsche Zeitung
Beschreibung deutsche Tageszeitung
Verlag Süddeutscher Verlag,München
Erstausgabe 6. Oktober 1945
Erscheinungsweise montags bis samstags
Verkaufte Auflage
(IVW 3/2014, Mo–Sa)
379.798 Exemplare
Reichweite(MA 2012 II) 1,48 Mio. Leser
Chefredakteur Kurt Kister
Weblink sueddeutsche.de
ISSN 0174-4917

 

Die Süddeutsche Zeitung (Abkürzung SZ) ist mit einer verkauften Auflage von 379.798 Exemplaren die größte deutsche überregionale Abonnement-Tageszeitung. Sie wird im Süddeutschen Verlag in München verlegt, seit ihr die Information Control Division der amerikanischen Besatzungsmacht 1945 als so genannte „wichtige meinungsbildende“ Tageszeitung die Lizenz zum Druck erteilt hatte.

Spezifisch für die SZ ist das Gewicht, das sie in den letzten Jahren der Kultur einräumt. Das Feuilleton folgt direkt auf den politischen Teil. Neben der Glosse Streiflicht oben auf der Titelseite ist die „Seite 3“ ein besonderes Merkmal der SZ, in der eigenen Schreibweise DIE SEITE DREI. Hier erscheinen regelmäßig große Reportagen und Hintergrundartikel. Auf der vierten Seite, der Meinungsseite, findet man täglich einen von bekannten Autoren der SZ geschriebenen Leitartikel. Außerdem erscheinen freitags eine Beilage mit einer Auswahl englischsprachiger Artikel der New York Times und das SZ-Magazin und donnerstags, für die Auflage der Region München, die Veranstaltungsbeilage SZ-Extra. Samstags erscheint die SZ seit dem 18. Oktober 2014 unter dem Titel “Süddeutsche Zeitung am Wochenende” mit einem erheblich erweiterten Blatt, das nicht nur Tageszeitung sein soll, sondern auch die Funktion einer Sonntags- bzw. Wochenzeitung haben soll.

Im Sommer 2005 nannten deutsche Journalisten die Süddeutsche Zeitung bei einer großangelegten Umfrage als „Leitmedium“ Nummer Eins – vor dem Spiegel. In der Studie Journalismus in Deutschland des Kommunikationswissenschaftlers Siegfried Weischenberg sagten 34,6 Prozent von 1536 repräsentativ ausgewählten Journalisten, dass sie regelmäßig zur SZ griffen, um sich zu informieren oder Themenanregungen zu finden (Mehrfachnennungen waren möglich).

In den Logs unseres Servers sind immer wieder ein paar Leute dabei, die zur Süddeutsche Zeitung wollen und sich vertippen oder was auch immer, daher hier ein kurzer Artikel zur bekannten Zeitung, damit diese verlorenen Schäfchen ihren Weg zum Pastor finden.

Süddeutsche.de

Süddeutsche.de (früher sueddeutsche.de) ist das Internetportal der Süddeutschen Zeitung. Die Artikel setzen sich zusammen aus eigenen Beiträgen der Süddeutsche.de-Redaktion, aus Texten, die von der Süddeutschen Zeitung übernommen werden und aus Agenturmeldungen.

Am 18. Dezember 2006 startete das Internet-Portal der Süddeutschen Zeitung, damals noch sueddeutsche.de, mit neuem Design, Konzept und Chefredakteur. Bis 2006 war Helmut Martin-Jung Chefredakteur, ihm folgte Hans-Jürgen Jakobs, der zuvor die Medienseite der Süddeutschen Zeitung leitete. Im Dezember 2010 wurde Stefan Plöchinger neuer Chefredakteur.  Seit 2006 ist die Redaktion auf 25 festangestellte Redakteure und mehr als zehn Pauschalisten gewachsen. Im November 2011 hatte die Seite 35.085.245 Besucher und 189.821.740 Seitenabrufe. Für den Winter 2014 ist die Einführung von Paid content in Form einer Mischung aus dem Freemium- und dem Metered-Modell geplant. 

Politische Ausrichtung und redaktionelle Unabhängigkeit

Laut ihrem Redaktionsstatut erstrebt die Süddeutsche Zeitung „freiheitliche, demokratische Gesellschaftsformen nach liberalen und sozialen Grundsätzen“. Sie wird als „gemäßigt links“ beschrieben.

