Top 5 Sehenswürdigkeiten in Würzburg

Würzburg ist eine kreisfreie Stadt in Bayern, und dort befindlich im Bezirk Unterfranken. Die Stadt ist Sitz des Regierungsbezirkes Unterfranken, des Landratsamtes Würzburg und Bischofssitz der Diözese Würzburg in der römisch-katholischen Kirche. Die Würzburger Residenz mit Hofgarten und Residenzplatz wurde 1981 in das UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen. Im Jahr 2004 feierte Würzburg das 1300-jährige Stadtjubiläum.

Burg Wuerzburg
Würzburg – Festung-Marienberg

Gegenwärtig hat die Stadt am Main, die eines der 23 Oberzentren des Freistaates Bayern ist, 124.219 Einwohner (Stand: 31. Dezember 2014) und steht damit auf der Liste der größten Städte Bayerns an sechster Stelle hinter München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Ingolstadt. Deutschlandweit steht sie an 58. Stelle.

Mit der Julius-Maximilians-Universität, die in der Tradition der 1402 gegründeten Hohen Schule zu Würzburg steht und damit die älteste Universität Bayerns ist, zählt die Stadt wie Freiburg, Göttingen, Heidelberg, Marburg und Tübingen zu den klassischen deutschen Universitätsstädten.

Beliebte Sehenswürdigkeiten Würzburgs

Den fünften Platz sichert sich das Juliusspital mit seinem Weingut

Juliusspital-Weinkeller
Juliusspital-Weinkeller

Die Stiftung Juliusspital Würzburg ist eine Gründung des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn. Kernstück der Stiftung ist das Juliusspital, ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung mit 365 Betten. Außerdem gehören zu ihr ein Seniorenstift mit 150 Bewohnern, das Weingut Juliusspital, das zweitgrößte Weingut Deutschlands, und das Kloster Vogelsburg mit seinen Weingütern an der Volkacher Mainschleife.

Es ist ein Spitzenweingut und gehört zum Verband Deutscher Prädikats- und Qualitätsweingüter. Vom Gault Millau Deutschland, Weinguide wurde es mit vier Trauben klassifiziert. Es verfügt über Rebland in allen Spitzenlagen von Franken: so zum Beispiel am Würzburger Stein, Randersackerer Pfülben, Iphöfer Julius-Echter-Berg, Rödelseer Küchenmeister, Escherndorfer Lump. Es produziert 60 verschiedene Weine. Die vorherrschende Rebsorte ist traditionell der Silvaner. Stark vertreten sind daneben Riesling und Müller-Thurgau. Vier Große Gewächse entstehen unter besonders strengen Anforderungen. Die Erträge des Weingutes fließen in die Stiftung Juliusspital ein.

Wenn Sie näheres Interesse an Wein haben, können Sie ein Weinseminar im Weingut Juliusspital buchen. Das Seminar beginnt mit einem Überblick von der “Lese bis ins Fass”. Beeindruckend dann auch im Rahmen der Führung der riesige Stückfasskeller. Die anschließende Weinprobe können Sie dann als krönenden Abschluss genießen.

 

Der vierte Platz geht an das Schloss Veitshöchheim

schloss-veitshoechheim wuerz
Schloss Veitshöchheim

Das Schloss Veitshöchheim ist eine ehemalige Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Würzburg, später der Könige von Bayern, in Veitshöchheim bei Würzburg. Bekannt ist die Schlossanlage für den umgebenden Rokokogarten. 2001–2005 wurde das Schloss aufwändig restauriert und kann von April bis Oktober besichtigt werden; Veranstaltungen sind dort ebenfalls möglich.

Den Park ließ 1760 für Fürstbischof Adam Friedrich von Seinsheim anlegen. Er ist in verschwenderischer Fülle mit Brunnen, etwa 300 Sandsteinskulpturen der Hofbildhauer Johann Wolfgang van der Auvera, Ferdinand Tietz und Johann Peter Wagner sowie zahlreichen Wasserspielen ausgestattet und ist eine der wenigen Anlagen im französischen Rokokostil in Deutschland, die noch erhalten sind. Als weitere Elemente finden sich Heckensäle, Lauben, Pavillons und Rondells sowie künstliche Ruinen. Die Grottenanlage ist vergleichbar mit der in dem Boboli-Garten des Palazzo Pitti in Florenz.

Rang drei für die Festung Marienberg

Marienberg Innen
Innenhof der Festung Marienberg

Die Festung wurde auf einer Bergzunge auf der linken Seite des Mains etwa 100 Meter über dem Fluss errichtet. Die Westseite ist die einzige flache Seite des Berges. Auf der Nordseite befinden sich die Gärten und Kleingärten, die im Zuge der Landesgartenschau 1990 angelegt wurden. Die beiden anderen Berghänge sind Weinberge. Der kleine Hang an der östlichen Flanke der Burg ist der Schlossberg, an der südlichen Flanke die Innere Leiste.

Die Festung Marienberg beherbergt heute zwei Museen, das Mainfränkische Museum Würzburg und das Fürstenbaumuseum. Außerdem befinden sich auf dem Gelände mehrere Gastronomiebetriebe mit Veranstaltungsräumen sowie einige Wohnungen, die von der Bayerischen Schloss- und Gartenverwaltung vermietet werden.

An zweiter Stelle liegt die Alte Mainbrücke

Mainbruecke Wuerzburg
Die Alte Mainbrücke

Die Alte Mainbrücke ist die älteste Brücke über den Main in Würzburg. Das Bauwerk war bis 1886 Würzburgs einziger Flussübergang. Die Brücke, Teil der Ost-West-Passage, verbindet die Altstadt am rechten Mainufer mit der gegenüberliegenden Festung Marienberg.

Die Bogenbrücke aus Naturstein weist bei acht Öffnungen eine Gesamtlänge von 185 Metern auf. Die lichten Weiten der Segmentkreisbögen betragen zwischen 17,53 Meter beim ersten Bogen am rechten Ufer und 12,2 Meter beim letzten Bogen. Der Bogen mit der Öffnung für den Schleusenschacht hat eine Breite von 16,56 Metern bei einer geringsten Durchfahrtshöhe von 5,3 Metern beim höchsten schiffbaren Wasserstand. Die Pfeilerbreiten schwanken zwischen 7,08 Meter und 7,92 Meter. Die insgesamt 7,45 Meter breite Fußgänger- und Radfahrbrücke hat eine 3,85 Meter breite Fahrbahn, zwischen den Brüstungen ist sie 6,85 Meter breit.

 

Platz 1 geht an die Residenz

Residenzansicht Postkartenformat
Postkarte der Würzburger Residenz

Die Würzburger Residenz ist ein barocker Residenzbau am Rande der Innenstadt von Würzburg, der 1719 begonnen wurde und bis 1744 vollendet war. Die Innenausstattung wurde im Jahr 1781 fertiggestellt.

Sie diente bis zur Auflösung der geistlichen Territorien durch die Säkularisation als Sitz der Würzburger Fürstbischöfe. Das Schloss zählt zu den Hauptwerken des süddeutschen Barock und ist im europäischen Kontext als einer der bedeutendsten Residenzbauten des Spätbarock anzusehen, es steht somit in einer Reihe mit Schönbrunn in Wien und Schloss Versailles bei Paris. Die UNESCO hat das Bauwerk einschließlich des Residenzplatzes und der Nebengebäude 1981 in den Rang eines Weltkulturerbes erhoben.

Die UNESCO begründet die Aufnahme ins Welterbe damit, die Würzburger Residenz sei „das einheitlichste und außergewöhnlichste aller Barockschlösser“, „einzigartig durch ihre Originalität, ihr ehrgeiziges Bauprogramm und die internationale Zusammensetzung des Baubüros“, eine „Synthese des europäischen Barock“. Sie veranschauliche zudem „einen der strahlendsten Fürstenhöfe Europas“. Das 1979 bis 1987 rekonstruierte Spiegelkabinett, eines der Paradezimmer des Kaisers, sei das „vollkommenste Raumkunstwerk des Rokoko“.

Hofgarten

Residenzgarten
Der Hofgarten in der Würzburger Residenz

Die Anlage des Gartens war – wie auch der Residenzbau selbst – durch die bestehende barocke Stadtmauer begrenzt. Bereits Balthasar Neumann hatte die Idee, diese Bastion mit in die Gartengestaltung einzubeziehen und bis heute lädt sie zum Spazieren mit wunderbarem Blick über Garten, Schloss und Teile der Stadt ein. Zu dieser hohen Befestigungsmauer führen symmetrisch zwei rahmende Rampen- und Treppenanlagen hinauf, wobei auf halber Höhe eine Terrasse eingefügt wurde. Dieser Ostgarten ist auf den Ausgang aus dem Gartensaal im Mittelbau der Residenz angelegt; von hier ausgehend erläuterte ehemals der Hausherr seine Pflanzen- und Skulpturen-Schätze.

Heute blühen hier hunderte von alten Rosensorten, früher waren es beschnittene Obstbäume. Geblieben sind die anschließenden Laubengänge, welche einmalig aus Kornelkirschen und Lärchen geformt sind und zwischen denen sich 12 der berühmten Putten von Johann Peter Wagner tummeln. Von ihm stammen auch die zahlreichen Kanapees, Vasen, Pflanzschalen sowie weitere Putten, Savoyardenknaben und Figuren auf den Treppen und der Bastion.

Südlich der Residenz schließt sich ein flacher rechteckiger Garten an, der von der Orangerie abgeschlossen wird. Diesen hatte der Fürstbischof aus seiner Wohnung – zu der u. a. der Toscanasaal gehörte – im Blick. Hier schmücken große Figurengruppen Wagners die Rasenflächen, sorgen Faune, Pane und Allegorien der Jahreszeiten unter mächtigen Eibenbäumen in Kegelform für Überraschungen.

Hinter der Orangerie wurde der ehem. Küchengarten rekonstruiert, in dem wieder alte Apfel- und Birnensorten sowie Beerensorten wachsen, wobei die Beete von niedrigen Kräuter- und Lavendelhecken eingerahmt sind.

Es gibt noch einen Englischen Garten, dessen gewundene Wege durch vielfältige Flora führt. Weitere Eingänge zu diesem Hofgarten, z. B. neben der Hofkirche oder am Rennweg zieren kunstvoll mit Blüten geschmiedete Gitter des Tirolers Johann Georg Oegg, des Königs der Schmiede aus der Zeit des Rokoko.

Franken: Nürnberg im Knoblauchsland

Nürnberg ist eine kreisfreie Großstadt, sie befindet sich im Regierungsbezirk Mittelfranken des Freistaats Bayern. Mit 498.880 (01.Jan.2014) Einwohnern ist sie nach München die zweitgrößte Stadt Bayerns und bildet zusammen mit ihren Nachbarstädten Fürth, Erlangen und Schwabach ein Ballungsgebiet, in dem etwa 1,2 Millionen Menschen leben. Die Stadt ist damit das wirtschaftliche und auch das kulturelle Zentrum Frankens dank der Metropolregion Nürnberg mit 3,5 Millionen Einwohnern. Der Name der Stadt leitet sich von nor für steiniger Fels ab und bezeichnete den von weit her sichtbaren Keuperfels mit der Burg. Sie und die zu ihren Füßen entstandene Siedlung wurden wohl nach dem Felsberg benannt. Das Foto zeigt die Kaiserburg zu Nürnberg.

Kaiserburg Nuernberg
Der Beiname Noris kam bereits im Humanismus auf. Erstmals bezeichnete Helius Eobanus Hessus Nürnberg als „noris amoena“ (liebliche Noris). Hessus lehnte sich dabei an die lateinische Schreibung des Stadtnamens in Urkunden als „Noricum“ oder „Norimberg“ an. Der Arzt Johann Helwig personifizierte 1650 in einer Dichtung diesen Beinamen als mythische Nymphe Noris, die seitdem als bildungssprachliche Allegorie der Stadt häufig Verwendung findet. Der Norisring ist eine Auto- und Motorradrennstrecke in Nürnberg. Der Norisring ist ein sogenannter Stadtkurs, was bedeutet, dass ein Rennen auf Straßen stattfindet, die sonst vom normalen Straßenverkehr genutzt werden. Der Name Norisring ist das Ergebnis eines Preisausschreibens im Jahr 1950.

Das kleine Wappen der Stadt Nürnberg

Das Kleine Wappen der Stadt Nürnberg zeigt in gespaltenem Schild, vorne in Gold, einen halben, rot gezungten und golden bewehrten schwarzen Adler am Spalt, hinten fünfmal schräg geteilt von Rot und Silber. Die Schrägteilung ist schon seit 1260 nachweisbar. Der Reichsadler kam ab 1350 hinzu und stellte somit das Rücksiegel dar. Seit 1513 wurde diese Abbildung in den Siegeln der Ämter und Außenbehörden Nürnbergs verwendet, wobei die Zahl der Schrägbalken und die Farbgebung mehrmals variierten. Die heute noch gebräuchliche Form wurde 1936 zusammen mit dem Großen Wappen verliehen. Aus dem Kleinen Wappen leitet sich auch die Stadtflagge ab. Das Kleine Wappen darf zu Werbezwecken von in Nürnberg ansässigen Unternehmen geführt oder auf Waren angebracht werden, solange nicht der Eindruck einer amtlichen Verwendung entsteht und das Wappen heraldisch und künstlerisch korrekt wiedergegeben wird. Beide Stadtwappen sind genehmigungspflichtig.

Nuernberger Stadtwappen

 

Bildinfo: Das Bild stellt das Wappen einer deutschen Körperschaft des öffentlichen Rechts dar. Nach § 5 Abs. 1 UrhG (Deutschland) sind amtliche Werke wie Wappen gemeinfrei.

Wappen sind allgemein unabhängig von ihrem urheberrechtlichen Status in ihrer Nutzung gesetzlich beschränkt. Ihre Verwendung unterliegt dem Namensrecht (§ 12 BGB), und den öffentlichen Körperschaften dienen sie darüber hinaus als Hoheitszeichen. Hier wird das Wappen der Stadt im Rahmen einer allgemeinen Beschreibung zur Stadt Nürnberg in Franken rein zur Illustration verwendet, Werbung oder ähnliches wird mit dem ohnehin gemeinfreien Bild ausdrücklich nicht durchgeführt.

Tolle Lebensqualität

Nürnberg gelangte in der Studie Worldwide Quality of Living Survey des Beratungsunternehmens Mercer zum wiederholten Mal unter die ersten 25 Plätze der Städte mit der besten Lebensqualität weltweit und erreichte 2010 unter den deutschen Städten den sechsten Platz. Dabei flossen unter anderem soziale, wirtschaftliche und umweltorientierte Kriterien sowie Kultur, Bildungsangebot, Infrastruktur und Gesundheitsversorgung ein. Im Umweltranking schnitt Nürnberg als beste deutsche Stadt auf Platz 13 ab.

