Längste Flüsse in Österreich

Donau - der laengste Fluss Oesterreichs

Aktuelle Liste der längsten Flüsse in Österreich

Donau

Die Donau - Der Längste der Flüsse in Österreich
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Die Donau hat eine Länge von insgesamt 2857km, davon in Österreich etwa 350km und ist damit der längste Fluss im Alpenstaat. Die Donau hat zehn Anrainerstaaten: Deutschland (7,3 %), Österreich (9,9 %), Slowakei (5,9 %), Ungarn (11,4 %), Serbien (9,5 %) und Rumänien (28,4 %) auf beiden Ufern sowie einseitig Kroatien (4,3 %), Bulgarien (5,9 %), Moldawien (1,5 %) und die Ukraine (4,0 %). Insgesamt sind 1071 Kilometer des Flusses auf Staatsgrenzen, mithin 37 Prozent des Donaulaufs.

Geografie und Verlauf

Die Donau führt ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellflüsse, der Brigach und der größeren Breg, die beide im Mittleren Schwarzwald entspringen. Sie durchquert drei große Beckenlandschaften: das nördliche Alpenvorland und das Wiener Becken (Oberlauf), die Pannonische Tiefebene (Mittellauf) und das Walachische Tiefland (Unterlauf). Die trennenden Gebirge durchschneidet sie in Engtälern, deren bekannteste Abschnitte der Donaudurchbruch bei Beuron, die Wachau, die Hainburger Pforte (auch Preßburger Pforte) und das Eiserne Tor sind. Der Strom mündet über das ausgedehnte Donaudelta ins Schwarze Meer.

Das Donautal und seine Nebenlandschaften bilden den Kernraum Österreichs: Es umfasst zwar nur etwa 15 Prozent des Staatsgebietes, aber ungefähr die Hälfte der acht Millionen Einwohner leben hier, davon allein zwei Millionen in der Metropolregion Wien. In diesem Raum konzentriert sich die Wirtschaftsleistung des Landes, mit gewerblichen Kernzonen in Oberösterreich und im Wiener Verdichtungsraum. Das Donautal ist mit den Alpentransitrouten (Brenner, Tauern und Pyhrn) eine wichtige Transitachse Österreichs (West Autobahn, Westbahn).

Von der deutschen Grenze bis an die slowakische durchfliesst die Donau Österreich auf rund 350 Kilometer. Die Donau durchbricht in Österreich mehrmals das Granit- und Gneishochland (Böhmische Masse), dazwischen durchfließt sie den Nordrand des Alpenvorlands. Nach der Staatsgrenze – zwischen Passau und Jochenstein in der Flussmitte – folgt das mit etwa 50 km längste dieser Engtäler, das Oberösterreichische Obere Donautal mit der Schlögener Schlinge.

Dann durchquert der Strom das fruchtbare Eferdinger Becken und Linz, die drittgrößte Stadt Österreichs. Im Auengebiet des Machlands fließt sie vorbei an Mauthausen, nimmt bei Enns den gleichnamigen Nebenfluss auf und quert die Landesgrenze zu Niederösterreich. Bei der alten Schifferstadt Grein und Schloss Greinburg hat die Donau mit ca. 20 m ihre tiefste Stelle in Österreich. Es folgen mit Strudengau und Nibelungengau zwei weitere Engtäler und rund 90 Kilometer hinter Linz erreicht der Strom Melk mit seinem gewaltigen Barockstift.

Den Dunkelsteiner Wald abschneidend, durchfließt der Strom auf den folgenden knapp 35 Kilometern eine der schönsten Donaulandschaften, die Wachau, die an Dürnstein vorüber bis nach Krems reicht; anschließend durchquert sie das Tullnerfeld, eine weitere landwirtschaftlich geprägte Niederungslandschaft. An der Korneuburger Pforte knickt sie um den Wienerwald herum, den letzten Nordost-Ausläufer der Alpen, und erreicht dann durch die Wiener Pforte das weiträumige Wiener Becken.

Hier liegt mit Österreichs Hauptstadt Wien die lange Zeit größte und bedeutendste aller Donaustädte, mit der inzwischen Belgrad und Budapest gleichgezogen haben. Bis kurz hinter Wien hat der Strom eher Gebirgsflusscharakter, erst danach wandelt er sich allmählich zu einem Tieflandfluss. Durch die Donau-Auen nähert sich die Donau der Staatsgrenze zur Slowakei und bei der Thebener Pforte erreicht sie das Pannonische Becken, womit ihr Oberlauf im eigentlichen Sinne zu Ende geht. Sie verlässt Österreich bei Bratislava.

Beinahe das gesamte Staatsgebiet Österreichs entwässert in die Donau und damit zum Schwarzen Meer. Wichtige Zuflüsse der Donau in Österreich sind der Inn (rechts; mündet in Deutschland), die Aist (links), die Traun (rechts), die Enns (rechts), die Ybbs (rechts), die Traisen (rechts), der Kamp (links), die Wien (rechts), die Schwechat (rechts), die March (links) und die Leitha (rechts), die in Ungarn die Donau erreicht. Hydrographisch gliedert sich der Donaueinzugsbereich in Österreich in die Flussgebiete Donau bis – (DBJ) und Donau unterhalb Jochenstein (DUJ). Der zweite umfasst den Hauptteil des Donaulaufs und der Donauzubringer in Österreich.
Auf österreichischem Staatsgebiet liegen elf Donaukraftwerke, sie bilden die Basis der österreichischen Stromversorgung.

Mur

Fluss Mur bei Bruck
Mur bei Bruck

Die Mur ist ein Fluss, der durch Österreich, Slowenien, Kroatien und Ungarn fließt und in Teilen seines Verlaufs auch die Grenze zwischen den vier Staaten bildet. Auf österreichischem Gebiet ist die Mur mit 348km nur 2km kürzer als der längste Fluss in Österreich, die Donau. Den Fluss nutzen in der Steiermark zahlreiche Wasserkraftwerke, um für die Stromerzeugung den Anteil an erneuerbarer Energie auszunutzen.

Verlauf

Die Mur entspringt südöstlich des Murtörls (2260 m) in der so genannten Schmalzgrube auf einer Höhe von 1898 m ü. A. in der Ankogelgruppe (im Nationalpark Hohe Tauern) im Salzburger Lungau, fließt weiter als Hauptfluss durch die Steiermark und ihre Hauptstadt Graz.

In der Südsteiermark bildet sie die Grenze zu Slowenien. Im weiteren Verlauf fließt sie durch Slowenien, bildet danach die Grenze zwischen Slowenien und Kroatien und schließlich zwischen Kroatien und Ungarn. Als letzter größerer Nebenfluss mündet in Kroatien die Trnava in die Mur. Nach 453 km mündet sie bei Legrad an der kroatisch-ungarischen Grenze in die Drau. Kurz davor mündet der Principáliskanal in sie ein, der die Zala mit der Mur verbindet.

Naturraum am und im Flusssystem

Schon an ihrem Oberlauf in Österreich zählte die Mur bis in die späten 1980er Jahre vor allem durch Abwässer der an ihren Ufern und Zuflüssen angesiedelten Papierindustrie in Pöls, Niklasdorf und Gratkorn sowie der Schwerindustrie (Voestalpine Donawitz) zu den am stärksten verschmutzten Flüssen Österreichs.

Heute ist die Mur in ihrem langsam fließenden steirischen Bereich südlich von Graz weitgehend saniert und weist eine zufriedenstellende Gewässergüte auf, wie die Rückkehr einiger sensibler Fischarten (z. B. der Äsche) beweist. Im Jahr 2015 wurde die Mur für den Thiess International Riverprice nominiert.

Durch Salzburg und die Steiermark verläuft entlang der Mur ein 365 km langer Radwanderweg, der Murradweg. Hier findet auch Radverkehr statt, wird gelaufen und inline-geskatet.

Inn

Inn-Donau
Inn (links) und Donau verschmelzen in Passau

Der Inn ist ein durch die Schweiz, Österreich und Deutschland verlaufender rechter Nebenfluss der Donau. An der Mündung bei Passau fließen im Mittel 738 m³/s Wasser in die nur 690 m³/s heranführende Donau. 280km durchfließen Österreich und machen ihn zum drittgrößten Fluss unserer Liste. Der größere Mittelwert beruht auf den Hochwässern des während sieben Monaten weniger Wasser führenden Gebirgsflusses. Der Name Inn leitet sich von den keltischen Wörtern en sowie enios ab, die frei übersetzt Wasser bedeuten.

Mit einer Gesamtlänge von 517 Kilometern ist der Inn einer der längsten und mächtigsten Alpenflüsse. Nahezu zwei Drittel seines Flusslaufes liegen im Gebiet der Alpen. 193 km fließt der Inn durch Österreich. Das Einzugsgebiet des Inns beträgt 26.130 km². Davon liegen 1689 km² im schweizer Kanton Graubünden, 254 km² in Italien, 7880 km² in Tirol, 8061 km² in Bayern und rund 8250 km² in Salzburg und Oberösterreich.

Verlauf

Der Fluss entspringt beim Malojapass im Schweizer Engadin in 2484 m Höhe nahe dem Lunghinsee. In der Nähe des Ursprungs liegt ein europäischer Hauptwasserscheidepunkt.

Im Oberengadin wird der Inn bis zum Zusammenfluss mit dem größeren Flaz auch Sela genannt und durchfließt zunächst den Silser-, den Silvaplaner-, den Champfèrer- und den St. Moritzersee. Der kleine Lej da Gravatscha nahe der Mündung des Flaz ist ein wichtiges Brutgebiet für Vögel. Im Unterengadin durchfließt der Inn mit deutlich stärkerem Gefälle mehrere Schluchten.

Unterhalb der schweizerisch-österreichischen Grenze am Engpass von Finstermünz wird sein Tal im Bundesland Tirol Oberinntal genannt und unterhalb der Einmündung der Melach bei Zirl Unterinntal. Zwischen Kufstein und Erl verläuft die österreichisch-deutsche Staatsgrenze in Flussmitte. Danach durchquert der Inn die südöstliche Ecke Bayerns; ab der Mündung der Salzach bis zur Stadtgrenze von Passau markiert er wieder die deutsch-österreichische Grenze. Am unteren Inn stehen mehrere große Stauwerke. Hier erstreckt sich auch über eine Länge von 55 Kilometern das Europareservat Unterer Inn. Der Inn zwischen Braunau und Schärding ist Namensgeber für das angrenzende oberösterreichische Innviertel (politische Bezirke Braunau, Schärding, Ried im Innkreis).

Der Inn mündet in der „Dreiflüssestadt“ Passau in die Donau. Noch ein längeres Stück nach dem Zusammenfluss bleiben das grüne Gletscherschmelzwasser des Inns, das blaue Donauwasser und das dunkle Moorwasser der von Norden mündenden Ilz in der Donau unvermischt unterscheidbar. Die 2,34 km unterhalb der Innmündung nahe dem rechten Ufer liegende Felseninsel Kräutelstein ist noch vom unvermischten Innwasser umspült. Auffallend ist, wie stark das grüne Wasser des Inns das Wasser der Donau beiseite drängt. Dies hängt mit der zeitweise sehr großen Wassermenge des Inns und den unterschiedlichen Tiefen der beiden Gewässer zusammen (Inn: 1,90 Meter, Donau: 6,80 Meter) – „der Inn überströmt die Donau“.

Der Inn ist heute über weite Strecken begradigt und verbaut, die Fließstrecke ist durch zahlreiche Kraftwerke beeinträchtigt, eine längere freie Fließstrecke von 150 km besteht noch zwischen Fliess und Kirchbichl. Vereinzelt finden sich noch naturnähere Abschnitte und Reste der ursprünglichen Auwälder, die oft als Natur- oder Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen sind. Am Unteren Inn im bayrisch-oberösterreichischen Grenzgebiet hat sich der Charakter des Inns in Folge der Kraftwerksbauten grundlegend vom alpinen zum Tieflandfluss mit großen, offenen Wasserflächen gewandelt. Neben diesen Wasserflächen entstanden Anlandungen und weitläufige Aubereiche, die ein international bedeutendes Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für rund 300 Vogelarten darstellen. Die Au- und Wasserflächen am unteren Inn sind unter anderem als Europaschutzgebiet ausgewiesen.

Drau

Die Drau im Verlauf

Die Drau ist ein Nebenfluss der Donau, der in Südtirol, Italien entspringt, dann durch Osttirol und Kärnten, sowie durch die Untersteiermark (Slowenien), Kroatien und Ungarn fließt. Mit einer Länge von 749 km und einem mittleren Abfluss von 670 m³/s ist sie nach Theiß, Pruth und Save der viertlängste Nebenfluss der Donau. Im österreichischen Einzugsgebiet hat der Fluss 261km und liegt damit an der vierten Stelle.

Flussverlauf in Österreich

Tirol

Die Drau entspringt am Nordabhang des Neunerkofels (Haunoldgruppe) oberhalb des Toblacher Feldes im Pustertal in Südtirol (Italien) im Gemeindegebiet von Innichen (italienisch San Candido). Das Wasser ihrer fünf Hauptquellen fließt ein paar hundert Meter über steile Wiesen und Waldböden zur Talsohle, wo sich erst ein richtiges Bachbett bildet. So überwindet die Drau bereits auf den ersten zehn Kilometern über 430 Höhenmeter. Der Toblacher Sattel bildet eine bedeutende Wasserscheide (Hauptwasserscheide), denn die Quellen am Westhang des Neunerkofels fließen in die Rienz und damit weiter in die Adria. Die Drau aber fließt in Richtung Osten und somit in Richtung Schwarzes Meer. Sie ist einer der wenigen Flüsse Italiens, die nicht ins Mittelmeer entwässern. Nach wenigen Kilometern, vorbei an Innichen, passiert sie die Grenze zu Osttirol, wo sie bei Strassen erstmals gestaut wird.

In Lienz nimmt sie die Isel auf, wodurch sich ihre Größe beinahe vervierfacht. Besonders groß ist die Dominanz der Isel im Frühsommer zur Zeit der Schneeschmelze in der Venedigergruppe. Deshalb wird die Drau oberhalb der Iselmündung bisweilen als Kleine Drau bezeichnet; nicht zu verwechseln mit der Kleinen Drau im Rosental.

Kärnten

Knapp westlich von Oberdrauburg erreicht die Drau Kärnten. Zwischen der Kreuzeckgruppe im Norden und den Gailtaler Alpen im Süden windet sie sich durch das obere Drautal, das sie nach einer Talenge zwischen Sachsenburg und Möllbrücke wieder verlässt. Dort nimmt sie die Möll auf, die das Gletscherwasser der Pasterze führt und bei Wildwassersportlern und Raftingtouren sehr beliebt ist. Nach wenigen Kilometern über das Lurnfeld, vorbei an den Ausgrabungen von Teurnia, erreicht sie bei Spittal das untere Drautal. Verstärkt durch die Wasser der Lieser eilt sie der Draustadt Villach zu. Ab Paternion ist die Drau bis nach Kroatien hinein fast durchgehend in Stauseen gefasst. In Villach kann sie erstmals von einem Linienschiff aus betrachtet werden. Dort wird nach einer Flussbettabsenkung der Ausläufer des Rosegger Stausees mit dem Ausflugsschiff Landskron für den Tourismus genutzt.