Laut Informationen der Lobbyismusagentur Deekeling Arndt Advisors nahm das Deutsche Atomforum Einfluss auf das Veröffentlichungsdatum eines möglicherweise atomkritischen Berichtes in der Süddeutschen Zeitung. Eine ursprünglich geplante Veröffentlichung zum Zusammenhang zwischen Kinderkrebs und Kernkraftwerken soll so auf einen Zeitpunkt nach der Bundestagswahl 2009 verschoben worden sein. Heribert Prantl, Mitglied der Chefredaktion der Süddeutschen Zeitung, bestritt auf Nachfrage, dass es eine derartige Einflussnahme gegeben hätte.

Dieser Artikel ist ein Auszug aus dem Artikel über die SZ bei Wikipedia.

Einreise nach Deutschland: Visum erforderlich?

Visa-Stempel

Brauchen Sie zur Einreise nach Deutschland ein Visum?

Staatsangehörige der EU-Staaten

Staatsangehörige aus Nicht-EU-Staaten

Alle übrigen Ausländer sind für Aufenthalte in Deutschland grundsätzlich visumpflichtig. Für Besuchsaufenthalte bis zu 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen benötigen Angehörige der Staaten kein Visum, für die die Europäische Gemeinschaft die Visumpflicht aufgehoben hat.

Benötigen Ausländer, die mit einer Aufenthaltserlaubnis in einem Mitgliedsstaat des Schengener Abkommens leben, ein Visum für Besuchsreisen nach Deutschland?

Alle Ausländer, die mit einer gültigen Aufenthaltserlaubnis oder einem Visum für den langfristigen Aufenthalt (Kategorie “D”) in einem der Mitgliedsstaaten des Schengener Abkommens (sog. Schengener Staaten) leben, benötigen für Besuchsreisen nach Deutschland von bis zu 90 Tagen je Zeitraum von 180 Tagen kein Visum.

Übersicht zur Visumpflicht bzw. -freiheit bei Einreise in die Bundesrepublik Deutschland