Sehenswürdigkeiten

Museen

  • Albrecht-Dürer-Haus, das Wohnhaus des Nürnberger Malers Albrecht Dürer, das vor allem über Dürers Leben informiert.
  • Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, die Geschichte Nürnbergs während der Zeit des Nationalsozialismus
  • Germanisches Nationalmuseum, das größte kulturhistorische Museum Deutschlands
  • Kaiserburg-Museum in der Nürnberger Burg
  • Kinder & Jugendmuseum und Museum im Koffer im Kachelbau mit Mitmachausstellungen für Kinder und Familien
  • Kunsthalle Nürnberg
  • Historische Lochgefängnisse (unter dem alten Rathaus)
  • Historisches Straßenbahndepot St. Peter, Museum mit historischen Straßenbahnen
  • Museum Industriekultur
  • Neues Museum Nürnberg (Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg)
  • Spielzeugmuseum
  • Stadtmuseum Fembohaus
  • Turm Der Sinne, interaktives Mitmachmuseum zu Wahrnehmung und Sinnestäuschungen in einem historischen Stadtmauerturm am Westtor
  • Verkehrsmuseum Nürnberg, das Firmenmuseum der Deutschen Bahn und das Museum für Kommunikation, ein Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH)

Gedenkstätten

An mehreren Stellen der Stadt wird der Opfer der NS-Gewaltherrschaft gedacht. Auf dem Jüdischen Friedhof in der Schnieglinger Straße 155 (Westfriedhof) befinden sich die Gräber von 31 KZ-Häftlingen, und eine Gedenkplatte beim Monument für die jüdischen Gefallenen des Ersten Weltkrieges erinnert an die jüdischen Bürger, die Opfer der Shoa wurden.

Ein Gedenkstein auf dem Südfriedhof aus dem Jahr 1963 bewahrt die Erinnerung an 3.554 sowjetische Staatsbürger, die Opfer von KZ-Haft und der Zwangsarbeit wurden.

Am Plärrer wurde 2007 das Zwangsarbeiter-Mahnmal „Transit“ eingeweiht, das an die im 2. Weltkrieg nach Nürnberg verschleppten Zwangsarbeiter erinnert.

Am Hans-Sachs-Platz, am Kopf der Spitalbrücke, wird mit einem Gedenkstein der geschändeten Hauptsynagoge und der etwa 1700 jüdischen Bürger gedacht, denen die NS-Machthaber Gotteshaus und Leben nahmen. Ähnliches ist auf einer Gedenktafel zu lesen, die im neuen Jüdischen Gemeindezentrum Priemstraße 20 angebracht ist.

Im Nebengebäude des Nürnberger Justizgebäudes an der Bärenschanzstraße 72, in dessen Schwurgerichtssaal 600 die Nürnberger Prozesse stattfanden, ist seit 2010 das Museum „Memorium Nürnberger Prozesse“ eingerichtet.

Theater und Kinos

Das größte Theater Nürnbergs ist das Staatstheater Nürnberg. Daneben gibt es noch einige kleinere Theater, darunter:

  • Gostner Hoftheater
  • Nürnberger Burgtheater
  • Rote Bühne, Varietée- und Kleinkunsttheater
  • Tassilotheater
  • Thalias Kompagnons, Puppentheater

In Nürnberg gibt es eine Reihe Kindertheater:

  • Theater Mummpitz, Kinder- und Jugendtheater
  • Theater Rootslöffel
  • Theater Pfütze
  • Theater der Altstadt Nürnberg e. V.

Neben dem kommunalen Filmhaus Nürnberg und dem Fremdsprachenkino Roxy gibt es das Cinecitta Nürnberg (nach eigenen Angaben größter Kinokomplex Deutschlands), den Kinopalast Admiral und einige kleinere (Programm-)Kinos.

Musik

Konzert- und Veranstaltungssäle

  • Arena Nürnberger Versicherung (ehemals „Arena Nürnberg“)
  • Frankenhalle
  • Hirsch
  • Löwensaal Nürnberg
  • Serenadenhof
  • Meistersingerhalle
  • Staatstheater Nürnberg
  • K4
  • Tafelhalle
  • Ruine des Katharinenklosters

Orchester

  • Nürnberger Philharmoniker – Das Orchester wurde 1965 gegründet. Seine Vorläufer waren das 1890 gegründete erste „Philharmonische Orchester Nürnberg“ und das „Städtische Orchester“.
  • Nürnberger Symphoniker – Das Konzertorchester in der Stadt Nürnberg, gegründet 1946, bietet eine große Bandbreite verschiedener Tätigkeitsfelder: neben den Sinfonie- und Chorkonzerten und den Open-Air-Veranstaltungen im Serenadenhof hat es eine lange Tradition im Bereich Filmmusik: Es nahm unter anderem die Soundtracks zu „Ben Hur“ und „Quo vadis“ auf und erhielt 1992 den Grammy Award für die Einspielung zu „Die Schöne und das Biest“. Seine Konzerte spielt es in der Meistersingerhalle.
  • Nürnberger Jugendorchester – Das etwa 50-köpfige Nürnberger Jugendorchester (NJO) wurde 1985 gegründet.
  • Nürnberger Akkordeonorchester – Das 1946 gegründete Orchester (NAO) zählt schon seit vielen Jahren zu den routiniertesten Akkordeonensembles Europas.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Altstadt mit ihrer Geschichte ist Ort zahlreicher Veranstaltungen. So bieten Stadtführungen die Gelegenheit für Einheimische wie Touristen, Nürnberg neu zu entdecken. Unter einem jährlich wechselnden Thema bieten Experten, Prominente und Stadtführer zahlreiche Führungen innerhalb eines Rahmenprogramms an.

Die Blaue Nacht findet seit dem Jahr 2000 jährlich mit einem jeweils wechselnden inhaltlichen Schwerpunkt statt und lädt ein, die zahlreichen Museen und Kultureinrichtungen vom frühen Abend bis in die Morgenstunden mit zahlreichen Darbietungen und Performances kennenzulernen. Die Altstadt erstrahlt in dieser Nacht in einem blauen Licht. Im Dezember zieht der berühmte Nürnberger Christkindlesmarkt am Hauptmarkt Besucher aus aller Welt an. Am Rathausplatz präsentieren sich zu dieser Zeit auch die zahlreichen befreundeten und Partner-Städte.

Daneben beheimatet Nürnberg zahlreiche Musikfestivals der verschiedensten Musikstile. Das Nürnberger Bardentreffen ist am ersten Wochenende der Schulsommerferien mit 200.000 Besuchern das größte Weltmusik- und Songwriter-Festival weltweit. Rund 100.000 Besucher kommen jährlich zum kostenlosen Klassik Open Air, bei dem die Nürnberger Symphoniker und die Nürnberger Philharmoniker zu einer ungezwungenen Picknick-Atmosphäre am Luitpoldhain an zwei Abenden auftreten.
Seit 1997 treten bei Rock im Park international bekannte Künstler der Rock- und Popmusik vor etwa 70.000 Besuchern im Volkspark Dutzendteich auf. Zusammen mit Rock am Ring ist es das größte Festival dieser Art in Deutschland. Das Brückenfestival am Pegnitzgrund unter der Theodor-Heuss-Brücke bietet abseits des Mainstreams eintrittsfrei zahlreiche Auftritte und mit der Internationalen Orgelwoche Nürnberg ist Nürnberg Gastgeber für das wohl größte und älteste Festival für geistliche Musik und Orgelmusik. Der Opernball findet jährlich im Opernhaus des Staatstheaters Nürnberg statt.

Das Türkisch-Deutsche Filmfestival ist eine bedeutende interkulturelle Veranstaltung, da es auch international Aufmerksamkeit erfährt. Daneben gibt es auch das internationale Filmfestival der Menschenrechte. Die Nürnberger Autorengespräche zu aktuellen und zeitgeschichtlichen Themen im Kontext der geschichtlichen Rolle der Stadt fanden zuletzt 2005 statt. Seit 2003 lädt die Region Nürnberg/Erlangen/Fürth zusammen mit den Hochschulen und innovativen Unternehmen alle zwei Jahre zur Langen Nacht der Wissenschaften ein.

Sportliches

Das Radrennen Rund um die Nürnberger Altstadt ist als Eintagesrennen für Amateure und Profis mit seinem Rahmenprogramm entlang der Stadtmauer Anziehungspunkt für Zuschauer. Ebenso große Beliebtheit erfährt der Nürnberger Stadtlauf. Auf seiner Strecke in der südlichen Altstadt und entlang des Wöhrder Sees starten jährlich rund 7000 Freizeitsportler.

Die bekannteste Motorsportveranstaltung ist das alljährliche Norisringrennen, ein Lauf zur DTM. Das jährliche Rennwochenende findet meist Ende Juni oder Anfang Juli statt. Es hieß über Jahre hinweg 200 Meilen von Nürnberg. Der aktuelle Name des Ereignisses lautet Int. ADAC Norisring Speedweekend. Zu sehen sind Training, Qualifikation und Rennen des Audi Sport TT-Cup, der FIA Formula 3 und des Porsche Carrera Cup. Darüber hinaus wird ein Rahmenprogramm mit Stuntshows, Fahrten von Renntaxis und Musikkonzerten aufgeführt.

Die Motorsportsaison am Norisring wird allerdings alljährlich bereits Ende März, Anfang April auf der verlängerten Geraden vor der Steintribüne mit dem Renn-Slalom um den Preis der Stadt Nürnberg eröffnet. 2006 fand diese Traditionsveranstaltung zum Lauf der deutschen Automobil-Slalom Meisterschaft jedoch nicht statt. Seit 2008 wird sie trotz einer Klage von Anwohnern wieder durchgeführt. Im Start-/Zielbereich findet seit über 20 Jahren alljährlich das Steintribünentreffen, ein bekanntes Treffen für luftgekühlte Volkswagenund klassische Porsche, statt. Zwischen 2001 und 2007 wurde der Norisring sogar für Rennen klassischer Motorräder wiederbelebt. Ab 2008 erfolgte aus Lärmschutzgründen keine Genehmigung dieser Veranstaltung mehr.

Traditionelle Volksfeste

Das Nürnberger Volksfest entstand am 25. August 1926 ähnlich wie das Münchner Oktoberfest zu Ehren des bayerischen KönigsLudwigs I. Seit 1919 findet parallel dazu in der ersten Jahreshälfte das Frühlingsfest statt. Mit ihren Attraktionen und Bierzelten locken die Feste jeweils etwa 1,6 Mio. Besucher an.

Daneben gibt es im Herbst auch das Altstadtfest mit Verkaufsbuden am Hauptmarkt und den Fest-Stuben und Zelten am Hans-Sachs-Platz und auf der Insel Schütt. Eröffnet wird das Altstadtfest mit dem traditionellen Fischerstechen, das seit dem Mittelalter als Brauchspiel belegt ist und bei dem zwei Mannschaften in Wettstreit treten, sich auf derPegnitz von kleinen Kähnen zu stoßen. Das Altstadtfest greift das traditionelle Patronatsfest des Heiligen Egidius auf, das vom Spätmittelalter bis ins 19. Jahrhundert gefeiert wurde. In seiner heutigen Form findet es seit 1975/1984 statt und hat über eine Million Besucher. Durch den bekannten Karnevalisten Bromig und Stadtrat Horst Volk wurde das Fischerstechen 1964 wieder ins Leben gerufen. Seit 1970 wird es jährlich beim Nürnberger Altstadtfest durchgeführt. Der mittlerweile verstorbene ehemalige Stadtrat Horst Volk war auch maßgeblicher Initiator der Neuauflage und Wiederentdeckung des Altstadtfestes.

Ein Höhepunkt der fränkischen Festkultur ist die Kirchweih (fränk. Kärwa), die je nach Stadtteil oder Dorf zu verschiedenen Zeiten stattfindet. Die traditionelle Form der Dorfkirchweih hat sich neben dem Nürnberger Umland auch in Dörfern (beispielsweise Neunhofoder Großgründlach) des Knoblauchslands erhalten. Bekannt ist daneben auch die Johanniskirchweih des Stadtteils St. Johannis.

Nachtleben

In der Nürnberger Altstadt befinden sich Kneipen und Bars vor allem unterhalb der Burg, in der Umgebung der Weißgerbergasse und entlang der Pegnitz. Größere Diskotheken und Clubs liegen meist außerhalb der Altstadt. Die Musikrichtungen Rock, Pop und Hip Hop werden unter anderem in einem Diskothekenzentrum im und um das ehemalige Gebäude der Vereinigten Margarinewerken RESI in der Klingenhofstraße gespielt. Eher abseits vom Mainstream trifft man sich in den Kulturzentren der Frankenstraße sowie in den Diskothek und Clubs der Vogelweiherstraße. Auch das Programm im K4 (Kulturzentrum) und den verschiedenen Kulturläden in den Stadtteilen bereichern das abendliche Angebot. Am Paniersplatz findet sich ein renommierter Jazz-Club. Gehobenere Restaurants liegen unter anderem am Weinmarkt sowie nahe dem Germanischen Nationalmuseum.

Dem zunehmenden Problem von Alkoholexzessen vor allem bei Jugendlichen ist die Stadt im Jahr 2007 und 2008 im Marienbergpark im Bereich des Marienbucks und des Marienbergsees sowie am Pegnitzgrund mit verstärkten Kontrollen und im Bereich Kohlenhof (Flatrate-Partys örtlicher Diskotheken) mit einem Verbot begegnet, letzteres offenbar mit Vorbildcharakter auch für andere Großstädte.

Die öffentlichen Verkehrsbetriebe VAG bieten in den Nächten vor Samstag und Sonntag sowie vor Feiertagen und Brückentagen einen Nachtbusverkehr an, der die gesamte engere Region erschließt und dessen Linien jede volle Stunde vom Hauptbahnhof abfahren.

Grünflächen und Naherholungsgebiete

Die Stadt wird im Osten vom Reichswald umschlossen, den die Pegnitz in eine nördliche „Sebalder“ und eine südliche „Lorenzer“ Hälfte teilt. Der Reichswald dient als weitläufiges Naherholungsgebiet sowie Frischluft- und Wasserreservoir und ist als größter Kulturforst Europas mit seinen 25.000 ha seit 1979 Bannwald. Der hohe Nadelholz-Bestand geht auf die Einführung der Waldsaat durch den Nürnberger Ratsherren Peter Stromer 1343 zurück.

Heute versucht man den Laubholzanteil kontinuierlich zu erhöhen. An den Lorenzer Reichswald grenzt der Schmausenbuck als beliebtes Ausflugsziel, der mit 309 Metern einer der höchsten Punkte im Stadtgebiet ist, früher als Sandsteinbruch diente und seit 1939 den damals neu angelegten Nürnberger Tiergarten beherbergt. Am Rande des Sebalder Reichwalds in der Nähe vonKraftshof liegt der Irrhain. Er wurde vom Pfarrer Martin Limburger und dem barocken Dichterverband Pegnesischer Blumenorden als „Symbol des Weltirrwalds“ angelegt. DerMoritzberg, dessen gleichnamiger Ort heute offiziell zu Röthenbach gehört und im Lorenzer Reichswald liegt, gilt mit seinen 598 Metern als Hausberg der Nürnberger und ist neben der fränkischen Moritzbergkirchweih am Sonntag vor dem Bartholomäustag bei schönen Wetter das ganze Jahr Anziehungspunkt.

Daneben sind kunstvolle und historisch bedeutende Gartenanlagen der barocke Schlosspark von Neunhof, die Hesperidengärten in St. Johannis und der so genannte Bürgermeistergarten sowie der Burggarten auf den Basteien der Stadtbefestigung neben der Kaiserburg. In der Altstadt lädt das Ufer der Pegnitz immer wieder zum Entspannen ein. Diese bildet östlich des Altstadtrings, dessen Stadtmauergraben ebenfalls parkähnlich begrünt ist, neben der Wöhrder Wiese den aufgestauten Wöhrder See. Dort finden sich beliebte Biergärten sowie das Erfahrungsfeld zur Entfaltung der Sinne.