Östlich von Villach mündet die Gail in die Drau, und diese verlässt das Villacher Becken, um in das Rosental einzutreten. Zwischen der Sattnitz im Norden und den Karawanken im Süden und mehr Stausee als Fluss erreicht sie Völkermarkt. Vorher nimmt sie die Gurk und die Vellach auf.

Bei Völkermarkt wird die Drau durch das Draukraftwerk Edling zur zweitgrößten Kärntner Wasserfläche nach dem Wörthersee aufgestaut. Auf diesem „Völkermarkter Stausee“ verkehrt seit 2005 auch ein Ausflugsschiff, die MS Magdalena. Nach der Staustufe Edling durchfließt die Drau in einem etwa 100 m tiefen Einschnitt das Jaunfeld. Dieser Einschnitt im Schotterkegel der Endmoräne des Draugletschers war lange Zeit beinahe unüberwindliches geografisches Hindernis für die Bewohner beiderseits der Drau, das erst durch den Bau von zwei Großbrücken, der ca. 100 m hohen Jauntalbrücke für die Eisenbahn 1964 und der neuen Lippitzbachbrücke (96 m hoch) für den überregionalen Straßenverkehr 2006 weitgehend überwunden wurde. In diesem Einschnitt befindet sich auch das älteste große Draukraftwerk, das Kraftwerk Schwabegg. Dieses wurde in der Zeit des Dritten Reiches errichtet und war vor allem in den Jahren direkt nach dem Krieg und bis zur Errichtung der ersten großen Donaukraftwerke einer der wichtigsten Eckpfeiler der österreichischen Stromversorgung. „Beim Ausfall des Kraftwerkes Schwabegg gingen in Wien die Lichter aus“, erzählten Zeitzeugen.

Bei Lavamünd mündet mit der Lavant der letzte Kärntner Fluss in die Drau, bevor sie Österreich vor Dravograd (Unterdrauburg) verlässt und nach Slowenien fließt. Mit 11.828 km² hat die Drau das drittgrößte Einzugsgebiet in Österreich nach der Donau und dem Inn.

Fischbestand

Die hohe Gewässergüte der Drau spiegelt sich auch in ihrem artenreichen Fischbestand wider. In ihrem Oberlauf mit seiner relativ hohen Fließgeschwindigkeit, dem hohen Sauerstoffgehalt und geringem Nährstoffgehalt können deshalb Regenbogen- und Bachforellen aber auch Nasen, Barben, Aitel, Äschen und Huchen angetroffen werden. In den ruhigeren und etwas wärmeren Gewässern der Stauseen im unteren Drautal, vor allem aber im Rosental kommen weitere Arten wie Zander, Hecht, Brachsen, Rotfedern, Rotaugen, Karpfen, Aalrutten und Bachsaibling sowie Schleien dazu. Eher selten geht den Fischern ein Waller an die Angel. Hin zur slowenischen Grenze finden sich dann auch unbekannte Arten wie Frauennerfling, Streber und Bitterling.

Kraftwerke

Das oberste Draukraftwerk überhaupt liegt bei Tassenbach in Tirol. In den Jahren 1939 bis 1943 wurde in Schwabegg das erste Kraftwerk an der Drau in Kärnten erbaut. Heute gibt es ab Paternion zehn Kraftwerke bis zur slowenischen Grenze, die die Drau fast durchgehend stauen. Betreiber ist in allen Fällen die VERBUND Hydro Power AG als Nachfolger der ÖDK. Mit ihrer maximalen Leistung von zusammen ca. 600 MW und einer jährlichen Energiegewinnung von ca. 2600 Gigawattstunden tragen sie ca. 3 % zur Deckung des Strombedarfs Österreichs bei.

Enns

Die Enns ist ein südlicher Nebenfluss der Donau in Österreich. Sie ist mit 254 km (nach älteren Quellen 320 km) der längste Binnenfluss Österreichs, in unserer Liste der längsten Flüsse Österreichs landet die Enns auf Platz fünf. Sie bildet im Unterlauf die Grenze der Bundesländer Ober- und Niederösterreich. Ihr mittlerer Abfluss beträgt dort über 200 m³/s, sodass schon im frühen 20. Jahrhundert einige Wasserkraftwerke erbaut wurden.

Im Oberlauf stellt die Enns eines der großen Längstäler der Ostalpen dar – siehe auch Salzach und Inn – und gleichzeitig die geologische Grenze zwischen den kristallinen Zentralalpen und den Nördlichen Kalkalpen.

Geografie

Die Quelle der Enns („Enns-Ursprung“) liegt im Bundesland Salzburg in den Radstädter Tauern (Niedere Tauern, Teil der Zentralalpen) am Fuß des Kraxenkogels auf ca. 1750 m ü. A. Die junge, nach Nordosten abfließende Enns vereinigt sich nach etwa 5 km mit der von Südosten kommenden Pleissling und strömt durch das Flachauer Tal nordwärts, der Abdachung der Zentralalpen folgend.

Den Nordrand der Zentralalpen erreicht sie mit dem Eintritt in eine offene Tallandschaft um Altenmarkt im Pongau und Radstadt, das sogenannte Altenmarkt-Radstädter Becken, wo sie nach Osten abbiegt und an der Grenze zwischen den Nordalpen und den Niederen Tauern in Richtung Steiermark fließt. Die im Osten des Bundeslandes Salzburg liegende Region an der oberen Enns und deren Nebenflüssen wird Ennspongau genannt. Ab dem Mandlingpass beginnt das Steirische Ennstal mit den größeren Ortschaften Schladming, Stainach, Irdning, Liezen und Admont.

Sowohl das Altenmarkt-Radstädter Becken als auch das weite Steirische Ennstal gehören zur nördlichen Längsgliederung der Ostalpen, der sogenannten Inn-Salzach-Enns-Längstalfurche. Diese folgt teilweise einer der bedeutendsten geologischen Störungen der Ostalpen, der Salzach-Ennstal-Mariazell-Puchberg-Störung (SEMP). Während im Ennspongau das Landschaftsbild mit den relativ hohen Bergen der Radstädter Tauern aus Kalkstein und Verrucano südlich und den von Wald und Wiesen bedeckten Kuppen der Salzburger Schieferalpen nördlich der Enns charakteristisch ist, sind auf den folgenden 100 Kilometern durch die Steiermark die geomorphologischen Verhältnisse genau umgekehrt: Im Norden erheben sich die schroffen Berge der Nördlichen Kalkalpen und sanfter geformtes Gelände, neben Schiefer unterlagert von Quarzphylliten und Phylloniten, liegt südlich des Flusslaufes. Dort passiert die Enns das Dachsteinmassiv, den Grimmingstock und das Tote Gebirge jeweils an deren Südseite, bevor sie schließlich bei Admont vollständig in die Kalkalpen eintritt. Zwischen Admont und Hieflau durchbricht die Enns in einer etwa 15 km langen Schlucht, dem Gesäuse, zunächst den Kalkstock der Ennstaler Alpen (Gesäuseberge).

Danach biegt sie im Landltal nach Norden ab, nimmt die Wässer eines ihrer beiden Hauptnebenflüsse, der Salza, auf und bildet ein Durchbruchstal durch die Kalkalpen, das Oberösterreichisches Ennstal genannt wird. Das Bundesland Oberösterreich erreicht sie an der Einmündung des Laussabachs. Hier liegen links des Flusses das Reichraminger Hintergebirge, rechts die Ybbstaler Alpen und die Eisenwurzen, Berglandschaften, die zunehmend voralpinen Charakter annehmen.

Um die alte Eisenstadt Steyr bildet die Enns die Grenze zwischen Oberösterreich und Niederösterreich. Bei Steyr mündet der Steyrfluss, der zweite große Nebenfluss. Dort verlässt die Enns schließlich auch die Alpen und tritt in das Alpenvorland ein.

Vor den Alpen bildet sie am Unterlauf das sanfte und vergleichsweise kurze Untere Ennstal im Traun-Enns-Riedelland. Wenige Kilometer nördlich der Stadt Enns mündet der mittlerweile ca. 100 m breite Fluss bei Mauthausen in die Donau.

Auf den weiteren Plätzen folgen:

Salzach

Die Salzach ist mit 225 km Länge der längste und wasserreichste Nebenfluss des Inn. Sie fließt im Land Salzburg (Österreich) und in Bayern (Deutschland), ist einer der großen Alpenflüsse und entwässert die östlichen Hohen Tauern nach Norden. Salzachtal beschreibt den gesamten Flusslauf der Salzach. Der Oberlauf zieht sich charakteristisch zwischen Hohen Tauern und Salzburger Schieferalpen als Teil der nördlichen Längstalfurche in West–Ost-Richtung. Dann beschreibt sie ein Knie, durchbricht nordwärts fließend im Mittellauf Schiefer- wie Nordalpen, und bildet im Unterlauf mehrere Talmuldungen im Alpenvorland.

Wassermassen

Als Alpenfluss muss die Salzach bei ungünstigen Wetterlagen und lang anhaltendem Regen große Wassermassen aufnehmen. In der Zeit von Juni bis September führt dies regelmäßig zu Hochwässern, selten auch im Winter. Das wahrscheinlich größte Hochwasser in der Geschichte der Stadt Salzburg am 25. Juni 1786 ist durch eine Hochwassermarke in der Altstadt belegt. Auf der Gedenktafel am Haus der Natur Salzburg steht, dass die Salzach im Mai 1571 2.226 Personen das Leben kostete und im Juli des darauf folgenden Jahres 13 Häuser und Stadl mitriss. Die bisher größte Wassermenge der jüngeren Zeit floss mit 2.300-2.500 m³/s am 14. September 1899 durch die Stadt Salzburg, am 7. September 1920 annähernd 2.200 m³/s. Am 12. August 2002 erreichte die Salzach einen Pegelstand von 8,30 m im Stadtgebiet Salzburgs und lag nur 10 Zentimeter unter der kritischen Marke, die eine Überflutung weiter Teile der Altstadt zur Folge gehabt hätte. Die maximale Durchflussmenge der Salzach betrug an diesem Tag in der Stadt Salzburg 2.300 Kubikmeter pro Sekunde. Unterhalb der Saalachmündung beträgt der 100-jährliche Hochwasserabfluss dann über 3.100 m³/s. Sehr selten sind Winterhochwässer, am 21. März 2002 führte die Salzach in Salzburg 1.060 m³/s, eine Menge, die circa alle zwei Jahre auftritt, für den Monat März aber mindestens ein 100-jährliches Hochwasser darstellt.

Regulierungsmassnahmen

Bereits ein mittelgroßes Hochwasserereignis kann zu unbeherrschbaren Folgen und plötzlichen weiteren Eintiefungen um mehrere Meter führen (Sohlendurchbruch). Erhebliche Schäden an Bauwerken und Umland wären die Folge. Vor allem für Brückenpfeiler und Brückenwiderlager könnte innerhalb kürzester Zeit eine akute Gefährdung entstehen und den gesamten innerstädtischen Verkehr zum Erliegen bringen. Es besteht daher Handlungsbedarf. Eine bayerisch-österreichische Arbeitsgruppe hat Lösungsmöglichkeiten erarbeitet und führt derzeit erste Maßnahmen des Projektes „Sanierung untere Salzach“ durch. Vorgesehen sind unter anderem eine Aufweitung des Flussbetts und der Einbau von aufgelösten Sohlrampen sowie von sogenannten offenen Deckwerken. Hauptziel der Maßnahmen ist, eine weitere Eintiefung zu verhindern sowie die Flusssohle in einem eigendynamischen Prozess wieder anzuheben und diesen Zustand in ein dynamisches Gleichgewicht zu bringen. Dies bewirkt, dass kleinräumig wertvoller vitaler Auwald entstehen kann. Diese unabdingbar erforderlichen Arbeiten zur Sanierung der Salzach auf einer Länge von 60 km sind mit einem Kostenaufwand von rund 300 Mill. Euro verbunden.

2009 wurde als erstem Abschnitt mit der schrittweisen Verbreiterung der unteren Salzach unterhalb von Weitwörth, verbunden mit einer Anhebung der mittleren Salzachsohle begonnen. 2010 wird die Verbreiterung des Flusses in Richtung Oberndorf weitergeführt.

Tourismus

  • Im Haus der Natur gibt es die Dauerausstellung Lebensader Salzach
  • Der gut ausgeschilderte Tauernradweg beginnt bei den Krimmler Wasserfällen im Nationalpark Hohe Tauern und führt an Salzach, Saalach und Inn teils auf alten Treidelpfaden (Treppelwegen) bis nach Passau.
  • Von Laufen über Tittmoning führt ein Uferweg bis nach Burghausen (insgesamt ca. 40 km), der sich auf der deutschen Seite sehr gut bewandern lässt.
  • In Anlehnung an die Salzschifffahrt können im untersten Flussabschnitt sogenannte Plättenfahrten bei den lokalen Touristenbüros gebucht werden, die im Sommer mehrmals pro Monat stattfinden.

Leitha

Die Leitha ist ein 180 Kilometer langer Nebenfluss der Donau in Niederösterreich, dem Burgenland und Ungarn. Sie entsteht durch den Zusammenfluss von Schwarza und Pitten am Gemeindegebiet von Lanzenkirchen.

Über weite Strecken liegt das Flussbett trocken:

Zum einen wird bereits seinem Quellfluss Schwarza viel Wasser entnommen. Aus deren Einzugsgebiet, dem Karstwasserreservoir von Schneeberg, Rax und Schneealpe, wird die I. Wiener Hochquellenwasserleitung gespeist, die von Kaiserbrunn (Gemeinde Reichenau an der Rax) entlang der Thermenlinie durch natürliches Gefälle bis Wien führt und täglich rund 220.000 m³ Wasser in die Hauptstadt leitet.

Zum anderen werden von Schwarza und Leitha einige Kanäle abgeleitet. Bei Peisching zweigt der Kehrbach von der Schwarza ab und führt nach Wiener Neustadt. Das eigentliche Flussbett der Schwarza liegt ab hier normalerweise (Ausnahme: Hochwasser) trocken. Nach der Vereinigung von Schwarza und der Pitten zur Leitha bei Haderswörth – die Leitha wird hier zumeist bloß aus dem Wasser der Pitten gespeist – zweigt in Katzelsdorf der Mühlbach ab. Das Flussbett der Leitha bleibt ab da üblicherweise wieder – mit Ausnahme von Hochwassersituationen – trocken bis in den Raum Zillingdorf – Eggendorf – Ebenfurth.

Hochwasserschutz

Da die Leitha vor allem in Ungarn, aber auch in Österreich, immer wieder Hochwasser führt, übernahm im Jahr 2010 das Land Niederösterreich die Führung, um mit den Ländern Österreich, Tschechien, Slowakei und Ungarn die gemeinsamen Flussgebiete, zu denen auch die Leitha gehört, im Rahmen des Projektes CEframe (Central European Flood Risk Assessment and Management in CENTROPE) Grundlagen für ein zukünftiges Hochwassermanagement zu erarbeiten.

Gurk

Die Gurk (slowenisch Krka) ist mit 157 km Länge der nach der Drau zweitlängste Fluss des österreichischen Bundeslands Kärnten, dessen Landesfläche sie zu 27 % entwässert. Im 2581,63 km² großen Einzugsgebiet leben 40 % der Kärntner Bevölkerung.