Staaten und Gebietskörperschaften Visumpflicht für Deutschland: Ja/Nein (1)
Afghanistan Ja
Ägypten Ja
Albanien (5) Nein
Algerien Ja
Andorra (4) Nein
Angola Ja
Antigua und Barbuda Nein
Äquatorialguinea Ja
Argentinien Nein
Armenien Ja
Aserbaidschan Ja
Äthiopien Ja
Australien (sowie Kokosinseln, Norfolkinsel, Weihnachtsinsel) (3) Nein
Bahamas Nein
Bahrain Ja
Bangladesch Ja
Barbados Nein
Belarus (s. auch Weißrussland) Ja
Belgien (2) Nein
Belize Ja
Benin Ja
Bhutan Ja
Bolivien Ja
Bosnien-Herzegowina (5) Nein
Botsuana Ja
Brasilien (4) Nein
Brunei Darussalam Nein
Bulgarien (2) Nein
Burkina Faso Ja
Burundi Ja
Cabo Verde Ja
Chile Nein
China (VR) (6) Ja
Costa Rica Nein
Côte d’Ivoire (Elfenbeinküste) Ja
Dänemark (2) Nein
Dominica Ja
Dominikanische Republik Ja
Dschibuti Ja
Ecuador Ja
El Salvador (4) Nein
Eritrea Ja
Estland (2) Nein
Fidschi Ja
Finnland (2) Nein
Frankreich (2) (einschließlich Französisch-Guayana, Französisch-Polynesien, Guadeloupe, Martinique, Neukaledonien, Réunion, St. Pierre und Miquelon) Nein
Gabun Ja
Gambia Ja
Georgien Ja
Ghana Ja
Grenada Ja
Griechenland (2) Nein
Guatemala Nein
Guinea Ja
Guinea-Bissau Ja
Guyana Ja
Haiti Ja
Honduras (4) Nein
Hongkong (6) siehe VR China
Indien Ja
Indonesien Ja
Irak Ja
Iran Ja
Irland (2) Nein
Island (2) Nein
Israel (3) Nein
Italien (2) Nein
Jamaika Ja
Japan (3) Nein
Jemen Ja
Jordanien Ja
Kambodscha Ja
Kamerun Ja
Kanada (3) Nein
Kasachstan Ja
Katar Ja
Kenia Ja
Kirgisistan Ja
Kiribati Ja
Kolumbien Ja
Komoren Ja
Kongo (Republik Kongo) Ja
Kongo (Demokratische Republik) Ja
Korea (Republik Korea, Südkorea) (3) Nein
Korea (Demokratische Volksrepublik, Nordkorea) Ja
Kosovo Ja
Kroatien Nein
Kuba Ja
Kuwait Ja
Laos Ja
Lesotho Ja
Lettland (2) Nein
Libanon Ja
Liberia Ja
Libyen Ja
Liechtenstein (3) Nein
Litauen (2) Nein
Luxemburg (2) Nein
Macau (6) Nein
Madagaskar Ja
Malawi Ja
Malaysia Nein
Malediven Ja
Mali Ja
Malta (2) Nein
Marokko Ja
Marshall-Inseln Ja
Mauretanien Ja
Mauritius Nein
Mazedonien, ehemalige jugoslawische Republik (5) Nein
Mexiko Nein
Mikronesien Ja
Moldau (5) Nein
Monaco (4) Nein
Mongolei Ja
Montenegro (5) Nein
Mosambik Ja
Myanmar (Burma) Ja
Namibia Ja
Nauru Ja
Nepal Ja
Neuseeland (einschließlich Cookinseln, Niue, Tokelau) (3) Nein
Nicaragua Nein
Niederlande (2) Nein
Niger Ja
Nigeria Ja
Norwegen (2) Nein
Oman Ja
Österreich (2) Nein
Pakistan Ja
Palästinensische Gebiete Ja
Palau Ja
Panama Nein
Papua-Neuguinea Ja
Paraguay Nein
Peru Ja
Philippinen Ja
Polen (2) Nein
Portugal (2) Nein
Ruanda Ja
Rumänien (2) Nein
Russische Föderation Ja
Salomonen Ja
Sambia Ja
Samoa Ja
San Marino (4) Nein
Sao Tomé und Principe Ja
Saudi-Arabien Ja
Schweden (2) Nein
Schweiz (2) Nein
Senegal Ja
Serbien (8) Nein
Seychellen Nein
Sierra Leone Ja
Simbabwe Ja
Singapur Nein
Slowakische Republik (2) Nein
Slowenien (2) Nein
Somalia Ja
Spanien (2) (einschließlich spanische Hoheitsgebiete in Nordafrika mit Ceuta und Melilla) Nein
Sri Lanka Ja
St. Kitts und Nevis Nein
St. Lucia Ja
St. Vincent u. Grenadinen Ja
Südafrika Ja
Südsudan Ja
Sudan Ja
Surinam Ja
Swasiland Ja
Syrien Ja
Tadschikistan Ja
Taiwan (9) Nein
Tansania Ja
Thailand Ja
Timor-Leste (Osttimor) Ja
Togo Ja
Tonga Ja
Trinidad und Tobago Ja
Tschad Ja
Tschechische Republik (2) Nein
Tunesien Ja
Türkei Ja
Turkmenistan Ja
Tuvalu Ja
Uganda Ja
Ukraine Ja
Ungarn (2) Nein
Uruguay Nein
Usbekistan Ja
Vanuatu Ja
Vatikan Stadt Nein
Venezuela Nein
Vereinigte Arabische Emirate Ja
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland (2), (7) Nein
Vereinigte Staaten von Amerika (einschließlich Amerikanische Jungferninseln, Amerikanisch-Samoa, Guam, Puerto Rico) (3) Nein
Vietnam Ja
Weißrussland (s. auch Belarus) Ja
Zentralafrikanische Republik Ja
Zypern (2) Nein

1) Inhaber von Nationalpässen der Staaten, die zur Einreise nach Deutschland kein Visum benötigen (Angabe: “Nein”), dürfen sich ohne Visum grundsätzlich nicht länger als 90 Tage pro Halbjahr im Bundesgebiet aufhalten. Zudem dürfen sie während dieses Zeitraums keine Erwerbstätigkeit aufnehmen.

2) Staatsangehörige dieser Staaten sind von der Regelung unter 1) nicht betroffen.

3) Aufenthaltstitel (auch für Aufenthalte über 90 Tage) können nach der visumfreien Einreise beantragt werden.

4) Regelung unter 3) gilt entsprechend, wenn keine Erwerbstätigkeit aufgenommen wird.

5) Die Visumbefreiung gilt nur für Inhaber biometrischer Pässe.

6) Von der Visumpflicht befreit sind Inhaber von SAR-Pässen (Pässe der Sonderverwaltungsgebiete Hongkong und Macau).

7) Von der Visumpflicht befreit sind auch Staatsbürger der britischen Überseegebiete (“British Nationals (Overseas)“)

8) Die Visumbefreiung gilt nur für Inhaber biometrischer Pässe, sofern diese nicht von der serbischen Koordinierungsdirektion (Serbisch: Koordinaciona uprava) ausgestellt wurden.

9) Die Befreiung von der Visumpflicht gilt nur für Inhaber von durch Taiwan ausgestellten Reisepässen, die eine Personalausweisnummer enthalten.