Der Dutzendteich (von dutze für Schilfrohr) ist ein um 1430 aufgestauter See in südöstlicher Richtung vom Zentrum. Er diente als Fischweiher und war schon im 16./17. Jahrhundert ein beliebtes Ausflugsziel. Zusammen mit dem angrenzenden Luitpoldhain wurde er 1906 als Fläche für die Bayerische Landes-Gewerbe-Industrie und Kunstausstellung unter Prinzregent Luitpold genutzt. Nach 1933 in der NS-Zeit wurde das Gebiet zum Reichsparteitagsgelände umgestaltet und vor allem der Dutzendteich erheblich verkleinert. Auch wenn heute noch zum Teil unklar ist, wie man mit dem in der NS-Zeit entstandenen Areal neben einer musealen und mahnenden Nutzung umgehen soll, ist der Volkspark Dutzendteich wieder ein beliebtes Naherholungsgebiet.

Der Nürnberger Gartendirektor Alfred Hensel, der den 100 ha großen Volkspark am Dutzendteich und darüber hinaus Sport- und Spielplätze, die Umgestaltung der Luitpoldarena sowie die Landschaftsgestaltung des 60 ha großen Nürnberger Tiergartens geplant hatte, bekam 1942 die Aufgabe, ein integriertes Grünflächensystem für die Stadt und umgebende Bereiche zu entwickeln. Es entstand ein zusammenhängendes Areal mit einer Längsausdehnung von 20 km, das bestehende Grünanlagen einbezog und Fußgängerverbindungen schuf.

Daneben entstanden in der Nachkriegszeit zwischen 1959 und 1973 auf dem Gebiet des ehemaligen Flughafens in Ziegelstein derVolkspark Marienberg im Stil eines englischen Landschaftsparks. Ein weiterer Volkspark entstand zwischen 1970 und 1981 mit demWestpark (11 ha) im Stadtteil St. Leonhard. Der Stadtpark wurde nach der ersten bayerischen Landesausstellung 1882 auf dem Maxfeld angelegt. Heute ist dort auch der Neptunbrunnen aufgestellt. Am Stadtrand im Stadtteil Röthenbach liegen zudem der weitläufigeFaberpark (25 ha) sowie im Stadtteil Gebersdorf ein Teil des Naturschutzgebiets Hainberg mit seinen schützenswerten und seltenen Sandgrasflächen.

In der Region bieten zudem die Fränkische Schweiz im Norden mit ihren Klettermöglichkeiten, die Hersbrucker Schweiz im Osten mit ihren Wanderwegen und die Gewässer des Fränkischen Seenlands und der Altmühl im Süden zahlreiche Möglichkeiten für Aktivsportarten rund um die Stadt.

Wirtschaft

Nach dem Krieg änderte sich das wirtschaftliche Profil der Stadt. Traditionsreiche Wirtschaftszweige wie die Nürnberger Motorradindustrie wie die Zweirad Union und Hercules konnten nicht mehr an die Erfolge in der ersten Jahrhunderthälfte anknüpfen. Dagegen expandierten Firmen wie die AEG oder Photo Porst. Ende der 50er Jahre fehlten noch immer 47.000 Wohnungen. 1957 wurde von der städtischen Wohnungsbaugesellschaft der Grundstein für den neuen Stadtteil Langwasser gelegt, dessen Bau das größte Projekt zur Erweiterung einer Stadt in der Bundesrepublik war. 1967 wurde die letzte Baulücke am Hauptmarkt geschlossen.

Nürnberger Unternehmen wie Siemens-Schuckert, Schöller-Eis, MAN, Zündapp, sowie der 1957 von den Fürther Grundig-Werken übernommene Bürogerätehersteller Triumph-Adler hatten maßgeblichen Anteil am sogenannten Wirtschaftswunder. Die Anzahl der Beschäftigten in der Industrie stieg von 77.000 (1950) auf 120.000 (1960). Besondere Bedeutung hat Nürnberg durch die seit 1950 jährlich stattfindende Nürnberger Spielwarenmesse gewonnen, die heute im 1973 vollendeten Messezentrum in Langwasser stattfindet. Weitere bedeutende Infrastrukturprojekte der Nachkriegszeit waren: 1955 die Eröffnung des Flughafens, 1967 der Baubeginn einer U-Bahn und 1972 die Fertigstellung des Bayernhafens am Main-Donau-Kanal.

Über Standortkompetenzen verfügt Nürnberg insbesondere in den Bereichen Kommunikationstechnik, Marktforschung, Druck, Energie und Leistungselektronik sowie Verkehr und Logistik. Für das Jahr 2007 fand auf dem Stadtgebiet eine Bruttowertschöpfung von 20,3 Milliarden Euro statt. Dazu trug der Dienstleistungsbereich zu etwa 75 Prozent und das produzierende Gewerbe zu 25 Prozent bei. Die Arbeitslosenquote lag etwa auf Bundesdurchschnitt, jedoch deutlich über dem Schnitt in Bayern. Der Einzelhandelsumsatz beträgt 3,5 Milliarden Euro (Stand: 2008), was pro Kopf gerechnet der dritthöchste Wert nach München und Düsseldorf in Deutschland ist.

Landwirtschaft und Bodenschätze

Mit dem Knoblauchsland verfügt Nürnberg im Norden über ein großes Gemüseanbaugebiet von überregionaler Bedeutung, das vor allem für seinen Spargelanbau bekannt ist. Des Weiteren befindet sich in der Umgebung des eingemeindeten Worzeldorf ein Sandsteinvorkommen aus Worzeldorfer Sandstein, das für Nürnberg große kunsthistorische Bedeutung hat, da zahlreiche Bauwerke aus diesem Baustoff errichtet wurden. Der auf gemeindefreiem Gebiet um Nürnberg befindliche Nürnberger Reichswald ist seit Jahrhunderten ein Lieferant von Holz; auch befinden sich hier große Tagebaue für Bausand.

Industrie

Ein Teil des ehemaligen AEG-Industriegeländes in Muggenhof ist heute als Auf AEG Kulturwerkstadt und Bürofläche.

Nürnberg ist ein Zentrum in den Bereichen Informations– und Kommunikationsindustrie, Verkehr und Logistik, Energietechnologie und Leistungselektronik. Nürnberg ist noch vor Hamburg bedeutendster Druckstandort Deutschlands. Im Norden der Stadt unterhält die Firma Alcatel-Lucent das Optical Center of Excellence, ihr größtes Forschungszentrum außerhalb der USA.

Dennoch musste Nürnberg in den letzten 25 Jahren immer wieder Werkschließungen und die Verlagerung von Arbeitsplätzen hinnehmen. Besonders betroffen war davon die Sparte Maschinenbau und Haushaltselektronik. So wurde das Gelände der MAN im Süden Nürnbergs im Laufe der Zeit stetig verkleinert. Ende der 1990er Jahre wurden bei Tochtergesellschaften und Ausgründungen 3000 Mitarbeiter entlassen. Mitte der 1980er Jahre begann der Niedergang des Büromaschinenherstellers Triumph-Adler. 2003 gingen im Rahmen der Auflösung des Grundig-AG-Konzerns rund 1300 Stellen in Nürnberg verloren. Zwischen der ersten Hälfte des Jahres 2006 und März 2007 schloss das Nürnberger AEG-Werk mit einem Verlust von 1750 Stellen.

Dienstleistungen

Im Bereich der Marktforschung ist Nürnberg bundesweit führend: jeder dritte deutsche Marktforscher arbeitet hier. So verfügt Nürnberg beispielsweise mit der Nürnberger Versicherungsgruppe, der DATEV, oder der Gesellschaft für Konsumforschung über mehrere Großunternehmen im Dienstleistungssektor. Darüber hinaus ist Nürnberg ein bedeutender Standort für Call-Center und für Unternehmen aus dem Bereich Neue Medien. So haben hotel.de, Immowelt oder Buch24.de hier ihren Sitz. Der ehemals weltgrößte Versandhaus-Konzern Quelle GmbH ging im Juni 2009 in Insolvenz und wurde ab Oktober aufgelöst. 3700 Mitarbeiter wurden in Nürnberg und Fürth arbeitslos, weitere Arbeitsplatzverluste gibt es bei Dienstleistern wie DHL und Zulieferern.

Gewerbegebiete bzw. Gewerbeparks

Insbesondere in den letzten 15 Jahren sind in Nürnberg zahlreiche Gewerbegebiete und Gewerbeparks entstanden. Grund für die Schaffung war oft eine innerstädtische Raumneuordnung, da ehemalige Industriegebiete nach dem Weggang der Industrie aufgelassen worden waren.

  • Eurocom im Stadtteil Langwasser
  • FrankenCampus auf dem ehemaligen MAN-Verwaltungsgelände an der Frankenstraße in der Südstadt
  • Gewerbegebiet Altenfurt
  • Gewerbegebiet Moorenbrunn: Hier hat die Siemens AG ein großes Verwaltungszentrum geschaffen.
  • Gewerbepark Nürnberg-Feucht auf einem ehemaligen amerikanischen Flugfeld nördlich der Munitionsanstalt
  • Hansapark im Stadtteil Schweinau
  • Herkules-Park an der Nopitschstraße auf dem früheren Gelände der Hercules-Werke, später befanden sich dort die SACHS-Motorrad-Werke.
  • HighTech Center Nürnberg
  • Maxtorhof in der Pirckheimerstraße, ehemals stand dort die Bleistiftfabrik Schwan-Stabilo.
  • Nordostpark
  • Nürbanum in der Allersberger Straße, ehemals Felten & Guilleaume/TeKaDe, später Philips Kommunikations Industrie (PKI)
  • Südwestpark im Stadtteil Gebersdorf
  • TA-Gelände an der Fürther Straße. Früher Standort des Motorradherstellers Triumph Werke Nürnberg und der Triumph/Adler-Schreibmaschinenwerke
  • Tilly-Park an der Gustav-Adolf-Straße auf dem Gelände der ehemaligen Bundeswehr-Infanteriekaserne
  • VDM-Areal im Stadtteil Schweinau

Messe

Die Messe Nürnberg ist einer der bedeutendsten Kongress- und Messestandorte Deutschlands und steht weltweit in der Liste der Top 20. Hier findet unter anderem jährlich Fachmessen wie dieSpielwarenmesse oder die BioFach sowie Publikumsveranstaltungen (beispielsweise die Consumenta) statt.

Medien

Zeitungen, Zeitschriften und regelmäßige Publikationen

Die großen Nürnberger Tageszeitungen sind die Nürnberger Nachrichten (NN), die Nürnberger Zeitung(NZ) sowie die Bild-Zeitung Nürnberg. Von der Stadt selbst herausgegeben wird die anspruchsvoll gestaltete Zeitschrift Nürnberg Heute; sie beleuchtet Stadtgeschehen und -entwicklung. Bundesweit erscheint das Sportmagazin Kickerdes Nürnberger Olympia-Verlags.

Rundfunk

Der Bayerische Rundfunk betreibt in Nürnberg das Studio Franken, welches für die Hörfunk- und Fernsehberichterstattung aus einem großen Teil Frankens zuständig ist. Der private Fernsehsender Franken Fernsehen hat sein Programm auf den Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen, sowie ganz Mittelfranken und die westliche Oberpfalz ausgerichtet. Seit dem März 2006 betreibt der IT-Outsourcer Atos den Leitstand des Rechenzentrums für Sky Fernsehen GmbH in Nürnberg. Es gibt zahlreiche kommerzielle und nichtkommerzielle lokale Radiosender. Als Funkhaus Nürnberg firmieren mehrere private Hörfunkstationen. Seit dem 30. Mai 2005 werden 24 Fernsehsender digital im DVB-T Format vom Fernmeldeturm Nürnberg ausgestrahlt.

Druck

Nürnberg ist ein bedeutender Druckstandort in Deutschland. Im Jahr 2002 sorgten über 6000 Beschäftigte in 43 Betrieben für einen Umsatz von mehr als 1,2 Milliarden EUR. Die größten Druckereien Nürnbergs sind die Firmen Prinovis (vormals: maul-belser) und die Schlott Gruppe AG mit ihren Unternehmen „u. e. sebald Tiefdruck“ und „heckel Rollenoffset“ (gehört seit 1. Oktober 2005 zu Konradin-Druck). Heute sind die c’t (ca. 500.000), das Kicker-Sportmagazin und die Nürnberger Nachrichten, eine der größten deutschen Regionalzeitungen mit einer Auflage von rund 300.000 Exemplaren, bedeutend.

Stadt des Friedens und der Menschenrechte

Durch die Rolle Nürnbergs während der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft fühlt sich die Stadt in besonderem Maße verpflichtet, einen aktiven Beitrag zum Frieden und zur Verwirklichung der Menschenrechte zu leisten.

Zu diesem Zwecke wurden unter anderem die Straße der Menschenrechte, ein Mahnmal für die Würde des Menschen sowie das Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände, das über die Zeit des Nationalsozialismus in Nürnberg informiert, errichtet.

Seit 1995 wird der Internationale Nürnberger Menschenrechtspreis an Personen verliehen, die sich für die Einhaltung der Menschenrechte einsetzen.

Das Nürnberger Menschenrechtszentrum, ein Verein, der sich für die Würde des Menschen einsetzt und das Nürnberger Menschenrechtsbüro wurden gegründet. Alle zwei Jahre wird der Deutsche Menschenrechts-Filmpreis verliehen. Das Nürnberger Filmfestival der Menschenrechte ist ein fester Bestandteil des Kulturprogramms der Stadt.

Die Stadt Nürnberg wurde am 10. Dezember 2000 in Paris mit dem UNESCO-Preis für Menschenrechtserziehung ausgezeichnet. Damit würdigte die UNESCO den vorbildlichen Einsatz der Stadt Nürnberg für Frieden und Achtung der Menschenrechte. Die Stadt Nürnberg bewirbt sich um Aufnahme in die Weltkulturerbeliste der Unesco mit dem Saal 600 im Justizgebäude, in dem ab 20. November 1945 dasInternationale Militärtribunal tagte.

Alle ein bis zwei Jahre wird der Preis der Stadt Nürnberg an Personen mit herausragenden Leistungen in Kunst und Wissenschaft verliehen.

Bildung

Allgemeinbildende Schulen

Zum weiteren Bildungsangebot im Stadtgebiet gehören 13 Gymnasien, fünf Realschulen (öffentlich und privat), drei Gesamtschulen (öffentlich und privat), je zwei Fach- und Berufsoberschulen sowie zahlreiche Berufs-, Berufsfach-, Fach-, Haupt– und Grundschulen. Die Stadt Nürnberg betreibt ein Pädagogisches Institut, das die Schulen bei der Schulentwicklung unterstützt sowie einen Schulpsychologischen Dienst, die ihren Sitz im Haus der Pädagogik haben.

Hochschulen

Im Mai 1526 wurde in Nürnberg das Gymnasium St. Egidien gegründet, aus dem nach nur neunjähriger Betriebszeit schließlich 1575 die vom Nürnberger Stadtrat gegründete Akademie Publica et trivialis schola und 1622 die Universität in Altdorf bei Nürnberg offiziell hervorging.

Nürnberg ist Standort der Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Fakultät (ehemals: Hochschule für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Nürnberg) sowie der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Weitere Hochschulen sind die Technische Hochschule Nürnberg Georg Simon Ohm, die Akademie der Bildenden Künste Nürnberg, die Evangelische Hochschule Nürnberg und die Hochschule für Musik Nürnberg. Die nordrhein-westfälische Fernuniversität in Hagen unterhält ein Regionalzentrum in Nürnberg.