Ihr Ursprung liegt in zwei kleinen Karseen am Lattersteig in den Gurktaler Alpen, östlich unterhalb der Bretthöhe (2320 m ü. A.). Der Gurksee liegt in 1970 m ü. A., ist 0,4 ha groß und 1,5 m tief, der Torersee liegt in 2010 m ü. A. Seehöhe und ist 0,35 ha groß und 1,2 m tief. Da beide Seen im Winter bis zum Grund zufrieren, leben in ihnen keine Fische.

Die Gurk durchfließt das dünn besiedelte Obere Gurktal mit der Ebene Reichenau und Gnesau, die Enge Gurk zwischen dem Gnesauer Ortsteil Gurk und Albeck, wendet sich dann nach Osten durch das mittlere Gurktal mit dem Ort Gurk und der Stadtgemeinde Straßburg, durchfließt als Untere Gurk das Krappfeld, wo sie links die Metnitz und die Görtschitz aufnimmt, wendet sich bei Brückl nach Süden und tritt dann in das Klagenfurter Becken, wo sie rechts die Glan aufnimmt, und mündet bei Stein, nach 120 km langem, sehr gewundenem Lauf, unmittelbar vor dem Völkermarkter Stausee in die Drau.

Ihr Urstrom floss vor der engen Gurk ins Tiebeltal, weshalb es heute mit der Prekoba einen sehr sanften Übergang zwischen diesen beiden Tälern gibt. In ihrem Verlauf wurden nur wenige Verkehrswege angelegt, der wichtigste war ab 1898 die Gurktalbahn, die in ihrem Gesamtverlauf 1969 (auf letzten Teilstücken 1972) stillgelegt wurde. Sie wird nur noch auf wenigen Hektometern von Treibach-Althofen bis Pöckstein-Zwischenwässern betrieben. Ihre Trasse durch Straßburg und Gurk bis Glödnitz wurde im Wesentlichen durch den Ausbau der Gurktal-Straße in den 1970er und 1980er Jahren in Anspruch genommen und deren Verlauf ist dadurch nahezu verschwunden.

Kamp

Der Kamp ist ein Fluss in Niederösterreich und mit einer Länge von 153 Kilometern der längste Fluss im Waldviertel. Der Name Kamp ist keltischen Ursprungs und geht auf das zutreffende Adjektiv kamb (“krumm”) zurück und gehört zu den ältesten Namen der Region. Nicht nur der Hauptfluss trägt den Namen Kamp, sondern auch einige seiner Zuflüsse tragen Kamp im Namen.

Verlauf

Der Kamp, der im Oberlauf auch als Großer Kamp bezeichnet wird, entspringt im Weinsberger Wald in 920 Meter Seehöhe und mündet bei einer Seehöhe von 180 Meter östlich von Krems im Tullnerfeld in die Donau. Mit einer Einzugsgebietsgröße von 1.753 km² ist er das größte Fließgewässer im Waldviertel. Das natürliche Abflussregime ist durch hohe Abflüsse im Frühjahr (März, April) und geringe Abflüsse im Spätherbst (Oktober, November) gekennzeichnet. Jedoch ist diese Abflusscharakteristik flussab durch die Errichtung von Staustufen verändert.

Während der Kamp im Oberlauf und ab Rosenburg auch historisch leicht zu überschreiten war, ist der Kamp zwischen Ottenstein und Rosenburg nur schwer passierbar. Übergänge gibt es in Krumau, Wegscheid und Steinegg, wobei diese Orte längs des Kamps verkehrsmäßig nicht verbunden sind.

Tourismus

Der Ottensteiner Stausee mit der Burg Ottenstein, aber auch das Kamptal selbst sind beliebte Erholungsgebiete. Im Unterlauf des Kamps liegt der Luftkurort Gars am Kamp, der Naturpark Kamptal sowie das Weinbaugebiet Kamptal. Letzteres umfasst alle Gemeinden des Gerichtsbezirkes Langenlois. Neben der Weinstadt Langenlois zählen dazu bekannte Weinbauorte wie Schönberg am Kamp, Zöbing, Gobelsburg oder Kammern. Hauptrebsorten des Gebietes sind der Grüne Veltliner und der Riesling. Letzterer findet seinen optimalen Anbau in den Lösshängen bei Heiligenstein und Seeberg.

Traun

Die Traun ist ein 153 km langer rechter Nebenfluss der Donau in Oberösterreich (Österreich). Der mittlere Abfluss beträgt 135 m³/s, sie entwässert den überwiegenden Teil des Salzkammerguts. Östlich der Traun erstreckt sich das Traunviertel bis zur Enns. Der Flussname Traun leitet sich vermutlich aus dem keltischen Wort druna (die Laufende) ab. Dieser Flussname wurde von den Römern später übernommen.

Das Trauntal

Das Tal der Traun ist deutlich gegliedert, und umfasst flussaufwärts folgende Regionen:

  • Unteres Trauntal von der Donau bei Linz bis Stadl-Paura, Einmündungen von Alm und Ager, Flach- und Hügelland der Welser Platte
  • Traunschlucht bis zum Traunfall, ein Eintiefungsabschnitt in die Ager-Traun-Terrassen des Alpenvorlandes
  • Mittleres Trauntal, zwischen Traunsee und Hallstättersee, zwischen Höllengebirge/Zimnitz und Traunstein-Gruppe bis Bad Ischl, und Osterhorngruppe und Totem Gebirge flussaufwärts, umfasst mit Traunsee und Ischler Becken (Ischlerland) zwei Talkessel (Raumeinheit Salzkammergut-Talungen – zu der auch die Nebentäler der Ischl und des Gosaubaches gehören)
  • Engtal der Koppentraun, zwischen Dachsteinmassiv und Sarstein
  • Ausseerland mit den Quellflüssen und -seen, Talkessel zwischen Dachsteinmassiv und Totem Gebirge

Nicht mehr Trauntal im eigentlichen Sinne ist der Nordteil des Hinterberger Tals (obere Kainischtraun), das als Talpass-Landschaft eher der inneralpinen Ennstal-Region zugerechnet wird.

Wasserqualität

Die Traun war früher in ihrem Unterlauf durch Industrie (z.B. die Papierfabriken in Laakirchen) und den Zufluss der stark belasteten Ager (Zellstofffabrik Chemiefaser Lenzing) sehr verunreinigt und wies streckenweise nur Güteklasse IV auf. Heute hat sie im gesamten Verlauf Güteklasse I oder II, man hat also auch in Wels ein paar Meter Sicht.

Der Oberlauf der Koppentraun ist ein berühmtes Fischgewässer, das über etliche Kilometer ein natürliches Flussbett bietet. Der Durchbruch der Koppentraun ist als Paddelgewässer gefürchtet gefährlich. Der Traunfall bei Steyrermühl ist einer der wenigen Flusstauchplätze für Taucher und Schnorchler in Österreich.

Deutsche Flüsse nach Anfangsbuchstabe sortiert

Fluss

Aabach – 14 km
Aar – 40 km
Abens – 76 km
Ach – 110 km
Agger – 64 km
Ahr – 86 km
Ahse – 36 km
Aich – 25 km
Aisch – 75 km
Aitrach – 15 km
Aland – 27 km
Alb (Nordschwarzwald) – 45 km
Alb (Südschwarzwald) – 41 km
Alf – 53 km
Aller – 211 km
Allna – 34 km
Alme – 60 km
Alsenz – 57 km
Alster – 53 km
Alte Oder – 33 km
Alte und Neue Jäglitz – 71 km
Altmühl – 165 km
Alz – 63 km
Ammer (Neckar) – 20 km
Ammer-Amper – 185 km
Angel – 19 km
Angerbach – 36 km
Antreff – 32 km
Argen – 72 km
Arlau – 37 km
Aschaff – 25 km
Aufseß – 18 km
Axtbach – 31 km
Baarbach – 18 km
Bahre – 16 km
Banfe – 10 km
Bära – 10 km
Barnitz – 20 km
Barthe – 39 km
Berkel – 110 km
Bever – 10 km
Bibert – 40 km
Biela – 18 km
Biese – 31 km
Bigge – 38 km
Bille – 65 km
Blau – 14 km
Blies – 99 km
Bobritzsch – 38 km
Bocholter Aa – 51 km
Bode – 140 km
Böhme – 73 km
Boye – 13 km
Breg – 49 km
Brend – 30 km
Brenz – 47 km
Brigach – 43 km
Bröl – 45 km
Buckau – 35 km
Bühler – 51 km
Chamb – 51 km
Chemnitz – 67 km
Dahme – 95 km
Dalke – 20 km
Dautphe – 8 km
Deilbach – 20 km
Delme – 45 km
Dhron – 39 km
Diemel – 105 km
Dill – 68 km
Dinkel – 93 km
Donau (mit Breg) – 2.888 km
Dosse – 94 km
Dreisam – 29 km
Düte – 35 km
Echaz – 23 km
Eckbach (Pfalz) – 43 km
Eder – 177 km
Efze – 38 km
Eger (Donau) – 37 km
Eger (Elbe) – 291 km
Eider – 188 km
Eisbach (Pfalz) – 40 km
Eitra – 8 km
Elbe – 1.091 km
Elde – 220 km
Ellebach – 33 km
Elta – 15 km
Elz – 34 km
Ems (Hessen) – 31 km
Ems – 371 km
Emscher – 84 km
Ennepe – 39 km
Enz – 112 km
Erft – 103 km
Erms – 31 km
Eschach – 37 km
Este – 44 km
Exter – 25 km
Eyach – 54 km
Federbach – 27 km
Felda – 40 km
Ferndorfbach – 24 km
Fils – 63 km
Flöha – 78 km
Fränkische Rezat – 65 km
Fränkische Saale – 142 km
Freiberger Mulde – 124 km
Fretterbach – 18 km
Frieda – 15 km
Fuhse – 98 km
Fulda – 218 km
Gelbach – 25 km
Gelster – 18 km
Gera – 30 km
Gersprenz – 47 km
Glan – 68 km
Glatt (Neckar) – 35 km
Glatt (Rhein) – 38 km
Glenne – 44 km
Glonn (Amper) – 49 km
Glonn (Mangfall) – 26 km
Glotter – 40 km
Gottleuba – 34 km
Große Laber – 85 km
Große Mittweida – 7 km
Große Röder – 90 km
Große Striegis – 48 km
Günz – 55 km
Hamme – 45 km
Hanfbach – 13 km
Hase – 193 km
Hasel – 26 km
Haune – 64 km
Havel – 325 km
Heder – 15 km
Heller – 29 km
Henne – 20 km
Holtemme – 47 km
Hönne – 30 km
Horloff – 45 km
Hörsel – 56 km
Hunte – 198 km
Iller – 147 km
Ilm (Bayern) – 82 km
Ilm (Thüringen) – 123 km
Ilmenau – 107 km
Ilz – 65 km
Inn – 517 km
Innerste – 95 km
Isar – 295 km
Ise – 50 km
Isen – 76 km
Isenach – 42 km
Issel mit Oude Ijssel – 70 km
Itz – 80 km
Jade – 22 km
Jagst – 196 km
Jeetze – 73 km
Kahl – 32 km
Kalte Bode – 17 km
Kammel – 57 km
Karthane – 48 km
Kerkerbach – 20 km
Kinzig (Hessen) – 82 km
Kinzig (Schwarzwald) – 95 km
Kirnitzsch – 45 km
Kleine Laber – 48 km
Kleine Striegis – 23 km
Kocher – 182 km
Krückau – 40 km
Kyll – 142 km
Lahn – 242 km
Lauchert – 56 km
Lausitzer Neiße – 256 km
Lauter (Donau) (Große Lauter) – 35 km
Lauter (Glan) – 32 km
Lauter (Itz) – 17 km
Lauter (Neckar) – 27 km
Lauter (Rhein) – 55 km
Lech – 265 km
Leda – 29 km
Leine – 241 km
Leitzach – 33 km
Lenne (Ruhr) – 128 km
Lenne (Weser) – 24 km
Lesum – 10 km
Liese – 18 km
Lieser – 55 km
Lippe – 255 km
Löcknitz – 66 km
Loisach – 114 km
Lossa – 41 km
Losse – 28 km
Lüder – 40 km
Luhe (Ilmenau) – 58 km
Luhe (Naab) – 35 km
Lumda – 33 km
Lune – 43 km
Lütter – 16 km
Main – 524 km
Malefinkbach – 21 km
Mangfall – 58 km
Maurine – 23 km
Mehe – 18 km
Merzbach – 28 km
Metter – 24 km
Mies – 103 km
Milde – 97 km
Mindel – 75 km
Mittelradde – 35 km
Möhne – 50 km
Mosel – 545 km
Müglitz – 49 km
Mulde – 124 km
Mümling – 50 km
Münstersche Aa – 30 km
Münzbach – 22 km
Murg (Nordschwarzwald) – 70 km
Murg (Südschwarzwald) – 20 km
Murr – 51 km
Naab mit Quellfluss Waldnaab – 165 km
Nagold – 92 km
Nahe – 116 km
Nebel – 60 km
Neckar – 367 km
Nesenbach – 12 km
Nethe – 48 km
Nidda – 98 km
Nidder – 63 km
Nied – 102 km
Nieplitz – 48 km
Niers – 116 km
Nieste – 21 km
Nims – 59 km
Nister – 64 km
Nordradde – 35 km
Nuhne – 37 km
Nuthe (Anhalt) – 39 km
Nuthe (Brandenburg) – 65 km
Ochtum – 25 km
Odeborn – 22 km
Oder – 866 km
Oese – 12 km
Ohm – 59 km
Ohre – 110 km
Oker – 105 km
Ölbach – 7 km
Orke – 32 km
Orla – 35 km
Örtze – 55 km
Oste – 153 km
Ostpeene – 35 km
Ostrach (Bayern) – 20 km
Ostrach (Oberschwaben) – 33 km
Our – 78 km
Paar – 134 km
Pader – 4 km
Parthe – 48 km
Partnach – 16 km
Peene – 156 km
Pegnitz – 115 km
Perf – 16 km
Pfefferfließ – 16 km
Pfinz – 60 km
Pfrimm – 43 km
Plane – 57 km
Pleisbach – 15 km
Pleiße – 89 km
Prim – 17 km
Prims – 51 km
Prüm – 84 km
Pulsnitz – 60 km
Queich – 52 km
Radegast – 24 km
Radolfzeller Aach – 32 km
Randow – 68 km
Recknitz – 72 km
Regen – 165 km
Regnitz – 58 km
Reiche Ebrach – 40 km
Rems – 80 km
Rench – 59 km
Rhein – 1.320 km
Rhin – 125 km
Rhume – 48 km
Riß – 20 km
Rodach – 52 km
Rodau (Main) – 30 km
Rossel – 38 km
Rot (Donau) – 54 km
Rot (Kocher) – 36 km
Rote Weißeritz – 35 km
Roter Main – 59 km
Rott (Amper) – 12 km
Rott (Inn) – 109 km
Rottach – 14 km
Ruhr – 217 km
Rur – 170 km
Ruwer – 46 km
Ryck – 28 km
Saalach – 103 km
Saale – 413 km
Saar – 246 km
Sagter Ems – 24 km
Salm – 63 km
Salzach – 225 km
Salzböde – 13 km
Sauer (Pfalz/Elsass) – 70 km
Sauer – 173 km
Schilde – 40 km
Schleuse – 34 km
Schlichem – 30 km
Schlierach – 13 km
Schmalkalde – 25 km
Schmutter – 76 km
Schondra – 31 km
Schorte – 8 km
Schunter – 57 km
Schussen – 62 km
Schwalm (Eder) – 97 km
Schwalm (Maas) – 46 km
Schwartau – 33 km
Schwarza (Saale) – 53 km
Schwarzach (Naab) – 60 km
Schwarzach (Rednitz) – 60 km
Schwarzbach (Pfalz) – 50 km
Schwarze Elster – 188 km
Schwarze Laber – 76 km
Schwentine – 62 km
Seeve – 40 km
Seidewitz – 25 km
Selbitz – 37 km
Selke – 67 km
Selz – 61 km
Sempt – 60 km
Seseke – 31 km
Sieg – 153 km
Singold – 45 km
Sinn – 50 km
Sontra – 20 km
Speyerbach – 60 km
Spree – 382 km
Sprotte – 25 km
Starzel – 30 km
Stecknitz – 56 km
Steinfurter Aa – 45 km
Steinhuder Meerbach – 29 km
Stepenitz (Brandenburg) – 84 km
Stepenitz (Mecklenburg) – 52 km
Stever – 54 km
Stör – 87 km
Streu – 40 km
Striegis – 11 km
Sude – 72 km
Sulm – 20 km
Sülz – 45 km
Sulzach – 41 km
Sülze – 20 km
Tanger – 32 km
Tauber – 122 km
Thulba – 31 km
Tiroler Achen – 79 km
Traun – 28 km
Trave – 124 km
Trebel – 74 km
Treene – 73 km
Triebisch – 37 km
Twiste (Diemel) – 35 km
Twiste (Oste) – 16 km
Uchte – 49 km
Uecker – 103 km
Ulster – 56 km
Unstrut – 192 km
Urft – 50 km
Vechte – 167 km
Vils (Donau) – 120 km
Vils (Naab) – 87 km
Volme – 50 km
Wahnbach – 25 km
Wakenitz – 14 km
Warme – 30 km
Warme Bode – 23 km
Warnow – 151 km
Watter – 21 km
Wehra – 18 km
Wehre – 36 km
Weida – 57 km
Weil – 50 km
Weißach – 18 km
Weiße Elster – 257 km
Weiße Laber – 44 km
Weißer Main – 41 km
Weißeritz – 12 km
Weißeritz mit Wilder Weißeritz – 61 km
Werra – 292 km
Werre – 98 km
Werse – 67 km
Wertach – 151 km
Weschnitz – 60 km
Wesenitz – 83 km
Weser – 433 km
Wetschaft – 22 km
Wetter – 68 km
Wied – 140 km
Wieda – 22 km
Wiehl – 33 km
Wiese – 55 km
Wieseck – 20 km
Wiesent – 78 km
Wilde Rodach – 26 km
Wilde Weißeritz – 49 km
Wipper (Sachsen Anhalt) – 85 km
Wipper (Thüringen) – 95 km
Wisper – 29 km
Wohlrose – 17 km
Wohra – 35 km
Wolfach – 25 km
Wörnitz – 132 km
Wümme – 108 km
Wupper – 114 km
Würm – 50 km
Wurm – 53 km
Wutach – 86 km
Wütende Neiße – 51 km
Zarow – 16 km
Zorge – 40 km
Zschampert – 11 km
Zschopau – 128 km
Zusam – 60 km
Zwickauer Mulde – 166 km
Zwönitz – 35 km