Zuständigkeit zur Visumerteilung

Kraft Gesetzes (§ 71 Abs. 2 Aufenthaltsgesetz) sind die Botschaften und Generalkonsulate (Auslandsvertretungen) der Bundesrepublik Deutschland für die Visumerteilung verantwortlich. Das Auswärtige Amt wird bei der Entscheidung von einzelnen Visumanträgen grundsätzlich nicht befasst. Kenntnisse über den Stand einzelner, bei den Auslandsvertretungen anhängiger Verfahren liegen dem Auswärtigen Amt nicht vor. Örtlich zuständig für die Visumerteilung ist die Auslandsvertretung, in deren Amtsbezirk der Antragsteller seinen gewöhnlichen Aufenthalt bzw. seinen Wohnsitz hat. Sachlich zuständig ist die Auslandsvertretung desjenigen Schengen-Staates, in dessen Hoheitsgebiet das alleinige oder hauptsächliche Reiseziel liegt.

Visumgebühren

Seit dem 14. Mai 2008 beträgt die Visumgebühr einheitlich für alle Kategorien 60 Euro.

Bearbeitungsdauer

Im Regelfall benötigen die Auslandsvertretungen zwischen zwei und zehn Arbeitstagen, um über einen Antrag für ein Visum für einen kurzfristigen Aufenthalt zu entscheiden. Bei einem Antrag für ein Visum, das zu einem längerfristigen Aufenthalt oder zur Arbeitsaufnahme berechtigt, muss mit einer mehrmonatigen Bearbeitungszeit gerechnet werden. Während der Hauptreisezeiten können Wartezeiten auftreten, bis der Antrag bei der Auslandsvertretung gestellt werden kann. Ist zur Einreise nach Deutschland ein Visum erforderlich, sollte der Antrag deshalb rechtzeitig gestellt werden.

Antragsverfahren

Der Visumantrag ist vom Antragsteller grundsätzlich persönlich bei der Auslandsvertretung an seinem Wohnort mit allen erforderlichen Unterlagen einzureichen. Um zeitaufwändige Nachforderungen zu vermeiden, sollten Reisende sich rechtzeitig vor Reisebeginn auf der Internetseite der zuständigen Auslandsvertretung über das Visumverfahren und die bei Beantragung des Visums vorzulegenden Unterlagen informieren. Das Visumantragsformular erhalten Reisende bei Antragstellung kostenlos von der jeweiligen Auslandsvertretung (in der ortsüblichen Sprachfassung). Die hier abrufbaren Formulare (s. rechts) können ebenfalls bei der zuständigen Auslandsvertretung eingereicht werden. Sie sind jedoch immer im Original in der von der Auslandsvertretung benutzten Sprachversion vorzulegen. Antragsformulare können auch kostenlos von der Internetseite der zuständigen Auslandsvertretung heruntergeladen werden.

Voraussetzung für die Erteilung von kurzfristigen Visa (Schengen-Visa)

Seit dem 5. April 2010 bildet die Verordnung (EG) Nr. 810/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. Juli 2009 über einen Visakodex der Gemeinschaft (Visakodex) die in sämtlichen Schengen-Staaten unmittelbar geltende europarechtliche Grundlage für die Erteilung von Visa für die Durchreise durch das Schengen-Gebiet oder für kurzfristige Aufenthalte im Schengen-Gebiet von höchstens 90 Tagen je 180 Tagen. Der Visakodex normiert die Visumerteilungs­­voraussetzungen, deren Vorliegen im Rahmen des Visumverfahrens von der Auslandsvertretung geprüft werden müssen. Die zuständige Auslandsvertretung entscheidet über die Visumerteilung im Rahmen einer Ermessensentscheidung, in die sämtliche Umstände des jeweiligen Einzelfalles einfließen. Ein Anspruch auf Erteilung eines Schengen-Visums besteht nicht. Das Vorliegen folgender Visumerteilungsvoraussetzungen muss von der Auslandsvertretung bei jedem einzelnen Visumantragsteller positiv festgestellt werden:

  1. Plausibilität und Nachvollziehbarkeit des Reisezwecks in Deutschland
  2. Finanzierung der Lebenshaltungs- und Reisekosten aus eigenem Vermögen bzw. Einkommen
  3. Bereitschaft des Visuminhabers, vor Gültigkeitsablauf des Visums wieder aus dem Schengen-Raum auszureisen,
  4. Vorlage einer für den gesamten Schengen-Raum und für die gesamte Aufenthaltsdauer gültigen Reisekrankenversicherung mit einer Mindestdeckungssumme von 30.000 Euro.