Erwachsenenbildung

Die Volkshochschule bietet jährlich in den Bereichen Gesellschaft, Gesundheit, Beruf und Karriere, Sozial-integrative Bildung, Kultur, Sprachen, Planetarium und Lernwelten rund 6000 Veranstaltungen an. Neben dem Hauptstandort am Gewerbemuseumsplatz wird seit 2009 auch in Zusammenarbeit mit dem Amt für Kultur und Freizeit der so genannte Südpunkt betrieben.

Freizeitanlagen

Sehr beliebt mit über 1 Million Besuchern im Jahr ist der Tiergarten Nürnberg in einem weitläufigen Gelände am Ostrand der Stadt.

Es gibt zwei große Kinokomplexe. Das Cinecittà Nürnberg ist Deutschlands größter Kino-Komplex mit 21 Kinosälen und 5000 Plätzen sowie einem IMAX-Kino. Daneben gibt es noch den Admiral Filmpalast.

Im K4, (dem ehemaligen KOMM) einem zentral gelegenen Kulturzentrum sind neben dem Kunsthaus mit seinen wechselnden Ausstellungen zeitgenössischer Kunst zwei Konzertsäle, zwei Kinosäle, einer Discothek sowie Seminarräumen und einer Gestaltungsschule (Werkbund Werkstatt Nürnberg) noch neun offene Werkstätten (unter anderem S/W-Photolabor, Keramikwerkstatt, Schmiede und Siebdruckerei) für interessierte Nutzer offen.

Nürnberg verfügt mit dem Nicolaus-Copernicus-Planetarium und der Regiomontanus-Sternwarte über eine in Nordbayern einmalige Einrichtung zur astronomischen Öffentlichkeitsarbeit. Durch die Einbindung des Planetariums in das Bildungszentrum und den Sternwarten-Trägerverein Nürnberger Astronomische Arbeitsgemeinschaft wird den Bürgerinnen und Bürgern Nürnbergs und der Region ein umfangreiches Angebot von Veranstaltungen geboten, das weit über rein naturwissenschaftliche Themen hinausgeht. Alle Veranstaltungen auf der Sternwarte werden in ehrenamtlicher Arbeit durchgeführt.

Sportanlagen

Am Nordrand der Stadt beim Flughafen liegt der Volkspark Marienberg; im Winter sind hier Schlittenabfahrten (Marienbuck), Langlauf und Schlittschuhlaufen möglich.

Frankenstadion

Das Frankenstadion hieß von März 2006 bis 2012 „Easycredit-Stadion“ und seitdem Stadion Nürnberg, ist Heimstätte des Fußball-Bundesliga-Vereins 1. FC Nürnberg und war einer der Veranstaltungsorte der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Der 1. FC Nürnberg Verein für Leibesübungen e. V., allgemein bekannt als 1. FC Nürnberg (kurz: 1. FCN oder Der Club), ist ein traditionsreicher deutscher Fußballverein aus Nürnberg, der am 4. Mai 1900 gegründet wurde. Die Vereinsfarben sind Rot und Weiß, die Traditionsfarben dagegen Weinrot und Schwarz, in denen er seit der Saison 2007/08 auch wieder aufläuft. Der Verein hat etwa 15.000 Mitglieder.

Bis 1995 war der 1. FC Nürnberg auch ein Sportverein. Seitdem ist die Herren-Fußballabteilung ein eigenständiger Verein unter dem alten Namen 1. FC Nürnberg VfL e. V., der dem 1. FCN Dachverein e. V. angehört. Auch die anderen Vereinsabteilungen wurden selbstständige Vereine, die im Dachverein organisiert sind und sich für den Bezug auf den 1. FC Nürnberg neue Vereinsnamen zulegen mussten: Box-Club 1. FC Nürnberg, 1. FC Nürnberg Frauen- und Mädchenfußball, 1. FC Nürnberg Handball 2009, Schach, Hockey, 1. FCN Roll- und Eissport, 1. FCN Schwimmen, 1. FCN Ski und Tennis-Club 1. FC Nürnberg. Zu den erfolgreichsten Mannschaften gehören die Handballfrauen mit zwölf deutschen Meisterschaften, zwei Pokalsiegen und einem Europapokalsieg, die jedoch 2009 insolvent gingen und seither nur noch in der Bayernliga spielen. Am bekanntesten ist jedoch der Fußballverein mit über 11.500 Mitgliedern und insbesondere die Profimannschaft. In der Vergangenheit bestand zudem eine erfolgreiche Leichtathletikabteilung.

Mit neun Meisterschaften war der Club bis 1987 über 60 Jahre lang deutscher Fußball-Rekordmeister, bevor ihn der FC Bayern München ablöste. Seitdem ist der FCN als „Fahrstuhlmannschaft“ bekannt: Es gelingt dem Verein nicht, sich dauerhaft in einer Liga zu etablieren, sondern er steigt wiederholt ab und auf. Von 2009 bis 2014 spielte der 1. FC Nürnberg wieder in der 1. Bundesliga. In der ewigen Tabelle belegt der Verein den 14. Platz.

Die Fußball-Heimspiele werden im vormaligen Frankenstadion ausgetragen, das jetzt Grundig Stadion heißt. Es fasst 50.000 Zuschauer. Das Trainingsgelände befindet sich rund einen Kilometer vom Stadion entfernt am Valznerweiher im Nürnberger Stadtteil Zerzabelshof.

Arena Nürnberger Versicherung

Direkt neben dem Franken Stadion befindet sich die Arena Nürnberger Versicherung, in dem der DEL-Verein (Deutsche Eishockey Liga) Nürnberg Ice Tigers zuhause ist.

Die Thomas Sabo Ice Tigers Nürnberg sind eine deutsche Eishockeymannschaft (offizielle Abkürzung: NIT), die seit 1994 und damit als Gründungsmitglied in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) spielt. Derzeit firmiert sie unter dem Namen Thomas Sabo Ice Tigers, nach dem seit 2009 engagierten Hauptsponsor aus der Schmuckbranche. Im Jahr 1995 wurde die Profimannschaft als GmbH vom 1980 gegründeten EHC 80 Nürnberg ausgegliedert und nahm unter dem Namen Nürnberg Ice Tigers am Spielbetrieb der DEL teil. In den Jahren 2006 bis 2009 trat das Team unter dem Namen Sinupret Ice Tigers an, nach einem Produkt des Hauptsponsors Bionorica. Als Stammverein der Nürnberg Ice Tigers fungiert seit dem 4. Juni 2009 wieder der ursprüngliche Verein EHC 80 Nürnberg. In der Saison 2008/09 hatte nach Differenzen mit dem Verein kurz der benachbarte Höchstadter EC die Rolle des Stammvereins übernommen.

Der bislang größte Erfolg des Clubs, der seine Heimspiele in der 2001 eröffneten Arena Nürnberger Versicherung austrägt, war das Erringen der deutschen Vizemeisterschaft in den Jahren 1999 und 2007. Die Vereinsfarben der Nürnberg Ice Tigers sind blau und rot.

Des Öfteren finden dort auch Konzerte und sonstige Veranstaltungen wie z. B. Boxkämpfe und Basketball statt. Beide Veranstaltungsstätten befinden sich in dem traditionsreichen Naherholungsgebiet rund um den Dutzendteich, das schon über 500 Jahre von den Nürnbergern zur Erholung und als Veranstaltungsort genutzt wird. In der Zeit von 1933 bis 1945 wurde es als Reichsparteitagsgelände bekannt.

Alte Messehalle

Für Sportveranstaltungen bis zu 2000 Zuschauer steht auch die „alte Messehalle“ im Berufsbildungszentrum Nürnberg nahe demStadtpark Nürnberg zur Verfügung. Seit 2002 finden dort unter anderem die Bundesliga-Heimspiele im Damen-Handball derHandballfrauen des 1. FC Nürnberg statt.

Radrennbahn Reichelsdorf

Im Nürnberger Stadtteil Reichelsdorf befindet sich die Radrennbahn Reichelsdorfer Keller. Auf der 400 Meter langen Bahn finden regelmäßig Steherrennen sowie andere Wettkämpfe des Radsports statt.

Klimabedingungen

Nürnberg verfügt über ein humides, warmes und gemäßigtes Übergangsklima, das weder sehr kontinental noch sehr maritim ausgeprägt ist. Die monatlichen Durchschnittstemperaturen schwanken zwischen −1,4 °C im Januar und 18 °C im August, jedoch werden an einigen Tagen im Sommer Spitzentemperaturen von über 35 °C erreicht. Die Niederschlagsmenge ist etwas geringer als für die geographische Lage üblich. Ursache dafür ist die Lage Nürnbergs im Fränkischen Becken; diese schwach ausgeprägte Kessellage hält feuchte Luftmassen vom Stadtgebiet fern. Mitunter kommt es über Nürnberg zu heftigen Stürmen und Unwettern, so zuletzt am 28. August 2006, als eine Windhose im Stadtteil Gartenstadt mehrere Häuser zum Teil schwer beschädigte.

Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Nürnberg
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 2,7 4,5 9,3 13,5 19,1 21,7 24,0 24,0 19,3 13,4 6,8 3,8 Ø 13,6
Min. Temperatur (°C) −2,9 −2,8 0,4 2,9 7,7 11,0 13,0 12,6 9,1 5,0 0,9 −1,5 Ø 4,7
Niederschlag (mm) 42,8 34,1 43,9 41,3 59,3 73,7 75,2 60,3 51,4 50,6 44,5 52,1 Σ 629,2
Sonnenstunden (h/d) 1,5 2,7 4,0 5,4 6,9 7,1 7,6 6,9 5,5 3,9 1,8 1,4 Ø 4,6
Regentage (d) 9,8 7,7 9,0 8,7 9,4 11,0 9,9 8,4 7,9 8,4 9,5 10,4 Σ 110,1
Luftfeuchtigkeit (%) 85 80 75 70 67 67 67 71 76 80 83 84 Ø 75,4
Quelle: DWD; wetterkontor.de

Geographische Lage

Nürnberg liegt zu beiden Seiten der Pegnitz, die etwa 80 Kilometer nordöstlich der Stadt entspringt und das Stadtgebiet auf einer Länge von etwa 14 Kilometern von Ost nach West durchquert. Im Bereich der Altstadt wurde der Fluss stark kanalisiert. Im benachbarten Fürth fließen die Pegnitz und die Rednitz zusammen und bilden die Regnitz. Vor allem im Norden und Nordwesten von Nürnberg ist die Landschaft stark durch die Anschwemmungen der Pegnitz geprägt.

Im Norden Nürnbergs befindet sich mit dem Knoblauchsland ein wichtiges Gemüseanbaugebiet, zugleich auch die westliche Anflugschneise für den Nürnberger Flughafen. Im Süden, Osten und Norden der Stadt erstreckt sich der Nürnberger Reichswald. Der Unterboden Nürnbergs besteht aus weichem Sandstein. Nordöstlich von Nürnberg befindet sich die Fränkische Schweiz, ein Mittelgebirge mit einer Höhe von teilweise über 600 Metern über dem Meeresspiegel.

Verkehr und Infrastruktur

Öffentlicher Verkehr

Fernverkehr

Als größter Dienstleister für den landgebundenen öffentlichen Verkehr tritt die Deutsche Bahn auf. DerHauptbahnhof Nürnberg wirkt als Drehkreuz für den Schienenfernverkehr in Nordbayern. Nürnberg liegt im Schnittpunkt mehrerer ICE- und IC- sowie einzelner D-Zug-Linien.

Die wichtigsten sind:

  • ICE Bremen/Hamburg – Hannover – Fulda – Würzburg – Nürnberg – München
  • ICE Hamburg – Berlin – Leipzig – Nürnberg – München
  • ICE Ruhrgebiet – Frankfurt am Main – Würzburg – Nürnberg – München/Regensburg – Passau – Linz– Wien
  • IC Karlsruhe – Stuttgart – Nürnberg
  • RE Nürnberg – (Bayreuth/Marktredwitz) – Hof – Chemnitz – Dresden (Fernverkehrs-Ersatz als Franken-Sachsen-Express)
  • RE Nürnberg – Schwandorf – Prag (Fernverkehrs-Ersatz als Bayern-Böhmen-Express)

Nachdem vom ZOB Nürnberg bis Anfang des Jahres 2013 hauptsächlich osteuropäische Ziele per Fernbus angefahren wurden, bieten die seit der Liberalisierung des Marktes neu auftretenden Fernbusanbieter wie z. B. FlixBus oder Bus and Fly, inzwischen auch viele innerdeutsche Verbindungen von Nürnberg aus an.

Regionalverkehr

Das Fernverkehrsnetz wird durch zahlreiche Regionalverbindungen ergänzt. Regional-Express- und Regionalbahn-Züge bedienen die Eisenbahnstrecken in Richtung Amberg, Ansbach, Forchheim, Kitzingen, Neumarkt in der Oberpfalz, Pegnitz und Treuchtlingen.

Auf der seit dem 10. Dezember 2006 vollständig in das Fernverkehrsnetz integrierten Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt–München verkehrt neben den normalen ICE-Zügen mit dem München-Nürnberg-Express der schnellste Regional-Express Deutschlands.

Ein einheitliches Preissystem erlaubt die Benutzung regionaler und städtischer Verkehrsmittel mit ein und derselben Fahrkarte. Die Tarife des Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) gelten in ganzMittelfranken sowie in Teilen der Regionen Oberfranken, Unterfranken und Oberpfalz.

Stadtverkehr

Die städtischen Linien des öffentlichen Nahverkehrs werden durch die Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg (VAG) betrieben. Rückgrat des Verkehrs bildet das Schienennetz, bestehend aus fünfStraßenbahn- und drei U-Bahn-Linien. Die vier S-Bahn-Linien der Deutschen Bahn dürfen ebenfalls zum Teil dem Stadtverkehr zugerechnet werden, da sie einen nennenswerten Anteil des Nürnberger Binnenverkehrs bewältigen. Die 51 Stadtbuslinien erschließen die nicht mit U-, S- oder Straßenbahn angebundenen Stadtteile.

Nach dem Generalverkehrsplan 1972 und der ÖPNV-Planung 1993 arbeitet die Stadt Nürnberg zusammen mit einem externen Ingenieursbüro seit 2008 an einem Nahverkehrsentwicklungsplan 2025+ (NVEP 2025). Ziel dabei ist es, einen attraktiven Ausbauplan für den Nahverkehr zu entwickeln, damit in Zukunft mehr Pendler den ÖPNV nutzen.

Besonderheiten in Nürnberg:

  • Alle Straßenbahnen und Busse sind Niederflurfahrzeuge.
  • In Nürnberg fuhr der erste Erdgasbus Deutschlands im Linienverkehr.
  • Bei der U-Bahn gab es zwischen der Inbetriebnahme der U3 am 14. Juni 2008 und der Automatisierung der Linie U2 den weltweit ersten Mischbetrieb mit automatischen (RUBIN) und herkömmlichen Fahrzeugen auf einer Strecke.