Wichtiger Fluss in Bayern: Die Isar

Isar Landshut

Die 295 km lange Isar ist ein Fluss in Tirol (Österreich) und Bayern (Deutschland).

Sie entspringt im Tiroler Teil des Karwendels im Hinterautal, fließt bei der deutschen Grenze durch Scharnitz und Mittenwald, im Isarwinkel durch Lenggries und Gaißach. Im Mittellauf durch die Städte Bad Tölz, Geretsried, München,Freising und Moosburg. Der Unterlauf fließt durch Landshut, Dingolfing, Landau an der Isar sowie Plattling. Gegenüber von Deggendorf mündet die Isar in die Donau. Die frühere Ausprägung als typischer Gebirgs- und Voralpenfluss mit breitem, sich ständig verlagerndem Flussbett, ausgedehnten Schotterbänken und verzweigten Flussarmen weist sie nur noch in einzelnen Bereichen des Oberlaufs auf. Nach der Donau, dem Inn und dem Main ist die Isar der viertgrößte Fluss Bayerns.

Der wichtigste Nebenfluss ist die in Moosburg zufließende Amper, gefolgt von der in Wolfratshausen mündenden Loisach.

Nach derzeitigem Forschungsstand ist der Name des Flusses auf die hypothetische indogermanische Wurzel *es oder *ismit der Bedeutung „(fließendes) Wasser“ zurückzuführen, die sich in heutigen Sprachen auf den festen Aggregatzustand des Wassers („Eis“) verengt hat.

isar-landshut-martinskirche
aktuelles Bild: Fluss Isar an der Mühleninsel in Landshut, Niederbayern (Foto: Mike Hutner)

 

Steckbrief der Isar

Daten
Gewässerkennzahl DE: 16
Lage Tirol (Österreich) und Bayern
Flusssystem Donau
Abfluss über Donau → Schwarzes Meer
Quelle Karwendel
Quellhöhe 1160 m ü. A.
Mündung Südlich von Deggendorf in die Donau
Mündungshöhe 310 Meter ber NormalNull
Höhenunterschied 850 Meter
Länge 295 km
Einzugsgebiet 8370 km²
Abfluss am Pegel Plattling
AEo: 8435 km²
Lage: 9,1 km oberhalb der Mündung
NNQ (22.09.1947)
MNQ 1926/2006
MQ 1926/2006
Mq 1926/2006
MHQ 1926/2006
HHQ (11.07.1954)
60,3 m³/s
95,3 m³/s
175 m³/s
20,7 l/(s km²)
557 m³/s
1360 m³/s
Linke Nebenflüsse Loisach, Moosach, Amper
Rechte Nebenflüsse Walchen, Sempt
Durchflossene Stauseen acht
Großstädte München
Mittelstädte Freising, Landshut
Kleinstädte Bad Tölz, Moosburg an der Isar, Dingolfing, Landau an der Isar, Plattling

Geografie

Die Isar entwässert einen großen Teil der Bayerischen Alpen sowie Teile des Karwendels nach Norden zur Donau und damit letztlich zum Schwarzen Meer hin. Insgesamt umfasst das Einzugsgebiet etwa 9000 Quadratkilometer. Da der Niederschlag im Winter vor allem in den Alpen zumeist als Schnee fällt, führt die Isar während der Schneeschmelze im Frühsommer besonders viel Wasser. Mit einem mittleren Abfluss von rund 200 Kubikmetern pro Sekunde ist sie mit mittelgroßen deutschen Flüssen wie der Mosel und dem Main vergleichbar.

Quellflüsse

Die offiziell als Isar-Ursprung bezeichneten Quellen bzw. Bäche befinden sich im Hinterautal zwischen den beiden mittleren Karwendelketten, der Gleirsch-Halltal-Kette im Süden und der Hinterautal-Vomper-Kette im Norden, auf 1160 m ü. A.. Der Lafatscherbach entspringt als längster Quellbach der Isar etwa fünf Kilometer südöstlich beim Hallerangerhaus im Gemeindegebiet von Absam. Die Quelle des Lafatscherbachs wird daher ebenfalls als Isarquelle bezeichnet.

Verlauf und Nebenflüsse

Innerhalb des Karwendelgebirges fließt die Isar nach Westen. Am Westrand erreicht sie den Ort Scharnitz, wendet sich nach Norden und passiert sogleich die Talenge der Scharnitzer Klause und hier auch die österreichisch-deutsche Grenze. Am südlichen Ortsrand von Mittenwald mündet von Westen (Südseite des Wettersteingebirges) die Leutascher Ache, fast ebenso lang wie der Lauf der Isar bis zu dieser Stelle. Zwischen Mittenwald und Krün wird die Isar am Stauwehr Krün erstmals gestaut. Ihr Wasser wird hier größtenteils abgezweigt und durch die Isarüberleitung in den Walchensee zur dortigen Stromerzeugung abgeleitet. Bei Wallgau wendet sich der Flusslauf nach Osten in den Isarwinkel und erhält dort bedeutende Zuflüsse aus dem Karwendel, den 27 km langen Rißbach und die Dürrach, dann noch denWalchen, der als Ache natürlicher Abfluss des Achensees ist und zusammen mit diesem die östliche Begrenzung des Karwendelgebietes bildet. Dürrach und Walchen erreichen den Fluss heutzutage im Sylvensteinspeicher, 1955 bis 1959 zum Zweck von Hochwasserschutz undEnergiegewinnung angelegt. Von hier fließt die Isar in nördlicher Richtung durch die Bayerischen Voralpen und ab Bad Tölz durch die würmzeitliche Moränenlandschaft des Alpenvorlandes bis in die Münchner Schotterebene. Zwischen Sylvensteinsee und Lenggries erreicht von links die Jachen, inGaißach von rechts die Große Gaißach die Isar, der natürliche Abfluss des Walchensees, dessen Wasser allerdings heute zu annähernd 100 % durch das Walchenseekraftwerk in den Kochelsee gelangt und damit in die Loisach. Diese fließt von Lermoos in Tirol entlang der Nordseite des Wettersteingebirges nach Garmisch, dann durch den Kochelsee und mündet schließlich bei Wolfratshausen in die Isar. In München wird wieder Wasser von der Isar abgezweigt, in den Mittleren-Isar-Kanal. Er führt rechts der Isar durchs Erdinger Moos und treibt sieben Wasserkraftwerke, bevor er hinter Moosburg wieder in die Isar mündet. Bei Freising erreicht die Isar den Nordrand der Schotterebene und fließt vor diesem nach Osten. Hier führt ihr die Dorfen Wasser aus dem Erdinger Moos zu. Nahe der Nordoststrecke der Ebene mündet vor Moosburg von rechts die Sempt. Hinter Moosburg mündet von links der größte Nebenfluss, die Amper, die als Ammer nahe der österreichischen Grenze südwestlich von Schloss Linderhofentspringt und erst nach Durchfließen des Ammersees den Namen Amper führt. Von Moosburg fließt die Isar in einem Urstromtal durch das von derTertiärzeit geprägte Unterbayerische Hügelland nordostwärts zum Donautal. Nach insgesamt 295 Flusskilometern, davon 263 km in Deutschland, mündet sie südöstlich von Deggendorf in der Gemeinde Moos in die Donau. Die Flussmündung liegt auf 312 Metern über Normalnull; damit hat die Isar von ihren Quellen bis zur Mündung in die Donau ein Gesamtgefälle von rund 848 Meter

Inseln

Die meisten kleinen Inseln und Kiesbänke der Isar werden durch die jährlichen Hochwasser immer wieder in Umfang und Form verändert. Einige Inseln im unmittelbaren Bereich von größeren Städten wurden im 19. Jahrhundert verbaut und so gegen Abtrag gesichert: die Museumsinsel und die Praterinsel in München sowie die Hammerinsel, die Mühleninsel und das Mitterwöhr in Landshut.

Geschichte

Isar-Muenchen-Bruecke
Bild: Im Jahr 1899 Hochwasser-Flaucherbrücke (Fluss Isar in München)

Die Isar wurde vermutlich schon seit vorgeschichtlicher Zeit als Handelsweg genutzt, um Waren aus dem Bereich der Alpen und aus Italienmit Hilfe von Flößen zur Donau zu transportieren. Eine schon bestehende Handelsstraße aus dem Inntal über den Seefelder Sattel ins nördliche Alpenvorland wurde von den Römern ab 195 n. Chr. zur Via Raetia ausgebaut. Die Isarstadt Mittenwald konnte sich so von einem römischen Posten zu einem wichtigen Umschlagsplatz für Handelswaren im Werdenfelser Land entwickeln.

Brücken über die Isar sind erst seit dem Mittelalter nachgewiesen. Die Städte München und Landshut wurden im Mittelalter im Zusammenhang mit Brückenbauten über die Isar gegründet, dabei ging es immer auch um Lenkung von Handelswegen und damit die Erringung von Macht und wirtschaftlichem Einfluss. Der weitere Ausbau der Städte erzeugte eine stete Nachfrage nach Holz und Kalk, die zu einem Aufschwung der Flößerei vor allem im Oberland führte. Seit dem 17. Jahrhundert wurden auch Waren wie Südfrüchte, Gewürze, Baumwolle und Seide vom Venezianischen Markt in Mittenwald über die Isar bis nach Wien und Budapest transportiert. Auf dem Höhepunkt der Flößerei im 19. Jahrhundert landeten in München über 8000 Flöße pro Jahr an.

Seit dem Mittelalter wurden unter anderem Wassermühlen durch die Wasserkraft der Isar angetrieben. Sie brauchten einen gleichmäßigen Wasserstand, deshalb wurde in München und in Niederbayern (Klötzlmühlbach und Längenmühlbach) Wasser aus dem Fluss in kleinere Mühlkanäle abgeleitet. Die Kanäle in München dienten als Stadtbäche zugleich der Versorgung der Bevölkerung mit Brauchwasser und speisten die Gräben vor den mittelalterlichen Stadtmauern.

Am Unterlauf der Isar zwischen Moosburg und Plattling wurde vor allem im 16. und 17. Jahrhundert Gold aus den Flussablagerungen gewaschen. Davon zeugen noch Ortsnamen wie Golding (Gemeinde Gottfrieding) und Goldern (Gemeinde Niederaichbach). Die so gewonnenen Mengen an Edelmetall waren jedoch gering und wirtschaftlich nicht von großer Bedeutung.

Während der jährlichen Hochwasser kam es immer wieder zu Überschwemmungen und Unglücksfällen in den anliegenden Städten und Gemeinden. So stürzte 1813 in München ein Vorgängerbau der heutigen Ludwigsbrücke ein und brachte so über 100 auf der Brücke stehenden Schaulustigen den Tod; beim Hochwasser 1899 stürzten ebenfalls in München die Luitpoldbrücke und die Max-Joseph-Brücke ein. Seit 1806, in Niederbayern seit etwa 1900, begann man, die Ufer zu befestigen und den Fluss zu kanalisieren, damit dieser sich tiefer in sein Bett eingrub und danach seltener übers Ufer trat. Weitere umfangreiche, regulierende Maßnahmen wurden seit den 1920er Jahren durchgeführt, um aus Wasserkraft elektrische Energie zu erzeugen. Zudem wurde in den 1950er Jahren am Oberlauf der Isar der Sylvensteinspeicher gebaut, der außer ein Kraftwerk anzutreiben auch noch gefährliche Hochwasserspitzen zurückhält. Weitere Wasserkraftwerke mit Staustufen entstanden bis in die 1980er Jahre, etwa 1984 das Wasserkraftwerk Landau.

Toll: In jüngster Zeit erst versucht ḿan, durch verschiedene Maßnahmen der Isar zumindest in Teilbereichen ihren ursprünglichen Wildflusscharakter zurückzugeben, etwa durch den Isar-Plan in München und die Renaturierung der Isarufer bei Landau.

Die Farbe der Isar ist grün. Dies lässt sich auf die Mineralien zurückführen, die der Fluss mit sich bringt. Weil der Anteil an Feinstsedimenten sehr gering ist, wie in Schnee oderGletschereis, wird das Sonnenlicht gefiltert und abgespiegelt, was die Isar nahe der Quelle bläulich erscheinen lässt. Bei Zunahme der aufgelösten Mineralstoffen, bei denen es sich in der Isar häufig um Kalkgesteine handelt, verwandelt sich die Färbung von den Alpen bis zur Mündung ins Grünliche.