Ist der Nachweis einer eigenen Finanzierung nicht möglich, kann die Finanzierung durch Abgabe einer förmlichen Verpflichtungserklärung gemäß §§ 66, 68 des Aufenthaltsgesetzes durch eine dritte Person nachgewiesen werden. Zuständig zur Entgegennahme einer solchen Erklärung ist in der Regel die Ausländerbehörde am Wohnort des sich Verpflichtenden. Personen, deren Einreise in den Schengen-Raum die Sicherheit oder die öffentliche Ordnung in den Schengen-Staaten gefährden würde oder die eine oder mehrere der oben genannten Erteilungsvoraussetzungen nicht erfüllen, können kein Visum erhalten. Im Falle der Ablehnung eines Visumantrags werden dem Antragsteller die für die Ablehnung maßgeblichen Gründe mitgeteilt. Gegen die Entscheidung der Auslandsvertretung steht jedem Antragsteller der Rechtsweg offen.

Voraussetzung für die Erteilung von Visa für längerfristige Aufenthalte bzw. für Aufenthalte, die zu einer Erwerbstätigkeit berechtigen

Für Aufenthalte über drei Monate oder Aufenthalte, die zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit führen, sind Ausländer grundsätzlich visumpflichtig. Hiervon ausgenommen sind Unionsbürger, EWR-Staatsangehörige sowie Staatsangehörige der Schweiz. Staatsangehörige Australiens, Israels, Japans, Kanadas, Neuseelands, der Republik Korea und der Vereinigten Staaten von Amerika können darüber hinaus einen erforderlichen Aufenthaltstitel auch nach der Einreise einholen. Für alle anderen Staatsangehörigen gilt: Das Visum für einen längerfristigen Aufenthalt muss grundsätzlich vor der Einreise bei der zuständigen Auslandsvertretung beantragt werden. Es bedarf grundsätzlich der Zustimmung der zuständigen Ausländerbehörde in Deutschland. Zuständig ist die Ausländerbehörde des Ortes, an dem der Ausländer seinen Wohnsitz nehmen wird. Ist im Visumverfahren die Zustimmung der Ausländerbehörde erforderlich, kann das Verfahren bis zu drei Monaten, gelegentlich auch länger, dauern, da neben der Ausländerbehörde oft noch weitere Behörden (wie die Bundesagentur für Arbeit) beteiligt sind. Die Auslandsvertretung darf das beantragte Visum erst dann erteilen, wenn die Zustimmung der Ausländerbehörde vorliegt. Visa, die zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit berechtigen, bedürfen oftmals nicht der Zustimmung der Ausländerbehörde, was zu einer Beschleunigung des Visumverfahrens in diesen Fällen führt. Das Visumantragsformular für einen langfristigen Aufenthalt (über 3 Monate) erhalten Antragsteller kostenlos von der jeweiligen Auslandsvertretung. Das auf der Deite des Auswärtigen Amtes abrufbare Formular für einen langfristigen Aufenthalt kann ebenfalls bei der zuständigen Auslandsvertretung eingereicht werden, ist jedoch immer im Original (mindestens in zweifacherAusfertigung) und nur in der von der Auslandsvertretung benutzten Sprachversion vorzulegen! Bitte erkundigen Sie sich zuvor bei der Auslandsvertretung, bei der der Antrag gestellt werden soll! Für aufenthaltsrechtliche Maßnahmen und Entscheidungen nach dem Aufenthaltsgesetz für Ausländer, die sich bereits in Deutschland aufhalten, sind die Ausländerbehörden zuständig. Ausländerbehörden sind keine nachgeordneten Stellen des Auswärtigen Amts. Auf ihre Entscheidungen kann das Auswärtige Amt keinen Einfluss nehmen. Sie unterstehen vielmehr der Fachaufsicht der Innenministerien und -senatoren der Länder. Aufgrund der VO 265/2010 ist es nun möglich, sich mit einem nationalen Visum (“D-Visum”) und einem gültigen Reisedokument bis zu drei Monate in einem Zeitraum von sechs Monaten im Schengen-Raum frei zu bewegen.