Individualverkehr

Autobahnen und Hauptstraßen im Großraum Nürnberg

Bundesautobahnen

Nürnberg liegt am Schnittpunkt wichtiger Bundesautobahnen, die sich südlich und östlich der Stadt kreuzen:

  • A 3 Emmerich am Rhein – Düsseldorf – Köln – Frankfurt am Main – Würzburg – Nürnberg –Regensburg – Passau
  • A 6 Saarbrücken – Kaiserslautern – Mannheim – Heilbronn – Nürnberg – Amberg – Waidhaus
  • A 9 Berlin – Leipzig – Hof/Saale – Bayreuth – Nürnberg – Ingolstadt – München
  • A 73 Feucht – Nürnberg – Fürth – Erlangen – Bamberg – Coburg – Suhl

Bundesstraßen

Im Stadtgebiet sind durch den Bundesstraßenring Nürnberg B 4 R folgende Bundesstraßen miteinander verbunden:

  • B 2 Rosow – Berlin – Lutherstadt Wittenberg – Leipzig – Gera – Hof – Bayreuth – Nürnberg – Donauwörth – Augsburg – München –Mittenwald
  • B 4 Bad Bramstedt – Hamburg – Braunschweig – Erfurt – Ilmenau – Coburg – Erlangen – Nürnberg – Fischbach bei Nürnberg
  • B 8 Emmerich am Rhein – Düsseldorf – Köln – Frankfurt am Main – Würzburg – Neustadt an der Aisch – Fürth – Nürnberg –Neumarkt in der Oberpfalz – Regensburg – Passau
  • B 14 Stockach – Tuttlingen – Horb – Stuttgart (als A 831/A 81) – Schwäbisch Hall – Ansbach – Nürnberg – Sulzbach-Rosenberg –Waidhaus

Stadtstraßen

Die Gesamtlänge aller Straßen im Stadtgebiet beträgt 1138,8 Kilometer (Stand 1. Januar 2006). An mehr als 500 Knotenpunkten wird der Verkehr durch Lichtsignalanlagen geregelt. Je nach Tageszeit und Verkehrssituation werden die Programme an den Lichtsignalanlagen automatisch oder manuell umgeschaltet. Feuerwehr, Straßenbahn und Linienbusse erhalten an über 100 Kreuzungen automatisch Vorrang.

Auf 1000 Einwohner kommen durchschnittlich 582 Kraftfahrzeuge. Ein großer Anteil am Verkehr in Nürnberg wird den täglichen Pendlerströmen zugerechnet. Im Jahr 2005 wurden in einer Werktag-Stichprobe 572.543 stadtgrenzüberschreitende Kraftfahrzeugfahrten gezählt.

Der Frankenschnellweg (A 73) wurde auf dem Stadtgebiet zur Kommunalstraße umgewidmet. Bis 2020 soll die Schnellstraße kreuzungsfrei ausgebaut werden und von der Rothenburger Straße bis zur Otto-Brenner-Brücke als Tunnel geführt werden. Hierdurch sollen auch die Emissionen sowie die Schrankenwirkung zwischen den Stadtteilen reduziert werden. Im nördlichen Bauabschnitt wird der Lärmschutz ausgebaut. Die „Neue Kohlenhofstraße“ soll ebenfalls die umliegenden Stadtteile entlasten. Das Projekt wird rund 400 Millionen Euro kosten.

Laut Verkehrsunfallstatistik wurden im Jahr 2004 auf städtischen Straßen 2703 Menschen verletzt und 11 Menschen getötet.

Dynamisches Verkehrsleitsystem

Zur Steuerung des Verkehrsflusses bei Veranstaltungen oder in besonderen Situationen, wie Baustellen und Unfällen, besitzt Nürnberg ein dynamisches Verkehrsleitsystem. Induktionsschleifen in den Fahrbahnen erfassen Fahrzeuganzahl, -typ und ungefähre Geschwindigkeit. Diese Informationen werden automatisch oder manuell analysiert und führen zu verkehrssituationsabhängigen Anzeigen auf dynamischen Wegweisern im Stadtgebiet sowie auf den umliegenden Autobahnen. Das dynamische Verkehrsleitsystem Nürnberg ist in seiner Art das größte in Europa.

Radverkehr

Für den Radverkehr in Nürnberg wurde ein eigenes Wegweisersystem eingeführt. Zahlreiche Einbahnstraßen wurden in Gegenrichtung für den Radverkehr freigegeben.

Der ADAC bewertete das Radwegenetz im Jahr 2003 als durchschnittlich. Kritisiert wird das Fehlen von Radwegen oder Radstreifen entlang von Hauptverkehrsstraßen; als Beispiel sind Bucher Straße und Tafelfeldstraße genannt. Gelobt werden die relativ geringe Unfallzahl und radfahrergünstige Ampelschaltungen.

In einer Umfrage des ADFC im Jahr 2005 nimmt Nürnberg im Kreis der Städte mit über 200.000 Einwohnern einen mittleren Platz ein (Rang 13 von 28 bei einem Notenmittelwert von 3,84). Gelobt wurde die Erreichbarkeit des Stadtzentrums, bemängelt wurde hingegen insbesondere die Verkehrsführung an Baustellen.

Fußwege

Nürnberg besitzt allein in der ca. 1,6 km² großen Altstadt mehrere Fußgängerzonen mit einer Gesamtlänge von ca. 5700 Metern. Der Stadtrat hatte 1966 beschlossen, eine Fußgängerzone einzurichten, da durch den Bau der U-Bahn die Einstellung des Oberflächenverkehrs möglich wurde. 1973 wurde ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt, aus dem ein Vorschlag von Bernhard Winkler als Sieger hervorging. Nach diesem Plan begann 1975 die Einrichtung der Fußgängerzone.

Die Fußwege entlang Pegnitz, Wöhrder Wiese und Wöhrder See gelten als attraktiv und werden von vielen Spaziergängern, Joggern und Radfahrern genutzt.

Luftverkehr

Mit dem Flughafen Nürnberg (Airport Nürnberg), der im Norden der Stadt liegt, ist Nürnberg national und international angebunden.

Die Anzahl von Starts und Landungen ist seit dem Jahr 1998 von 84.041 auf 78.043 (Stand 2006) gesunken, während die Zahl der beförderten Passagiere im gleichen Zeitraum von 2.529.307 auf 3.965.357 gestiegen ist. Im Jahr 2008 waren es 4,274 Millionen.

Schiffsverkehr

Der Nürnberger Hafenverknüpft als trimodaler Güterumschlagsplatz den Wasserweg mit Schiene und Straße

An das nationale und internationale Wasserstraßennetz ist Nürnberg durch den am westlichen Stadtrand verlaufenden Main-Donau-Kanal angebunden. Neben dem Bayernhafen Nürnberg ist auf dem Hafengelände im Süden der Stadt das größte Güterverkehrszentrum (GVZ) Süddeutschlandsbeheimatet.

Nürnberg ist eine wichtige Station für Flusskreuzfahrten zwischen Donau und Rhein, die Anlegestelle wurde 2014 stark ausgebaut und bietet nun zehn Liegeplätze.

Die Stadt Hof an der Saale

Hof ist eine kreisfreie Stadt im Nordosten des bayerischen Regierungsbezirkes Oberfranken. Die Stadt ist das Oberzentrum des Hofer Landes, seit 2005 auch Mitglied der Metropolregion Nürnberg.

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Die Stadt Hof liegt im Flusstal der Saale, welche das Stadtgebiet zwischen Fichtelgebirge und Frankenwald am Südrand des Vogtlandes von Süden nach Norden durchfließt. Der tiefste Punkt von Hof liegt an der Saale bei etwa 450 Höhenmetern, der höchste Punkt im Stadtgebiet am Kulm bei 614 m Höhe. Dadurch hat die Stadt vor allem in Ost-West-Richtung Straßen mit erheblichen Steigungen.

Hofer Daten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Höhe: 500 m ü. NHN
Fläche: 58,08 km²
Einwohner: 44.522(31. Dez. 2013)
Bevölkerungsdichte: 767 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 95028, 95030, 95032
Vorwahl: 09281
Kfz-Kennzeichen: HO
Gemeindeschlüssel: 09 4 64 000
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Lage der Stadt Hof in Oberfranken/Bayern

 

 

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Musik

Die älteste in Hof befindliche Musikhandschrift stammt aus dem 12. Jahrhundert. Die erste beschriebene Hofer Orgel war 1376 die Schwalbennestorgel der Klosterkirche. Im 17. Jahrhundert wurden die Stadtpfeifer in Stadtmusiker umbenannt. Sie musizierten bei festlichen städtischen Anlässen und hatten bei der Sonn- und Festtagsmusik dem Stadtkantor (Stadtkantoren sind seit 1520 namentlich belegt) zur Verfügung zu stehen. 1822 entstand das erste Hofer Theater mit Schauspiel und Oper. 1871 wurde das Städtische Orchester gegründet. Es stand unter der Leitung des ersten städtischen Musikdirektors Carl Gottlieb Scharschmidt. Nach dem Zweiten Weltkrieg gründete Musikdirektor Karl F. Keller das Orchester neu, zunächst als Hofer Konzertorchester. Später wurde es in Hofer Symphoniker umbenannt.

Einrichtungen und Gruppen der Musikpflege

  • Musik an der evangelischen Stadtkirche St. Michaelis: Alumnenstiftung (Kurrende) seit 1515, Michaeliskantorei seit 1938, Leitung: Stadtkantor Georg Stanek
  • Musik an der katholischen Stadtpfarrkirche St. Marien: Kirchenchor seit 1837, Choralschola, Jugendchor,Kammerchor Capella Mariana, Leitung: Stadtkantor Ludger Stühlmeyer
  • Hofer Männerchor, gegründet 1883
  • Gemischter Chor Hof-Moschendorf, gegründet 1906, Leitung: Fritz Walther
  • Hofer Symphoniker, gegründet 1945, Intendantin: Ingrid Schrader
  • Theater Hof, gegründet 1946, Intendant: Reinhardt Friese
  • Musikschule des Landkreises Hof, gegründet 1953, Leitung: Eva Gräbner
  • CVJM-Posaunenchor, gegründet 1954, Leitung: Georg Stanek
  • Capella Curia, gegründet 1972, Leitung: Monika Sobotta
  • Musikschule der Hofer Symphoniker, gegründet 1978, Leitung: Ingrid Schrader
  • Rekkenze Brass, Blechbläserquintett, gegründet 1978
  • Jugendsymphonieorchester Hof, gegründet 1994, Leitung: Howard Golden
  • Hofer Kammerchor, gegründet 1997, Leitung: Wolfgang Weser
  • Gospelchor Joy in belief, gegründet 2000, Leitung: Marina Seidel
  • Großelternchor Hof, gegründet 2002, Leitung: Robert Eller

Theater

Bereits seit dem Mittelalter ist in Hof die Tradition des Theaterspiels belegt. Zunächst waren es liturgische Spiele, Schultheater und Aufführungen fahrender Schauspieler. 1822 wurde im nunmehr säkularisierten Kloster ein festes Theater untergebracht. Ende des 18. Jahrhunderts entstand mit Pfaffs Kolosseum ein größeren Ansprüchen genügendes Haus. Es wurde 1994 durch einen Neubau in der Kulmbacher Straße ersetzt. Das Theater Hof ist ein Mehrspartentheater für die Bereiche Musiktheater, Schauspiel, Ballett sowie Kinder- und Jugendtheater.

Museum

Das Museum Bayerisches Vogtland im historischen Hospitalgebäude beherbergt eine Sammlung zur Stadt- und Kunstgeschichte Hofs. 2012 entstand eine neue Abteilung zur Geschichte der Flüchtlinge und Vertriebenen in Hof. Weitere Museen sind das Streichholzmuseum Wirth mit Modellen aus Streichhölzern und das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett neben dem Museum Bayerisches Vogtland mit Werken des gebürtigen Hofer Malers. In einer Virtuellen Galerie, die auf das Museum Bayerisches Vogtland und das Johann-Christian-Reinhart-Cabinett aufgeteilt ist, macht die Stadt Hof eine Kunstsammlung aus etwa 2400 Werken in digitalisierter Form der Öffentlichkeit zugänglich. Weitere Kunstausstellungen werden vom Kunstverein Hof im Jugendstilgebäude am Theresienstein durchgeführt.

Bauwerke

Der Hofer Stadtkern ist in der Liste der 300 bedeutsamsten historischen Stadtkerne Deutschlands des Zeit-Magazins enthalten. Es handelt sich um einen mittelalterlichen Straßenmarkt (Altstadt), dem sich eine spätmittelalterliche Gründungsstadt (Neustadt mit der Ludwigstraße) anschließt. Die Gründungsstadt ist mit planmäßigem Grundriss gegliedert und wurde nach einem schweren Brand im Jahr 1823 biedermeierlich wieder aufgebaut. Entstanden ist eine bedeutende, geschlossene Biedermeierstadt, die nahezu vollständig erhalten ist. Sie ist von kunsthistorischer Bedeutung.

Ende des 19. Jahrhunderts entstand im Zuge der Industrialisierung ein großes Gründerzeitviertel um Marien- und Bahnhofstraße sowie der Bürgerpark Theresienstein mit dem Jugendstil-Wirtschaftsgebäude im Landhausambiente und der künstlichen Ruine am Labyrinth.

Weitere bauliche Dominanten im Stadtbild sind das Rathaus, der Wartturm als Teil eines Alarmsystems im Spätmittelalter, die Einsteighalle des alten Bahnhofs – die zweitälteste erhaltene Bahnhalle in Deutschland, der Hauptbahnhof und der Bismarckturm am Rosenbühl.

Einen Kontrast bilden das Ende des 20. Jahrhunderts neu erbaute Theater sowie die gegenüberliegende Freiheitshalle, die Anfang des 21. Jahrhunderts generalsaniert und umgebaut wurde.

Die Mehrzahl der Kirchen ist seit der Reformation evangelisch. Die St.-Lorenz-Kirche ist die älteste Kirche in Hof. Erstmals schriftlich erwähnt wird die Großpfarrei Hof in einer Urkunde des Plebans Albertus am Fest der heiligen Katharina von Alexandrien 1214. Die Lorenzkirche wird als die „Mutterkirche Nordost-Oberfrankens“ bezeichnet. Ihre heutige Ausstattung ist im klassizistischen Stil (1822/23).

Die Hospitalkirche, vor den Mauern der mittelalterlichen Stadt am Unteren Tor gelegen, wurde zusammen mit dem Hospital (Armenspital) 1268 an der Saale erbaut. Sie besitzt noch den spätgotischen Marienaltar von 1511 und ist mit einer Kassettendecke (1688) ausgestattet.

Die St.-Michaelis-Kirche entstand als Kapellenbau um das Jahr 1230. Beim großen Hofer Stadtbrand von 1823 wurde die Michaeliskirche zerstört. Der Wiederaufbau in heutiger Form erfolgte 1826 bis 1829. Die wertvolle Heidenreich-Orgel wurde 1834 erbaut und im Jahr 2007 von der Berliner Orgelbaufirma Schuke restauriert. Die St.-Michaelis-Kirche ist die evangelische Hauptkirche und Sitz des Dekans.

Die Auferstehungskirche im südlichen Stadtteil Moschendorf wurde 1929 erbaut. Weitere evangelische Kirchen sind die St.-Johannes-Kirche, 1937 im östlichen Stadtteil Gärtla erbaut, die Christuskirche, 1939 im westlichen Stadtteil Münster erbaut, die Lutherkirche von 1956 im nördlichen Stadtteil Hofeck, die Dreieinigkeitskirche von 1961 im südwestlichen Stadtteil Krötenbruck, die Kreuzkirche von 1963 im nordwestlichen Stadtteil Hohensaas und die Paulus-Kapelle, eine evangelisch-methodistische Kirche in der Innenstadt.

Das Kloster Hof in der Neustadt war bis zur Reformationszeit Sitz eines Franziskaner- und eines Klarissenordens. Die Marienkirche wurde 1864 erbaut. Sie ist die katholische Hauptkirche in der Altstadt und Zentralpfarrei des nordöstlichsten Dekanates des Erzbistums Bamberg. Es handelt sich um eine neugotische Hallenkirche mit Netzrippengewölbe und komplett erhaltener neugotischer Ausstattung: Hochaltar, vier Seitenaltäre, Taufkapelle, Kanzel und ein an die franziskanische Tradition der Stadt (13. bis 16. Jahrhundert) anknüpfendes Figurenprogramm.