Entlang der Isar wurden eine Reihe von Natur-, Landschafts- sowie für einzelne Kiesbänke auch Vogelschutzgebiete ausgewiesen, beispielsweise das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ nordöstlich von Moosburg. Dieses Naturschutzgebiet ist eine bedeutende Raststätte für durchziehende Wasservögel. Über 260 verschiedene Vogelarten wurden bislang nachgewiesen, darunter auch gefährdete Arten wie die Flussseeschwalbe und das Blaukehlchen. Das Naturschutzgebiet Isarauen zwischen Hangenham und Moosburg befindet sich nordöstlich von Freising, im Mündungsgebiet der Moosach und einiger Bachläufe. Das Landschaftsschutzgebiet „Untere Isar“ und das Naturschutzgebiet „Isarmündung“ umfassen die Auenlandschaft im Isarmündungsgebiet.

Um die Schönheit des Isartales zu erhalten, gründete Gabriel von Seidl bereits 1902 den Isartalverein. Um dieses Ziel zu erreichen, kaufte die erste Münchner Bürgerinitiative über 90 Hektar Land und betreut heute insgesamt über 330 Kilometer Wander- und Radwege.

Fauna und Flora

Der Bestand von Fauna und Flora hängt direkt mit der Gestaltung der Flusslandschaft zusammen, auf die der Mensch seit dem 19. Jahrhundert starken Einfluss nimmt. Durch Aufstauungen an zahlreichen Wehren wurde die Fließgeschwindigkeit stark herabgesetzt, was auch zur Erhöhung der Wassertemperatur führte. Fischarten, die sauerstoffreiches und kühleres Wasser als Lebensraum benötigen, wurden durch Arten aus dem Stillwasserbereich verdrängt. Durch die verringerte Fließgeschwindigkeit werden auch die Kiesbänke nur noch selten umgeschichtet, so dass diese zuwachsen. Vogelarten, die offene Kiesflächen als Brutplatz benötigen, finden hier keinen Lebensraum mehr.

Aesche Fisch Isar Muenchen
Bild: Äsche in der Isar

Durch verschiedene Maßnahmen wie die Ausweisung von Naturschutzgebieten, das Einrichten von verbesserten Fischpässen an Stauwehren oder das Erhöhen der Restwassermenge werden neue Rahmenbedingungen geschaffen, um die Lebensbedingungen für viele zum Teil seltene Tiere und Pflanzen zu verbessern. Neuere Untersuchungen an der Ammer (Amper) belegen allerdings auch, dass der Rückgang des Äschenbestandes mit der ansteigenden Population der Gänsesäger zusammenhängt. Dieser als gefährdet eingestufte Entenvogel hat sich auf die Jagd nach kleinen Fischen spezialisiert. An diesem Beispiel zeigt sich, wie schwierig es ist, ein ursprünglich vorhandenes ökologisches Gleichgewicht wiederherzustellen, wenn dieses erst einmal nachhaltig gestört wurde. Ein vergleichbarer Zusammenhang zwischen den geschützten Kormoranen und den Fischbeständen führt immer wieder zu Diskussionen zwischen Fischereivereinen und Vogelschützern.

1976 wurde der Biber im Isardelta wieder angesiedelt. Von dort aus breiteten die Tiere sich flussaufwärts aus. Ein Exemplar lebte sogar jahrelang mitten in München unmittelbar am Deutschen Museum. Auch nach dem August-Hochwasser 2005 konnte man frische Biberbissspuren an Bäumen in Isarnähe sehen.

Ein Teil der typischen Isarfische ist in seinem Bestand bedroht, wie zum Beispiel der Huchen oder der Wels. Neben diesen Arten kommen in der Isar vor allem Forellen und Barsche vor sowie Koppe, Hecht, Nerfling, Rotauge, Rotfeder, Rutte, Schleie, Barbe und Zander. Als einer der bedeutendsten Nebenflüsse der Donau lassen sich im unteren Flussbereich der Isar typische Fischarten der Donau nachweisen, so beispielsweise das Donaubachneunauge oder der Sterlet. Die Verbreitung des Donaubachneunauges in Deutschland ist unter Wissenschaftlern allerdings umstritten; möglicherweise handelt es sich hier um eine Verwechslung mit dem Ukrainischen Bachneunauge. Insgesamt sind etwa 50 einheimische Fischarten bekannt. Von der Quelle bis zur Mündung lässt sich die Isar in drei Flussregionen aufteilen: die Forellenregion von der Quelle bis Lenggries, die Äschenregion von Lenggries bis Moosburg und die Barbenregion von Moosburg bis zur Mündung.

Neben verbreiteten Vögeln wie Möwen, Schwänen oder Stockenten bietet die Isar auch anderen, weniger häufig vorkommenden Arten einen Lebensraum. So lassen sich Wasseramseln, Eisvogel, Graureiher oder auch Flussregenpfeifer beobachten. Selten geworden sind die Fluss-Seeschwalbe und der Flussuferläufer; sie gelten als gefährdet. Ihre Nester liegen sehr gut getarnt inmitten des Gerölls der Kiesbänke und werden von Erholungssuchenden, die trotz Verbots die Kiesflächen (ausgewiesene Vogelschutzgebiete) betreten, meist nicht wahrgenommen. So werden die dort brütenden Vögel besonders während der Brutzeit massiv und nachhaltig gestört. Die als Vogelschutzgebiet gekennzeichneten Bereiche dürfen jeweils in dem Zeitraum vom 15. März bis zum 10. August nicht betreten werden.

Vor allem im Ufer- und Böschungsbereich, aber auch auf den Kiesbänken kommen neben Erdkröten und Zauneidechsen auchBlindschleichen vor. Die Schlangen sind durch die Kreuzotter sowie durch die Ringel- und die Schlingnatter vertreten.

Besonders im oberen, aber teilweise auch im mittleren Flussabschnitt entstehen durch Erosion und Sedimentation immer wieder neue Flussaufschüttungen. Diese noch offenen Schotterflächen werden zuerst von Pionierpflanzen besiedelt, welche mit den schwierigen Bedingungen dort gut zurechtkommen; dazu gehören das Alpen-Leinkraut, das gelbblütige Habichtskraut und die Deutsche Tamariske. Wird die Kiesbank nicht von Hochwasser wieder abgetragen, siedeln sich nach einigen Jahren auch Weiße Silberwurz, Wacholder und schließlich auch verschiedene Weidenarten an. Bei einer weiteren Entwicklung entstehen so nach und nach lichte Kiefernwälder.

Wirtschaft

Die Isar hat keine Bedeutung für die Binnenschifffahrt und somit für den Transportverkehr, da der Fluss über seinen gesamten Verlauf nicht schiffbar ist. Früher wurden auf der Isar Holz und andere Güter in beträchtlichen Mengen von Mittenwald über München bis an die Donau geflößt. Seit dem Aufkommen von Eisenbahn und Kraftfahrzeugen wird dieser Transportweg so gut wie nicht mehr genutzt. Parallel zum Fluss entstand die Isartalbahn. Erhebliche wirtschaftliche Bedeutung erlangt der Fluss durch seine Wasserkraft, die zur Stromerzeugung unter anderem durch die Isar-Amper-Werke genutzt wird. Der Umfang der so erzeugten Energie erreicht allerdings nicht einmal mehr ein Prozent des heutigen Strombedarfes in Bayern. Durch die Kühlung des Kernkraftwerks Isar trägt die Isar jedoch indirekt zur Energieerzeugung im großen Umfang bei; als noch beide Kernkraftwerksblöcke in Betrieb waren, deckten sie etwa 40 Prozent des bayerischen Strombedarfs.

Energie

Energie durch Wasserkraft der ISar
Saubere Energie gewinnen durch Wasser der Isar

Wasserkraftwerke benötigen einen gleichmäßig hohen Wasserstand, damit die Energieerzeugung in niederschlagsarmen Monaten nicht zum Erliegen kommt. Dies wurde durch den Bau von mehreren Kanälen sichergestellt, die den Verlauf der Isar begleiten und den größeren Anteil des Flusswassers mit sich führen. Südlich von München versorgt der Mühltalkanal das Wasserkraftwerk Mühltal mit Wasser. Im Stadtgebiet von München liegen am Isar-Werkkanal drei zwischen 1900 und 1930 erbaute Kraftwerke (Isarwerke 1–3) der Stadtwerke München sowie zwei Kraftwerke von E.ON. Aus dem Werkkanal wird bei der Marienklause das Wasser für den Auer Mühlbach ausgeleitet, an dem drei weitere, kleinere Wasserkraftwerke liegen. Am Stauwehr Oberföhring am Nordrand von München zweigt der Mittlere-Isar-Kanal RichtungErding ab und fließt erst nach über 60 Kilometern wieder zurück ins Flussbett. Ein Kraftwerk am Stauwehr mit einer Leistung von einemMegawatt nutzt das in der Isar verbleibende Wasser. Die Kraftwerke entlang der Isar erzeugen im Durchschnitt etwa 2 Milliarden Kilowattstunden elektrische Energie im Jahr.

Auch der Sylvensteinsee, der 1956 als Hochwasserschutz südlich von Bad Tölz fertiggestellt wurde, wird zur Energiegewinnung genutzt. Der Stausee ist in der Lage, maximal 124 Millionen Kubikmeter Wasser zwischenzuspeichern.

Das Kernkraftwerk Isar östlich von Landshut nutzt das Wasser der Isar zur Kühlung. Durch die Kühlung des Reaktors von Isar II verdunsten 800 Liter Flusswasser pro Sekunde im Kühlturm; die markante Wasserdampffahne ist oft über 100 km hinweg aus den Bayerischen Alpen zu sehen. Bei der Kühlung des 2011 stillgelegten Siedewasserreaktors von Isar I ging i. d. R. kein Wasser für den Fluss verloren, da es um drei Grad Celsius erwärmt wieder in das Flussbett zurückgeleitet wurde.[10] Aus diesem Grund wurde die vorhandene Zellenkühleranlage erweitert und 2009 in Betrieb genommen.

Tourismus

Neben der bayerischen Landeshauptstadt und einer Reihe weiterer sehenswerter Städte entlang der Isar sind zahlreiche Isarlandschaften und Naturschutzgebiete von touristischer Bedeutung, so zum Beispiel der Isarwinkel oder die Pupplinger Au südlich von München. Über weite Strecken wird der Fluss von Radwanderwegen gesäumt, die eine Radwanderung von den Alpen bis zur Donau ermöglichen.

Isarflossfahrt
Bild: Riesenspass Flossfahrt auf der Isar

Seit einigen Jahrzehnten erlebt auch die Flößerei eine Renaissance im touristischen Sektor. Jährlich fahren in den Sommermonaten bis zu 50.000 Touristen auf großen, bis zu 20 Tonnen schweren Flößen von Wolfratshausen über eine Strecke von 25 Kilometern bis zum Floßkanal in München-Thalkirchen. Die Wehre der Kraftwerke werden dabei durch Schleusenrutschen überwunden.

Die Rutsche im Mühltal südlich von Kloster Schäftlarn überwindet auf einer Länge von 360 Metern rund 18 Höhenmeter und gilt damit als die längste Floßgasse der Welt. Die mit Musikkapelle, Tischen und Bänken, Bewirtungsmöglichkeit mit Bier und Brotzeit und auch einer Bordtoilette ausgestatteten Flöße werden nach der Ankunft am Zielort in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, auf Lkw flussaufwärts gebracht und dort für die nächste Fahrt wieder zusammengesetzt.

Das Befahren der Isar mit Kanus oder ähnlich kleinen und wendigen Booten ist über Teilstrecken problemlos möglich. Bei hoher Wasserführung kann unter anderem an der Wittelsbacher Brücke in München auch von Wellenreitern oder Kanuten gesurft werden.

An einigen Stellen entlang der Isar wird nackt gebadet, so beispielsweise nördlich von Wolfratshausen im Bereich der Pupplinger Au. Im südlichen Stadtgebiet von München sind sogar FKK-Gelände offiziell ausgewiesen. Viele Münchner lassen sich allerdings – unabhängig von offiziellen Ausweisungen – auch im inneren Stadtbereich nackt am Ufer oder auf den Kiesinseln von der Sonne bräunen.

Die Isar begleitet der Isar-Radweg, ein relativ einfach zu fahrender Radweg, von Mittenwald über Landshut bis Plattling.

Die fünf größten Flüsse Bayerns

Die Donau ist mit seiner Länge von 2857 Kilometern nach der Wolga, die 3530 Kilometer Länge aufweist, der größte Fluss Bayerns mit 1490 m³/s Wasserdurchfluss und zudem der zweitgrößte und zweitlängste Flusslauf in Europa. Der Strom entwässert weite Teile Mittel- und Südosteuropas. Er verbindet als Wasserweg sehr heterogene Kultur- und Wirtschaftsräume und durchfließt dabei zehn Länder – so viele wie kein anderer Fluss auf der Erde!

1. Die Donau und der Grasfrosch

Grosster Fluss Bayerns Donau

Die Donau führt ihren Namen ab der Vereinigung zweier Quellflüsse, der Brigach und der größeren Breg, die beide im Mittleren Schwarzwald entspringen und mündet schließlich im Donaudelta in das Schwarze Meer.

Das Bild zeigt die Donau bei Kelheim in Niederbayern. Im Hintergrund befindet sich die Befreiungshalle.

In Süddeutschland durchfließt die Donau neben einigen kleineren auch große Städte wie Tuttlingen, Ulm, Neu-Ulm, Neuburg, Ingolstadt, Regensburg, Straubing und Passau. Von der Bregquelle bis zur österreichischen Grenze legt die Donau ihre ersten gut 618 Kilometer zurück. Es ist die viertlängste Flussstrecke in Deutschland.

Bedeutende Bauwerke entlang der Donau sind die Erzabtei Beuron, das Fürstenschloss der Hohenzollern in Sigmaringen, das gotische Münster zu Ulm mit dem höchsten Kirchturm der Welt (161,53 m), die am Eingang zur klammartigen Weltenburger Enge errichtete Abtei Weltenburg und die Befreiungshalle bei Kelheim an deren Ende. Es folgen die Steinerne Brücke und der Dom St. Peter in Regensburg sowie die Walhalla bei Donaustauf etwa zehn Kilometer weiter östlich.

Wer braucht das Wasser der Donau?

Die Donau ist entlang ihres Laufes für rund zehn Millionen Menschen eine bedeutende Trinkwasserquelle. In Baden-Württemberg beliefert der Zweckverband Wasserversorgung den gesamten Raum zwischen Stuttgart, Bad Mergentheim, Aalen und dem Alb-Donau-Kreis mit Trinkwasser, von dem gut 30 Prozent (etwa 30 Millionen Kubikmeter) aufbereitetes Donauwasser sind. Auch Städte wie Ulm, oder Passau, verwenden großteils noch Donauwasser als Trinkwasser.

Schiffahrt auf dem Fluss

Für die Großschifffahrt ist die Donau erst ab km 2415 bei Kelheim (etwa 440 Kilometer unterhalb der Quelle) befahrbar. Die 203 km lange deutsche Strecke von Kelheim bis zur österreichischen Grenze ist eine Bundeswasserstraße, zuständig ist das Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg. Von Kelheim bis zum Schwarzen Meer gibt es insgesamt 20 Staustufen mit Schleusen, davon sechs in Deutschland. Die Donau ist mit dem Main-Donau-Kanal, welcher bei Kelheim in die Donau mündet, von der Nordsee über den Rhein und den Main bis ins Schwarze Meer auch eine durchgehende internationale Wasserstraße.