Verfahrensvereinfachungen für Antragsteller von Schengenvisa

Die Möglichkeit, Visumantragsformulare online herunterzuladen, am PC auszufüllen und das ausgefüllte und ausgedruckte Formular bei der Vorsprache in der Visastelle mittels eines Barcodes elektronisch einlesen zu lassen, trägt wesentlich dazu bei, die Bearbeitungsdauer am Visaschalter zu reduzieren. Daneben haben viele deutsche Auslandsvertretungen elektronische Terminvergabesysteme eingeführt, die helfen, das Besucheraufkommen zu steuern und damit die Wartezeiten zur Antragstellung verkürzen. Durch die verstärkte Erteilung von Visa, die innerhalb einer langfristigen Gültigkeitsspanne zu mehrfachen Kurzaufenthalten im Schengenraum berechtigen, kann die häufige Neubeantragung von Visa vermieden werden. Von dieser Möglichkeit können insbesondere Personen profitieren, die aus beruflichen oder privaten Gründen häufig reisen müssen und ihre Zuverlässigkeit durch legale Nutzung vorheriger Visa nachgewiesen haben. In Zukunft werden alle Auslandsvertretungen bei der Entgegennahme von Visumanträgen die Fingerabdrücke der Antragsteller elektronisch aufnehmen. Diese Biometrieerfassung wird schrittweise nach Regionen voraussichtlich bis Ende 2014 eingeführt. Nach einmaliger Abgabe der Fingerabdrücke ist die persönliche Vorsprache in der Auslandsvertretung zur Visumbeantragung nur noch im Ausnahmefall erforderlich. Eine erneute Biometrieerfassung ist erst nach Ablauf von fünf Jahren vorgesehen.

Statistik

  • Zahl der von den deutschen Auslandsvertretungen erteilten Schengen-Visa für kurzfristige Aufenthalte (Transit, Besuch, Geschäftsreisen, Tourismus und andere, AC) im Jahr 2013: 1.906.510 (im Jahr 2012: 1.782.351)
  • Zahl der von den deutschen Auslandsvertretungen erteilten nationalen D-Visa (in der Regel für längerfristige Aufenthalte beziehungsweise für Aufenthalte, die zu einer Erwerbstätigkeit führen sollen) im Jahr 2013: 177.703 (im Jahr 2012: 174.071)
  • Zahl der von den deutschen Auslandsvertretungen schriftlich abgelehnten Visumanträge im Jahr 2013: 194.941 (im Jahr 2012: 138.682)
  • Zahl der von den deutschen Auslandsvertretungen insgesamt bearbeiteten Anträge im Jahr 2013: 2.279.154 (im Jahr 2012: 2.095.104).

Stand: 06.11.2014 Quelle: Auswärtiges Amt Deutschland

Umsteigen in Deutschland – Transit am Flughafen

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Sie planen eine Flugreise und müssen dabei auf einem deutschen Flughafen umsteigen. Benötigen Sie dazu ein Visum?

Wir haben uns das gefragt, weil ein Bekannter aus Peru genau diese Frage an uns hatte: “Ich muss in Deutschland auf dem Flughafen Frankfurt umsteigen, um über Madrid nach Lima weiter zu fliegen. Brauche ich dazu ein Visum?” Da wir das auch nicht so einfach aus dem Ärmel schütteln konnten, haben wir auf der Seite des auswärtigen Amtes diese interessante Information gefunden, die wir hier gerne auch nochmal aufführen wollen.

Für die große Mehrzahl ausländischer Reisender gilt das sogenannte “Transitprivileg“: Wenn beim Zwischenstopp auf einem deutschen Flughafen der internationale Transitbereich nicht verlassen wird und das Endreiseziel in einem Land außerhalb des Schengen-Raums liegt, wird für den Transitaufenthalt kein Visum benötigt.

Wenn während des Transitaufenthaltes allerdings eine Einreise in den Schengen-Raum erforderlich wird (z. B. bei einem Terminalwechsel, wenn die Reiseroute hintereinander über zwei Flughäfen im Bereich der Schengener Staaten führt oder wenn das Endreiseziel im Schengen-Raum liegt), sind eventuelle Visumerfordernisse zu beachten und in die Reiseplanungen mit einzubeziehen. Die Visumbeantragung sollte mit ausreichendem zeitlichen Vorlauf vor dem geplanten Reisebeginn erfolgen!

Nur die nachfolgend genannten sechs deutschen Flughäfen verfügen über einen internationalen Transitbereich, der ein Umsteigen ohne formelle Einreise in das Schengen-Gebiet ermöglicht:

  • Frankfurt/Main
  • München
  • Hamburg (zeitlich befristet von 4.30 Uhr bis 23.30 Uhr)
  • Düsseldorf (zeitlich befristet von 6.00 Uhr bis 21.00 Uhr) und vorherige Anmeldepflicht des Beförderungsunternehmens bei den mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden (Bundespolizei)
  • Köln-Bonn (zeitlich befristet von 4.30 Uhr bis 23.00 Uhr)
  • Berlin (zeitlich befristet von 6.00 Uhr bis 23.00 Uhr), Berlin-Tegel nur für Air Berlin Reisende und vorherige Anmeldung durch Air Berlin bei den mit der polizeilichen Kontrolle des grenzüberschreitenden Verkehrs beauftragten Behörden (Bundespolizei). Als Transitzeit werden mindestens 75 Minuten benötigt.