St. Marien ist Gedenkstätte mit Büste des 1943 in Hof verstorbenen und am 23. Juni 1996 durch Papst Johannes Paul II. seliggesprochenen Märtyrers, des Berliner Dompropstes Bernhard Lichtenberg. Im Jahre 2000 wurde die Stadtpfarrkirche St. Marien grundlegend restauriert. Die St.-Konrad-Kirche wurde 1954 im nördlichen Stadtteil Neuhof erbaut und erhielt das westliche Pfarrgebiet der Marienkirche. Die St.-Otto-Kirche, erbaut 1963 im südlichen Stadtteil Moschendorf, entstand 1945 zunächst als Notkirche nach dem Zweiten Weltkrieg im ehemaligen Durchgangs- und Flüchtlingslager Hof-Moschendorf. Sie ist Filialkirche der St.-Marien-Kirche. Die St.-Pius-Kirche wurde 1977 als moderne, zeltdachförmige Kirche im westlichen Stadtteil Münster erbaut. Sie ist eine Filialkirche der Hofer St.-Konrad-Kirche.

1889 ließ der Hofer Textilfabrikant und Reichstagsabgeordneter Walther Münch-Ferber die Münch-Ferber-Villa im italienischen Klassizismus errichten. Die westlich der Neustadt gelegene Villa verfiel nach 1945 zusehends und wird derzeit (2012) renoviert. In Hofeck steht das Schloss Hofeck, in Moschendorf befinden sich der Stelzenhof und das Rittergut Sachs.

Grünflächen und Naherholung

Die Anfänge des Bürgerparks Theresienstein mit Botanischem und Zoologischem Garten reichen bis zum Anfang des 19. Jahrhunderts zurück. Der Fernwehpark Hof Signs of fame ist eine Sammlung von Orts- und Straßenschildern, mitgebracht von Besuchern aus aller Welt. Der Wittelsbacherpark liegt zwischen Sophienstraße, Theresienstraße und Sophienschule.

Bäder in Hof sind das Hof-Bad, ein Hallenbad mit Wellnesseinrichtungen und der Sauna Hof-Sauna, das Freibad an der Ascher Straße mit 100-m-Doppelrutsche und der im Naherholungsgebiet eingebettete Untreusee im Ortsteil Moschendorf.

Sport

Der bekannteste Sportverein in Hof ist die SpVgg Bayern Hof. Der Verein entstand am 1. Juli 2005 durch die Fusion der SpVgg Hof und des FC Bayern Hof 1910, der bis 1914 Fußballclub Britannia Hof hieß. Hauptsportart ist Fußball, daneben gibt es eine Box- und eine Sängerabteilung sowie Abteilungen fürLeichtathletik und Damengymnastik. Der Verein trägt seine Heimspiele der Regionalliga Bayern im städtischenStadion Grüne Au aus.

Bis 1896 reichen die Wurzeln des Athletik-Sportvereins (ASV Hof) zurück. Die erste Mannschaft ringt seit 2007 in der ersten Bundesliga und hat sich mehrfach für das Finale der deutschen Meisterschaft qualifiziert.

Weitere Turnvereine entstanden gegen Ende des 19. Jahrhunderts in Hof etwa mit dem Turnerclub Hof, der Freien Turnerschaft oder dem missglückten, 1907 gegründeten Turnverein Vater Jahn, dessen Mitglieder bereits ein Jahr später nichts mehr von der Existenz ihres Vereins wissen wollten.

Die seit dem Ende des Jahrhunderts bis 1918 aus dem Boden schießenden Spezialsportvereine beschäftigten sich überwiegend mit Radfahrsport oder Fechten. Die Schützen hatten mit der Schützengesellschaft eine Organisation, deren Gründung bis 1432 zurückreichte. Einer der bis heute bedeutendsten Hofer Sportvereine ist der 1911 gegründete Schwimmverein Hof.

Mit der Spielvereinigung als einer Abteilung des Turnvereins Hof wird 1893 durch Otto Strunz der erste Verein des Hofer Fußballsports gegründet. Zum ersten Mannschaftsspiel kam es erst am 23. Oktober 1898, als gegen die Fußballmannschaft des ATV Plauen gespielt und 7:0 gewonnen wurde. Zur Trennung vom Turnverein kam es 1924.

Ein weiterer Fußballverein war der Fußballclub Britannia Hof, der 1911 gegründet wurde und sich 1914 FC Bayern Hof umbenannte.

Seit 1977 existiert die Marine-Jugend Hof als Segelsportverein in Hof. Hauptsächlich im Bereich Jugendarbeit wird im Sommer der Untreusee zum Trainieren und zum Austragen von Regatten genutzt. Im Jahr 2008 wurde zum Beispiel die Bundesjugendsegelmeisterschaft des DMB organisiert. In den Wintermonaten beschäftigen sich die Jugendlichen mit Modellbau und Segeltheorie.

Im November 1992 gründete sich mit den Hof Jokers die erste American Football-Mannschaft in der Stadt. Die Jokers sind eine Abteilung des Post- und Telekom-Sportvereins (PTSV). In der Spielzeit 2008 konnten die Hof Jokers zum ersten Mal Platz 1 in der Bayernliga belegen und spielten somit in der Saison 2009 in der Regionalliga Süd. Dort konnte mit Platz 5 in der ersten Spielzeit der Klassenerhalt gesichert werden. 2010 musste sich die Mannschaft vorzeitig vom Ligabetrieb zurückziehen. Die Heimspiele der Jokers werden im PTSV-Stadion in Hof ausgetragen.

Regelmäßige Veranstaltungen

Die Internationalen Hofer Filmtage finden jährlich an sechs Tagen in zwei Kinos statt. „HOF“ sei die Abkürzung für „Home Of Films“ hat Wim Wenders über das Hofer Festival gesagt. 1967 organisierte der Student Heinz Badewitz mit seinen damaligen Bandkollegen (New Jazz Group) Werner Weinelt, Uwe Brander einen Zweieinhalb-Stunden-Kinoabend mit eigenen Filmen in Hof. Diesen nannten sie das 1. Hofer Kurzfilmfestival. Die Idee entstand nach enttäuschenden Erfahrungen bei den „Oberhausener Kurzfilmtagen“ und weil in ihrer Studienstadt München die Bedingungen schwierig und die Mieten zu hoch waren. Dies war die Geburtsstunde der Internationalen Hofer Filmtage. Unter der Leitung von Heinz Badewitz entwickelte sich das Festival stetig weiter. In vier Jahrzehnten hat es sich zu einem der renommiertesten deutschen Filmfestivals entwickelt, bei dem die Nachwuchsregisseure ihre Debütfilme zum ersten Mal der Öffentlichkeit zeigen. Die wichtigen Trends wie der Neue Deutsche Film mit Regisseuren wie Werner Herzog, Wim Wenders und Volker Schlöndorff oder der Komödienboom der achtziger Jahre (z. B. Männer von Doris Dörrie) wurden in Hof gesetzt. Die Hofer Filmtage verleihen keine Preise. Verschiedene Träger, u. a. die Stadt Hof, haben sich aber im Laufe der Jahre an die Filmtage angedockt, um am Rande des Festivals Preise zu vergeben, darunter der Filmpreis der Stadt Hof, der Eastman Förderpreis, ein Preis für das beste Szenenbild sowie ein Preis für die visuelle Filmkritik. Zum ersten Mal im Jahr 2005 wurde der Förderpreis Deutscher Film für herausragende Leistungen in der Filmtechnik (z. B. Ton, Schnitt) verliehen. Eine ähnliche Veranstaltung ist SEHquenz, eine Filmwoche mit Präsentation aktueller deutscher Filme.

Das Hofer Volksfest ist das größte Volksfest der Region. Es findet jedes Jahr Ende Juli/Anfang August am Volksfestplatz in Hof statt und dauert zehn Tage. Die Freiheitshalle am Festplatz dient während des Festes als Festhalle. Das Volksfest beginnt am Freitag vor dem Hofer Sommerjahrmarkt. Der Sommerjahrmarkt selbst beginnt am Montag nach Jakobi (25. Juli). Das Volksfest endet nach gut einer Woche am Sonntag. In der Festhalle und im Biergarten schenken die Hofer Brauereien im Wechsel ihr Bier aus. Auf dem Volksfestplatz gibt es einen umfangreichen Vergnügungspark mit vielen Fahrgeschäften, Losbuden und Imbiss-Ständen. Am Eröffnungstag findet der große Volksfest-Umzug der Hofer Vereine und Organisationen statt. Nach einer Woche, am zweiten Volksfest-Freitag, wird nach Einbruch der Dunkelheit in der Nähe des Festplatzes ein großes Brillantfeuerwerk für die Festbesucher abgebrannt.

Die Oberfranken-Ausstellung (Ofra) ist eine Leistungsschau der regionalen Wirtschaft; die Ofra ist alle zwei Jahre im Frühjahr auf dem Hofer Volksfestplatz zu Gast.

Weitere regelmäßige Veranstaltungen sind die Hofer Jazztage, das Hofer Kinderfilmfest, Hof blüht auf, die Blumenschau zum Frühjahr in der Hofer Innenstadt, das Internationale Stabhochsprung-Meeting in der Altstadt, der Schlappentag, der Jahrestag der Steinhauer- und Maurerbrüderschaft Hof und Umgebung von 1450, der Hofer Umwelttag, der Hofer Herbstmarkt und der Hofer Weihnachtsmarkt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Unternehmen

Wichtige Arbeitgeber – gemessen an den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten – sind der Einzelhandel, gefolgt von Gesundheitswesen, der Textilindustrie, der Logistiksparte und dem Kreditwesen. Daneben gibt es Betriebe zur Herstellung von Kühlzellen, Unterwasserpumpen, Klärwerksausrüstungen, Elektroantrieben sowie von Stahl- und Leichtmetallbauteilen.

  • Der bedeutendste Industriezweig in Hof außerhalb des Dienstleistungssektors ist die Textil- und Bekleidungsindustrie. Mit dem benachbarten Landkreisen Hof, Kulmbach und Bayreuth zählt der Wirtschaftsraum zu den drei wichtigsten Textilstandorten in Deutschland. Wichtige Vertreter sind die Textilgruppe Hof und die Spinnerei Neuhof.
  • Hof ist auch ein Zentrum des Bierbrauens. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts gab es in Hof zwölf Brauereien:
Bavaria (Laubmann)
Bürgerbräu (Ried)
Deininger-Kronenbräu (AG)
Löwenbräu (AG)
Gg. Meinel (Georg Meinel, Meinel-Bräu)
Karl Militzer
  Joh. Richter
B. Scherdel (Bernhard Scherdel)
(Heinrich) Schmidt’s Erben (Schmidts Heiner)
Karl Schuster (Weizenbier)
Gg. Weidner (Georg Weidner)
Karl Zelt (Schlappenbier)

Meinel-Bräu existiert heute noch eigenständig und die Brauerei Scherdel arbeitet unter dem Dach derKulmbacher Brauerei weiterhin in Hof. Alle anderen Brauereien haben die Produktion eingestellt. Die Brauerei Falter kam mit der Eingemeindung von Unterkotzau zur Stadt Hof. Sie stellte Mitte 2008 die Produktion ein. Die Brauerei Zelt stellte im Jahr 2010 den Braubetrieb ein. Auch die Brauerei Bürgerbräu Hof existiert seit einigen Jahren nicht mehr.

  • Hof ist von jeher Standort größerer Speditionsunternehmen, wie beispielsweise der Firma M & M Militzer & Münch. Seit der Wende 1990 siedelten sich weitere Logistikunternehmen an. 2002 richtete eine DöhlauerbSpedition am Hofer Hauptbahnhof ein Verladeterminal für Containerzüge ein und erweiterte es mehrmals.
  • Im Bereich der Automobilindustrie entstand der Automobilzuliefererpark Pole Position in Hof und Gattendorf.
  • In Hof befand sich die Zentrale der privaten Regionalbank Schmidtbank. Sie kam 2001 in große wirtschaftliche Schwierigkeiten, die Zentrale wurde aufgelöst. Das vorhandene Know-How nutzen einige Spezialkreditinstitute und Dienstleister weiter. An der Hochschule Hof ist ein einschlägiger Schwerpunkt eingerichtet. Ein Gebäude der ehemaligen SchmidtBank-Zentrale beherbergt den 2006 eingerichteten Dienstsitz Hof des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LFU).
  • Seit dem Jahr 2000 entstanden durch die Ansiedlung von Callcentern Arbeitsplätze im Niedriglohnsektor des Dienstleistungsbereiches. Hof ist außerdem Zentrum vieler weiterer Dienstleistungen, von denen die nennenswertesten Vertreter Weiherer Reisen GmbH & Co., Vodafone, Marktkauf, Kaufhof, Müller, NKD und Finck sind.
  • Auch das DAX-notierte Unternehmen Fresenius Medical Care hat seinen juristischen Sitz in Hof. Eine Niederlassung existiert nicht.

Das Rom Frankens: Bamberg

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Bamberg ist eine kreisfreie Stadt im bayerischen Regierungsbezirk Oberfranken. Bamberg ist Universitäts-, Schul- und Verwaltungsstadt, wichtiges Wirtschaftszentrum Oberfrankens sowie Sitz des gleichnamigen Erzbistums.

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Auf sieben Hügeln, im Herzen der oberfränkischen Kulturlandschaft, findet sich die tausendjährige Bischofs- und Kaiserstadt, vielerorts auch deswegen „Fränkisches Rom“ genannt. Bamberg stellt ein einzigartiges und hervorragend erhaltenes städtebauliches Kunstwerk zwischen Hochmittelalter und bürgerlichem Barock dar.

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Die Stadt selbst beherbergt etwa 71.000, die Agglomeration rund 117.000 Einwohner.

Der Dom St. Peter und St. Georg (Bild) gehört zu den Kaiserdomen und ist mit seinen vier Türmen das überragende Bauwerk der Altstadt, diese umfasst die drei historischen Stadtbezirke Berg-, Gärtner- und Inselstadt.

Sie ist der größte unversehrt erhaltene historische Stadtkern in Deutschland und seit 1993 als Weltkulturerbe in die Liste der UNESCO eingetragen.

Darüber hinaus ist Bamberg überregional bekannt für seine vielfältige Biertradition.

Geografische Lage

Die alte fränkische Kaiser- und Bischofsstadt Bamberg erstreckt sich über eine Talsenke, durch die Regnitz fließt. Diese verlässt die Stadt in nordwestlicher Richtung und mündet an deren westlichster Grenze, fünf Kilometer vom Zentrum entfernt, bei Bischberg in den Main. Nach Süden erstreckt sich das Regnitztal bis nach Fürth, im Osten liegt die Fränkische Schweiz, im Nordosten und Westen das Maintal, im Nordwesten die Haßberge und im Westen der Steigerwald.

Ausdehnung des Stadtgebiets

Das Stadtgebiet hat eine Fläche von 54,58 Quadratkilometern. Die Nord-Süd-Ausdehnung beträgt 9,6 Kilometer, die Ost-West-Ausdehnung 9,7 Kilometer. Die Altstadt liegt auf der Insel zwischen den beiden Regnitzarmen sowie westlich des linken Regnitzarmes (Domberg). Später dehnte sich die Stadt vor allem nach Osten aus.