Neben der Frachtschifffahrt gibt es noch viele Hotelschiffe, welche zu Mehrtages-Kreuzfahrten vorwiegend zwischen Passau, Budapest und dem Schwarzen Meer ablegen. Die meisten Tagesausflugsschiffe in Deutschland nehmen Passau (Wurm & Köck) als Anlaufstelle.

Neben vielen berühmten und sehenswerten Einzelzielen entlang der Donau sind zahlreiche Donaulandschaften und Nationalparks von touristischer Bedeutung, so zum Beispiel der Naturpark Obere Donau in Deutschland.

Auch der Flusskreuzfahrttourismus ist bedeutend, einzelne Schiffe fahren von Passau bis in das Donaudelta und zurück. Zur Hochsaison sind über 70 Kreuzfahrtschiffe im Einsatz.

Freizeitgestaltung entlang der Donau

Insbesondere auf der nicht schiffbaren und daher verkehrsfreien oberen Donau gibt es die Möglichkeit zu Kanu-, Paddel- und Bootstouren. Auch eine gute Infrastruktur und die Rad-, Wander- und Reisemöglichkeiten entlang des Flusses ziehen internationales Publikum an. Der Donauradweg, der Donausteig und die Straße der Kaiser und Könige tragen weitestgehend zum touristischen Erfolg des Donauraums bei.

Entlang der Donau führt der Donauradweg, ein Radfernweg, der besonders in Deutschland und Österreich stark frequentiert wird. Dieser verläuft vom Donauursprung bis zur Mündung ins Schwarze Meer und zählt zu den zehn beliebtesten deutschen Radfernwegen.

Im Jahr 2010 wurde der Donausteig eröffnet – ein Fernwanderweg von Passau nach Grein. Der Weitwanderweg ist etwa 450 Kilometer lang und gliedert sich in 23 Etappen. Das Gebiet fünf bayrischer und 40 österreichischer Gemeinden wird durchquert. Beliebte Landschafts- und Aussichtspunkte zählen zu den Höhepunkten des Donausteigs, der größtenteils entlang beider Donauufer verläuft. Mittlerweile können Reisende nicht mehr nur zu Wasser, sondern auch mit der Bahn, mit dem Rad entlang des Donauradwegs oder zu Fuß über den Donausteig, die von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärten Städte Regensburg, Wachau und Wien besichtigen.

Als Straße der Kaiser und Könige wird eine internationale touristische Straße entlang der Donau genannt. Sie führt von Regensburg über Passau, Linz und Wien bis ins ungarische Budapest. 10 Tourismusorganisationen und Schifffahrtsunternehmen sowie einige Städte beteiligen sich an der Erhaltung dieses gemeinsamen europäischen Erbes. Ziel dieser Organisation ist die touristische Erhaltung, Belebung und historische Hinterlegung der Flusslandschaft und des Kulturraums nahe der Donau.

Warum findet sich der Grasfrosch an der Donau?

Der Grasfrosch ist nicht typisch für den Aubereich. Im Nationalpark Donau-Auen sind seine Vorkommen lokal begrenzt, scheinen sich aber auszubreiten.

Merkmale

Der größte und plumpeste Braunfrosch. Durch dunkelbraune bis schwärzliche Flecken auf braunem oder rötlichbraunem Grund erscheint die Oberseite häufig kontrastreich gefärbt. Das Trommelfell ist kleiner als der Augendurchmesser, fast immer zieht sich ein dunkler Schläfenfleck zum Vorderbeinansatz. Die Bauchseite ist zumeist grau oder gelblich und dunkel marmoriert. Zur Paarungszeit können die Männchen eine leicht bläuliche Kehlfärbung aufweisen, welche aber nie die Intensität des Moorfrosches erreicht. Von den anderen Braunfröschen ist er durch den plumperen Körperbau und den zumeist marmorierten Bauch gut unterscheidbar.

Verbreitung

Ganz Mittel- und Nordeuropa wird vom Grasfrosch besiedelt. Er ist vom Tiefland bis in die hohe Bergregion heimisch. Im Nationalpark Donau-Auen etwa sind seine Vorkommen eher gering und lokal begrenzt. Der Grasfrosch ist nicht typisch für den Aubereich, scheint aber derzeit in Ausbreitung begriffen zu sein. Eventuell kann dies als Indikator einer allgemeinen Veränderung der Auenlandschaft rund um die Donau gewertet werden. 

2. Der Inn – in der Schweiz “erfunden”

Fluss Inn Wasserburg

Der Inn ist ein 517 km langer, durch die Schweiz, Österreich und Deutschland verlaufender rechter Nebenfluss der Donau. Der Fluss entspringt beim Malojapass im Schweizer Engadin in 2.484 Metern Höhe nahe dem Lunghinsee. An der Mündung bei Passau fließen dann im Mittel 738 m³/s Wasser in die nur 690 m³/s heranführende Donau.

Damit ist der Inn der zweitgrößte Fluss Bayerns. Im Bild sehen Sie den Verlauf des Inns bei Wasserburg in Oberbayern. Der Inn fließt in Bayern an diesen größeren Städten entlang: Rosenheim, Wasserburg am Inn, Mühldorf am Inn, Neuötting, Marktl, Simbach am Inn und Passau

Zwischen Kufstein und Erl verläuft die österreichisch-deutsche Staatsgrenze in Flussmitte. Danach durchquert der Inn die südöstliche Ecke Bayerns. Ab der Mündung der Salzach bis zur Stadtgrenze von Passau markiert er wieder die deutsch-österreichische Grenze. Am unteren Inn stehen mehrere große Stauwerke.

Der Inn mündet in der „Dreiflüssestadt“ Passau in die Donau. Noch ein längeres Stück nach dem Zusammenfluss bleiben das grüne Gletscherschmelzwasser des Inns, das blaue Donauwasser und das dunkle Moorwasser der von Norden mündenden Ilz in der Donau unvermischt unterscheidbar. Auffallend ist, wie stark das grüne Wasser des Inns das Wasser der Donau beiseite drängt. Dies hängt mit der zeitweise sehr großen Wassermenge des Inns und den unterschiedlichen Tiefen der beiden Gewässer zusammen (Inn: 1,90 Meter, Donau: 6,80 Meter) – „der Inn überströmt die Donau“.

Welche Tiere leben vom und am Inn?

Am unteren Inn hat sich durch den Kraftwerksbau die Fischfauna verändert. Neben den früher typischen Arten Barbe, Nase und Huchen haben sich Fischarten, die ruhigere Flussabschnitte oder stehende Gewässer bevorzugen, angesiedelt. Dazu zählen Brachse, Karpfen, Hecht, Rotfeder und Rotauge.

Der Europäische Biber wurde in den 1970er Jahren auf der bayerischen Seite der Innstauseen wieder angesiedelt und hat sich seither ausgebreitet. Zwischen der Salzachmündung und der Antiesenmündung finden sich rund 15 Reviere, der Biber ist aber auch flussaufwärts bis ins Tiroler Oberinntal gewandert. Allmählich siedelt sich am unteren Inn auch der Fischotter wieder an.

Die Auen dienen zahlreichen, darunter etlichen gefährdeten, Vogelarten als Lebens- und Brutraum. Bedeutsam sind u.a. Brutvorkommen von Flußuferläufer, Nachtigall und Gartenbaumläufer in der Silzer Innau, vom Flussregenpfeifer in der Innschleife bei Kirchbichl, oder von Zwergdommel, Nachtreiher, Seidenreiher, Rohrweihe, Schwarzmilan, Schwarzkopfmöwe, Flussseeschwalbe, Eisvogel, Blaukehlchen, Brandgans, Weißkopfmöwe, Lachmöwe und Flussseeschwalbe am Unteren Inn.

Wo wird der Inn zur Freizeitgestaltung genutzt?

Der Inn weist in Bayern im gesamten Verlauf Gewässergüteklasse II (mäßig verunreinigt). Entlang der Hochwasserdämme führen auf weiten, zusammenhängenden Strecken Radwege. Der Inn-Radweg folgt dem Flusslauf von Maloja bis zur Mündung. Entlang des Inn liegen viele Baggerseen, die durch Kiesgewinnung entstanden sind. Örtlich verkehren linienmäßig Personenschiffe. Das Inn-Museum in Rosenheim dokumentiert die Geschichte des Inn und der Innschifffahrt.

3. Die Salzach – Gebirgsfluß Made in Austria

Burghausen-Ach-Salzach

Die Salzach ist mit 225 km Länge der längste und wasserreichste Nebenfluss des Inn in Österreich und Deutschland. Die Salzach ist einer der großen Alpenflüsse und entwässert die östlichen Hohen Tauern nach Norden.

Die Salzach verdankt ihren Namen der Salzschifffahrt, die bis ins 19. Jahrhundert auf dem Fluss betrieben wurde. Bis nach 1800 hieß der Fluss allgemein Salza.

Flussverlauf

Die Salzach entspringt in den Kitzbüheler Alpen im Westen Salzburgs. Im Unterlauf verlässt die Salzach die Alpen in das Salzburg-Freilassinger Becken, durchfließt den unteren Tennengau mit Golling und Hallein, und den Flachgau mit der Stadt Salzburg und Freilassing an der Saalach.

Anschließend durchbricht sie die Laufener Enge bei Oberndorf, durchströmt das Tittmoninger Becken und die Nonnreiter Enge und mündet im Becken von Überackern, zwischen Burghausen an der Salzach und Braunau am Inn auf einer Höhe von 344 m ü. NN bei Haiming in den von Westen kommenden Inn. Sie bildet auf etwa 59 km Länge die Grenze zwischen Österreich und Deutschland, und hat ein Einzugsgebiet von rund 6.700 km². Der mittlere Wasserabfluss bei Burghausen beträgt etwa 251 m³/s. Damit ist die Salzach der drittgrößte Fluss in Bayern.

Tourismus und Freizeit

  • Der gut ausgeschilderte Tauernradweg beginnt bei den Krimmler Wasserfällen im Nationalpark Hohe Tauern in Österreich und führt an Salzach, Saalach und Inn teils auf alten Treidelpfaden (Treppelwegen) bis nach Passau.
  • Von Laufen über Tittmoning führt ein Uferweg bis nach Burghausen (insgesamt ca. 40 km), der sich auf der deutschen Seite sehr gut bewandern lässt.
  • In Anlehnung an die Salzschifffahrt können sogenannte Plättenfahrten bei den lokalen Touristenbüros gebucht werden, die im Sommer mehrmals pro Monat stattfinden.

4. Der Grüne Fluss – Die Isar kommt aus Tirol (Österreich)

isar-landshut-martinskirche

Die 295 km lange Isar ist ein Fluss in Tirol (Österreich) und Bayern (Deutschland).

Sie entspringt im Tiroler Teil des Karwendels im Hinterautal, fließt bei der deutschen Grenze durch Scharnitz und Mittenwald, im Isarwinkel durch Lenggries und Gaißach. Im Mittellauf durch die Städte Bad Tölz, Geretsried, München, Freising und Moosburg.

Im Bild ist die Isar im Bereich Landshuts mit Blick von der Mühleninsel auf die Martinskirche.

Der Unterlauf fließt durch Landshut, Dingolfing, Landau an der Isar sowie Plattling. Gegenüber von Deggendorf mündet die Isar in die Donau. Die frühere Ausprägung als typischer Gebirgs- und Voralpenfluss mit breitem, sich ständig verlagerndem Flussbett, ausgedehnten Schotterbänken und verzweigten Flussarmen weist sie nur noch in einzelnen Bereichen des Oberlaufs auf. Nach der Donau, dem Inn und der Salzach ist die Isar der viertgrößte Fluss Bayerns.

Die meisten kleinen Inseln und Kiesbänke der Isar werden durch die jährlichen Hochwasser immer wieder in Umfang und Form verändert. Einige Inseln im unmittelbaren Bereich von größeren Städten wurden im 19. Jahrhundert verbaut und so gegen Abtrag gesichert: die Museumsinsel und die Praterinsel in München, sowie die Hammerinsel, die Mühleninsel und das Mitterwöhr in Landshut.

Geographische Enteilung

Die Isar entwässert einen großen Teil der Bayerischen Alpen, sowie Teile des Karwendels nach Norden zur Donau und damit letztendlich zum Schwarzen Meer hin. Insgesamt umfasst das Einzugsgebiet etwa 9.000 Quadratkilometer. Da der Niederschlag im Winter vor allem in den Alpen zumeist als Schnee fällt, führt die Isar während der Schneeschmelze im Frühsommer besonders viel Wasser. Mit einem mittleren Abfluss von rund 200 Kubikmetern pro Sekunde ist sie mit mittelgroßen deutschen Flüssen wie der Mosel und dem Main vergleichbar. Der wichtigste Nebenfluss ist die in Moosburg zufließende Amper, gefolgt von der in Wolfratshausen mündenden Loisach.

Gibt es Gold an der Isar?

Am Unterlauf der Isar zwischen Moosburg und Plattling wurde vor allem im 16. und 17. Jahrhunderts Gold aus den Flussablagerungen gewaschen. Davon zeugen noch Ortsnamen wie Golding (Gemeinde Gottfrieding) und Goldern (Gemeinde Niederaichbach). Die so gewonnenen Mengen an Edelmetall waren jedoch gering und wirtschaftlich nicht von großer Bedeutung. Eventuell finden sich auch v       heute noch Ablagerungen des Edelmetalls in der Isar?

Renaturierungsökologie

In jüngster Zeit wird versucht, durch verschiedene Maßnahmen der Isar ihre Ursprünglichkeit wiederzugeben. So wurde zum Beispiel seit Mai 2000 ein acht Kilometer langer Teilbereich der Flusslandschaft im südlichen Stadtgebiet von München renaturiert. Dazu wurde das Flussbett aufgeweitet, die Ufer wurden abgeflacht und Kiesinseln sowie naturnahe Sohlrampen angelegt. Auch die vorhandenen Deiche wurden erhöht, verbreitert und durch den Einbau einer Dichtwand verstärkt. Bei der Verlängerung der Konzession für das Wasserkraftwerk Mühltal wurden mit Bescheid vom 28. Juni 1995 Auflagen erteilt, die eine eigenständige Regeneration der natürlichen Fließgewässerfunktionen begünstigen sollen. So wurde für die Ausleitungsstrecke ein Mindestwasserabfluss von 15 m³/s – nach vorher 5 m³/s – gefordert und die Entfernung von Uferverbauung auf mehr als 7 km Länge. Wegen der Entfernung der Verbauungen haben die Hochwässer in den Jahren 1999, 2002 und 2005 dazu geführt, dass die Isar nun auf mehreren 100 m Länge ihr Flussbett deutlich aufgeweitet hat und wieder Elemente einer alpin geprägten Flusslandschaft zeigt.

Trotz besseren Schutzes vor Hochwasser ist die Flusslandschaft der Isar heute deshalb wieder naturnäher und dieses wichtigste Naherholungsgebiet im Großraum München hat an Reiz für die Besucher gewonnen. Durch Aufrüstung verschiedener Klärwerke entlang der Isar hat auch die Wasserqualität zugenommen, das Flusswasser gehört derzeit der Gewässergüteklasse II an, gilt also als mäßig belastet. Hoch ist allerdings nach wie vor die Keimzahl.