Für die Staatsangehörigen der folgenden Länder gilt das Transitprivileg nicht, d. h. beim Transit über einen deutschen Flughafen ist in jedem Fall ein Flughafentransitvisum (Visumkategorie “A”) erforderlich:

Afghanistan, Äthiopien, Bangladesch, Eritrea, Ghana, Indien, Iran, Irak, Jordanien*, Kongo, Libanon, Mali, Myanmar, Nigeria, Pakistan, Somalia, Sri Lanka, Sudan, Südsudan, Syrien, Türkei*

* für diese Länder gelten bestimmte Ausnahmebestimmungen

Ausnahmen vom Erfordernis eines Flughafentransitvisums:

  • Inhaber gültiger Visa und nationaler Aufenthaltstitel der EU- und Schengen-Staaten
  • Inhaber bestimmter nationaler Aufenthaltstitel der folgenden Staaten: Andorra, Japan, Kanada, San Marino, Vereinigte Staaten von Amerika
  • Inhaber gültiger Visa der EWR-Staaten (EU-Staaten und Island, Lichtenstein, Norwegen, Schweiz) sowie Japan, Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika ausgestellter Visa.
  • Familienangehörige von freizügigkeitsberechtigen Unionsbürgern (Ehe-/Lebenspartner, Kinder, Enkel unter 21 Jahren. Eltern und Großeltern, sofern sie vom Unionsbürger unterhalten werden.)

Quelle: Deutsches Auswärtiges Amt Stand: 01.11.2014

 

Süddeutschland mit seinen Ländern

sueddeutschland

Im südlichen Teil Deutschlands finden sich die Länder Baden-Württemberg, Bayern, Rheinland-Pfalz, Südhessen und das Saarland.

Der Süden Deutschlands

Deutschland ist aufgeteilt in Norddeutschland, Mitteldeutschland und Süddeutschland. Dabei wird der Fluss Main als Grenze zwischen dem süddeutschen und dem mitteldeutschen Gebiet angenommen.

Karte Süddeutschlands

Eine politisch oder kartographische Grenze Süddeutschlands zu Mitteldeutschland wurde bis dato nicht manifestiert. Die Nachbarstaaten sind Luxemburg, Frankreich, die Schweiz, Österreich und die Tschechei. Im freien Europa sind dort keine Grenzkontrollen mehr zu finden, freie Reise für freie Bürger.

Die Zugehörigkeit zu einer der drei Regionen Deutschlands heißt auch nicht, dass man nun besser oder schlechter als der andere ist. Eher, dass man seine Wurzeln etwa im Süden hat und daher im Normalfall einen anderen Dialekt beherrscht, als etwa der Norddeutsche. Der typische Süddeutsche ist zudem dem katholischen Glauben zugehörig. Was aber auch nicht auf alle Bewohner Süddeutschlands zutrifft, einige Bezirke und Gemeinden sind überwiegend dem evangelischen Glauben zuzuordnen.

Die größten Städte Süddeutschlands

Zu den größten Städten zählen Frankfurt am Main, Stuttgart, München und Nürnberg.  Eine Großstadt definiert sich als Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern. Die meisten Großstädte Deutschlands liegen übrigens in Nordrhein-Westfalen. München ist dabei mit fast 1.400.000 Einwohner die größte Stadt im Süden Deutschlands.

Schild-sueddeutschland

Dahinter folgt Frankfurt am Main, das im Süden Hessens liegt, mit etwa 700.000 Bewohnern. Gleich dahinter folgt Stuttgart. Die Schwabenmetropole hat mit knapp 620.000 Einwohnern wesentlich mehr als etwa Nürnberg, das mit um die 510.000 Bürgern aber immerhin schon die Halbe-Million Grenze überschritten hat.

Dahinter folgen Mannheim und Karlsruhe, die beide um die 300.000 Menschen in ihren Stadtgebieten beheimaten. Das südhessische Wiesbaden direkt danach mit 280.000. Augsburg mit um die 270.000 Bewohnern liegt in Bayern, das im Breisgau im südlichen Baden-Württemberg gelegene Freiburg kommt auch schon auf um die 230.000 Seelen. Mainz mit 200.000 legt auch noch zu.