Hochwasser

Die wechselnde Wasserführung der Regnitz stellt seit Jahrhunderten eine Bedrohung für die Stadt dar. Im Juli 1342 riss das Magdalenenhochwasser eine Brücke mit sich. Wohl das größte Hochwasser war am 27. Februar 1784, dem die Häuser am Ufer im Mühlenviertel zum Opfer fielen. Auch die Brücken wurden stark beschädigt. Insbesondere die erst 1756 fertiggestellte Seesbrücke, die heutige Kettenbrücke, mit ihrer barocken Ausstattung wurde durch Eisschollen und mitgerissene Baumstämme zerstört.

Im Stadtgebiet sind Hochwassermarken in der Langen Straße, am Hochzeitshaus, in der Fischerei und an der Walkmühle zu finden. Dort sind auch die Vergleichswerte des letzten großen Hochwassers von 2004 verzeichnet. Weitgehenden Hochwasserschutz bieten seit 1964 das Jahnwehr und das Hochwassersperrtor bei Bug.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

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Theater und Kleinkunst

  • Anonyme Improniker: Die Improvisationstheater-Gruppe wurde 1992 vom Bamberger Kabarettisten Mäc Härder gegründet und tritt seitdem regelmäßig in und um Bamberg auf. Besonders bekannt ist sie durch den jährlichen „Impro-Marathon“, der in jüngerer Zeit im Rahmen des Festivals Bamberg zaubert stattfindet.
  • Bamberger Marionettentheater: 1962 richtete der aus Oldenburg stammende Klaus Loose in Bamberg ein Marionettentheater für Erwachsene ein, das er 2002 der Stadt Bamberg übergab.
  • Bamberg zaubert: Fand 1999 erstmals statt und zählt seither zu den größten eintrittsfreien Straßen- und Kleinkunstfestivals in Deutschland
  • Brentano-Theater
  • Chapeau Claque
    Das Kinder- und Jugendtheater „Chapeau Claque„ ist seit 1990 aktiv und nahm mehrfach erfolgreich an den Bayerischen Theatertagen teil. Neben der Inszenierung von Theaterstücken für Kinder auf der hauseigenen Bühne in der Grafensteinstraße und an prägnanten Außenspielstätten (Altenburg, Kloster Michelsberg, Hain u. a.) tritt der Verein vor allem durch mobile pädagogische Angebote wie Schulworkshops oder das „Spielmobil“ in Erscheinung
  • Ensemble SatiriuM
  • E.T.A.-Hoffmann-Theater
    1803 entstand aus dem hochstiftischen Theater das heutige städtische Theater
  • Kabarett Die ÄH-Werker
  • Puppenbühne Herrnleben Bamberg mit dem Bamberger Kasperl
    1945 wurde von Volksschauspieler Hans Herrnleben und seiner Frau Ottilie Herrnleben die Bamberger Puppenbühne Bamberger Kasperl gegründet.
  • Theater am Michelsberg (ehemals Galli-Theater)
  • Theater der Schatten 1984 von Norbert Götz gegründet. Es hat zwei feste Spielorte in Bamberg, die Katharinenkapelle in der Alten Hofhaltung und das Neue Palais in der Luitpoldstraße
  • WildWuchs: Theater, Kunst, Varieté

Museen und Galerien

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  • Ateliermuseum Bamberg
  • Museum für Büro- und Kommunikationsgeschichte, Sammlung Artur Kutz
  • Diözesanmuseum Bamberg
  • Historisches Museum (Stadtgeschichtliches Museum in der Alten Hofhaltung)
  • Neue Residenz mit Staatsgalerie
  • Naturkunde-Museum (Bild)
  • Stadtgalerie Villa Dessauer, Kunstgalerie, wechselnde Ausstellungen
  • Fränkisches Brauereimuseum
  • Gärtner- und Häckermuseum
  • Sammlung Ludwig (Keramik- und Porzellan-Museum)
  • Bamberger Krippenmuseum
  • Polizeigeschichtliche Sammlung Bayern, Pödeldorferstraße – jetzt in Ingolstadt
  • E.T.A.-Hoffmann-Haus (Wohnhaus von E. T. A. Hoffmann)
  • Feuerwehrmuseum
  • Missionsmuseum

Das Kreuz über Bamberg

 Das Kreuz von Bamberg

Das Kreuz über Bamberg: Einige Bamberger Kirchen bilden ein imaginäres Kreuz. Der Längsbalken besteht aus den Kirchen St. Jakob, Dom, St. Martin und St. Gangolf, der Querbalken aus St. Stephan, Obere Pfarre, Dom und St. Michael. Letztere vier Kirchen sind auch als der sogenannte Vierkirchenblick bekannt. Der Mittelpunkt dieses Kreuzes ist eine 1777 eingelegte Säule, die den Namen Tattermannsäule trug. An ihre Stelle trat zum 1000-jährigen Jubiläum des Bistums Bamberg im Jahr 2007 ein „unterirdisches“ Denkmal, das ein Künstler aus Israel – mit familiären Wurzeln in Bamberg – schuf.

Die etwas außerhalb des Querbalkens stehende Kirche St. Jakob wird als das gesenkte Haupt Christi gedeutet. Ein weiteres imaginäres Kreuz bildet der Grundriss des Doms; das gesenkte Haupt Christi wird durch einen außerhalb der Linie angeordneten Scheitelstein im Westchor des Domes dargestellt.

Baudenkmäler

Die Stadt Bamberg besitzt in der Kernstadt über 1200 Baudenkmale.

Gotteshäuser und Klöster

Katholische Kirchen
  • Bamberger Dom (ca. 1190–1237 neu erbaut), mit Bamberger Reiter; Grablege des heiliggesprochenen Kaiserpaares Heinrich II. und Kunigunde, von König Konrad III. und PapstClemens II., zugleich Bischof Suitger von Bamberg. Begräbniskirche der Bamberger Bischöfe
  • St. Jakob (1073–1109), das Innere wurde dem Dom nachempfunden, später kamen gotische und barocke Änderungen dazu
  • Obere Pfarre, gotische Pfarrkirche mit dem Gemälde der Himmelfahrt Mariens von Jacopo Tintoretto
  • St. Gangolf, Kirche eines ehemaligen Stifts mit der ältesten Bausubstanz der Bamberger Kirchen. Erhaltener Kreuzgang.
  • St. Martin (1686–1691), ehemals Jesuitenkirche zum Heiligsten Namen Jesu, Werk der Gebrüder Dientzenhofer
  • St. Stephan, geweiht 1020 durch Papst Benedikt VIII., seit 1808 erste evangelische Kirche Bambergs
  • St. Theodor, Karmelitenkloster am Kaulberg, Karmelitenkreuzgang, Kreuzgang der ehemaligen Zisterzienserinnenabtei. Grablege des im Rufe der Heiligkeit verstorbenen Fraters Alois Ehrlich
  • Kirche Heilige Dreifaltigkeit mit Kloster der Englischen Fräulein, mit angeschlossenem Internat und Schule.
  • Heilig-Grab-Kirche mit Dominikanerinnen-Kloster. Grablege der im Rufe der Heiligkeit verstorbenen Laienschwester Columba Schonath
  • St. Michael ist Grabkirche des achten Bischofs von Bamberg Otto I.; aufgrund seiner Missionsreisen 1124 und 1127 nach Pommern erhielt er den Beinamen Apostel der Pommern. Seinem Wunsch gemäß wurde er in dieser Kirche bestattet. Im Jahr 1189 wurde er heiliggesprochen. Des Weiteren beherbergt die Kirche auch die bei der Purifizierung des Domes dort entfernten Grabdenkmäler. In den Bauten des ehemaligen Benediktinerklosters befindet sich das Seniorenheim Bürgerspital und das Fränkische Brauereimuseum
  • St.-Getreu-Kirche, auch St. Fides, durch Bischof Otto 1123 gegründet. Das Langhaus wurde 1652 neu erbaut und 1733 dort ein langgestreckter Chorraum angebaut. Wohl zur selben Zeit wurde auch der Propsteibau errichtet. Dort wurde 1804 eine Heil- und Pflegeanstalt eingerichtet.
  • Maria Hilf
  • St. Otto, Einweihung 1913.
  • St. Sebastiani-Kapelle, Bau aus dem 16. Jahrhundert
  • Gönningerkapelle, eigentlich Marienkapelle, welche durch den Bürger Gönninger im 18. Jahrhundert erbaut wurde
  • Laurenzi-Kapelle, Kapelle des Antoni-Siechhofes, zerstört 1945, Neubau von 1954.
  • St. Kunigund, im Stadtteil Gartenstadt; Grundsteinlegung und dessen Segnung am Allerheiligentag, 1. November 1952. Am 18. Juli 1953 wurde Richtfest gefeiert. Erzbischof Josef Otto Kolb weihte die Kirche am 10./11. Oktober 1953
  • St. Heinrich, Grundsteinlegung 1927, Einweihung 1929. Errichtung eines neuen Glockenstuhls 1956
  • St. Anna, Grundsteinlegung 1978, Einweihung 1979
  • St. Josef
  • St. Urban
Evangelische Kirchen
  • St. Stephan, eingeweiht 1020 durch Papst Benedikt VIII., seit 1808 erste evangelische Kirche Bambergs
  • Erlöserkirche, eingeweiht 1934
  • Auferstehungskirche
  • Philippuskirche
  • Matthäuskirche
Evangelische Freikirchen
  • Ehemalige Marienkapelle, auf den Fundamenten der ersten Synagoge Bambergs erbaut, später Christus-Kirche der evangelisch-freikirchlichen Baptisten-Gemeinde
Moscheen
  • Selimiye Moschee der DITIB in der Coburger Straße
  • Merkezefendi Camii der VIKZ in der Jäckstraße
  • Deutsch-Arabische Moschee in der Pödeldorfer Straße
Synagogen
Hauptartikel: Synagogen in Bamberg
  • Erste Synagoge, Beschlagnahme ca. 1470–1478 durch den damaligen Fürstbischof, Umbau auf den Grundmauern der Synagoge inMarienkapelle, 1951–2008 Christus-Kirche der Baptisten-Gemeinde
  • Zweite Synagoge, Hellerstraße, es wurde im Zuge des Projektes Wohnen an der Stadtmauer eine Mikwe (jüdisches Ritualbad) entdeckt
  • Dritte und vierte Synagoge, Zinkenwörth 1, eingeweiht ca. 1660. Umbau/Neubau auf der gleichen Stelle 1853. Nach Umzug der Gemeinde in die fünfte Synagoge profaniert und verkauft. Synagoge (baufällig) wurde 1984 zugunsten des Wohnprojekts Theatergassen abgebrochen. Erinnerung durch Plakette auf der Höhe des früheren Eingangs zur Synagoge. Sandstein-Torbogen und Tür befinden sich heute in der siebten Synagoge.
  • Fünfte Synagoge, Herzog-Max-Straße, dort Gedenkstein zur Erinnerung an ihre frühere Gestalt
  • Sechste Synagoge, Willy-Lessing-Straße 7, Betsaal und Gemeindezentrum von 1951 (Umbau 1963) bis 2005; keine Erinnerung vorhanden, heute befindet sich dort ein Büro der Volksfürsorge, Bezirksdirektion Bamberg
  • Die Siebte bzw. die Neue Synagoge wurde am 1. Juni 2005 durch die Israelitische Kultusgemeinde eingeweiht. Sie befindet sich in der Willy-Lessing-Straße 7 a.

Säkularisierte und profanierte kirchliche Einrichtungen

  • Die Johanneskapelle auf dem oberen Stephansberg, profaniert, gilt als die Taufkapelle des Bamberger Raumes. Sie befindet sich heute im Besitz des Trägervereins Pro Capella und soll künftig unter anderem für Kunstausstellungen genutzt werden.
  • Dominikanerkloster mit Dominikanerkirche St. Christoph. Die Kirche war nach 1945 für viele Jahrzehnte die Heimat der Bamberger Symphoniker. Jetzt ist sie die Aula der Universität. Die Klostergebäude dienten nach der Säkularisierung als Kaserne, später als Wohnungen. Heute ist dort der Sitz des Staatlichen Bauamtes.
  • Franziskanerkloster Bamberg, auch Barfüßer-Kloster oder Schrannenkloster genannt, mit der Kirche St. Anna, die abgebrochen wurde. Nach Umbau des aus dem Kloster hervorgegangenen Ämtergebäudes Schranne 3 ist dort (seit 1993) das VermessungsamtBamberg untergebracht.

Regierungsgebäude

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  • Altenburg (Bild, erstmalig 1109 erwähnt), ehemalige Residenz der Bamberger Fürstbischöfe
  • Alte Hofhaltung (1571–1576), ehemalige Kaiserpfalz und bischöfliche Verwaltung
  • Schloss Geyerswörth, ehemalige bischöfliche Residenz von 1586
  • Neue Residenz (1695–1704), Hauptwerk von Leonhard Dientzenhofer mit Rosengarten
  • Kapitelshaus, Domplatz 5
  • Erzbischöfliches Palais, Obere Karolinenstraße 3
  • Altes Rathaus, Brückenrathaus Obere Brücke 1, ein Wahrzeichen der Stadt, heute beherbergt das Haus die Porzellansammlung Ludwig
  • Neues Rathaus am Maxplatz, ehemaliges Priesterseminar

Stadtquartiere auswärtiger Klöster

  • Obere Karolinenstraße 8, Langheimer Hof. Stadtquartier der Zisterzienserklöster Ebrach (1127), Langheim und Heilsbronn (1132); ab 1274 war Kloster Langheim alleiniger Besitzer.
  • Unterer Kaulberg 4, Neuer Ebracher Hof, eigentlich der erste eigenständige Sitz des Klosters Ebrach seit 1200 – wurde 1764/65 durch den Bamberger Stadtmaurermeister Martin Mayer erbaut und ist das erste Haus des Klosters Ebrach in Bamberg.
  • Vorderer Bach 5, Alter Ebracher Hof. Das vorherige Haus zum Esel wurde 1560 vom Kloster Ebrach erworben und 1679 als Ebracher Hof durch den aus Zeil stammenden Baumeister Andreas Kestler neu – als zweites Haus des Klosters Ebrach in Bamberg – erbaut. Ein erster Ebracher Hof am Kaulberg wurde schon um 1200 erwähnt.

Die Domherrenhöfe

  • Domplatz 1 (Curia Sti. Hippolyti)
  • Domplatz 2 (Curia Stm. Sebastiani et Fabiani)
  • Domplatz 3 (Curia St. Laurentii)
  • Domplatz 4
  • Domstraße 2 (Curia Sti. Basii)
  • Domstraße 3 (Curia Stm. Mariae et Chunegundis)
  • Domstraße 5, (Curia St. Lamperti)
  • Domstraße 7, (Curia Stae. Elisabethae)
  • Domstraße 9, (Curia Stm. Johannis et Pauli)
  • Domstraße 11
  • Obere Karolinenstraße 1 (Curia Schönborniana)
  • Obere Karolinenstraße 2
  • Obere Karolinenstraße 4 (Curia Stm. Philipp et Jacobi)
  • Obere Karolinenstraße 5 (Curia Sti. Pauli), jetzt Erzbischöfliches Palais
  • Obere Karolinenstraße 6 (Curia Sti. Sebastiani)

Höfe der Stiftsherrn in den Immunitäten

Die Immunitäten waren geistliche Frei- oder Sonderbezirke der Stifte mit Ummauerung und eigener niederer Gerichtsbarkeit, in denen ab dem 12. Jahrhundert fast die Hälfte der Bamberger Bevölkerung lebte.