Gemeinsam mit einer Reihe anderer Städte und Gemeinden entlang der Isar hatte sich die Stadt München 1998 zum Ziel gesetzt, die Wasserqualität so weit zu verbessern, dass die Isar offiziell zum Baden freigegeben werden kann. Das Ziel wurde bisher nur zum Teil erreicht: Am Isaroberlauf wurden Klärwerke in Betrieb genommen, die durch Behandlung des Abwassers mit ultraviolettem Licht die Zahl der Keime drastisch reduzieren, so dass die Stadt München 2005 die Warntafeln, die vor dem Infektionsrisiko mit Keimen beim Baden warnten, entfernen konnte. Somit kann die EG-Richtlinie für Badegewässer während der Betriebszeit der UV-Desinfektionsanlagen zwischen 15. April und 30. September meistens eingehalten werden.

Jedoch kann die Isar im Bereich des Stadtgebiets nicht als Badegewässer ausgewiesen werden, da aufgrund der Einträge durch Niederschläge, insbesondere bei Starkregen, die Wasserqualität zu sehr einbrechen kann.

Warum ist die Isar grün?

Die Farbe der Isar ist grün. Dies lässt sich auf die Mineralien zurückführen, die der Fluss mit sich bringt. Weil der Anteil an Feinstsedimenten sehr gering ist, wie in Schnee oder Gletschereis, wird das Sonnenlicht gefiltert und abgespiegelt, was die Isar nahe der Quelle bläulich erscheinen lässt. Bei Zunahme der aufgelösten Mineralstoffen, bei denen es sich in der Isar häufig um Kalkgesteine handelt, verwandelt sich die Färbung von den Alpen bis zur Mündung ins Grünliche.

Protektion der Flora und Fauna

Entlang der Isar wurden eine Reihe von Natur-, Landschafts- sowie für einzelne Kiesbänke auch Vogelschutzgebiete ausgewiesen, beispielsweise das Naturschutzgebiet „Vogelfreistätte Mittlere Isarstauseen“ nordöstlich von Moosburg. Dieses Naturschutzgebiet ist eine bedeutende Raststätte für durchziehende Wasservögel. Über 260 verschiedene Vogelarten wurden bislang nachgewiesen, darunter auch gefährdete Arten wie die Flussseeschwalbe und das Blaukehlchen. Das Naturschutzgebiet Isarauen zwischen Hangenham und Moosburg befindet sich nordöstlich von Freising, im Mündungsgebiet der Moosach und einiger Bachläufe. Das Landschaftsschutzgebiet „Untere Isar“ und das Naturschutzgebiet „Isarmündung“ umfassen die Auenlandschaft im Isarmündungsgebiet.

Um die Schönheit des Isartales zu erhalten, gründete Gabriel von Seidl bereits 1902 den Isartalverein. Um dieses Ziel zu erreichen, kaufte die erste Münchner Bürgerinitiative über 90 Hektar Land und betreut heute insgesamt über 330 Kilometer Wander- und Radwege.

Fauna und Flora

1976 wurde der Biber im Isardelta wieder angesiedelt. Von dort aus breiteten die Tiere sich flussaufwärts aus. Ein Exemplar lebte sogar jahrelang mitten in München unmittelbar am Deutschen Museum. Auch nach dem August-Hochwasser 2005 konnte man frische Biberbissspuren an Bäumen in Isarnähe sehen.

Ein Teil der typischen Isarfische ist in seinem Bestand bedroht, wie zum Beispiel der Huchen oder der Wels. Neben diesen Arten kommen in der Isar vor allem Forellen und Barsche vor sowie Koppe, Hecht, Nerfling, Rotauge, Rotfeder, Rutte, Schleie, Barbe und Zander. Insgesamt sind etwa 50 einheimische Fischarten bekannt.

Von der Quelle bis zur Mündung lässt sich die Isar in drei Flussregionen aufteilen: die Forellenregion von der Quelle bis Lenggries, die Äschenregion von Lenggries bis Moosburg und die Barbenregion von Moosburg bis zur Mündung.

Neben verbreiteten Vögeln wie Möwen, Schwänen oder Stockenten bietet die Isar auch anderen, weniger häufig vorkommenden Arten einen Lebensraum. So lassen sich Wasseramseln, Eisvogel,Graureiher oder auch Flussregenpfeifer beobachten. Selten geworden sind die Fluss-Seeschwalbe und der Flussuferläufer; sie gelten als gefährdet. Ihre Nester liegen sehr gut getarnt inmitten des Gerölls der Kiesbänke und werden von Erholungssuchenden, die trotz Verbots die Kiesflächen (ausgewiesene Vogelschutzgebiete) betreten, meist nicht wahrgenommen. So werden die dort brütenden Vögel besonders während der Brutzeit massiv und nachhaltig gestört. Die als Vogelschutzgebiet gekennzeichneten Bereiche dürfen jeweils in dem Zeitraum vom 15. März bis zum 10. August nicht betreten werden.

Vor allem im Ufer- und Böschungsbereich, aber auch auf den Kiesbänken kommen neben Erdkröten und Zauneidechsen auch Blindschleichen vor. Die Schlangen sind durch die Kreuzotter sowie durch die Ringel- und die Schlingnatter vertreten.

Besonders im oberen, aber teilweise auch im mittleren Flussabschnitt entstehen durch Erosion und Sedimentation immer wieder neue Flussaufschüttungen. Diese noch offenen Schotterflächen werden zuerst von Pionierpflanzen besiedelt, welche mit den schwierigen Bedingungen dort gut zurechtkommen; dazu gehören das Alpen-Leinkraut, das gelbblütige Habichtskraut und die Deutsche Tamariske. Wird die Kiesbank nicht von Hochwasser wieder abgetragen, siedeln sich nach einigen Jahren auch Weiße Silberwurz, Wacholder und schließlich auch verschiedene Weidenarten an. Bei einer weiteren Entwicklung entstehen so nach und nach lichte Kiefernwälder.

Tourismus

Neben der bayerischen Landeshauptstadt und einer Reihe weiterer sehenswerter Städte entlang der Isar sind zahlreiche Isarlandschaften und Naturschutzgebiete von touristischer Bedeutung, so zum Beispiel der Isarwinkel oder die Pupplinger Au südlich von München. Über weite Strecken wird der Fluss von Radwanderwegen gesäumt, die eine Radwanderung von den Alpen bis zur Donau ermöglichen.

Seit einigen Jahrzehnten erlebt auch die Flößerei eine Renaissance im touristischen Sektor. Jährlich fahren in den Sommermonaten bis zu 50.000 Touristen auf großen, bis zu 20 Tonnen schweren Flößen von Wolfratshausen über eine Strecke von 25 Kilometern bis zum Floßkanal in München-Thalkirchen. Die Wehre der Kraftwerke werden dabei durch Schleusenrutschen überwunden. Die Rutsche im Mühltal südlich von Kloster Schäftlarn überwindet auf einer Länge von 360 Metern rund 18 Höhenmeter und gilt damit als die längste Floßgasse der Welt. Die mit Musikkapelle, Tischen und Bänken, Bewirtungsmöglichkeit mit Bier und Brotzeit und auch einer Bordtoilette ausgestatteten Flöße werden nach der Ankunft am Zielort in ihre einzelnen Bestandteile zerlegt, auf Lkw flussaufwärts gebracht und dort für die nächste Fahrt wieder zusammengesetzt.

Das Befahren der Isar mit Kanus oder ähnlich kleinen und wendigen Booten ist über Teilstrecken problemlos möglich. Bei hoher Wasserführung kann unter anderem an der Wittelsbacher Brücke in München auch von Wellenreitern oder Kanuten gesurft werden.

An einigen Stellen entlang der Isar wird nackt gebadet, so beispielsweise nördlich von Wolfratshausen im Bereich der Pupplinger Au. Im südlichen Stadtgebiet von München sind sogar FKK-Gelände offiziell ausgewiesen. Viele Münchner lassen sich allerdings – unabhängig von offiziellen Ausweisungen – auch im inneren Stadtbereich nackt am Ufer oder auf den Kiesinseln von der Sonne bräunen.

Die Isar begleitet der Isar-Radweg, ein relativ einfach zu fahrender Radweg, von Mittenwald über Landshut bis Plattling.

 5. Der weißrote Main

Main - Fluss Frankfurt-Obermainbrücke

Der Main ist mit 527 km Fließstrecke der längste rechte Nebenfluss des Rheins.

Die Quellflüsse des Mains entspringen im Fichtelgebirge (Weißer Main) und in der Fränkischen Alb (Roter Main). Westlich des in die Stadt Kulmbach eingemeindeten Orts Melkendorf vereinigen sich die beiden Quellflüsse zum eigentlichen Main. Der Flusslauf hält trotz vieler markanter Richtungswechsel seine – in Mitteleuropaseltene – ostwestliche Hauptrichtung bei und berührt dabei mehrere fränkischeMittelgebirge, das fränkische Weinbaugebiet und zahlreiche, teils gut erhaltene historische Stadtkerne. Besonders prägnante Großstadträume durchfließt der Main in Würzburg und Frankfurt. Gegenüber der Mainzer Altstadt – zwischen Ginsheim-Gustavsburg und dem Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kostheim – mündet er in denRhein. Von dort (Kilometer 0) bis oberhalb der Eisenbahnbrücke bei Hallstadt(Kilometer 387,69) ist der Main (Ma) Bundeswasserstraße.

Die 388 km lange schiffbare Strecke beginnt bei Bamberg und ist seit 1992 über den Main-Donau-Kanal mit der Donau verbunden. Vor allem im Ballungsraum Rhein-Main um Frankfurt befinden sich mehrere große Binnenhäfen. Der Main verläuft durch die Bundesländer Bayern und Hessen. Baden-Württemberg hat im Bereich der Stadt Wertheim auf rund 25 km Länge Anteil am linken Ufer. Entlang des Mains verlaufen der Main-Wanderweg und der Main-Radweg.

Das Einzugsgebiet des Mains und seiner Nebenflüsse umfasst 27.292 km2 und erstreckt sich über den größten Teil Frankens, den nordöstlichsten Teil Badens und den Norden Südhessens. Es grenzt im Süden an das Einzugsgebiet der Donau, die Grenze zwischen beiden ist Teil der Europäischen Hauptwasserscheide. Der Main ist mit einem mittleren Abfluss von 225 mpro Sekunde an der Mündung in den Rhein nach Aare (560 m3/s), Maas (357 m3/s) und Mosel(315 m3/s) der viertgrößte Nebenfluss des Rheins und der fünftgrößte Fluss Bayerns.

Flussverlauf

Der Main fließt in weiten Bögen von Ost nach West durch Oberfranken, Unterfranken und Südhessen und durchquert dabei die Städte Bayreuth (am Roten Main), Kulmbach, Lichtenfels, Schweinfurt, Würzburg, Aschaffenburg und Frankfurt am Main, dann mündet er an der Mainspitze gegenüber von Mainz in den Rhein.

Während der Main vor allem im unterfränkischen Abschnitt durch siedlungsarmes Gebiet fließt, ist ein Großteil der Untermainebene von Aschaffenburg bis zur Mündung von den großen Siedlungsflächen und vielen Verkehrswegen der Rhein-Main-Region bestimmt.

Quellflüsse

Der Main hat zwei kurze Quellflüsse, den Weißen und den Roten Main.

Der Weiße Main

Der 41 km lange Weiße Main ist der rechte und nördliche Quellfluss des Mains. Er entspringt im Fichtelgebirge – 20 km Luftlinie nordöstlich von Bayreuth, nordwestlich von Fichtelberg. Seine in Granit gefasste Quelle liegt auf 887 m ü. NN am Osthang des 1024 m hohen Ochsenkopfs.

Der Weiße Main verdankt seinen Namen dem hellen Granitgestein seines Quellgebiets, das sein Wasser weißlich erscheinen lässt.

Roter Main

Der 73 km lange Rote Main ist der linke und südliche Quellfluss des Mains. Er entspringt in derFränkischen Alb – 10 km südlich von Bayreuth, 5 km westlich von Creußen. Seine ungefasste Quelle (hölzernes Rohr) liegt im Lindenhardter Forst knapp 2 km nordwestlich von Hörlasreuth. Der Fluss führt Sediment aus dem lehmigen Grund seines Einzugsgebiets mit, was ihm eine rötliche Farbe gibt und seinen Namen bestimmte.

Hörlasreuth ist das erste Dorf, das der Rote Main berührt, das Städtchen Creußen der erste größere Ort. Der Rote Main fließt weiter in nördlicher Richtung bis Bayreuth und dann in zahlreichen Mäandern nordwestwärts durch ein weites Tal.

Die beiden Quellflüsse vereinigen sich am westlichen Stadtrand von Kulmbach bei Schloss Steinenhausen. An dieser Stelle beginnt der als Main bezeichnete Flussabschnitt. Hier endet die flussaufwärtige Zählung der Flusskilometer.

Maindreieck

Die zwei Schenkel des Maindreiecks spannt der Main zwischen den Städten Schweinfurt und Frickenhausen am Main sowie dem nahen Ochsenfurt und Gemünden auf, sie bilden auf der Landkarte ein nach Norden offenes abgestumpftes Dreieck. Am Maindreieck und seiner Umgebung liegt ein großer Teil der Anbaufläche des Weinbaugebietes Franken.

Der Main als Schwimmbad?

Der Aus- und Neubau von kommunalen und industriellen Kläranlagen sowie Verfahrensverbesserungen der Industrie sorgten dafür, dass sich die Wasserqualität des Mains in den 90er Jahren allmählich verbesserte. Nach dem aktuellen Bericht zur Biologischen Gewässergüte der Fließgewässer in Hessen entsprach die Wasserqualität des Mains im Jahr 2000 im gesamten hessischen Abschnitt der Güteklasse II (mäßig belastet). Die verbleibende Wasserbelastung ist zu einem erheblichen Teil auf Oberflächenabflüsse, z. B. nach starken Regenfällen, oder auf Belastungen aus der Landwirtschaft zurückzuführen und nur schwer weiter zu verringern.

Es wird trotzdem weiterhin davon abgeraten, im Main zu baden, da mikrobielle Verunreinigungen nicht ausgeschlossen werden können. Im Jahr 2004 wurde diskutiert, die Wasserqualität auf dem Flussabschnitt zwischen den Staustufen Offenbach und Griesheim durch Einleitung von mehreren 100.000 m³ Trinkwasser zeitweise so zu verbessern, dass der Schwimmwettbewerb des Triathlon Ironman Germany im Main ausgetragen werden kann, statt wie bisher im Langener Waldsee. Die Pläne waren jedoch in der Öffentlichkeit umstritten und konnten bislang nicht realisiert werden.

Welche Fische finden wir im Main?

Fischökologisch gehört der größte Teil des Mains zur Brachsen- oder Barbenregion. Zu den beobachteten Arten gehören Aal, Barbe, Brachse, Döbel, Flussbarsch, Güster, Hasel, Hecht, Karpfen, Nase, Rapfen, Rotauge, Rotfeder, Schleie, Ukelei, Wels und Zander. Noch nicht wieder heimisch geworden sind insbesondere Lachs und Stör. Im Rahmen des Projektes Lachs 2020 wird angestrebt, bis 2020 im Flusssystem des Rheins wieder Lebensbedingungen für den Lachs zu schaffen.