Kurz hinter Heidelberg, das wie Darmstadt etwa 150.000 Bürgern eine Heimat bietet, kommen dann schon die bayrischen Hochburgen Regensburg, Würzburg und Ingolstadt, die alle über 125.000 Einwohner aufweisen können. Dann folgen die schwäbischen Großstädte Heilbronn und Ulm, beide knapp unter 125.000 Bewohner, Offenbach im südlichen Hessen, und noch das hessische Pforzheim mit 120.000. Mit Fürth und Erlangen in Bayern und Reutlingen in Baden-Württemberg schließt sich der Kreis der süddeutschen Großstädte mit über 100.000 Einwohnern.

Die höchsten Berge Süddeutschlands

Die höchsten Gipfel in Deutschland sind Zugspitze (2.962 m), Hochwanner (2.744 m) und Watzmann-Mittelspitze (2.713 m). Wertet man alle eigenständigen Gipfel, folgen nach der Zugspitze der Schneefernerkopf (2.875 m) und die Mittlere Wetterspitze (2.747 m) auf den Plätzen zwei und drei. Beide sind jedoch Teil des Zugspitzmassives.

Der höchste Hauptgipfel, der komplett auf deutschem Staatsgebiet steht, ist die Watzmann-Mittelspitze mit 2.713 Metern Höhe, der Hochkalter (2.607 m), der Große Daumen (2.280 m) und die Höfats (2.259 m). Ebenfalls vollständig auf deutschem Staatsgebiet, aber mit einer wesentlich geringeren Eigenständigkeit, liegen die Mittlere Höllentalspitze (2.742 m) und der Hochblassen (2.703 m). Quelle:Wikipedia

Alle Berge liegen im süddeutschen Bundesland Bayern.

Bräuche im Süden Deutschlands

Als wohl absolut typisch süddeutschen Brauch kann man das Brautverziehen nennen. Hierbei wird die Braut während des Hochzeitsfests entführt. Meistens passiert das nach dem Hochzeitsmahl. Der Bräutigam wird abgelenkt und die Braut von Freunden in ein naheliegendes Gasthaus entführt.

Der arme Bräutigam muss sich dann, sofern er denn das Abhandenkommen seiner Angetrauten bemerkt, auf die Suche nach seinem Weib machen. Hierbei gibt es meist Absprachen und die ganze geladene Hochzeitsgesellschaft folgt dem frischgebackenen Ehemann, bis dieser schließlich die Braut in der neuen Wirtschaft findet.

Die Entführer haben sich in der Zwischenzeit mit Sicherheit die ein oder andere Flasche Wein oder auch Sekt mit der Braut gegönnt. Diese Rechnung der Wirtsleute sollte dann im Normalfall der unachtsame Bräutigam übernehmen. Danach geht es glücklich vereint wieder zurück in die ursprüngliche Gastwirtschaft.

Wen dieser Brauch nun in seinen Bann gezogen hat und mehr darüber wissen will, der kann sich im Brauchwiki noch näher damit befassen.

Reisen nach Süddeutschland

Der Süden bietet eine große Auswahl von Reisezielen, Sommer wie Winter. Die Natur und deren Eigenarten finden sich in einer einzigartigen Schönheit gerade auch in Süddeutschland.

Zu den Highlights einer Besuchs im Süden der Republik gehören die bayrische Landeshauptstadt München ebenso, wie Stuttgart im Schwabenländle, das Allgäu mit dem Schloss Neuschwanstein, das Berchtesgadener Land, der Bodensee, der bayrische Wald oder auch die Bauten Frankfurts.

Im Sommer zum Wandern und Radfahren gut geeignet, im Winter zum Skifahren und Langlaufen, so wird es nie langweilig und man findet immer auch sportliche Höhepunkte und Points of Interest in diesem Teil des deutschen Landes.

Mit dem Zug kann man weite Teile erkunden, ansonsten wenn man sich etwas individueller bewegen will, bieten sich preiswerte Mietwagen an, mit denen man auf den gut ausgebauten Strecken Süddeutschlands direkt zu den vielen Sehenswürdigkeiten fahren kann.

Typische Regionen für Reisende in den Süden der Bundesrepublik sind:

  • das Allgäu
  • das Land Baden Württemberg
  • die Bayerische Alpen
  • der Bayrischer Wald
  • der Bodensee
  • das Berchtesgadener Land
  • Franken in Bayern
  • Bayerns Hauptstadt München
  • Niederbayern
  • der Schwarzwald

Jedes Gebiet hat seine Spezialitäten aufzuweisen und der Urlauber wird immer wieder neuen Reichtum entdecken können.