  • Immunität St. Gangolf:
Gangolfsplatz 2, (Chorherrenhof „Zum Zuckmantel“); Gangolfsplatz 3 a, (Chorherrenhof „Zur Steinene Kemmeten“); Gangolfsplatz 4, (Chorherrenhof „Schindelhof“)
Obere Königstraße 42, (Chorherrenhof „Scheckethof“); Obere Königstraße 46, (Chorherrenhof „Kleines Höflein“); Obere Königstraße 50, (Chorherrenhof „Zur Weinrebe“); Obere Königstraße 53, (Chorherrenhof „Schwanenhof“)
Theuerstadt 5, (Chorherrnhof „Salerei“).
  • Immunität St. Stephan:
Eisgrube 8 (Curia Kraftoni), Eisgrube 10, Eisgrube 12, Eisgrube 14 (Curia Braunwardi Coquinarii); Eisgrube 16 (Curia Aufsees); Eisgrube 18 (Curia Ottnandi); Eisgrube 20 (Curia Leupoldi)
Oberer Stephansberg 1 (Curia apud salices); Oberer Stephansberg 2 (Curia Libhardi); Oberer Stephansberg 3 (Curia Hugonis); Oberer Stephansberg 4 (Curia Popponis); Oberer Stephansberg 5 (Curia Guntheri), Oberer Stephansberg 7 (Curia iuxta capellam)
Stephansplatz 1 (Curia Habitatio Stae. Chunegundis); Stephansplatz 3 (Curia Volkmari)

Palais und profane Bauten

  • Concordiastraße 28, Wasserschloss Concordia (Böttingerhaus 2), zweites Böttingerhaus. Staatliches Forschungsinstitut für Geochemie seit 1956, an diesem Institut arbeiteten zeitweise Walter Noddackund seine Ehefrau Ida Noddack-Tacke, Chemikerin und Mitentdeckerin des Elements Rhenium. DasInternationale Künstlerhaus Villa Concordia wurde 1997 gegründet.
  • Fischerei, die wasserseitige Ansicht dieser Anwesen ist Klein-Venedig, romantisch gelegene Fischer- und Schifferhäuser an der Regnitz
  • Geyerswörthstraße 3, Badeanstalt
  • Geyerswörthstraße 5, Stadtbad
  • Hauptwachstraße, Hauptwache (Bamberg)
  • Hochzeitshaus
  • Judenstraße 12, Stauffenberger-Hof
  • Judenstraße 14, Böttingerhaus, auch Prellshaus, barockes Bürgerhaus
  • Judenstraße 16, Haus zum Einhorn, erbaut 1746 durch die Rittergesellschaft zum Einhorn
  • Karolinenstraße 11, Bibra-Haus
  • Karolinenstraße 18, Marschalk von Ostheimsches Haus
  • Karolinenstraße 20, Hofapotheke
  • Karolinenstraße 24, Aufseß-Palais
  • Kasernstraße 1, Schrottenberg-Palais
  • Lange Straße 3, Aufseß-Palais, auch Haus zum Saal
  • Michelsberg 2, Hebendanz’sches Haus
  • Obere Sandstraße 6, Schrottenberg-Palais
  • Obere Sandstraße 36, Elisabethenspital, heute Justizvollzugsanstalt Bamberg im Volksmund „Café Sandbad“
  • Schillerplatz 5, Harmonie- und Theatergebäude
  • Schützenstraße 1 (Bamberg), Palais des 19. Jahrhunderts
  • Siechenstraße, fb. Jagdzeugstadel, genannt Siechenscheune, nun Feuerwehrmuseum
  • Untere Sandstraße 19, Schrottenberg-Palais
  • Unterer Kaulberg 30, Waisenhaus
  • Burgershof
  • Katharinenspital
  • Liebfrauensiechhof
  • Sebastianispital

Friedhöfe

  • Auf dem 1817 bis 1822 zum Hauptfriedhof erweiterten Städtischen Friedhof in der Hallstadter Straße befindet sich das Grab mit dem Denkmal für den Widerstandskämpfer der Katholischen Aktion Hans Wölfel, der 1944 in Görden ermordet wurde. In der Nähe des Ehrenfriedhofs für getötete Wehrmachtssoldaten befindet sich eine Grabanlage für 52 ausländische Zwangsarbeiter, die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppt wurden und bei Zwangsarbeit zugrunde gingen. Ein Gedenkstein bezeichnet sie lediglich als Kriegstote, nicht als Opfer der NS-Gewaltherrschaft.
  • Portikus von 1822 in der ersten Abteilung des Hauptfriedhofes. Im Portikus befinden sich u. a. die Grablegen der Familie von Michel-Raulino und Messerschmitt.
  • In der zweiten Abteilung des Hauptfriedhofes befindet sich die Grablege der Familie Boveri.
  • Neben dem Hauptfriedhof liegt auch der 1851 eröffnete Friedhof der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg mit einem 1885 bis 1890 erbauten Taharahaus. Auf dem Areal erinnert ein Gedenkstein an die jüdischen Opfer der Verfolgung in der Zeit des Nationalsozialismus und ihre Vernichtung in der Shoa. „Erneute barbarische Schändung des jüdischen Friedhofs in Bamberg” – diesen Titel trägt ein Bild im Juni 1965. Weiter erfährt der Leser: „Bereits Anfang Juni 1965 war es in Bamberg vor der Enthüllung eines Gedenksteins für die 1938 von den Nazis niedergebrannte Synagoge zu antisemitischen Ausschreitung gekommen, die auf ein organisiertes Vorgehen schließen lassen.”.
  • Weitere Friedhöfe befinden sich in den Stadtteilen Bug, Gaustadt und Wildensorg.

Brunnen

  • Brunnen gegenüber dem Spital, Untere Sandstraße
  • Concordiabrunnen, Rokokobrunnen von 1777, Concordiastraße
  • Düthornsbrunnen, auch Adlerbrunnen, Obere Brücke
  • Franziskus-Brunnen, Obere Sandstraße
  • Gabelmann, barocker Neptunsbrunnen von 1698, Grüner Markt
  • Grünhundsbrunnen
  • Karmelitenbrunnen, am Ende des Unteren Kaulbergs
  • Leschenbrunnen, Lugbank
  • Maienbrunnen
  • Marienbrunnen am Maienbrunnen
  • Maximiliansbrunnen von 1880 auf dem Maximiliansplatz
  • Otto-Brunnen, Am Ottobrunnen, unterhalb von St. Getreu
  • Merkur-Brunnen, barocker Brunnen von 1698, Michelsberg im Klosterhof

Religiöse Denkmäler

  • Kreuzweg
    • Der Kreuzweg zwischen St. Elisabethenkapelle und der Kirche St. Getreu, der älteste vollständig erhaltene Kreuzweg in Deutschland
  • Kreuzigungsgruppen: Obere Brücke; Würzburger Straße; bei der Altenburg
  • Statuen
    • Kaiserin Kunigunda auf der Unteren Brücke
    • St. Nepomuk im Hain; auf der Oberen Brücke; an der Abzweigung Unterer Kaulberg/Pfarrgasse; am Chor der Oberen Pfarre
    • St. Christopherus im Hain
    • Heiliger Otto, Bischof von Bamberg: Heinrichsdamm 32; Jäckstraße; Ottoplatz; Ottostraße; Siechenstraße
    • St. Sebastian: Denkmal von 1765 für seine in Moskau überstandene Pest-Krankheit von Johann Bonaventura Mutschelle als Dank geschaffen; in Bamberg-Theuerstadt
  • Martern, Flurdenkmäler
    • Bäckermarter, Egelseestraße
    • Rotenhan-Marter, Schweinfurter Straße
    • Luthermarter, Würzburger Straße
    • Metzgermarter, am Oberen Leinritt

Denkmäler und Gedenktafeln

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  • Denkmäler
    • Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal, Pödeldorfer Straße
    • Prinzregent Luitpold von Bayern am Schönleinsplatz
    • König Ludwig II. von Bayern im Hain, von Bildhauer Philipp Kittler
    • Anton Hergenröder, Bezirkstagspräsident, 2. Bürgermeister der Stadt Bamberg, langjähriger Vorstand des Altenburgvereins
    • E.T.A. Hoffmann und der redende Hund Berganza im Hain an der Schillerwiese
    • E.T.A. Hoffmann und sein Kater Murr vor dem Haus Schillerplatz 26
    • Johann Lukas Schönlein, Schönleinsplatz
  • Gedenktafeln
    • König Friedrich Wilhelm I. von Preußen und Kronprinz Friedrich, Memmelsdorfer Straße 2c
    • König Otto I. und Gemahlin Amalie von Griechenland im Rosengarten der Neuen Residenz
    • Christoph Clavius, An der Universität 3
    • Albrecht Dürer, Austraße 5
    • Hans Ehard, Wildensorger Straße 2
    • Johann Wolfgang von Goethe, Untere Königstraße 28
    • Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Pfahlplätzchen 1
    • Joseph Heller, Untere Brücke 2
    • E.T.A. Hoffmann, Altenburg 1, Schillerplatz 7, Lange Straße 13
    • Adalbert Friedrich Marcus, Lange Straße 27
    • Joseph Daniel Ohlmüller, Kapuzinerstraße 6
    • Georg Simon Ohm, An der Universität 7
    • Claus Schenk Graf von Stauffenberg, Obere Brücke 1 und Domplatz 6
    • Johann Lukas Schönlein, Obere Königstraße 7
    • Friedrich Julius Heinrich von Soden, Schillerplatz 7
    • Marianne Strauß, Sankt-Getreu-Straße 1
    • Karl Freiherr von Thüngen, Domplatz 6
    • Hugo von Trimberg, Theuerstadt 4
    • Albrecht von Wallenstein, Lange Straße 3
    • NS-Gewaltherrschaft, Bronzetafel des Künstlers Bernd Wagenhäuser aus dem Jahre 1986 an der Unteren Brücke

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Januar: Bamberger Kurzfilmtage
  • März: Bamberger Klezmer-Tage in den Haas-Sälen
  • Mai: Weltkulturerbelauf (alle zwei Jahre seit 2003)
  • Mai-Juni: Bamberger Pfingstcup (eines von Deutschlands größten Basketball-Turnieren)
  • Mai-Juni: KONTAKT (Kulturfestival der Bamberger Studenten)
  • Juni: Hegel-Woche
  • Juni: Tage Alter Musik (alle 2 Jahre. Veranstalter Musica Canterey Bamberg e. V.)
  • Juni: Tage der Neuen Musik Bamberg (alle 2 Jahre. Veranstalter Neue Musik in Bamberg e. V.)
  • Juni: Bamberger Biertage (2008 nach 20-jähriger Unterbrechung wieder eingeführt)
  • Juni–Juli: Bamberger Sommernächte (Symphonische Musik im Kaiserdom und in der Konzert- und Kongresshalle)
  • Ende Juni/Juli: Calderón-Festspiele (Freilichtaufführungen des E.T.A.-Hoffmann-Theaters), Alte Hofhaltung
  • Juli: Altstadtfest der Otto-Friedrich-Universität am ersten Freitag im Juli
  • Juli: Bamberg zaubert. am 3. Wochenende im Juli, Kleinkunstfestival in der Altstadt, am Samstag der Impro-Marathon
  • Juli/August: Bamberger Antiquitätenwoche
  • Juli–September: Rosengarten-Serenaden
  • August: Sandkirchweih (fränkisch: Sandkerwa, wichtigstes Altstadtfest)
  • 1. Advent–6. Januar: Bamberger Krippenweg und Weihnachtsmarkt am Maxplatz
  • Alle geraden Jahre: Verleihung des E.-T.-A.-Hoffmann-Preises (Literaturpreis)
  • Alle zwei bis drei Jahre: Verleihung des Volker-Hinniger-Preises (Kunstpreis)

Kulinarische Spezialitäten

Spezialitäten Bambergs sind die Bamberger Hörnla, womit sowohl ein Croissant-artiges Gebäck als auch eine Kartoffelsorte bezeichnet werden. Eine weitere Spezialität ist der Zwätschgabaamäs, ein luftgetrockneter Rinderschinken, der seinen Namen der Räucherung mit Zwetschgenholz verdankt. Des Weiteren ist die Stadt Bamberg auch für das fränkische Schäuferla sowie für seine Biertradition und dasRauchbier bekannt.

In Bamberg wird seit dem frühen sechzehnten Jahrhundert Süßholz angebaut. Heutzutage ist Bamberg der einzige Ort im Norden Europas, an dem diese Pflanze noch kultiviert wird. Diese Tradition wird von der Bamberger Süßholzgesellschaft gepflegt, die die Bamberger Gärtner beim Anbau unterstützt.

Wirtschaft und Infrastruktur

Wirtschaft

Im Jahr 2013 gab es in Bamberg etwa 49.016 (Stichtag: 30. Juni 2013) sozialversicherungspflichtige Beschäftigte. Wichtigste Industriebranche ist die Kfz-Zulieferindustrie, gefolgt von der Elektrotechnik und dem Ernährungsgewerbe. Ende Mai 2014 hat der Automobilzulieferer Brose Fahrzeugteile mit dem Bau eines Bürogebäudes mit Sozialtrakt in Bamberg begonnen und will bis Ende 2015 insgesamt 600 Arbeitsplätze schaffen. Der traditionelle Wirtschaftszweig der Gemüsegärtner, der die Stadt seit ihren Anfängen über Jahrhunderte prägte, ist nach wie vor vorhanden. Daneben spielt der Tourismus für die Wirtschaft der Stadt eine wichtige Rolle. Darüber hinaus existieren in Bamberg zahlreiche kleinere und mittelständische Unternehmen anderer Branchen. Eine weitere Besonderheit ist die seit Jahrhunderten gepflegte Tradition des Orgelbaus, die zurzeit von dem Meisterbetrieb Thomas Eichfelder fortgesetzt wird.

Die wichtigsten gewerblichen Arbeitgeber in der Stadt mit jeweils mehr als 400 Beschäftigten sind:

  • Bosch: Das Boschwerk kam 1939 nach Bamberg und hat im Jahr 2014 7500 Mitarbeiter.
  • Sozialstiftung Bamberg
  • Wieland Electric
  • Sparkasse Bamberg
  • T-Systems International
  • Fränkischer Tag
  • Bäckerei Fuchs
  • BI-LOG (Logistikdienstleister)
  • Backfabrik Gramss

Brauereien

Rauchbier-Bamberg

Die Stadt ist Teil der Bierregion Franken an der Grenze zwischen Wein- und Bierfranken. Besondere Spezialität ist das Rauchbier. Von ehemals 68 historischen Braustätten gibt es noch acht Brauereien mit alter Tradition in Bamberg: Brauerei Mahr, Brauerei Fässla, Brauerei Schlenkerla, Brauerei Spezial, Klosterbräu Bamberg, Brauerei Greifenklau, Brauerei Keesmann und die Brauerei Kaiserdom im ehemals selbständigen Stadtteil Gaustadt.

Eine Gasthaus-Brauerei, das Ambräusianum, die Röstmalzbierbrauerei und die Versuchsbrauerei der Mälzerei Weyermann eröffneten 2004. Bis 2008 existierte noch die Maisel-Bräu. In der Stadt Bamberg bestehen daher derzeit elf Brauereien, die Bier verkaufen. Daneben gibt es noch die kleine zollrechtlich zugelassene Brauerei Robesbierre, die aber kein Bier verkauft.

Im Jahre 1907 gab es den so genannten Bamberger Bierkrieg, bei dem ein Boykott der Bevölkerung die Brauereien zwang, die Bierpreiserhöhung von zehn auf elf Pfennig wieder rückgängig zu machen.