Dabei sollen durch Aktivierung von denaturierten Flussauen und Verbesserungen der Gewässerstruktur, z. B. Anschluss von Altarmen und Schutz von Kiesstrecken, geeignete Laichplätze eingerichtet werden. Im Einzugsgebiet des Mains kommen dafür einige Nebenflüsse in Frage, in denen bereits früher Lachse heimisch waren, z. B. Rodach und Kinzig.

Seit der Eröffnung des Main-Donau-Kanals 1992 sind ca. 20 Arten aus dem Donauraum in den Main zugewandert, darunter Blaubandbärbling (Pseudorasbora parva), Marmorierte Grundel (Proterorhinus marmoratus), Rapfen (Aspius aspius), Zährte (Vimba vimba) und Zobel (Abramis sapa).

Mainfähren

Nach wie vor werden am Main zwölf Fähren betrieben, obwohl in den letzten 40 Jahren bereits viele wegen Unrentabilität stillgelegt werden mussten. Die Fähren werden in der Regel von den Kommunen an die Fährleute verpachtet, belasten aber wegen der erforderlichen Zuschüsse die kommunalen Haushalte erheblich.

Die Mehrzahl der Fähren ist für den Transport von Personenwagen und Lastkraftwagen bis zu einem bestimmten Gesamtgewicht eingerichtet, einige nur für Personen und Fahrräder. Ein Teil der Fähren ist freifahrend, die anderen am Hochseil geführt, aber mit eigenem Antrieb. Verkehrlich haben die Fähren nach wie vor eine wesentliche Bedeutung. Vor allem der Landwirtschaft bringen sie einen erheblichen Zeitvorteil, da sie einen Umweg von bis zu 20 km ersparen.

Boden- und Chiemsee – Meere im Süden

Schiff-bayrisches Meer

Süddeutschland hat doch zwei Meere

Wer kennt sie nicht, die beiden süddeutschen Meere, die jedes Jahr unzählige Touristen und natürlich auch den Wellness-Bummler auf seiner Weltreise anlocken, begrüßen und verwöhnen dürfen. Die Rede ist vom Bodensee und vom Chiemsee. Wenn wir hier von süddeutschen Meeren sprechen, dann müssen wir allerdings zugeben, dass „nur“ eins davon ausschließlich deutsch ist, nämlich der Chiemsee.

Entspannung am Bodensee

Insel Mainau Bodensee

Der berühmte Bodensee, der genau betrachtet aus zwei, durch den Rhein verbundenen Seen, den Obersee und den Untersee, gebildet wird, gehört auch noch ein Stückchen zu Österreich und ein weiteres Stückchen zur Schweiz. Doch zu welcher Nationalität man die einzelnen Bereiche auch zählt spielt keine Rolle.

Tatsache ist, dass dieses herrliche Gewässer jeden sofort in seinen Bann zieht. Auch der Wellness-Bummler konnte seiner Faszination nichts entgegensetzen, auch wenn an seinem Besuchstag, sich Wolken vor die Sonne schoben. Doch er hat sich sagen lassen, wenn bei strahlend blauem Himmel die weißen Segelboote majestätisch über das Wasser gleiten, die bunten Surfer begeistert mit teilweise recht wagemutigen Kapriolen ihre Kräfte mit Wasser und Wind messen, dann ist alleine schon dieser Anblick ein Ruhepol für gestresste Seelen.

Eiland trifft Wasserratte

Zehn Inseln lockern die Gesamtansicht auf. Die beiden wohl bekanntesten davon dürfte zum einen die Blumen-Insel Mainau sein. Die Familie Bernadotte hat dieses Kleinod für die Öffentlichkeit sehr attraktiv gestaltet mit einem Tiergehege und einer botanischen Anlage, die ihres Gleichen sucht. Die zweite bekannte Insel ist die Reichenau, deren berühmtes Kloster zum Welterbe der Unesco zählt. Die Reichenau ist auf Grund ihrer Fruchtbarkeit ein Garant für frisches Obst und Gemüse.

Der Bodensee, also eins der beiden süddeutschen Meere, bietet den Urlaubern alles, was man sich nur wünschen kann. Wassersport, Radfahren, Wandern, Klettern, Spielen, Relaxen und vieles mehr. Berge und Wasser, dazu die absolut zentrale Lage, um rasch eine Kurzvisite in den beiden anderen Ländern mit ins Programm zu nehmen, besser kann man es nicht treffen.

Auch Wellnesstrends und Reiseideen in seiner schönsten Form finden sich in vielen Einrichtungen rund um den See. Da hat der Besucher stets die Qual der Wahl, für welche Programme er sich letztlich entscheiden soll.

Mittelalter-Fans willkommen

Fans für das Mittelalter können in der Meersburg Gruselmomente mit Gänsehautfeeling finden oder sich im Pfahlbaumuseum noch ein Stück weiter zurück in die Vergangenheit beamen lassen.

Es gäbe noch unzählige Attraktionen aufzuzählen, der Erlebniswelt Bodensee würde man auch dann nicht gerecht. Selbst erleben heißt das Motto. Also nichts wie hin. Vielleicht möchte der ein oder andere auch als neuer Wellness-Bummler Taschen Pate fungieren und in Wort und Bild seine Erfahrungen mit der Community austauschen.

Der Chiemsee- Das bayrische Meer

Doch da bereits am Anfang von zwei Meeren gesprochen wurde, soll der Chiemsee, mit all seiner Pracht, nicht zu kurz kommen. Fährt man auf der A8 in Richtung Salzburg, tut sich urplötzlich nach einer langgezogenen Kurve ein märchenhafter Blick auf – der Chiemsee.

Fraueninsel-Chiemsee

Inmitten der Chiemgauer Alpen, der Kampenwand, des Hochfelln, des Hochgern und der Hochplatte, liegt wie von einem impressionistischen Maler kunstvoll präsentiert der drittgrößte See Deutschlands. Von seinen drei Inseln, Herren- Chiemsee, Fraueninsel und der unbewohnten Krautinsel, ist Herren-Chiemsee durch die Erinnerungen an seinen Schlosserbauer König Ludwig II wohl die bekannteste.

Zahllose Besucher flanieren besonders in den Sommermonaten durch das Schloss, bewundern die Anlagen und Gärten. Diverse Konzerte, Theateraufführungen und Events nutzen das bezaubernde Ambiente dieser Anlage, um ihren Gästen und Besuchern ein Optimum an positivem Feeling zu vermitteln.

Versailles in Bayern

Der Märchenkönig Ludwig II wusste schon, warum er ausgerechnet hier sein Schloss erbauen lassen wollte, welches übrigens dem Schloss zu Versailles nachempfunden wurde. Schade nur, dass er sein „Versailles“ nicht mehr in Vollendung erleben konnte. Wie bereits vom Bodensee berichtet, bietet auch die Region um den Chiemsee zahllose Angebote für Urlaub und Ferien.

In dieser wunderbaren Landschaft fällt es schwer, sich nicht zu erholen und die Seele baumeln zu lassen. Auch der Wellness-Bummler hat so seine Probleme, wieder in den Alltag zurückzufinden. Doch es macht ihm einfach zu großen Spaß, immer wieder neue Gegenden, neue Landschaften und neue, interessante Menschen kennen zu lernen. Wir sind gespannt, wo er das nächste Mal anzutreffen ist.

Seehopping Bayern

Springbrunnen

Wellness-Bummler auf Seehopping in Süddeutschland

 

Eine Kurzreise sollte es für den Wellness-Bummler werden, quasi Seenhopping in Bayern. Doch dafür ist dies Schönheit dieser Wasserflächen und ihre Umgebung einfach zu schön, um alles in nur wenigen Tagen abzufahren. Weil die Zahl der bayrischen Seen einfach riesig ist, so wie die Berge hier hoch, hat sich der Wellness-Bummler eine Tasche auf Wellness Weltreise, entschieden, zunächst einmal „nur“ einige von ihnen zu besichtigen.

Basislager München

München, als zentraler Mittelpunkt, bietet eine hervorragende Ausgangsbasis, liegen doch in einem Radius von 100 km jede Menge Seen. Der Ammersee, nach Chiemsee und Starnberger See der drittgrößte See in Bayern, liegt mittig zwischen München und Augsburg. Zentraler geht es für einen Kurzurlaub müder, ausgepowerter Städter nicht. Zwar wird den Besuchern jede Menge an Freizeitaktivitäten geboten, doch ist der Ammersee gleichzeitig ein Ruhepol für jeden Erholungssuchenden. Radfahren (ca. 50 km beträgt eine Umrundung) Schwimmen, Segeln, Surfen oder sich einfach nur entspannt mit einem der kleinen Schiffe über den See fahren zu lassen, aktivem Sport und/oder völligem relaxen sind keine Grenzen gesetzt.

Durch sein relativ flaches Ufergebiet eignet sich der Ammersee ganz besonders auch für Familien mit Kindern, die hier im herrlich warmen, flachen Wasser gefahrlos planschen und spielen können. Weiter geht es zum sehr viel bekannteren und gleichzeitig berühmten Starnberger See. Wer kann sich noch erinnern, dass dieser See bis in die 60iger Jahre noch den Namen Würmsee trug? Große Bekanntheit erlangte der Starnberger See, auch liebevoll Fürstensee genannt, weil sich König Ludwig II dort umgebracht haben soll.

Schrecklich, wenn man sich vorstellt, dass ein Mensch auf solch grausige Art und Weise aus dem Leben scheidet. Da freut sich der Wellness-Bummler doch lieber, gemeinsam mit seiner Taschenpatin Katja aus dem online Wellness Magazin WellSpa-Portal, an den herrlichen Ausblicken über den See und das traumhafte Panorama der Bergwelt im Hintergrund. Der Starnberger See ist übrigens der fünftgrößte See in Deutschland.

So nah an München gelegen ist es natürlich klar, dass er das erklärte Ausflugsziel am Wochenende für die Landeshauptstädter ist, die Aktivitäten am und im Wasser suchen. Schließlich laden auch die vielen Übernachtungsmöglichkeiten in Hotels, Pensionen, Gasthöfen und Ferienwohnungen geradezu ein. Auch für einen Wellness-Aufenthalt ist diese Gegend perfekt geeignet. Diverse Spezialtreatments lassen schon an ihren Namen erkennen, dass man sich hier in der Alpenregion befindet.

Gebirgsblick inklusive

Weiter geht es nach und zum Tegernsee, Stadt und See tragen den gleichen Namen. Rund 50 km von München entfernt liegt dieses, als sauberster See bezeichnete Idyll. Als Trinkwasserspeicher für München und gleichzeitig Wasserrückhaltebecken kommt dem Tegernsee neben seiner Attraktivität für Urlauber eine große, wirtschaftliche Bedeutung zu. Viele Kurkliniken haben sich um den See angesiedelt, aber auch eine große Zahl an Hotels der unterschiedlichsten Kategorien bietet hier den Besuchern Wellness in allen Variationen.

Der Tegernsee mit seinen um ihn herum lagernden Ortschaften schmiegt sich an die bayrischen Voralpen, die den westlichen Teil des Mangfallgebirges bilden. Wandern, klettern, bergsteigen, mit der Gondel auf z.B. den Wallberg fahren und von dort oben die majestätische Landschaft mit ihren Bergriesen im Hintergrund genießen, oder ganz einfach in einem der Spa´s Körper, Geist und Seele verwöhnen lassen, die Möglichkeiten, für jeden Geschmack etwas zu finden, sind unzählig.

Leider aber hat auch die schönste Reise einmal eine zeitliche Begrenzung, schließlich muss der Wellness-Bummler seine Termine für die Abgabe seiner Berichte einhalten. Aber die herrliche Region rund um den Alpenraum hat bei ihm den Wunsch nach mehr ausgelöst. Es wird also weitergehen mit Besichtigungen der bayrischen Seen und Bergwelt.

Weitere interessante Geschichten von der Wellness-Bummler Wellness Weltreise findet ihr auch auf direkt auf seiner eigenen Taschenseite. Denn gemeinsam mit netten Taschenpaten bereist die grüne Wellness-Bummler Tasche die Welt und berichtet in Wort und Bild an seine große Fangemeinde. Lust auch mal als Taschenpate dabei zu sein? Der Bummler freut sich immer sehr neue Menschen und Ecken dieser Welt kennen lernen zu dürfen.

 

Starnberger See

Chiemsee Bayern Hafen

Der Starnberger See in Bayern als Ausflugsziel

 

Die bayrischen Seen sind mit ihren guten Wasserqualitäten nicht nur fürs Baden gut geeignet.

Auch der motorisierte Seengast kommt hier auf seine Kosten. Und das nicht wenig, wenn er etwa in einem der oberbayrischen Seen seinem Hobby fröhnen möchte. Am Starnberger See zum Beispiel gibt es einige Motorbootlizenzplätze. Diese Genehmigungen für den Starnberger See sind eingeteilt in genau 255 privaten Lizenzen. Warum das gerade diese Zahl ist, kann ich nicht sagen, aber ist trotzdem interessant, dass es nur bis “Hexadezimal FF” geht. Zudem gibt es eine Liste zum Vormerken, die Wartezeit beträgt “nur” etwa 13 Jahre.

Sportangebote rund um den See

Allerdings können Sie ein Segelboot bis zu 9.20 Metern genehmigungsfrei am Starnberger See ins Wasser lassen. Wenn Sie sich ein Segelboot ausleihen wollen, dann muß zumindest der A-Schein beim Bootsverleiher vorgezeigt werden. Eine ausgiebige Wander- oder Radtour rund um den Starnberger See ist zudem eine tolle Sache, hier legt man fast 50km zurück, also beinahe die Strecke eines Full Marathons. Vielleicht lernt man dort auch jemand aus der Schickeria kennen, die sitzen gerne im Kaffeehaus am See.

Wer besucht den See?

Die Preise rund um den Starnberger See sind etwas höher als etwa in niederbayrischen Seen, das liegt daran, dass hier vor allem die Münchner Klientel Einzug hält, und wer anders als diese hat einen Haufen Moos? Nicht mal die Moos-Burger (kleiner Scherz) verfügen über diese geballte Kaufkraft, die der Münchner Löwe über die Grenzen des Bundeslandes Bayern hinaus versprüht.

Wie erreicht man den Starnberger See?

Über die Salzburger Autobahn A8 erreicht man den Starnberger See auch recht einfach und schnell aus München und aus der Gegenrichtung. Wenn man in der Gegend unterwegs ist, sollte man einen kleinen Abstecher in die Gegend machen, es lohnt sich, einfach mal kurz zu entspannen und die Ruhe des Sees zu genießen, bevor es auf dem Southern Composite Highway weitergeht, etwa nach Salzburg, oder in andere Teile des österreichischen Reiches. Am Nordufer ist die Stadt Starnberg selbst gelegen, von dort aus kann man mit Schiffen auch die Gegend erkunden.

Hier “ertrank” seine Hoheit

Traurige Geschichte um den Starnberger See: Hier starb im Jahre 1886 der in Bayern von vielen geliebte, aber auch von einigen wegen seiner verschwenderischen Bauten, wie etwa dem Märchenschloß in Neuschwanstein weniger verehrte König Ludwig II. unter sehr mysteriösen Umständen. Sein Tod ist bis dato nicht definitiv geklärt. Man munkelt, dass man ihn wohl auch wegen seiner verschwenderischen Art damals im See ertränkt hat.